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Israels wunderbare Form der AnbetungDer Wachtturm 1957 | 15. Januar
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Israels wunderbare Form der Anbetung
KÖNNTEST du dir ein kleines Haus mit zwei Räumen auf einem Grundstück von 23 m mal 46 m vorstellen im Werte von etwa 8,5 Millionen DM? Nun, sagst du, ein solch kostbares Haus wäre ein Palast! Und wenn es ein so kleines Gebäude wäre, so müßte es vergoldet sein! Ja, das müßte es, und doch ist dies alles nicht etwa nur erdichtet und Phantasie. Der herrliche, zeltgleiche Palast Gottes, Jehovas, war gerade solch ein Bau, und er bestand wirklich. Er war das Zelt der Zusammenkunft, die Stiftshütte in der Wüste, wodurch Israel auf wunderbare Art und Weise in die Gegenwart Gottes gelangte, um ihm Anbetung darzubringen.
So prachtvoll war das Aussehen der Stiftshütte Israels, so großartig ihre Anordnung und doch in den Einzelheiten ihrer Bauweise so einfach, daß dies alles nicht den Gedanken der Menschen hätte entspringen können. Dennoch erklärt eine Gruppe höherer Textkritiker: „Die Stiftshütte, wie sie hier dargestellt wird, hat in Tat und Wahrheit nie bestanden. Sie ist ein Produkt der priesterlichen Einbildungskraft.“ Sie behaupten, daß Priester den Bericht über den Bau der Stiftshütte der Schrift hinzugefügt hätten, nachdem sie aus der Verbannung in Babylon zurückgekehrt waren, um „eine neue theologische Überzeugung zu illustrieren“.a Das ist nicht nur eine Verleugnung der Schriften Moses, sondern auch derjenigen Sacharjas, denn dieser Prophet sprach von den Tagen jener Priester als einer Zeit der Wiederherstellung der wahren Anbetung, nicht der Zeit einer „neuen theologischen Überzeugung“. — Sach. 8:1-13.
Entgegen der Ansicht solcher Menschen sagt Gottes Wort, daß Mose den Plan zu diesem Bau durch Inspiration von dem großen Architekten des Universums, von Jehova Gott selbst, erhalten habe. (2. Mose 25:9) Christus Jesus nahm diese Darlegung an. Mehr als fünf Jahrhunderte nach der Verbannung, also nachdem angeblich der Bericht gefälscht worden war, war Jesus im Besitz derselben Heiligen Schrift, wie wir sie heute kennen, und er sagte in seinem Gebet zu Jehova: „Dein Wort ist Wahrheit.“ (Joh. 17:17) Wahre Christen können sich daher zuversichtlich auf die Beschreibung der Stiftshütte verlassen, so wie sie für uns erhalten blieb.
Die Stiftshütte war so einfach in ihrer Bauweise, daß der Bericht tatsächlich nur wenig darüber zu sagen hat, wie sie zusammengesetzt wurde, und gerade das Fehlen einer näheren Beschreibung hat jene verwirrt, die sie zu rekonstruieren suchten. Einige haben sie als ein Zelt mit abgeschrägten Seiten und einer Firststange in der Mitte dargestelltb, aber gemäß dieser Auffassung wären zu viele Einzelheiten für die Aufstellung erforderlich gewesen, die im Bericht nicht erwähnt und nicht einmal angedeutet werden. Auch andere Faktoren scheiden eine solche Ansicht als unmöglich aus.
FACHWERK-RAHMEN
Der meistbesprochene Punkt in der Beschreibung der Stiftshütte ist der Ausdruck, der in den meisten Übersetzungen der Bibel mit „Bretter“ wiedergegeben wird. Man versteht unter diesem Ausdruck jetzt „Rahmen“.c (2. Mose 26:15, AÜ; Knox; The Interpreter’s Bible) The New World Translation of the Hebrew Scriptures [Die Neue-Welt-Übersetzung der Hebräischen Schriften, engl.] gibt an dieser Stelle den Ausdruck mit „Fachwerk-Rahmen“ wieder und gibt dazu die Fußnote: „Eher ‚Fachwerk-Rahmen‘ als ‚Bretter‘, die aus massivem Holz bestanden hätten und somit von großem Gewicht gewesen wären.“ Diese waren etwa 69 cm breit, 23 cm dick und 4,57 m hoch oder lang, und sie waren schwer beschlagen mit purem Golde; dies bedeutet, daß, wenn es massive ‚Bretter‘ gewesen wären, jedes der 46 ‚Bretter‘ etwa 450 kg gewogen hätte.d Dadurch würde der ganze Bau weit über 20 Tonnen gewogen haben. Ein viel zu großes Gewicht!
