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Gottgefälliges Verhalten gegenüber anderenDer Wachtturm 1981 | 15. Dezember
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Gottgefälliges Verhalten gegenüber anderen
„Ich schreibe dir ..., [damit du weißt], wie du dich im Hause Gottes zu benehmen hast, das die Versammlung ... ist“ (1. Tim. 3:14, 15).
1, 2. Wie kann uns die Bibel im Umgang mit anderen eine Hilfe sein?
DER Nutzen, den Christen aus dem Studium der Bibel ziehen, besteht unter anderem darin, daß sie lernen, mit anderen auf gottgefällige Weise umzugehen. Selbst Personen, die mit dem Christentum oder der Bibel nicht vertraut sind, erkennen die Weisheit und den praktischen Wert von Ratschlägen wie dem folgenden an: „Wie ihr wollt, daß euch die Menschen tun, so tut auch ihnen“ (Luk. 6:31).
2 Die Bibel enthält viel mehr als nur allgemeine Feststellungen über das Verhalten gegenüber anderen. Sie rät uns, wie wir uns gegenüber Personen verhalten sollten, die in einem ganz bestimmten Verhältnis zu uns stehen oder sich in bestimmten Situationen befinden. Sie rät beispielsweise einer christlichen Frau, wie sie sich ihrem ungläubigen Mann gegenüber benehmen sollte, und zeigt, wie wir uns gegenüber „Geringen“, Körperbehinderten und gegenüber dem anderen Geschlecht verhalten sollten (1. Petr. 3:1-6; Ps. 41:1; 3. Mose 19:14; 1. Tim. 5:1, 2). Außerdem enthält die Bibel viele vernünftige Ratschläge darüber, wie wir uns ‘im Hause Gottes benehmen sollten, das die Versammlung ist’ (1. Tim. 3:15).
3. Warum benötigen wir für unser Verhalten die Anleitung Gottes?
3 Diesen Rat Gottes anzuwenden ist für uns von großer Bedeutung, da sein Wort erkennen läßt, daß er uns teilweise aufgrund dessen richten wird, wie wir uns gegenüber anderen verhalten (Matth. 18:35; 25:40, 45; Offb. 2:23). Wir sollten uns daher weder von dem leiten lassen, was Menschen sagen, noch von unserem Gefühl, noch von dem, was wir für richtig halten, sondern sollten so eingestellt sein wie David, der sagte: „Deine eigenen Wege, o Jehova, laß mich erkennen; deine eigenen Pfade lehre mich. Laß mich in deiner Wahrheit wandeln, und lehre mich, denn du bist mein Gott der Rettung“ (Ps. 25:4, 5; 139:17, 21).
VERHALTEN GEGENÜBER SÜNDERN
4. Warum ist es notwendig, zu wissen, wie man sich gegenüber Sündern verhält?
4 Als Nachkommen Adams haben alle Menschen „gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes“ (Röm. 3:23; 5:12). Dennoch ist unsere Lage nicht hoffnungslos, da „Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten“. Jeder, der das anerkennt und Glauben an Christus ausübt, kann Vergebung erlangen, selbst wenn er bis jetzt in Sünde gelebt hat (1. Tim. 1:12-16; 1. Kor. 6:9-11; Apg. 10:43; Röm. 6:12-14).
5. Was ist zu tun, wenn ein Christ eine schwerwiegende Sünde begeht?
5 Wie verhält es sich aber, wenn jemand, der bereut hat, an Christus glaubt und sich als Christ taufen läßt, dann aber einer Schwäche nachgibt oder strauchelt und eine schwere Sünde begeht? Es könnte ihm dennoch vergeben werden, wie auch dem Apostel Petrus vergeben wurde, daß er Jesus verleugnet hatte. Was würdest du tun, wenn du erfährst, daß ein Mitchrist eine schwere Sünde begangen hat? Da du ihn aufrichtig liebst, ist es sicherlich dein Wunsch, daß ihm geistige Hilfe zuteil wird. Häufig wird diese Hilfe von den Ältesten oder Aufsehern der Versammlung geboten. Welches Ziel verfolgen sie dabei? Sie möchten dem auf Abwege geratenen Christen helfen, geistig wieder zu genesen (Gal. 6:1; 1. Joh. 5:16; 2. Tim. 2:23-26; Jud. 23).
6. Was ist zu tun, wenn ein Christ, der sich einer schwerwiegenden Sünde schuldig gemacht hat, nicht bereut?
6 Manchmal weicht aber jemand, der schon einige Jahre auf dem Weg des wahren Christentums gegangen ist, davon ab, führt einen gottlosen Wandel und bereut nicht, obgleich sich die Ältesten aufrichtig bemühen, ihm zu helfen. Wie die Bibel zeigt, kam dies im ersten Jahrhundert vor, und es geschieht auch heute (2. Petr. 2:10 bis 20). Was ist in einem solchen Fall zu tun? Gott gibt in seiner vollkommenen Weisheit und Gerechtigkeit die Anweisung, einen entschiedenen Schritt zu unternehmen, um die moralisch-geistige Reinheit der Versammlung zu schützen — einen Schritt, der den Missetäter auch aufrütteln und wieder zur Besinnung bringen mag. Gottes Wort gebietet: „Entfernt den bösen Menschen aus eurer Mitte.“ Das heißt, daß er aus der Christenversammlung ausgeschlossen werden sollte (1. Kor. 5:13; 1. Tim. 1:20; vergleiche 5. Mose 17:7).
7. Welche Fragen tauchen in bezug auf eine Person auf, die aus der Versammlung ausgeschlossen worden ist?
7 Es ist traurig, daß jemandes Verhalten und Einstellung einen solchen Schritt erforderlich machen. Wie aber sollten die loyalen Glieder der Versammlung den Betreffenden betrachten und behandeln, nachdem er ausgeschlossen worden ist? Sollten sie sich ihm gegenüber so verhalten wie gegenüber einem Nachbarn, einem Arbeitskollegen oder jemandem, den sie zufällig auf der Straße treffen? Sollten sie den Ausgeschlossenen grüßen oder sogar kurz einige Worte mit ihm wechseln, wenn er ihnen begegnet? Können sie für ihn arbeiten oder ihn bei sich einstellen? Wieweit sollten christliche Eltern oder Verwandte des Ausgeschlossenen mit ihm sprechen oder Gemeinschaft mit ihm pflegen? Es entstehen viele derartige Fragen. Wie dankbar können wir sein, daß Jehova Gott für Richtlinien bezüglich des Verhaltens gegenüber einem ausgeschlossenen Missetäter gesorgt hat!
JESU RAT ÜBER MISSETÄTER
8, 9. (a) Welchen Rat gab Jesus bezüglich eines Sünders? (b) Von welcher Art Sünde sprach Jesus dabei?
8 Zu einer Zeit, als Gott noch mit den Juden als seinem Volk handelte, gab Jesus einen Rat in bezug auf jemand, der gesündigt hatte. Christi Jünger, die selbst Juden waren, verstanden diesen Rat im Lichte der Verhältnisse, die damals im jüdischen Gemeinwesen bestanden. Auch wir können daraus Nutzen ziehen, denn der Rat, den Jesus gab, hatte auch später noch Gültigkeit, als die Christenversammlung gegründet wurde (Matth. 21:43). Er begann mit den Worten: „Wenn dein Bruder eine Sünde begeht, so gehe hin, lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen“ (Matth. 18:15).
