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Erwachet! 1980
g80 8. 4. S. 13-14

Läßt du dich von der Masse beeinflussen?

Vom „Awake!“-Korrespondenten in Australien

IM Zweiten Weltkrieg wurde der Ausdruck „Gehirnwäsche“ eingeführt, um Methoden zu beschreiben, die eine Gruppe anwandte, um ihre Ansichten einer anderen Gruppe aufzuzwingen. Die ursprüngliche Überzeugung einer Person wurde aus ihrem Gehirn „gewaschen“ und durch neue Ansichten ersetzt. Die dabei angewandten Methoden und angestrebten Ziele lassen teilweise erkennen, wie das menschliche Gehirn arbeitet und daß es nicht nur „gewaschen“, sondern auch dazu bewogen werden kann, die Auffassung der Mehrheit zu übernehmen.

Wird das Gehirn einer ungewöhnlichen Belastung ausgesetzt, reagiert es mit verschiedenen Maßnahmen, um sich vor einer Schädigung zu schützen. Dabei lassen sich drei Schritte unterscheiden: 1. Vereinheitlichung der Reaktionen. Es reagiert auf wichtige und auf belanglose Situationen gleich stark. Die Gefühle sind ziemlich gleichbleibend. 2. Belanglosigkeiten verursachen größere Aufregung als wichtige Angelegenheiten. 3. Eine völlige Umkehr setzt ein. Neigungen werden zu Abneigungen und umgekehrt. In diesem Stadium impft der „Gehirnwäscher“ Ansichten ein, die das Gehirn vorher haßte.

Die leichteste Beute der Gehirnwäsche ist der „normale“ Mensch, der Durchschnittsbürger. Er hat sich bereits daran gewöhnt, Auffassungen von anderen zu übernehmen, statt eine eigene starke Überzeugung zu entwickeln. Am problematischsten für die Gehirnwäsche sind die „Patienten“, die eine unübliche Meinung vertreten, eine starke Überzeugung haben und sich nichts daraus machen, was andere davon halten.

Wie jemand zum „Helden“ werden kann

Ein Beispiel dafür, wie man die Masse beeinflussen kann, ist der Fall des australischen „Helden“ Ned Kelly. Er wird oft als ein mutiger „Robin Hood“ und als ein Kämpfer gegen soziale Ungerechtigkeit dargestellt. Natürlich, er ist ein bemerkenswerter Mann — gut aussehend, gesundheitlich robust, intelligent und hat Organisationstalent.

Doch in dem Polizeibericht über ihn liest man Anklagepunkte wie Straßenraub, Bankraub, obszönes Benehmen, Trunkenheit, Pferdediebstahl und mehrfachen Mord.

Wie wirkt der Einfluß auf dich?

Propaganda ist häufig indirekt und kann eine Meinungsänderung bewirken, ohne daß man sich dessen bewußt ist.

In dem Buch Die geheimen Verführer schreibt der Autor Vance Packard einleitend: „Dieses Buch ... handelt von der Art und Weise, in der viele von uns — weit mehr als wir erkennen — in ihrer alltäglichen Lebensführung beeinflußt und bearbeitet werden.“ Im weiteren zitiert er Dr. Ernest Dichter, Präsident eines Instituts für Motivforschung. Die erfolgreiche Werbeagentur, so sagte er, „handhabt Motive und Wünsche der Menschen und entwickelt ein Bedürfnis nach Gütern, die dem Publikum bis dahin ungewohnt gewesen sind — die zu kaufen ihm vielleicht sogar unerwünscht war“.

Vance Packard zeigt, daß man psychologische Berater einsetzt, um selbst unsere geheimsten Beweggründe zu erforschen. Und er führt unter anderem an, daß für eine Füllhalterfirma „eine Untersuchung über die sinnlichen und sexuellen Nebenbedeutungen der Füllhalter durchgeführt“ wurde. Eine andere Untersuchung dieser Art bezeichnete er als „ein klassisches Beispiel dafür, wie die Motivanalytiker in unserem tieferen sexuellen Verlangen Verkaufsmöglichkeiten aufspüren“. Vance Packard erwähnt außerdem, daß in bestimmten Anzeigen ein Beigeschmack „von Masochismus, Exhibitionismus und so weiter“ zum Ausdruck kommt.