Es ist daher offensichtlich, daß sie nicht massiv, sondern eher wie ein heutiger Fensterrahmen gearbeitet waren. Jeder Rahmen hatte unten zwei Zapfen, die gut in die Löcher der silbernen Sockel paßten, zwei Sockel für jeden Rahmen. Diese Sockel bestanden aus Platten von reinem massivem Silber, und jeder wog etwa 40 kg, und sie dienten als Fundament für das Bauwerk.e Drei Wände des Baus bestanden aus Fachwerk-Rahmen, die ganze Ostwand aber bestand aus einem fein gewobenen Vorhang, der als Eingangsvorhang oder Tür diente. — 2. Mose 26:17-21, 36; 38:27.
An der Außenseite jedes Fachwerk-Rahmens waren Ringe angebracht, durch die vergoldete Stangen gesteckt wurden, um die Rahmen zu einer Wand zusammenzufügen.f Offenbar um die Aufstellung zu vereinfachen, wurden die zehn Fachwerk-Rahmen an jeder Seite und die sechs an der hinteren Seite zuerst an der oberen und unteren Seite jedes Teilstücks durch Stangen zusammengefügt. Es scheint, daß diese Stangen in den hinteren Ecken zusammenstießen und irgendwie an den zwei Eckpfosten zusammengeschlossen wurden. Als nächstes wurden die zehn Fachwerk-Rahmen, die die vordere Hälfte jeder Seitenwand bildeten, aufgestellt und auf ähnliche Weise durch Stangen oben und unten zusammengefügt. Dann wurden Stangen auf jeder der drei Seiten der ganzen Länge der Wand nach durch die Ringe gesteckt. Diese verbanden die zwei Stücke jeder Seitenwand und festigten die Ecken noch mehr.g Der ganze Bau war 4,57 m [15 Fuß] breit und hoch und etwa 13,71 m [45 Fuß] lang (außen gemessen). — 2. Mose 26:16-18, 22, 26-29.
Die auf diese Weise Seite an Seite angebrachten Rahmen bildeten um alle drei Seiten des Baus eine doppelte Reihe von Rahmenfeldern.h Die aufrechtstehenden Teile jedes Rahmens mit den aufrechtstehenden Teilen des anschließenden Rahmens bildeten Goldsäulen mit einem Grundriß von 23 cm im Quadrat. Zwischen diesen goldenen Säulen sah man die Cherubim, jeden in seinem eigenen wunderbaren Rahmen von purem Golde, und sie gaben ein stummes, aber beredtes Zeugnis, daß dies der Ort war, wo Jehova in Israel wohnte. Diese Cherubim waren prächtig auf die aus feinem Zwirn verfertigten Leinendecken eingestickt, die als nächstes unsere Aufmerksamkeit fordern.
DIE DECKEN
Diese Decke war zweiteilig; jeder Teil bestand aus fünf gleich großen Streifen, die zu einer Zeltdecke zusammengefügt waren, welche eine Länge von 9,14 m und eine Breite von 12,80 m hatte. Eines dieser Tücher überdeckte 9,14 m des vorderen Rahmenbauwerkes, und das andere überdeckte die hinteren 4,57 m und die Rückwand des Rahmenfachwerkes. Da sie nur 12,80 m breit waren, erreichten sie auf keiner der beiden Seiten des Baus den Boden, und daher wurden die Enden durch die Feuchtigkeit des Bodens nicht angegriffen. Wo die Kanten der beiden großen Zeltdecken zusammenstießen, wurden sie durch Ösen aus blauem Garn und goldene Haken zusammengehalten. Durch den Umstand, daß sie aus zwei Teilen bestanden, ließen sie sich, als sich die Israeliten auf ihrer Wanderung befanden, beim Auf- und Abbau der Stiftshütte viel besser handhaben. Die Cherubim waren in dem Muster der Tücher so angeordnet, daß, wenn die Tücher an ihrem Platz über dem Fachwerk hingen, jeder Cherub in der fensterähnlichen Öffnung der Wand stand, so, als würde er hereinblicken.i — 2. Mose 26:1-6.