9 Jesus sprach offensichtlich nicht von einer „Sünde“ im Sinne eines kleineren gegen einen anderen verübten Unrechts, wovon beispielsweise in Philipper 4:2, 3 die Rede ist. (Vergleiche Sprüche 12:18.) Es scheint vielmehr, daß er Sünden wie Betrug oder Verleumdung meinte, schwerwiegende Sünden also, die dazu führen konnten, daß der Betreffende aus der Versammlung ausgeschlossen wurde.a Wenn derjenige, gegen den gesündigt worden war, die Angelegenheit durch ein Gespräch unter vier Augen bereinigen konnte, hatte er ‘seinen Bruder gewonnen’; wenn der Sünder von Herzen kommende Reue bewies und das Unrecht wiedergutzumachen suchte, bestand keine Notwendigkeit, die Angelegenheit weiter zu behandeln.
10, 11. Was war zu tun, wenn der erste Schritt fehlschlug?
10 Was aber, wenn dieser Schritt fehlschlug? Jesus sagte weiter: „Wenn er [der Sünder] aber nicht hört, nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache aus dem Mund von zwei oder drei Zeugen festgestellt werde“ (Matth. 18:16).
11 Die Personen, die mitgebracht wurden, sollten „Zeugen“ sein, nicht lediglich neutrale Vermittler, die versuchten, eine Versöhnung herbeizuführen. Sie sollten die Sünde ‘bezeugen’ können, das heißt, daß sie beispielsweise von der finanziellen Vereinbarung, um die es ging, wußten und so bestätigen konnten, daß ein Betrug vorlag. Oder wenn ein Vertrag oder dergleichen das Unrecht bewies, konnten geistig befähigte Brüder, die auf diesem Gebiet Erfahrung hatten, mitgebracht werden. Sie konnten den Tatbestand bezeugen und auch Zeugen dessen sein, was der Angeklagte bei diesem Treffen äußerte, falls der letzte Schritt unternommen werden mußte.
12. Worin bestand gemäß den Worten Jesu der letzte Schritt?
12 Jesus erwähnte als letzten Schritt in Verbindung mit dem Sünder: „Wenn er nicht auf sie hört, sprich zu der Versammlung. Wenn er auch nicht auf die Versammlung hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer“ (Matth. 18:17). Ja, als letzte Bemühung, den Sünder von seinem Weg abzubringen, sollte die Angelegenheit vor geistig ältere Männer der Versammlung gebracht werden. Diese konnten die Tatsachen und die Zeugenaussagen zur Kenntnis nehmen. Sie waren auch in der Lage, den Missetäter anhand des Wortes Gottes zurechtzuweisen. Wenn er sich jedoch weigerte zu bereuen, sollten sie ihn im Interesse der Versammlung züchtigen, um sie vor seinem gefährlichen Einfluß zu schützen, indem sie ihn ausschlossen.
KEIN UNMENSCHLICHES VERHALTEN GEGENÜBER ANDEREN
13, 14. Wieso können wir sicher sein, daß Jesus damit nicht für ein unmenschliches Verhalten gegenüber anderen eintrat?
13 Um zu wissen, wie wir uns gegenüber einer solchen Person verhalten sollten, müssen wir Jesu Worte verstehen: „... so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer.“ In späteren Jahrhunderten vertraten einige jüdische Rabbiner extreme Ansichten, zum Beispiel, daß ein Jude einem Nichtjuden selbst dann nicht zu Hilfe kommen sollte, wenn dieser in Todesgefahr sei. Mit einer solchen Herzlosigkeit begegnete man nicht nur Nichtjuden. In dem Gleichnis, mit dem Jesus zeigte, wer ein wahrer Nächster ist, weigerte sich sowohl ein Levit als auch ein Priester, einem verletzten Juden zu helfen, wohingegen ein Samariter später Hilfe leistete (Luk. 10:29-37).
14 Aber Jesus wollte in Matthäus 18:17 bestimmt nicht sagen, seine Jünger sollten bei einem Unfall oder in einem Fall von äußerster Not davon absehen, menschenfreundlich zu handeln. Er selbst erwies einigen Nichtjuden solche Freundlichkeit, zum Beispiel einer Syrophönizierin. Er, seine Jünger und die Frau waren sich darüber im klaren, daß sie sich in einer ungewöhnlichen Lage befand, weil sie eine Nichtjüdin war und Jesus zu den Juden gesandt worden war. Dennoch heilte Christus ihre Tochter (Matth. 15:21-28; Mark. 7:24-30). Dieselbe Menschenfreundlichkeit zeigte Jesus, als ein römischer Offizier ihn anflehte, seinen gelähmten, schwerkranken Sklaven zu heilen. Der Offizier räumte ein, daß er von Jesus, einem jüdischen Lehrer, nicht erwarte, sein Haus zu betreten. Doch „ältere Männer der Juden“ baten Jesus inständig, diesem Nichtjuden Barmherzigkeit zu erweisen, weil er dessen würdig sei, und Jesus tat es (Luk. 7:1-10; Matth. 8:5-13). Mit dem Hinweis „... so sei er ... wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer“ verbot Jesus also nicht, diese Person barmherzig und freundlich zu behandeln. Was wollte er denn damit sagen?
„WIE EIN STEUEREINNEHMER“
15. Wie betrachteten die Juden Steuereinnehmer?
15 Fragen wir uns zunächst, wie die Juden einen Steuereinnehmer betrachteten.
„Die Zöllner [Steuereinnehmer] des Neuen Testaments betrachtete man als Verräter und Abtrünnige, als befleckt durch ihren Umgang mit den Heiden, als willige Werkzeuge der Unterdrücker. Man stellte sie auf eine Stufe mit Sündern, ... Hurern ... [und] den Heiden. ... Da sie sich selbst überlassen waren und Männer, die ein anständiges Leben führten, sich von ihnen fernhielten, fanden sie ihre einzigen Freunde oder Gefährten unter den Leuten, die wie sie Ausgestoßene waren“ („Cyclopaedia“ von M’Clintock und Strong, Bd. VIII, S. 769).
Ja, Jesu Zuhörer wußten, daß die Juden im allgemeinen Steuereinnehmer mieden. Selbst minimale geschäftliche Kontakte hatten sie nur widerwillig, um die durch das Gesetz geforderten Steuern zu zahlen.
16, 17. Wie verhielt sich Jesus gegenüber einigen Steuereinnehmern?
16 „Aber hatte nicht Jesus Umgang mit Steuereinnehmern?“ mögen einige fragen. Untersuchen wir die Sache etwas näher.
17 Jesus konzentrierte sich während seines irdischen Dienstes zwar auf die Juden, doch war er als „das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt“, ein Licht für alle Menschen (Joh. 1:29; 8:12; Jes. 42:1, 6, 7; Matth. 10:5, 6; 15:24). Wie ein Arzt half er all jenen Juden, die seine Hilfe am meisten benötigten, unter anderem auch Sündern, z. B. Huren, Trunkenbolden und Steuereinnehmern, die sich häufig unlauterer Methoden bedienten. Matthäus Levi, ein verachteter Steuereinnehmer, gehörte zu denen, die die aktuelle Botschaft der Rettung, die Jesus verkündete, annahmen. Er lud Jesus zu einem Fest bei sich zu Hause ein, wodurch er und andere interessierte Steuereinnehmer mehr über die wunderbaren neuen Wahrheiten hören konnten (Luk. 5:27-32; 19:1-10). Es waren Männer, die ‘unwissentlich gesündigt’ hatten, aber bereit waren, Schritte zu unternehmen, damit ihre Sünden „ausgelöscht“ würden (Apg. 3:19; Hebr. 9:7).
