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Die „Schlüssel“ der höchsten Regierung gebrauchtDer Wachtturm 1980 | 1. Januar
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Und seht! ich sende das auf euch herab, was von meinem Vater [in Joel 2:28, 29] verheißen ist. Ihr aber, bleibt in der Stadt, bis ihr mit Kraft aus der Höhe bekleidet werdet“ (Luk. 24:46-49).
14, 15. Welche Unterschiede machte Jesus gemäß Apostelgeschichte 1:8, als er davon sprach, daß schließlich „in allen Nationen“ Reue gepredigt werden würde?
14 Gemäß Apostelgeschichte 1:8 erläuterte Jesus noch weitere Einzelheiten darüber, wie nach und nach aufgrund seines Namens „in allen Nationen“ Reue zur Vergebung der Sünden gepredigt werden sollte. Er sagte: „Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet Zeugen von mir sein sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis zum entferntesten Teil der Erde.
15 Hier unterschied Jesus zwischen Samaria und „ganz Judäa“. Was das betrifft, wissen wir, daß Jesus während seines ganzen irdischen Dienstes zwischen beschnittenen fleischlichen Juden und beschnittenen Samaritern unterschied.
16. Wie kam es, daß Jesus auf dem Rückweg nach Galiläa zwei Tage bei den Bewohnern der samaritischen Stadt Sychar blieb?
16 Im ersten Jahr seiner öffentlichen Tätigkeit — es war nach dem Passahfest des Jahres 30 u. Z. — mußte Jesus einmal auf dem Wege von Judäa nach Galiläa durch Samaria gehen. In diesem Zusammenhang fiel im Bericht die Bemerkung: „Die Juden verkehren ... nicht mit Samaritern“ (Joh. 4:9). Am Jakobsbrunnen, in der Nähe von Sychar, begann Jesus eine Unterhaltung mit einer Samariterin. Sie war eigentlich die erste Person, der Jesus offen sagte, daß er der Messias oder Christus sei. Geschah dies, weil sie keine Jüdin war? (Matth. 16:20). Überdies blieben er und seine Apostel auf Einladung der Bewohner von Sychar zwei Tage bei den Samaritern und unterhielten sich mit ihnen. Mehrere von ihnen glaubten und sagten zu der Samariterin, die ihnen das Zeugnis überbracht hatte: „Wir glauben nicht mehr deiner Rede wegen; denn wir haben selbst gehört, und wir wissen, daß dieser bestimmt der Retter der Welt ist“ (Joh. 4:39-43).
17. Welche Haltung nahm Jesus gegenüber jenen gläubigen Samaritern und zur Frage ihrer Taufe ein?
17 Doch auch danach machte Jesus immer noch einen Unterschied zwischen Juden und Samaritern, obwohl einige Samariter an ihn glaubten. Forderte er irgendwelche der gläubigen Samariter auf, sich mit der Taufe des Johannes taufen zu lassen? Nein. Das ist bemerkenswert, denn unmittelbar vor dem Bericht über Jesu Besuch in der samaritischen Stadt Sychar ist zu lesen: „Als der Herr nun gewahr wurde, daß die Pharisäer gehört hatten, daß Jesus mehr Jünger mache und taufe als Johannes — obwohl Jesus selbst tatsächlich nicht taufte, sondern seine Jünger —, verließ er Judäa und ging wieder weg nach Galiläa. Doch mußte er durch Samaria gehen. Somit kam er zu einer Stadt Samarias, Sychar genannt, die nahe bei dem Felde lag, das Jakob seinem Sohn Joseph gegeben hatte. Dort befand sich tatsächlich Jakobs Quelle“ (Joh. 4:1-6).
18. Welche Einstellung zeigten die Bewohner eines samaritischen Dorfes zwei Jahre später, als Jesus auf dem Wege nach Jerusalem durch Samaria kam?