Um diese geschmackvolle Leinendecke vor Sonne und Regen zu schützen, wurden drei Außendecken angefertigt. Die eine, aus Ziegenhaar hergestellte, war ohne Zweifel dicht gewebt und glänzte möglicherweise wie Satin. Sie diente als Polster für die anderen Decken aus Widder- und Seehundsfellen. Es ist interessant, daß die Maße nur für die eine Außendecke, die aus Ziegenhaar bestand, angegeben wurden, und diese war auf jeder Seite 46 cm länger als die Leinendecke. Trotzdem berührte die Zeltdecke aus Ziegenhaar, wie die leinene, den Boden nicht ganz.j
Die beiden äußeren Decken waren jedoch zweifellos so gemacht, daß sie den Boden berührten, und alle mußten durch Zeltpflöckek und Seile fest an ihrem Platz gehalten werden; vielleicht waren letztere sogar in die Säume der Teilstücke eingenäht, aus denen die verschiedenen Decken bestanden. Eine andere Eigentümlichkeit aller dieser drei äußeren Decken war der zusätzliche Streifen für die vordere Hälfte der Decke. Diese Hälfte des Zelttuches bestand aus sechs Streifen im Vergleich zu den fünf Streifen, aus denen die vordere Hälfte der Leinendecke bestand. Dieser sechste Streifen des Zelttuches wurde doppelt gelegt und an der Vorderseite der Stiftshütte als Überhang benutzt, um so etwas wie eine kleine Überdachung oder ein Vordach zu bilden. — 2. Mose 26:7-14.
DIE ZWEI RÄUME
Die Stiftshütte war durch einen Vorhang, der aus ähnlichem Material bestand wie die leinenen Zelttücher, in zwei Räume geteilt. Er war ebenfalls mit Cherubim bestickt, wobei blaues Garn, Wolle, die rötlich-purpurn gefärbt war, und Karmesin verwendet wurden. Dieser Vorhang wurde an vier stattlichen Goldsäulen an den Haken der Leinendecke auf gehängt. Der erste Raum war daher 9,14 m lang und der zweite Raum, von vollkommener Würfelform, hatte eine Seitenlänge von 4,57 m. In diesem zweiten Raume stand der kostbarste Gegenstand des ganzen Palastes. — 2. Mose 26:31-33.
Vorn und außen am Eingang befand sich der schon erwähnte Eingangsvorhang. Dieser war an fünf großartigen, goldenen Säulen aufgehängt, die auf kupfernen Sockeln ruhten. (2. Mose 26:37) Ein anderer Behang, ähnlich dem Vorhang [der die beiden Räume trennte] und dem Eingangsvorhang, bildete das Tor des Vorhofes, in dem der Palast stand. Somit war der Eingang 9,14 m breit.l Alle Pfosten und ihre Sockel für den Vorhof bestanden aus glänzendem Kupfer. — 2. Mose 27:9-18.
Von welch Scheu einflößendem Anblick muß dieser großartige Tempel in der Wüste für die anbetenden Israeliten gewesen sein! Und wie dankbar sollten wir als Empfänger des inspirierten Berichts sein zu wissen, daß seine Beschreibung zu unserer Belehrung so getreu erhalten blieb! Ob wir ihn nun in der Rekonstruktion klar vor uns sehen oder nicht, wissen wir doch, daß er nicht etwas Erdichtetes war; denn wäre er dies gewesen, so wäre unsere Hoffnung nichtig. Dies geht mit Gewißheit aus den Worten des Apostels Paulus hervor, in denen er die Stiftshütte als etwas beschreibt, das wirklich bestanden hat, und dann sagt: „Gerade dieses Zelt ist ein Bild für die bestimmte Zeit, die jetzt da ist; und übereinstimmend damit werden sowohl Gaben als Schlachtopfer dargebracht … Christus aber, gekommen als Hoherpriester … begab … sich, nein, nicht mit dem Blute von Ziegenböcken und jungen Stieren, sondern mit seinem eigenen Blute ein für allemal an die heilige Stätte und erlangte eine ewige Erlösung für uns.“ — Heb. 9:9-12, NW.