18. Warum war Jesu Verhalten gegenüber einigen Steuereinnehmern kein Beispiel für das, was er gemäß Matthäus 18:17 sagte?
18 Jesus bemühte sich, Steuereinnehmern, die ‘in seine Nähe kamen, um ihn zu hören’, und ‘ihm nachfolgten’, Zeugnis zu geben. Er wollte dadurch aber nicht zeigen, wie man reuelose Sünder behandeln sollte (Mark. 2:15; Luk. 15:1). Wieso können wir dies sagen? Weil der Apostel Paulus, obwohl Jesus mit diesen Steuereinnehmern gegessen hatte, Christen gebot, mit einem Sünder, der aus der Versammlung ausgeschlossen worden war, ‘selbst nicht zu essen’ (1. Kor. 5:11). Außerdem sagte Jesus seinen Jüngern, daß sie einen reuelosen Missetäter so betrachten und behandeln sollten, wie sie damals Steuereinnehmer betrachteten. Die Übersetzung von R. F. Weymouth lautet: „Betrachte ihn so, wie du einen Heiden oder einen Steuereinnehmer betrachtest.“ (Vergleiche Das Neue Testament von Hans Bruns.)
WIE BETRACHTETE UND BEHANDELTE MAN HEIDEN?
19. Was geht aus der Bibel über die Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden hervor?
19 Die Apostel, die die in Matthäus 18:17 aufgezeichneten Worte Jesu hörten, waren Juden und wußten, daß ihre Landsleute mit Heiden keinen geselligen Umgang hatten. Das mosaische Gesetz unterschied zwischen Juden und Nichtjuden und hielt so die Israeliten von den Nachbarnationen getrennt (5. Mose 7:1-4; 4. Mose 15:37-41; Eph. 2:11-14). Am Passahfest des Jahres 33 u. Z. vermieden es die Juden, den Palast des römischen Statthalters zu betreten, „damit sie sich nicht verunreinigten“ (Joh. 18:28). Und die Trennung zwischen den Juden und den Samaritern, die zwar ebenfalls den Pentateuch anerkannten, ging sogar so weit, daß eine Frau an einem Brunnen in Samaria ihr Erstaunen darüber ausdrückte, daß Jesus sie um Wasser bat, ‘obwohl er ein Jude war’ (Joh. 4:9).
20. Was zeigt die Erfahrung des Petrus im Fall Kornelius’ in bezug auf das Verhalten der Juden gegenüber Angehörigen der Nationen?
20 Als Gott gemäß seinem Vorsatz im Jahre 36 u. Z. zeigte, daß unbeschnittene Nichtjuden als Erben des Königreiches angenommen werden konnten, leitete er den Apostel Petrus zu dem römischen Offizier Kornelius. Doch Petrus sagte zu Kornelius: „Ihr wißt wohl, daß es einem Juden nicht erlaubt ist, sich einem Menschen von einer anderen Rasse anzuschließen oder sich ihm zu nähern“ (Apg. 10:28). Die Bemerkung des Petrus zeigt, wie entschieden die Juden der Ansicht waren, keine Freundschaft mit einem Menschen von den Nationen pflegen zu dürfen. Einige Judenchristen, die erfuhren, daß Petrus Kornelius aufgesucht hatte, waren darüber empört, daß er „in das Haus von Männern gegangen [war], die nicht beschnitten waren, und ... mit ihnen gegessen“ hatte. Ja, für die Juden war es etwas Unerhörtes, einen „Menschen von den Nationen“ aufzusuchen und mit ihm zu essen (Apg. 11:1-3; vergleiche Galater 2:12).
21. Wie verstehst du Jesu Äußerung, daß ein reueloser Sünder, „wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer“ sei?
21 So hilft uns die Bibel zu verstehen, wie Jesu Rat gemeint ist, einen reuelosen Missetäter, der es ablehnt, auf die Versammlung zu hören, ‘wie einen Menschen von den Nationen und wie einen Steuereinnehmer’ zu behandeln. Diesen Rat Christi anzuwenden würde sicherlich nicht bedeuten, einen Missetäter wie eine beliebige Person in der Öffentlichkeit zu betrachten, denn Jesu Jünger verstanden seine Worte nicht so. Das wird uns noch klarer, wenn wir weiteren Rat in den Christlichen Griechischen Schriften untersuchen, Rat, der uns eine Hilfe ist, falls wir einmal mit Personen zu tun haben, die von der Christenversammlung ausgeschlossen worden sind.
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Die rechte Ansicht über den GemeinschaftsentzugDer Wachtturm 1981 | 15. Dezember
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Die rechte Ansicht über den Gemeinschaftsentzug
„O Jehova ... Wer wird weilen auf deinem heiligen Berge? Wer untadelig wandelt und Gerechtigkeit übt“ (Ps. 15:1, 2).
1, 2. Wieso wissen wir, daß Gott von seinen Anbetern erwartet, daß sie sich an seine Maßstäbe halten?
JEHOVA ist gerecht und heilig. Er verfährt mit unvollkommenen Menschen zwar barmherzig und verständnisvoll, doch erwartet er von seinen Anbetern, daß sie seine Heiligkeit widerspiegeln, indem sie sich bemühen, sich an seine gerechten Maßstäbe zu halten (Ps. 103:8-14; 4. Mose 15:40).
2 Ein Israelit, der Gottes Gebote vorsätzlich übertrat und sich beispielsweise des Abfalls, des Ehebruchs oder des Mordes schuldig machte, sollte „weggetilgt“, zu Tode gebracht werden (4. Mose 15:30, 31; 35:31; 5. Mose 13:1-5; 3. Mose 20:10). Die strikte Einhaltung der vernünftigen und gerechten Maßstäbe Gottes war für alle Israeliten gut, denn dadurch wurde die Reinheit der Versammlung bewahrt. Gleichzeitig wurde dadurch verhindert, daß jemand unter dem Volk, das Gottes Namen trug, Verderbnis ausbreitete.
3. In welcher Lage befand sich ein Jude, der aus der Synagoge ausgeschlossen worden war?
3 Unter römischer Herrschaft waren die Juden im ersten Jahrhundert nicht befugt, die Todesstrafe zu verhängen (Joh. 18:28-31). Ein Jude, der einer Übertretung des mosaischen Gesetzes schuldig war, konnte jedoch aus der Synagoge ausgeschlossen werden. Diese schwere Strafe hatte unter anderem zur Folge, daß andere Juden den Ausgeschlossenen mieden. Man sagt, daß sie mit ihm — außer daß sie ihm das Lebensnotwendige verkauften — nicht einmal geschäftlich in Verbindung traten (Joh. 9:22; 12:42; 16:2).a
4, 5. Wie sollte die Christenversammlung mit einem reuelosen Sünder verfahren?