18 Wurde Jesus zwei Jahre später ebenso freundlich aufgenommen wie zuvor? Diesmal ging er mit seinen Jüngern in entgegengesetzter Richtung, um in Jerusalem dem Laubhüttenfest der Juden beizuwohnen. Jesu Boten „gingen hin und traten in ein Dorf der Samariter ein, um Vorbereitungen für ihn zu treffen; doch nahm man ihn nicht auf, weil sein Angesicht darauf gerichtet war, nach [wohin?] Jerusalem zu gehen. Als die Jünger Jakobus und Johannes das sahen, sagten sie: ,Herr, willst du, daß wir sagen, es solle Feuer vom Himmel herabkommen und sie vertilgen?‘ Er aber wandte sich um und schalt sie. Da begaben sie sich in ein anderes Dorf“ (Luk. 9:51-56). Hätte Jesus dem hitzigen Temperament des Jakobus und Johannes nachgegeben, so hätte das bei den Samaritern Voreingenommenheit gegenüber dem Christentum bewirken können.
19. (a) Welche Anweisungen in bezug auf Samaria erteilte Jesus den zwölf Aposteln, als er sie zu zweit aussandte? (b) Wie waren die Juden gemäß Johannes 8:47, 48 im allgemeinen zu den Samaritern eingestellt?
19 Schon ein Jahr vorher, vor dem Passahfest des Jahres 32 u. Z., als Jesus die Apostel zu zweit in den Predigtdienst aussandte, sagte er zu ihnen: „Begebt euch nicht auf die Straße der Nationen, und tretet nicht in eine samaritische Stadt ein, sondern geht statt dessen immer wieder zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Während ihr hingeht, predigt, indem ihr sagt: ,Das Königreich der Himmel hat sich genaht‘“ (Matth. 10:5-7; Luk. 9:1-6). Monate später, nach dem Laubhüttenfest des Jahres 32 u. Z., sandte Jesus 70 Evangeliumsverkündiger aus und gab ihnen ähnliche Anweisungen wie den 12 Aposteln. Die Dörfer und Städte, in denen sie das Königreich predigten, lagen wahrscheinlich in Judäa, nicht in Samaria (Luk. 10:1-24). Sie berichteten nicht davon, samaritische Orte besucht zu haben. Sie gingen zu den „verlorenen Schafen des Hauses Israel“. Warum? Weil sie nicht mit mehr Befugnissen ausgestattet waren als die 12 Apostel. Die allgemeine Einstellung der Juden zu den Samaritern zeigte sich, als Jesus den ungläubigen Juden sagte, daß sie nicht von Gott seien, und sie darauf erwiderten: „Du bist ein Samariter und hast einen Dämon“ (Joh. 8:47, 48).
20. Weshalb zogen die Samariter, als Petrus zu Pfingsten in Jerusalem den ersten der „Schlüssel des Königreiches“ gebrauchte, keinen Nutzen daraus, und welche Frage entsteht daher?
20 Jesus machte auch einen Unterschied zwischen Samaritern und Juden, als er zu der Samariterin sagte: „Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn die Rettung ist aus den Juden“ (Joh. 4:22). Für Jesus war ein Samariter ein „Mensch von einer anderen Nation“ oder — noch wörtlicher — „von einer anderen Rasse“ (Luk. 17:16-18; siehe Wort-für-Wort-Wiedergabe der Kingdom Interlinear Translation)a. Die Samariter, die auf dem Berg Gerisim anbeteten, wohnten im Jahre 33 u. Z. nicht dem Pfingstfest in Jerusalem bei. Als Petrus den ersten der „Schlüssel des Königreiches der Himmel“ gebrauchte, zogen sie daher keinen Nutzen daraus (Apg. 2:5-11). Wann also wandten die 12 Apostel nach der Ausgießung des heiligen Geistes in Jerusalem ihre Aufmerksamkeit Samaria zu, um an der Erfüllung der Worte Jesu aus Apostelgeschichte 1:8 teilzuhaben?
21. Wie kam es, daß der Evangeliumsverkündiger Philippus in Samaria war, und warum herrschte viel Freude über seine Anwesenheit?
21 Nach Pfingsten mußte die Christenversammlung in Jerusalem viel erdulden, denn nach dem Märtyrertod des Stephanus setzte eine Verfolgung ein, durch die alle Glieder der Versammlung außer den 12 Aposteln zerstreut wurden (Apg. 8:1-5). Philippus, ein enger Mitarbeiter des Stephanus, sowie andere Judenchristen gingen nicht im Auftrag oder auf Anweisung der Apostel nach Norden, in den Bezirk von Samaria, sondern flohen aufgrund der Verfolgung dorthin (Apg. 6:1-6; 21:8). Philippus, dem durch Gottes Geist die Gabe verliehen worden war, Wunder zu wirken, predigte dort die gute Botschaft vom auferweckten und verherrlichten Jesus Christus und wirkte in Form von Heilungen viele übernatürliche Zeichen. „So kam es, daß in jener Stadt sehr viel Freude herrschte“ (Apg. 8:8).