Du kannst dich schützen

Wie kannst du dich gegen eine solch raffinierte Beeinflussung schützen? Die folgenden fünf Punkte mögen als Hilfe dienen:

1. Entwickle eine starke Überzeugung. Wie bereits erwähnt, sind vor allem diejenigen ein bevorzugtes Opfer der Gehirnwäsche, die sich schnell von anderen umstimmen lassen. Übernimm eine Ansicht nicht einfach deshalb, weil deine Bekannten sie akzeptieren. Vergewissere dich, daß deine Ansichten der Wahrheit entsprechen. Vergleiche sie vor allem mit Gottes inspiriertem Wort, das „Wahrheit“ ist (Joh. 17:17; 2. Tim. 3:16).

2. Frage nach dem Grund. Oft übernehmen wir ungewollt eine Einstellung, deren Hintergründe wir gar nicht kennen. Vielleicht haben deine Nachbarn eine negative Ansicht über bestimmte Rassen oder Volksgruppen. Wenn dir jedoch der Grund nicht einleuchtet, warum solltest du dann diesen Standpunkt übernehmen?

3. Widerstehe unrechten Gedanken. Ein trockener Schwamm, der in eine Flüssigkeit getaucht wird, saugt ziemlich viel auf. Selbst wenn man ihn mehrmals auswringt, behält er einen Teil der Flüssigkeit. In der heutigen Welt ist es nicht möglich, nie etwas Unrechtes zu sehen oder zu hören. Müssen wir aber unseren Sinn damit vollsaugen? Das würde unser Urteilsvermögen und unsere Handlungsweise ungünstig beeinflussen. Wieviel besser ist es doch, unrechten Gedanken zu widerstehen und sich mit etwas Erbaulichem zu befassen! (Eph. 5:3-5).

4. Tritt für das ein, was du als recht erkannt hast. Das gibt dir die Möglichkeit, selbst zu überprüfen, was du glaubst, und du kannst die Wahrheit in dir noch stärker Fuß fassen lassen. Bist du einmal — nach gründlichem Nachforschen — von der Richtigkeit einer Sache überzeugt, dann laß dich nicht durch den Spott anderer davon abbringen. Wie die Bibel zeigt, war Noah davon überzeugt, daß eine weltweite Flut kommen würde, und sprach auch mit anderen darüber (2. Petr. 2:5). Die Gleichgültigkeit der Zeitgenossen Noahs änderte nichts an den Tatsachen. Die weltweite Flut kam (1. Mose, Kap. 6—8; Matth. 24:37-39).

Wenn man jedoch für das eintritt, was recht ist, darf man nicht den biblischen Hinweis außer acht lassen: „Wer den Spötter rügt, holt für sich Unehre, und wer einem Bösen eine Zurechtweisung erteilt — ein Makel an ihm. Weise einen Spötter nicht zurecht, damit er dich nicht hasse. Erteile einem Weisen eine Zurechtweisung, und er wird dich lieben“ (Spr. 9:7, 8). Es hat keinen Zweck, mit jemandem zu debattieren, der seine persönliche Meinung, ganz gleich, ob sie richtig oder verkehrt ist, stets verteidigt.

5. Lebe gemäß der Wahrheit. Suche nicht nach Ausflüchten, um das zu verwässern, was du als recht erkannt hast. Wenn etwas richtig und schicklich ist, wird es sich für dich zum Guten auswirken. Laß dich nicht dazu verleiten, zu meinen, du würdest etwas verpassen oder seist ungebührlich eingeschränkt, weil du dich an das hältst, was recht ist.

In gewisser Hinsicht kommt unser Sinn einem Wasserbehälter gleich. Man braucht nur ein oder zwei Tropfen Tinte zuzusetzen, und schon ist das ganze Wasser gefärbt. Laß dich nicht von der Masse beeinflussen, populäre Meinungen zu übernehmen, die der Bibel widersprechen. Halte dich vielmehr an den inspirierten Rat: „Was irgend wahr, was irgend von ernsthaftem Interesse, was irgend gerecht, was irgend keusch, was irgend liebenswert ist, worüber irgend man wohlredet, wenn es irgendeine Tugend und irgend etwas Lobenswertes gibt, diese Dinge erwägt weiterhin“ (Phil. 4:8).

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