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  • ,Über 2000 Dollar ausgegeben — aber gut angewandt!‘
  • Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1958
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Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1958
w58 15. 10. S. 624

‚Über 2000 Dollar ausgegeben — aber gut angewandt!‘

GOTTES Wort und besonders das Buch der Sprüche heben den hohen Wert der Erkenntnis, Weisheit und Furcht Jehovas hervor. Diese Tatsache wird durch das folgende Erlebnis veranschaulicht, das ein christlicher Zeuge Jehovas in Kanada erzählte. Beiläufig bemerkt, dient es auch dazu, den Wert des gelegentlichen Zeugnisgebens hervorzuheben.

„Mein nächster Nachbar hatte seine Eltern eingeladen, ihre Habe in England zu verkaufen und hier herzukommen, um den Lebensabend bei ihm in Kanada zu verbringen. Kurz nachdem sie eingetroffen waren, kam der Mann, der mich draußen arbeiten sah, herüber, und fragte mich, ob ich ihm sagen könne, wo die nächste anglikanische Kirche oder ihre Versammlungsstätte sei, da er am Abendmahl teilhaben möchte.

Nachdem ich ihm Antwort gegeben hatte, fragte er mich, ob ich christlich gesinnt sei, und als ich ihm gesagt hatte, daß alle meine Familienangehörigen Christen, ja eifrige Erforscher der Bibel, seien, hellte sich sein Gesicht durch ein freundliches Lächeln auf. Zwar konnte er meine Einladung, doch einzutreten, nicht annehmen, holte es aber einige Wochen später nach. Wir hatten eine lange Aussprache über die Bibel, und als er wegging, vereinbarten wir, daß wir wieder zusammenkommen und unsere Besprechung fortsetzen wollten.

Wegen der Arbeit in Verbindung mit der hiesigen Bezirksversammlung vergingen mehrere Wochen, bevor wir ihn und seine Frau für eine weitere Diskussion zu uns einladen konnten, und inzwischen hatten sie sich entschlossen, nach England zurückzukehren. Am Abend vor seiner Abreise erkannten wir, daß es sich hier um einen aufrichtigen, demütigen und liebevollen Mann handelte, der in bezug auf seine Religion nicht mehr ganz sicher war und begann, nach der Wahrheit zu suchen.

Wir gaben ihm all die verschiedenen Traktate, die wir in Händen hatten, und auch mehrere Broschüren und baten ihn, sie anhand seiner Bibel zu lesen. Er tat das, kam am nächsten Tag wieder vorbei und fragte, ob wir etwas über das Abendmahl des Herrn besäßen. Ich gab ihm die Wachtturm-Ausgabe vom vorigen Jahr, in der dieses Thema behandelt worden war. Noch am selben Abend kam er wieder und sagte, er habe alles gelesen, und es sei so verschieden von dem, was er viele Jahre lang geglaubt habe, daß er darüber unter Gebet noch nachdenken müsse.

Als das Paar am nächsten Tage zu uns kam, um Abschied zu nehmen, übergab ich dem Manne drei Bibelstudienhilfsmittel, die er auf dem Schiff lesen konnte, nämlich „Gott bleibt wahrhaftig“, „Dies bedeutet ewiges Leben“, „Neue Himmel und eine neue Erde“, und außerdem einige ältere Ausgaben der Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet!, welche Artikel enthielten, von denen ich dachte, sie könnten ihn besonders interessieren. Mit Tränen in den Augen nahm er alles entgegen und sagte, daß der traurigste Augenblick seiner Abreise von Kanada der Abschied von uns sei, da wir ihm den Eindruck machten, daß wir Gottes Wort ebensosehr liebten wie er. Er versprach uns, zu schreiben und uns mitzuteilen, was er von den Büchern halte. Ich erhielt den ersten Brief von ihm am darauffolgenden Dienstag und zitiere daraus folgendes:

‚Lieber Olaf … Nachdem ich den Wachtturm und Erwachet! und auch manches von den anderen Schriften gelesen habe, die Sie mir in so freundlicher Weise gaben, bevor ich Kanada verließ, werden Sie sicherlich erfreut sein, zu erfahren, daß ich Gott nicht mehr in Einklang mit den Lehren der Kirche von England anbeten kann, obwohl ich dieser Kirche so lange gedient und sie verehrt hatte. Meine Reise nach Kanada, meine Rückkehr und der Umstand, daß ich ein anderes Heim schaffen muß, werden mich wohl über 2000 Dollar kosten, aber ich glaube, daß dieses Geld gut angelegt worden ist, denn bin ich nicht dadurch mit der Wahrheit in Berührung gekommen, die ich vielleicht nie gehört hätte, wenn ich nicht Richvale besucht und die liebevollen Worte von Ihnen, lieber Bruder, und die freundliche Hilfe Ihrer lieben Gattin empfangen hätte?

Ich sehe nun, daß ich Gott nicht richtig angebetet habe. Indes habe ich ihm nach meiner Erkenntnis gedient, und da Gott Liebe ist, denke ich, daß er meine Unwissenheit übersehen wird. Ich bin dankbar, daß es dem himmlischen Vater gefallen hat, mir durch Sie die Wahrheit zukommen zu lassen, obwohl sie sozusagen in der elften Stunde meines Lebens gekommen ist, denn wie ich annehme, wissen Sie, daß ich jetzt 92 Jahre zähle. Möge Jehova mir die große Ehre gewähren, ihm in den Reihen seiner Zeugen zu dienen, bevor er mich aus diesem Leben ruft!

Ich glaube, daß er das tun wird, und mit seiner Hilfe hoffe ich, noch etwas zur Förderung der biblischen Wahrheit tun zu können, wie sie der treue ‚jüdische Mann‘ lehrt — nämlich seine Zeugen. Ich werde mit der Gesellschaft hier Fühlung nehmen … Es wird mir große Freude machen, von Ihnen irgendwann etwas zu hören. Bitte schreiben Sie mir, wenn Sie Zeit haben. Auf jeden Fall werde ich weder Sie vergessen noch alles, was Sie an mir getan haben, denn Sie haben mich sehr glücklich gemacht. Ich bete zu Gott, daß er Sie und auch Ihre Lieben immer mehr segnen möge, damit wir alle zur rechten Zeit Jehovas — wenn nicht schon vorher, dann im Reiche Christi hier auf Erden — uns wieder treffen mögen. An Sie alle liebe Grüße und die allerbesten Wünsche. In der Wahrheit aufrichtig mit Ihnen verbunden, Ihr [Unterschrift].‘“

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