4 Die Christenversammlung löste bei ihrer Gründung die jüdische Nation als Namensvolk Gottes ab (Matth. 21:43; Apg. 15:14). Von Christen konnte also zu Recht erwartet werden, daß sie für Jehovas Gerechtigkeit eintraten. Der Apostel Petrus schrieb: „In Übereinstimmung mit dem Heiligen, der euch berufen hat, werdet auch ihr selbst heilig in eurem ganzen Wandel, weil geschrieben steht: ‚Ihr sollt heilig sein, weil ich heilig bin‘“ (1. Petr. 1:14-16). Jehova liebt sein Volk und möchte die Christenversammlung rein erhalten. Daher traf er Vorkehrungen, daß eine Person, die in einem Lauf verharrt, der Gott entehrt und die Versammlung gefährdet, verworfen oder ausgeschlossen werden kann.
5 Der Apostel Paulus schrieb: „Einen Menschen, der eine Sekte fördert, weise ab nach einer ersten und zweiten ernsten Ermahnung, da du weißt, daß sich ein solcher vom Wege abgewandt hat und sündigt, wobei er durch sich selbst verurteilt ist“ (Tit. 3:10, 11). Ja, Älteste wie Titus versuchen zunächst liebevoll, dem Missetäter zu helfen. Wenn er auf ihre Hilfe nicht reagiert und fortgesetzt „sündigt“, sind sie befugt, ein Komitee aus Ältesten zusammenzustellen, um die zur „Gemeinde Gehörigen zu richten“ (1. Kor. 5:12, Menge). Liebe zu Gott und der Reinheit seines Volkes erfordert, daß die zur „Gemeinde“ oder Versammlung Gehörenden ‘diesen Menschen abweisen’.
6. Warum war es richtig und angebracht, reuelose Sünder auszuschließen?
6 Im ersten Jahrhundert erhoben sich einige solche Missetäter wie zum Beispiel Hymenäus und Alexander, Männer, die „an ihrem Glauben Schiffbruch erlitten“ hatten. Paulus sagte: „Ich habe sie dem Satan übergeben, damit sie durch Züchtigung gelehrt werden, nicht zu lästern“ (1. Tim. 1:19, 20). Der Ausschluß dieser beiden Männer war eine schwere Züchtigung, eine Strafe, die sie lehren sollte, den heiligen und lebendigen Gott nicht zu lästern. (Vergleiche Lukas 23:16, wo das griechische Grundwort vorkommt, das oft mit „züchtigen“ wiedergegeben wird.) Es war angebracht, diese Lästerer der Gewalt Satans zu übergeben, sie gleichsam in die Finsternis der von Satan beherrschten Welt hinauszuwerfen (2. Kor. 4:4; Eph. 4:17-19; 1. Joh. 5:19; vergleiche Apostelgeschichte 26:18).
WIE MAN AUSGESCHLOSSENE BEHANDELN SOLLTE
7, 8. Wie können wir feststellen, wie wir uns gegenüber einem Ausgeschlossenen verhalten sollten?
7 Darüber, wie man Ausgeschlossene behandeln sollte, mögen indes einige Fragen entstehen. Wir können dankbar dafür sein, daß Gott in seinem Wort für Antworten und Richtlinien gesorgt hat, von denen wir überzeugt sein können, daß sie vollkommen und gerecht sind (Jer. 17:10; 5. Mose 32:4).
8 Ein Mann in der Korinther Versammlung trieb zum Beispiel Unsittlichkeit und zeigte offensichtlich keine Reue. Paulus schrieb, daß die Versammlung diesen Mann ‘aus ihrer Mitte wegschaffen sollte’, da er Sauerteig glich, wovon schon ein wenig eine ganze Masse durchsäuern oder verderben kann (1. Kor. 5:1, 2, 6). Sollte man ihn aber, nachdem er ausgeschlossen worden war, lediglich wie eine beliebige weltliche Person behandeln, der ein Christ in seiner Nachbarschaft oder im täglichen Leben begegnet? Beachten wir die Worte des Paulus.
9. Welchen Rat gab Paulus über das Verhalten gegenüber ungerechten Personen im allgemeinen?
9 „Ich [schrieb] euch, keinen Umgang mehr mit Hurern zu haben, nicht in dem Sinne gänzlich mit den Hurern dieser Welt oder den Habgierigen und Erpressern oder Götzendienern. Sonst müßtet ihr ja aus der Welt hinausgehen“ (1. Kor. 5:9, 10). Mit diesen Worten erkannte Paulus in realistischer Weise an, daß die meisten Personen, mit denen wir im täglichen Leben in Berührung kommen, Gottes Weg nicht kennen oder ihn nicht gehen. Sie mögen Hurer, Erpresser oder Götzendiener sein. Christen würden sich daher solche Personen nicht als enge Gefährten aussuchen. Wir leben aber auf diesem Planeten unter solchen Menschen und müssen uns vielleicht in ihrer Nähe aufhalten und auf dem Arbeitsplatz, in der Schule oder in der Nachbarschaft mit ihnen sprechen.
10, 11. Warum sollten sich Christen gegenüber einem Sünder, der ausgeschlossen worden ist, anders verhalten?
10 Im folgenden Vers vergleicht Paulus diese Situation mit der Art und Weise, wie sich Christen gegenüber jemandem verhalten sollten, der ein christlicher „Bruder“ war, aber wegen einer Sünde aus der Versammlung ausgeschlossen worden ist: „Nun aber schreibe ich euch, keinen Umgang mehr mit jemandem zu haben [„verkehrt nicht mit einem“, Rösch], der Bruder genannt wird, wenn er ein Hurer oder ein Habgieriger oder ein Götzendiener oder ein Schmäher oder ein Trunkenbold oder ein Erpresser ist, selbst nicht mit einem solchen zu essen“ (1. Kor. 5:11).
11 Der Ausgeschlossene ist nicht einfach ein Weltmensch, der weder Gott kennengelernt noch je ein gottgefälliges Leben geführt hat, sondern er kennt den Weg der Wahrheit und Gerechtigkeit, hat ihn aber verlassen und reuelos in der Sünde so lange verharrt, daß er ausgeschlossen werden mußte. Deshalb ist er anders zu behandeln.b Der Apostel Petrus zeigte, inwiefern sich solche ehemaligen Christen von einem beliebigen „Mann auf der Straße“ unterscheiden: „Wenn sie nämlich, nachdem sie durch eine genaue Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus den Befleckungen der Welt entronnen sind, wieder in eben diese Dinge verwickelt und davon überwunden werden, so sind die letzten Zustände für sie schlimmer geworden als die ersten. ... Es ist ihnen ergangen, wie das wahre Sprichwort sagt: ,Der Hund ist zum eigenen Gespei zurückgekehrt und die gebadete Sau zum Wälzen im Schlamm‘“ (2. Petr. 2:20-22; 1. Kor. 6:11).
12. (a) Warum ist der Ausdruck „Gemeinschaftsentzug“ passend? (b) Was geht aus der Geschichte über das Verhalten bekennender Christen gegenüber Sündern hervor?