22. Welche Frage erhebt sich angesichts der vielen Samariter, die sich von Philippus taufen ließen?
22 Wie wirkte sich das aus? „Als sie ... Philippus glaubten, der die gute Botschaft vom Königreich Gottes und vom Namen Jesu Christi verkündete, ließen sie sich taufen, sowohl Männer als auch Frauen.“ Darunter befand sich auch „ein gewisser Mann namens Simon, der vor diesem magische Künste getrieben und die Nation von Samaria in Staunen versetzt hatte“ (Apg. 8:9, 12, 13). An dieser Stelle erhebt sich die Frage: Wurden diese Samariter „aus Wasser und Geist“ geboren? Nun, das Wasser der Taufe spielte dabei eine Rolle. Wie aber verhielt es sich mit dem heiligen Geist? Wenn sie nach ihrer Taufe vom Geist Gottes gezeugt wurden, dann war es Philippus, der dieser neuen Gruppe, den Samaritern, den Weg in das „Königreich der Himmel“ öffnete. Tat er das aber wirklich, obgleich er nicht zu den 12 Aposteln zählte? Was geht aus dem inspirierten Bericht hervor?
23. Warum wird nicht berichtet, Philippus habe den Samaritern, die sich im Namen Jesu taufen ließen, den heiligen Geist versprochen?
23 Dieser Philippus gehörte nicht zu den Aposteln, zu denen Jesus gesagt hatte: „Welche Dinge ihr auch auf der Erde binden mögt, werden Dinge sein, die im Himmel gebunden sind, und welche Dinge ihr auch auf der Erde lösen mögt, werden Dinge sein, die im Himmel gelöst sind“ (Matth. 18:18; 16:19; 10:2-4; Joh. 1:43 bis 48). Es wird daher nicht berichtet, daß Philippus den Samaritern in Verbindung mit ihrer Taufe die Gabe des heiligen Geistes in Aussicht gestellt hätte. Er hatte nicht die Befugnis, das zu sagen, was Petrus zu Pfingsten zu den Juden gesagt hatte: „Bereut, und ein jeder von euch lasse sich in dem Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden taufen, und ihr werdet als freie Gabe den heiligen Geist empfangen“ (Apg. 2:38).
24. (a) Gelangten die Samariter dadurch, daß sie sich beschneiden ließen und die in den Schriften des Moses festgelegten Feste feierten, unter den Gesetzesbund? (b) Wurden sie sogleich nach ihrer Taufe im Namen Jesu „aus Wasser und Geist“ geboren?
24 Die Samariter standen nicht unter dem Gesetzesbund, der am Berg Sinai durch den Mittler Moses mit den Israeliten geschlossen worden war, obgleich die Samariter die fünf Bücher Mose, den Pentateuch, als Gottes Wort anerkannten und auf dem Berg Gerisim im Bezirk Samaria ein Passahfest und ein Pfingstfest feierten (2. Kö. 17:29, 30; Joh. 4:19, 20). Ihre Beschneidung am Fleisch machte sie daher noch nicht zu jüdischen Proselyten. Sie hatten nichts mit der Hinrichtung Jesu zu tun und brauchten sich also nicht taufen zu lassen, um von Gott für eine derart schwere Sünde, die sie hätten bereuen müssen, Vergebung zu erlangen. Die Samariter wurden vielmehr von Philippus im Namen Jesu Christi getauft, den sie als Messias (Christus) und „Retter der Welt“ anerkannten (Joh. 4:25, 26, 28, 29, 42). Wurden sie aufgrund dessen „aus Wasser und Geist geboren“? Nein, denn sie empfingen damals nicht den heiligen Geist.
25. Inwiefern geht aus Apostelgeschichte 8:14-17 hervor, daß die getauften Samariter noch nicht aus Wasser und Geist geboren worden waren?