Höhere Textkritiker, denen es an einer klaren Vision fehlt, mögen über den Bericht abschätzig sprechen und spotten, aber wahre Christen glauben das, was Jesus glaubte: „Dein Wort ist Wahrheit.“
Fußnoten
a The Interpreter’s Bible, Band I, S. 1027.
b Z. B. Fergusson’s Rekonstruktion, Smith’s Bible Dictionary, Band IV, S. 3197.
c Harper’s Bible Dictionary, S. 722. Ebenfalls, A New Standard Bible Dictionary, S. 880.
d A New Standard Bible Dictionary, S. 880.
e Oder 115 Troypfund (2. Mose 38:31 [NW], Fußn. „c“). Da die Länge (ca. 34 cm) und die Breite (ca. 23 cm) dieser Platten durch die Größe der Fachwerk-Rahmen bestimmt wurde, die sie unterstützten, und für den Zapfen den Raum für ein Loch von 6,4 × 7,6 × 15,2 cm ließ, konnte ihre Dicke nicht mehr als 6,4 cm gewesen sein. Quellen, die für diese Sockel eine Höhe von etwa einer Elle (45,7 cm) angeben, beachten nicht, daß für jeden ein Höchstgewicht von einem Talent bestimmt war.
f Hasting’s Dictionary of the Bible, Band IV, S. 660.
g Cook’s Commentary [Kommentar] über 2. Mose, S. 375. Er deutet jedoch unrichtigerweise darauf hin, daß sich die Stangen im Inneren des Baus befanden.
h Hasting’s Dictionary of the Bible, Band IV, S. 661, Illustration.
i Ebenda.
j Obwohl ihre Maße genau die gleichen sind wie die des Fachwerks oben und an beiden Seiten, muß man doch etwas zugeben für die Stangen, die an der Außenseite der Rahmen angebracht waren und die notwendigerweise den äußeren Umfang etwas vergrößerten. Kennedy (Ebenda, S. 661) rechnet, daß bei einer Wanddichte von 23 cm die Stangen eingeschlossen sind (ca. 15 cm für die Rahmen und ca. 8 cm für die Stangen).
k Ebenda, S. 662.
l Bei der Beschreibung der Umhänge, die den 2,28 m hohen Zaun um den Vorhof bildeten, bestimmte Moses einen Pfosten für je 2,28 m Stoff. Somit sprach er von 20 Pfosten an jeder Seite und 10 Pfosten an jedem Ende. So wurden die Eckpfosten nur einmal gezählt, und die Gesamtzahl der Pfosten betrug 60. Dies bedeutet, daß der Vorhang zum Vorhof tatsächlich an fünf Pfosten hing. Ebenda, Seite 657.
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Predigen durch BriefeschreibenDer Wachtturm 1957 | 15. Januar
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Predigen durch Briefeschreiben
JEDER Gott hingegebene christliche Zeuge Jehovas hat die Pflicht, die gute Botschaft des Königreiches zu predigen. Natürlich geschieht dies am wirksamsten, indem man von Haus zu Haus geht. Einige jedoch sind durch Krankheit, Alter oder lähmende Gebrechlichkeit daran gehindert, am Dienst von Haus zu Haus teilzunehmen. Viele von diesen machen guten Gebrauch von ihren Gelegenheiten, indem sie Briefe schreiben, die die gute Botschaft von Gottes Königreich enthalten.