12 Ja, die Bibel gebietet Christen, keinen Umgang oder keine Gemeinschaft mit einer Person zu pflegen, die aus der Versammlung ausgeschlossen worden ist. Jehovas Zeugen sprechen daher passenderweise von einem „Gemeinschaftsentzug“, wenn ein reueloser Missetäter ausgeschlossen und anschließend von ihnen gemieden wird. Daß sie mit einem Ausgeschlossenen weder auf geistiger noch auf gesellschaftlicher Ebene Gemeinschaft haben wollen, verrät Loyalität gegenüber den Maßstäben Gottes und Gehorsam gegenüber seinem in 1. Korinther 5:11, 13 aufgezeichneten Gebot. Dieses Verhalten steht im Einklang mit Jesu Aufforderung, eine solche Person ebenso zu betrachten, wie „ein Mensch von den Nationen“ damals von den Juden angesehen wurde. Noch einige Zeit nach dem Tode der Apostel hielten sich bekennende Christen an dieses schriftgemäße Vorgehen.c Doch wie viele Kirchen befolgen heute in dieser Hinsicht Gottes deutliche Anweisungen?
PERSONEN, DIE DIE GEMEINSCHAFT VERLASSEN
13. Was sollte im Fall einer Person getan werden, die schwach und untätig geworden ist?
13 Ein Christ könnte zum Beispiel geistig schwach werden, weil er vielleicht nicht regelmäßig Gottes Wort studiert, persönliche Probleme hat oder Verfolgung ausgesetzt ist (1. Kor. 11:30; Röm. 14:1). Er mag aufhören, die christlichen Zusammenkünfte zu besuchen. Was sollte in einem solchen Fall getan werden? Denken wir daran, daß Jesus in der Nacht, in der er verhaftet wurde, von seinen Aposteln verlassen wurde. Dennoch hatte er Petrus ermahnt: „Bist du einst zurückgekehrt, so stärke deine Brüder [die Jesus ebenfalls verließen]“ (Luk. 22:32). Christliche Älteste und andere besuchen daher aus Liebe Personen, die schwach und untätig geworden sind, um ihnen zu helfen (1. Thess. 5:14; Röm. 15:1; Hebr. 12:12, 13). Anders verhält es sich indessen, wenn der Betreffende kein Christ mehr sein möchte und selbst die Gemeinschaft verläßt.
14. Auf welche Weise könnte jemand die Gemeinschaft verlassen?
14 Es könnte sein, daß jemand, der ein wahrer Christ war, den Weg der Wahrheit verlassen hat und erklärt, er betrachte sich nicht mehr als ein Zeuge Jehovas oder wünsche nicht mehr, als ein solcher bekannt zu sein. Wenn dieser seltene Fall eintritt, gibt der Betreffende seinen Stand als Christ auf und verläßt vorsätzlich die Gemeinschaft der Versammlung. Der Apostel Johannes schrieb: „Sie sind von uns ausgegangen, aber sie sind nicht von unserer Art gewesen; denn wenn sie von unserer Art gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben“ (1. Joh. 2:19).
15, 16. (a) Auf welche weitere Weise könnte jemand die Gemeinschaft verlassen? (b) Wie sollten Christen Personen betrachten und behandeln, die die Gemeinschaft verlassen haben?
15 Oder jemand mag durch seine Handlungen seinen Platz in der Christenversammlung verlassen, zum Beispiel dadurch, daß er ein Teil einer Organisation wird, deren Ziele schriftwidrig sind, und dadurch unter das Urteil Jehovas zu stehen kommt (vergleiche Offenbarung 19:17 bis 21; Jesaja 2:4). Wenn sich also jemand, der ein Christ ist, denen anschließt, die Gott mißbilligt, wäre es für die Versammlung angebracht, durch eine kurze Bekanntmachung zu bestätigen, daß er die Gemeinschaft verlassen hat und kein Zeuge Jehovas mehr ist.
16 Personen, die den Glauben und die Glaubenslehren der Zeugen Jehovas vorsätzlich verwerfen und dadurch selbst zeigen, daß sie „nicht von unserer Art“ sind, sollten passenderweise so betrachtet und behandelt werden wie jemand, dem wegen eines Unrechts die Gemeinschaft entzogen worden ist.
MIT DER VERSAMMLUNG ZUSAMMENARBEITEN
17, 18. Auf welche Weise können wir bezüglich eines Gemeinschaftsentzugs die Versammlung unterstützen?
17 Christen freuen sich über die geistige Gemeinschaft, die sie genießen, wenn sie mit ihren Brüdern oder interessierten Personen biblische Gespräche führen oder die Bibel studieren, doch wünschen sie keine Gemeinschaft mit einem ausgeschlossenen Sünder (oder einer Person, die den Glauben und die Glaubensansichten der Zeugen Jehovas aufgegeben und die Gemeinschaft verlassen hat). Der Ausgeschlossene ist ‘abgewiesen’ worden und „durch sich selbst verurteilt“, weil er „sündigt“, und die Glieder der Versammlung akzeptieren Gottes Urteil und unterstützen es. Mit einem Gemeinschaftsentzug hört jedoch nicht nur die geistige Gemeinschaft auf zu bestehen (Tit. 3:10, 11).
18 Paulus schrieb, mit dem Betreffenden „keinen Umgang mehr ... zu haben, ... selbst nicht mit einem solchen zu essen“ (1. Kor. 5:11). Eine Mahlzeit ist eine Gelegenheit zur Entspannung und zum geselligen Beisammensein. Die Bibel schließt also auch geselliges Zusammensein aus, zum Beispiel, daß man sich mit einem Ausgeschlossenen zu einem Picknick oder zu einer Party begibt, mit ihm Sport treibt, an den Strand fährt, ins Theater geht oder mit ihm eine Mahlzeit einnimmt.d (Die besonderen Probleme, die sich im Fall eines Verwandten ergeben, dem die Gemeinschaft entzogen worden ist, werden in dem folgenden Artikel besprochen.)
19. Warum mag es uns mitunter schwerfallen, einen Gemeinschaftsentzug zu unterstützen, doch warum ist es wichtig, dies zu tun?
19 Manchmal mag sich ein Christ gedrängt fühlen, diesen biblischen Rat zu mißachten. Vielleicht regen sich bei ihm starke Gefühle, oder Bekannte setzen ihn unter Druck. Ein Bruder wurde beispielsweise dazu gedrängt, die Ehe zweier Personen zu schließen, denen die Gemeinschaft entzogen worden war. Könnte dieser Dienst als eine reine Freundlichkeit gedeutet werden? Man könnte diesen Standpunkt vertreten. Doch warum wünschte man seine Dienste, statt sich von dem Standesbeamten der Stadt oder des Staates trauen zu lassen? Geschah es nicht wegen seiner Stellung als Diener Gottes und der Fähigkeit, anhand des Wortes Gottes Rat über die Ehe zu erteilen? Solchem Druck nachzugeben würde bedeuten, Gemeinschaft mit dem Paar zu pflegen, mit Personen, die wegen ihrer gottlosen Handlungsweise aus der Versammlung ausgeschlossen worden sind (1. Kor. 5:13).
20. Wie sollten wir uns verhalten, wenn jemandem, mit dem wir geschäftlich zu tun haben, die Gemeinschaft entzogen worden ist?