25 Was war der Grund? In Apostelgeschichte 8:14-17 lesen wir: „Als die Apostel in Jerusalem hörten, daß Samaria das Wort Gottes angenommen habe, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen; und diese gingen hinab und beteten für sie, damit sie heiligen Geist empfingen. Denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren nur im Namen des Herrn Jesus getauft worden. Dann legten sie [die Apostel Petrus und Johannes] ihnen die Hände auf, und von da an empfingen sie [die getauften Samariter] heiligen Geist.“ Damit sind nicht lediglich Wundergaben des Geistes gemeint.
26. Für welches Vorrecht waren die getauften Samariter dadurch qualifiziert, und von welchem Mittel machte Petrus in Gegenwart des Johannes Gebrauch?
26 Erst jetzt wurden die getauften Samariter sowohl aus Geist als auch aus Wasser „geboren“, und erst jetzt wiesen sie die Voraussetzungen auf, um in Gottes himmlisches Königreich eingehen zu können (Joh. 3:5). Der Geist wirkte hier genauso wie zu einer späteren Zeit, über die in Apostelgeschichte 10:44-46 und 11:15-17 berichtet wird. Der Apostel Petrus gebrauchte somit für die gläubigen, getauften Samariter den zweiten „Schlüssel des Königreiches der Himmel“. Außer ihm war zwar auch der Apostel Johannes anwesend, doch zu Pfingsten, als er den ersten Schlüssel gebraucht hatte, waren außer ihm ebenfalls noch 11 weitere Apostel zugegen gewesen. (Siehe auch Matthäus 18:1, 18.)
27. Wie geht aus Apostelgeschichte 8:18-23 hervor, daß Petrus bei der Angelegenheit in Verbindung mit Simon, dem früheren Magier, die Führung übernahm?
27 Der Vorrang des Petrus kommt auch in dem weiteren Bericht in Apostelgeschichte 8 (V. 18 bis 23) zum Ausdruck: „Als nun Simon [der Magier] sah, daß der Geist durch Händeauflegen der Apostel gegeben wurde, bot er ihnen Geld an, indem er sprach: ,Gebt auch mir diese Gewalt, damit jeder, dem ich die Hände auflege, heiligen Geist empfange.‘ Petrus aber sprach zu ihm: ,Dein Silber gehe mit dir zugrunde, weil du dachtest, durch Geld in den Besitz der freien Gabe Gottes zu gelangen. Du hast weder Anteil noch Anrecht an dieser Sache, denn dein Herz ist in den Augen Gottes nicht gerade. Bereue daher deine Niederträchtigkeit, und flehe zu Jehova, daß dir, wenn möglich, das Trachten deines Herzens vergeben werde; denn ich sehe, du bist eine giftige Galle und eine Fessel der Ungerechtigkeit.‘“ Das deutet darauf hin, daß Petrus bei diesem Anlaß als Christi Hauptbevollmächtigter die Führung innehatte. Er sprach als derjenige, dem die Schlüssel des Königreiches anvertraut worden waren.
28. Für wen stand die Gelegenheit, in das Königreich einzugehen, nun offen, und wo begannen die geistgezeugten Samariter Jehova anzubeten?
28 Von da an konnte anderen im Bezirk Samaria die gleiche Gelegenheit geboten werden. Deshalb lesen wir in Apostelgeschichte 8:25: „Als sie [Petrus und Johannes] nun das Zeugnis gründlich abgelegt und das Wort Jehovas geredet hatten, kehrten sie nach Jerusalem zurück, und sie verkündeten dann die gute Botschaft vielen Dörfern der Samariter.“ Die getauften, geistgezeugten Samariter beteten nun ihren himmlischen Vater, Jehova, weder auf dem Berg Gerisim noch in Jerusalem an, sondern in seinem großen geistigen Tempel (Joh. 4:21)b.
29. Was erlebte die Versammlung der geistgezeugten Christen in Judäa, Galiläa und Samaria, nachdem Saulus zum Christentum bekehrt worden war, und wo ließ sich Philippus nieder?