So schreibt jemand: „Wegen eines Schlaganfalls, den ich vor drei Jahren hatte, kann ich nicht mehr von Haus zu Haus gehen. Daher gebe ich durch Briefeschreiben Zeugnis. Vor kurzem schrieb ich einen solchen Brief an eine Frau, die plötzlich ihren Gatten verloren hatte. Diese Frau besuchte mich darauf und sagte mir, welch große Hilfe mein Schreiben für sie gewesen sei. Ich konnte ihr ein weiteres Zeugnis geben und Anstalten für ein Heimbibelstudium in der darauffolgenden Woche treffen. Das Studium geht vortrefflich voran, und sie gibt jedermann, dem sie begegnet, Zeugnis.“
Eine andere ans Haus gebundene Frau schreibt: „Nun bin ich schon mehr als ein Jahr ans Bett gefesselt. Ich kann nicht einmal sitzen; dennoch schreibe ich Briefe und versende eine Menge Schriften. Wenn ich auch in fast vier Jahren nur vier Abonnements auf den Wachtturm aufnehmen konnte, habe ich doch eine Bibel und mehrere gebundene Bücher, dazu Hunderte von Zeitschriften und Broschüren abgeben können.“
Diese Schwester verbringt 65 bis 85 Stunden monatlich mit Briefeschreiben. Sie ist seit sechseinhalb Jahren in einer Heilanstalt, hat aber die Wahrheit erst vor vier Jahren erhalten. Das letztemal, da sie die Anstalt verlassen durfte, etwa vor drei Jahren, konnte sie getauft werden.
Eine andere gebrechliche Schwester, die 72 Jahre alt ist, verwendet etwa 100 Stunden monatlich darauf, Briefe zu schreiben, denen sie Broschüren beilegt. Die Versammlung berichtet, daß ihre Briefe für Verkündiger, die von Tür zu Tür gehen können, den Weg für viele wirksame Zeugnisse gebahnt hätten. Von einer Frau empfing sie folgenden Brief:
„Liebe …! Ich möchte Ihnen für den netten Brief danken, den ich gestern von Ihnen erhielt. Um es gleich zu sagen: Ich bin katholisch und liebe meine Religion sehr. Ich weiß nicht, wie Sie in den Besitz meiner Adresse gelangten, aber Ihr Brief hat mir großen Eindruck gemacht und mein Interesse geweckt. Ich denke, es ist wunderbar, wenn sich jemand noch so aufrichtig und begeistert für die Religion eines anderen interessiert. Die meisten Leute würden sich nicht hinsetzen und sich die Zeit nehmen, wie Sie es tun, um anderen etwas über unseren wunderbaren, liebevollen Herrn zu schreiben und zu erzählen. Sicherlich schätzt Gott Ihr Werk. Ich habe eine gute Freundin, die zu Jehovas Zeugen gehört, d. h. zur gleichen Religion wie Sie; und gleich wie Sie selbst ist sie ein wundervoller Mensch und verrichtet einen großartigen Dienst als Missionarin. So danke ich Ihnen nochmals; möge Gott Sie segnen!“
In einem Bethelheim der Gesellschaft versendet ein Bruder, der nahezu 80 Jahre alt ist und wegen Herzleiden nicht mehr Treppen steigen kann, trostreiche Briefe zusammen mit Schriften an Personen, deren Adressen aus Todesanzeigen in Zeitungen zu ersehen sind, weil sie einen lieben Angehörigen verloren haben. Er bedient sich auch einer Namen- und Adressenliste, die er von einer Geschäftsstelle für eine kleine Gebühr erhält, auf der die Namen von Personen erscheinen, die sich als Christen bekennen und die gerne mit anderen, die sich zum Christentum bekennen, korrespondieren möchten. Er sendet einen kurzen Brief, worin er sich zuerst einführt und dem er Traktate, eine Broschüre oder eine Zeitschrift beilegt, und lädt die betreffende Person ein, sich über die empfangenen Schriften, nachdem sie sie gelesen hat, zu äußern. Er hat einige sehr schöne Antworten aus verschiedenen Erdteilen erhalten.
Wir möchten auch jene nicht übersehen, die allzu behindert sind, um Briefe zu schreiben, und die durch Telefon Zeugnis geben oder ihren Brief durch einen Anruf unterstützen. Eine Schwester, die seit vielen, vielen Jahren bettlägerig ist, machte guten Gebrauch vom Telefon, das sie direkt am Bett aufgestellt hatte, bis sie auch so nicht mehr Zeugnis geben konnte, weil Arthritis sie zum Krüppel gemacht hat.
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