20 Andere Probleme entstehen im Geschäftsleben oder am Arbeitsplatz. Angenommen, du arbeitest bei jemandem, der aus der Versammlung ausgeschlossen worden ist, oder jemand, dem die Gemeinschaft entzogen worden ist, arbeitet bei dir. Falls du vertragsmäßig oder aus finanziellen Gründen verpflichtet wärst, die geschäftliche Verbindung vorerst aufrechtzuerhalten, würdest du ihm gegenüber nun sicherlich eine andere Haltung einnehmen als zuvor. Gespräche über geschäftliche Angelegenheiten oder Kontakt am Arbeitsplatz mögen notwendig sein, doch mit biblischen Gesprächen und geselliger Gemeinschaft wäre es vorbei. Auf diese Weise könntest du deinen Gehorsam gegenüber Gott zeigen und eine Schranke zu deinem Schutz errichten. So könnte dem Betreffenden auch deutlich gemacht werden, wieviel ihn seine Sünde in verschiedener Hinsicht gekostet hat (2. Kor. 6:14, 17).
MIT EINEM AUSGESCHLOSSENEN REDEN?
21, 22. Was sagt die Bibel darüber, ob man mit einem Ausgeschlossenen sprechen sollte?
21 Wenn man für Gottes Gerechtigkeit eintreten und seine Vorkehrung des Gemeinschaftsentzugs unterstützen möchte, bedeutet das dann, daß man einen Ausgeschlossenene nicht einmal grüßen sollte? Diese Frage ist bei einigen aufgestiegen, weil Jesus darauf hinwies, unsere Feinde zu lieben und nicht ‘nur unsere Brüder zu grüßen’ (Matth. 5:43-47).
22 Jehova Gott hat in seiner Weisheit nicht versucht, jede mögliche Situation zu behandeln. Es gilt, den Sinn dessen zu erfassen, was er über die Behandlung eines Ausgeschlossenen sagt, denn dann können wir uns bemühen, seinen Standpunkt einzunehmen. Durch den Apostel Johannes läßt Gott sagen:
„Jeder, der vorausdrängt und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht. ... Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn niemals in euer Haus auf, noch entbietet ihm einen Gruß. Denn wer ihm einen Gruß entbietet, hat an seinen bösen Werken teil“ (2. Joh. 9-11).
23, 24. Warum ist es weise, ein Gespräch mit Ausgeschlossenen zu vermeiden?
23 Der Apostel, der diese weisen und warnenden Worte äußerte, war mit Jesus eng verbunden und wußte, was Christus über das Grüßen gesagt hatte. Er kannte auch den damals üblichen Gruß „Friede“. Einem Ausgeschlossenen, der versucht, für seine abtrünnigen Gedanken zu werben oder sie zu rechtfertigen, oder der seinen gottlosen Lebenswandel fortsetzt, wünschen wir im Unterschied zu einem persönlichen „Feind“ oder einer weltlichen Autoritätsperson, die zu Christen gegnerisch eingestellt ist, bestimmt keinen „Frieden“ (1. Tim. 2:1, 2). Und wir wissen im Laufe der Zeit aus eigener Erfahrung, daß ein einfacher Gruß der erste Schritt zu einer Unterhaltung und vielleicht sogar zu einer Freundschaft sein kann. Möchten wir bei einem Ausgeschlossenen diesen ersten Schritt tun?
24 „Wie verhält es sich aber, wenn er reumütig zu sein scheint und der Ermunterung bedarf?“ mag sich jemand fragen. Für solche Fälle besteht eine Vorkehrung. Die Aufseher in der Versammlung sind als geistige Hirten dazu da, die Herde zu schützen (Hebr. 13:17; 1. Petr. 5:2). Bittet ein Ausgeschlossener um Wiederaufnahme oder läßt er Anzeichen dafür erkennen, daß er wieder in Gottes Gunst gelangen möchte, so können die Ältesten mit ihm sprechen. Sie werden ihm freundlich erklären, was er tun sollte, und mögen ihn entsprechend ermahnen, wobei sie die mit seiner früheren Sünde verbundenen Umstände und seine Einstellung berücksichtigen können. Andere Glieder der Versammlung verfügen nicht über diese Informationen. Wenn daher jemand denkt, ein Ausgeschlossener sei reumütig, könnte er nach dem äußeren Schein, statt aufgrund genauer Informationen urteilen. Wenn die Aufseher davon überzeugt sind, daß der Betreffende bereut und die Früchte der Reue hervorbringtf, wird er wieder in die Versammlung aufgenommen. Dann können alle anderen in der Versammlung ihn in den Zusammenkünften herzlich willkommen heißen, ihm vergeben, ihn trösten und ihre Liebe zu ihm bestätigen, wozu Paulus die Korinther im Fall eines Mannes aufforderte, der wiederaufgenommen wurde (2. Kor. 2:5-8).
NICHT AN BÖSEN WERKEN TEILHABEN
25, 26. Was sagt Gott darüber, wie man an den Werken eines Ausgeschlossenen ‘teilhaben’ könnte?
25 Alle treuen Christen sollten sich die ernste Wahrheit zu Herzen nehmen, die Johannes unter göttlicher Inspiration mit den Worten zum Ausdruck brachte: „Wer ihm [einem ausgeschlossenen Sünder, der eine Irrlehre vertritt oder einen gottlosen Wandel führt] einen Gruß entbietet, hat an seinen bösen Werken teil“ (2. Joh. 11).
26 Viele Kommentatoren der Christenheit nehmen Anstoß an 2. Johannes 11. Sie behaupten, es handle sich um „unchristlichen Rat, der dem Geist unseres Herrn widerspricht“ oder der zu Intoleranz ermuntere. Doch solche Gedanken gehen von religiösen Organisationen aus, die sich nicht an das göttliche Gebot halten: „Entfernt den bösen Menschen aus eurer Mitte“ und die sogar nur selten, wenn überhaupt, einen offenkundigen Missetäter aus ihrer Kirche ausschließen (1. Kor. 5:13). Ihre „Toleranz“ ist unbiblisch und unchristlich (Matth. 7:21-23; 25:24-30; Joh. 8:44).
27. Wie könnte es soweit kommen, daß ein Christ an den Werken eines Ausgeschlossenen ‘teilhat’, und wozu würde das führen?
27 Aber es ist nicht verkehrt, gegenüber dem gerechten Gott der Bibel loyal zu sein. Er sagt uns, daß er nur diejenigen ‘auf seinem heiligen Berge’ zulassen wird, die untadelig wandeln, Gerechtigkeit üben und die Wahrheit reden (Ps. 15:1-5). Würde ein Christ auf Gedeih und Verderb zu einem Missetäter halten, der von Gott verworfen und dem die Gemeinschaft entzogen worden ist oder der die Gemeinschaft verlassen hat, so würde er gewissermaßen sagen, er wünsche auch keinen Platz ‘auf Gottes heiligem Berge’. Wenn die Ältesten beobachten würden, daß er diesen Weg beschreitet, indem er regelmäßig mit einem Ausgeschlossenen zusammen ist, würden sie versuchen, ihm liebevoll und geduldig zu helfen, wieder Gottes Standpunkt einzunehmen (Matth. 18:18; Gal. 6:1). Sie würden ihm Rat erteilen und ihn nötigenfalls ‘mit Strenge zurechtweisen’, da sie ihm helfen möchten, ‘auf Gottes heiligem Berge’ zu bleiben. Wenn er aber nicht aufhört, Gemeinschaft mit dem Ausgeschlossenen zu pflegen, ‘hat er an den bösen Werken teil’ (indem er sie unterstützt oder sich daran beteiligt) und muß aus der Versammlung entfernt oder ausgeschlossen werden (Tit. 1:13; Jud. 22, 23; vergleiche 4. Mose 16:26).