29 Philippus und andere Judenchristen mußten wegen der Verfolgung, an der sich der Pharisäer Saulus von Tarsus beteiligte, nach Samaria fliehen. Aber nachdem Saulus selbst zum Christentum bekehrt worden war, änderten sich die Verhältnisse für die Versammlung in Palästina. Gemäß Apostelgeschichte 9:31 trat nun „die Versammlung in ganz Judäa und Galiläa und Samaria in eine Zeitspanne des Friedens ein und wurde auferbaut; und da sie in der Furcht Jehovas wandelte und den Trost des heiligen Geistes hatte, mehrte sie sich beständig“; Philippus ließ sich schließlich in der Hafenstadt Cäsarea nieder, wo der römische Statthalter der Provinz Judäa seinen Hauptsitz hatte und wo eine Einheit italischer Soldaten stationiert war (Apg. 8:40; 21:8; 10:1; 23:23-35).
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„Die Schlüssel des Königreiches“ und die „große Volksmenge“Der Wachtturm 1980 | 1. Januar
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„Die Schlüssel des Königreiches“ und die „große Volksmenge“
1. Welche Frage entsteht über Philippus, der schließlich nach Cäsarea gezogen war, im Hinblick auf das Jahr 36 u. Z.?
Im Jahre 36 u. Z. fand in Cäsarea an der Ostküste des Mittelmeeres ein für die christliche Geschichte kennzeichnendes Ereignis statt. Ob sich der Evangeliumsverkündiger Philippus in jenem Jahr bereits dort niedergelassen hatte, ist nicht mit Sicherheit bekannt. Sollte dies jedoch der Fall gewesen sein, so entsteht die Frage, warum er nicht in Verbindung mit einem gewissen Offizier der italischen Abteilung, die damals dort stationiert war, als Werkzeug gebraucht wurde. In Samaria war er, was das christliche Werk betrifft, vor dem Apostel Petrus tätig gewesen. Warum wurde er also nicht auch jetzt, im Jahre 36 u. Z., in Cäsarea als Werkzeug gebraucht? Die inspirierten Schriften geben uns die Antwort.
2. Wann wurde der Gesetzesbund aufgehoben, und wie lange wurde den beschnittenen Juden dennoch eine bevorzugte Behandlung zuteil?
2 Der Gesetzesbund, den Moses am Berg Sinai in Arabien zwischen Jehova Gott und dem Volk Israel vermittelt hatte, wurde aufgehoben, als Jesus Christus, der Nachkomme Abrahams und des Königs David, am Pfahl starb. Das war dreieinhalb Jahre nach der Taufe und Geistzeugung Jesu im Jahre 29 u. Z. Dennoch ließ Jehova den fleischlichen Juden und den Samaritern während einer Zeitspanne von weiteren dreieinhalb Jahren noch eine bevorzugte Behandlung zuteil werden, um die Prophezeiung aus Daniel 9:24 bis 27a zu erfüllen. Diese „Woche“ oder Zeitspanne von insgesamt sieben Jahren lief im siebenten Mondmonat (Tischri) des Jahres 36 u. Z. ab. Von da an sollten die israelitischen Nachkommen Abrahams dieselbe Stellung vor Gott einnehmen wie die Menschen aus nichtjüdischen Nationen, die unbeschnittenen Heiden. Es sollte dann keine bevorzugte Behandlung der Juden durch den Gott Abrahams mehr geben. Wie zeigte sich dies im Jahre 36 u. Z.?
3. (a) Wo war der Apostel Petrus zu dieser Zeit, und warum? (b) Warum wurde Petrus von beschnittenen Judenchristen in Jerusalem wegen seines Vorgehens kritisiert?
3 Um diese Zeit war Petrus aufgrund einer dringenden Bitte der Christenversammlung in Joppe in diese Hafenstadt gekommen und hatte die gastfreundliche Judenchristin Dorkas auferweckt. Er blieb dort einige Tage bei Simon, dem Gerber (Apg. 9:36-43). Ein unbeschnittener Nichtjude war damals für einen Juden eine ebenso unerwünschte Gesellschaft wie jemand, der aus der Gemeinschaft der Versammlung des Volkes Jehovas ausgeschlossen worden war (Matth. 18:17). Daher hatte der Judenchrist Petrus bis dahin nie freiwillig das Haus eines unbeschnittenen Nichtjuden betreten. (Das traf zweifellos auch auf den Evangeliumsverkündiger Philippus zu.) Deshalb wurde Petrus von beschnittenen Judenchristen in Jerusalem später kritisiert, als
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