LOYAL GEGENÜBER GOTTES STANDPUNKT
28. Wie können wir zeigen, daß wir Jehovas Standpunkt loyal unterstützen?
28 Loyalität gegenüber Jehova Gott und seinen Vorkehrungen ist eine Quelle der Freude, denn alle seine Wege sind gerecht und gut. Das trifft auch auf seine Vorkehrung zu, reuelosen Missetätern die Gemeinschaft zu entziehen. Wenn wir diese Vorkehrung unterstützen, können wir auf Davids Worte vertrauen: „Nehmt zur Kenntnis, daß Jehova seinen Loyalgesinnten gewißlich auszeichnen wird“ (Ps. 4:3). Ja, Gott schützt, ehrt und leitet alle, die ihm gegenüber loyal sind und seine Wege einhalten. Diese Loyalität trägt uns neben vielen anderen Segnungen die Freude ein, zu denen zu gehören, die ‘auf Gottes heiligem Berge’ sind und seine Anerkennung haben (Ps. 84:10, 11).
ERINNERST DU DICH NOCH AN DIE FOLGENDEN GEDANKEN?
Wie behandelte man Juden, die aus der Synagoge ausgeschlossen worden waren?
Wie sollten nach den Worten des Paulus
1. unmoralische Personen in der Welt,
2. unmoralische Personen, die aus der Christenversammlung ausgeschlossen worden sind, behandelt werden?
Wie sollten Christen eine Person betrachten, die die Gemeinschaft der Versammlung verlassen hat?
Das Ende welcher Arten der Gemeinschaft beinhaltet der „Gemeinschaftsentzug“?
Warum lehnen es Christen ab, einen Ausgeschlossenen zu grüßen oder mit ihm zu sprechen?
Wie sollten wir uns, wenn jemandem die Gemeinschaft entzogen worden ist, verhalten, um ‘auf Gottes heiligem Berge’ bleiben zu können?
[Fußnoten]
a „Fortan glich er einem Toten. Er durfte nicht mit anderen gemeinsam studieren, [gesellschaftlicher] Umgang mit ihm war untersagt, man durfte ihm nicht einmal den Weg zeigen. Er konnte sich zwar die Lebensnotwendigkeiten kaufen, doch war es verboten, mit ihm zu essen oder zu trinken“ (The Life and Times of Jesus The Messiah von A. Edersheim, Bd. II, S. 184).
b Im Einklang mit dieser biblischen Lehre hebt Adam Clarke den Unterschied hervor, wenn er sagt: „Man sollte mit [einem ausgeschlossenen Sünder] ... weder in religiösen noch in zivilen Angelegenheiten Gemeinschaft haben. Man kann seine weltlichen Geschäfte mit einer Person abwickeln, die Gott nicht kennt und sich nicht zum Christentum bekennt, ungeachtet ihres Charakters; doch sollte man mit einem Menschen, der sich zum Christentum bekennt und einen anstößigen Lebenswandel führt, nicht einmal soviel zu tun haben. Ihn sollte man aus Abscheu vor aller Sünde bezeichnet halten.“
c Der Kirchenhistoriker Joseph Bingham schreibt über die ersten Jahrhunderte: „Die Zuchtmaßnahme der Kirche bestand darin, Menschen alle Wohltaten und Vorrechte der Taufe vorzuenthalten, indem sie sie aus der Gesellschaft und aus der Gemeinschaft der Kirche ausstieß, ... und jedermann ging ihnen aus dem Wege und mied die allgemeine Unterhaltung mit ihnen, teils um den Tadel der Kirche und das Vorgehen gegen sie zu bestätigen, teils um sie zu beschämen und teils um sich vor der Gefahr des verderblichen Einflusses zu schützen.“ „... niemand sollte ausgeschlossene Personen in sein Haus aufnehmen noch am selben Tisch mit ihnen essen; solange sie lebten, sollte man sich nicht mit ihnen vertraut unterhalten noch sie bei ihrem Tode feierlich beerdigen ... Diese Anweisungen wurden von den Regeln der Apostel abgeleitet, durch die Christen untersagt war, offenkundige Missetäter zu ermuntern“ (The Antiquities of the Christian Church, S. 880, 891).
d In der Ausgabe des Wachtturms vom 1. Dezember 1981 wird 2. Thessalonicher 3:14, 15 besprochen, wo es heißt, daß es nötig sein mag, einen Christen, der fortgesetzt unordentlich wandelt, zu ‘bezeichnen’. Er ist immer noch ein Bruder und sollte als solcher ermahnt werden, doch andere Christen sollten ‘aufhören, Umgang mit ihm zu haben’. Wenn man schon den geselligen Umgang mit ihm meiden sollte, eine wieviel deutlichere Trennung sollte dann im Fall eines Missetäters bestehen, dem die Gemeinschaft entzogen worden ist oder der die Gemeinschaft verlassen hat?
e Was hier über Ausgeschlossene gesagt wird, gilt auch für Personen, die die Gemeinschaft verlassen haben.
f Eine Abhandlung über Reue ist im Wachtturm vom 1. Dezember 1981 zu finden.
[Bilder auf Seite 21]
„Selbst nicht mit einem ... [Ausgeschlossenen] essen“
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Wenn einem Verwandten die Gemeinschaft entzogen wirdDer Wachtturm 1981 | 15. Dezember
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Wenn einem Verwandten die Gemeinschaft entzogen wird
1, 2. (a) Was hatte Gott bezüglich der Religion für die Familie vorgesehen? (b) Welche Entscheidung hatten einige Familien in den Tagen Korahs zu treffen?
NACHDEM Adam einige Zeit allein gewesen war, sagte Gott: „Es ist für den Menschen nicht gut, daß er weiterhin allein sei.“ Er erschuf dann Eva und stiftete so die Ehe (1. Mose 2:18, 21, 22). Von da an sollte die Erdbevölkerung wachsen. Jeder Mensch hätte schließlich viele Verwandte gehabt. Selbst wenn einige Angehörige (zum Beispiel Kinder) nicht in der Nähe gewohnt hätten, hätte man sie besuchen und schöne Stunden mit ihnen verleben können (1. Mose 1:28; Hiob 1:1-5).
2 Gott hatte vorgesehen, daß die Familien in der wahren Anbetung geeint sein sollten. Es sollte also keine Trennung durch unterschiedliche religiöse Anschauungen geben. Doch es gab später Familien, in denen die Religion zu einer Streitfrage wurde. Das war beispielsweise der Fall, als Korah, Dathan und Abiram rebellierten. Jehova bestätigte, daß er durch Moses und Aaron handelte, nicht durch jene religiösen Rebellen. Daraufhin forderte Moses das Volk auf, sich von den Zelten der Rebellen zu entfernen. Was würden die Angehörigen Korahs, Dathans und Abirams tun? Würden sie die Loyalität zur Familie höher einstufen als die Loyalität zu Jehova und seiner Versammlung? Die meisten Angehörigen dieser Rebellen gaben der Familie den Vorzug vor Gott. Jehova vernichtete diese Angehörigen zusammen mit den Rebellen (4. Mose 16:16-33).
3. Welche weise Entscheidung trafen einige Angehörige Korahs?
3 Doch einige Söhne Korahs blieben Gott und seinem Volk gegenüber loyal. Sie wurden nicht zusammen mit den übrigen Gliedern der Familie Korahs und den Familien Dathans und Abirams hingerichtet (4. Mose 26:9-11). Ja, Nachkommen dieser Korahiter wurden später dadurch gesegnet, daß sie einen besonderen Dienst im Tempel verrichten durften und ehrenhaft in der Bibel erwähnt werden (2. Chron. 20:14-19; Ps. 42, 44 bis 49, 84, 85, 87).
4. In welcher anderen Hinsicht konnte im Volke Israel die Loyalität gegenüber der Familie zu einer Prüfung werden?
4 Eine ähnliche Entscheidung zwischen der Loyalität zur Familie und der Loyalität zu Gott mußte getroffen werden, wenn ein Israelit abtrünnig wurde. Würden seine Angehörigen aufgrund menschlicher Regungen oder verwandtschaftlicher Bande versuchen, den Betreffenden davor zu schützen, „weggetilgt“ zu werden? Oder würden selbst sein Bruder, sein Sohn oder seine Tochter erkennen, daß es richtig und weise ist, Gott und der Versammlung gegenüber loyal zu sein? (Siehe 5. Mose 13:6-11.) In der christlichen Ordnung wird ein Sünder heute zwar nicht durch eine Hinrichtung „weggetilgt“, doch mag es für Christen eine Prüfung sein, wenn ein Angehöriger in Zucht genommen wird.
VERWANDTE KÖNNEN PROBLEME VERURSACHEN
5, 6. (a) Inwiefern könnte eine Familie wegen der Religion entzweit werden? (b) Wieso sollten Christen in dieser Frage keinen Kompromiß eingehen? (Ps. 109:2-5).
5 Die Bindung und Zuneigung unter Familienangehörigen kann sehr stark sein. Das ist etwas Natürliches und entspricht der Einrichtung Gottes (Joh. 16:21). Aber diese starken Bande können für einen Christen auch zu einer schweren Prüfung werden. Wenn jemand ein Christ wird, mögen zum Beispiel, wie Jesus erklärte, seine Verwandten eine feindliche Haltung ihm gegenüber einnehmen. Jesus sagte: „Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern ein Schwert. Denn ich bin gekommen, um zu entzweien: einen Menschen mit seinem Vater und eine Tochter mit ihrer Mutter und eine junge Ehefrau mit ihrer Schwiegermutter. In der Tat, eines Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. Wer zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig“ (Matth. 10:34-38).
6 Christen wünschen nicht, daß es zu einer solchen Feindschaft kommt. Und es gibt keinen Grund, weshalb Angehörige ihnen gegenüber ablehnend eingestellt sein oder sie hassen sollten, nur weil sie sittlich reine, aufrichtige Diener Gottes geworden sind. Wahre Christen erkennen indes, daß sie der Familie nicht den Vorzug vor Gott geben können. Wenn ein Christ Gott treu bleibt, ist dies für ihn selbst und für seine Familie, auf lange Sicht gesehen, das beste. Im Laufe der Zeit kann er vielleicht seine Angehörigen bewegen, den Weg einzuschlagen, der zur Rettung führt (Röm. 9:1-3; 1. Kor. 7:12-16).
7, 8. Wessen Fehler ist es, wenn in der Familie wegen eines Gemeinschaftsentzugs Probleme entstehen? (5. Mose 32:4).
7 Durch Verwandte können für einen wahren Christen auch in anderer Hinsicht Probleme entstehen, beispielsweise dann, wenn einem Verwandten die Gemeinschaft entzogen wird. Wie in den vorangegangenen Artikeln gezeigt worden ist, verlangt Gott, daß einem Glied der Versammlung, das ständig schwerwiegend sündigt und nicht bereut, die Gemeinschaft entzogen wird (1. Kor. 5:11-13). Durch den Lebenswandel des Missetäters hat sich sein Verhältnis zu Jehova und daher auch zu den Angehörigen, die Zeugen Jehovas sind, verändert. Daran ist nicht Gott schuld, denn seine Maßstäbe sind gerecht (Hiob 34:10, 12). Der Fehler liegt auch nicht bei den treuen christlichen Angehörigen, sondern bei dem Ausgeschlossenen, der sich selbst und seinen Verwandten Probleme geschaffen hat.
8 Zwei unterschiedliche Situationen, die dabei auftreten können, sollten wir etwas näher beleuchten. In dem einen Fall lebt ein Christ mit einem Angehörigen, der ausgeschlossen worden ist oder die Gemeinschaft verlassen hat, in derselben Familie zusammen. In dem anderen Fall gehört dieser nicht zum engsten Familienkreis.
IM ENGSTEN FAMILIENKREIS
9. Wie verhält es sich mit den Pflichten innerhalb der Familie, wenn der Ehepartner kein Christ ist oder wenn ihm die Gemeinschaft entzogen worden ist?
9 Jemand mag ein Christ werden, ohne daß andere Glieder seiner Familie zum Glauben kommen. Es könnte beispielsweise sein, daß eine Frau Jehova dient, ihr Mann aber nicht. Sie ist trotzdem immer noch „e i n Fleisch“ mit ihrem Mann und ist verpflichtet, ihn zu lieben und zu achten (1. Mose 2:24; 1. Petr. 3:1-6). Oder vielleicht ist sie mit einem Mann verheiratet, der ein Gott hingegebener Christ war, aber aus der Versammlung ausgeschlossen worden ist. Dadurch würden jedoch die Ehebande nicht aufgelöst werden; das würde nur durch den Tod oder eine schriftgemäße Scheidung geschehen (1. Kor. 7:39; Matth. 19:9).
10, 11. Wie wirkt sich ein Gemeinschaftsentzug auf die geistigen Bande in der Familie aus?
10 Ähnlich verhält es sich, wenn ein Elternteil oder ein Sohn oder eine Tochter ausgeschlossen worden ist oder die Gemeinschaft verlassen hat. Die verwandtschaftlichen Bande bleiben bestehen. Heißt das aber, daß nach dem Gemeinschaftsentzug dieses Angehörigen innerhalb der Familie alles beim alten bleibt? Sicher nicht.
11 Ein Ausgeschlossener ist geistig von der Versammlung abgeschnitten worden; die früheren geistigen Bande sind völlig aufgelöst worden. Das trifft selbst auf seine Angehörigen zu, auch auf die im engsten Familienkreis. Sie haben — obschon sie die Familienbande anerkennen — keine geistige Gemeinschaft mehr mit ihm (1. Sam. 28:6; Spr. 15:8, 9).
12. Welche Veränderungen können hinsichtlich der geistigen Gemeinschaft in der Familie eintreten, wenn ein Angehöriger aus der Versammlung ausgeschlossen worden ist?
12 Das bringt zwangsläufig Veränderungen in den geistigen Beziehungen mit sich, die bis dahin in der Familie bestanden haben mögen. Wenn zum Beispiel dem Mann die Gemeinschaft entzogen worden ist, wird es seiner Frau und den Kindern nicht recht sein, daß er ein Familienstudium durchführt oder die Familie beim Bibellesen oder im Gebet leitet. Möchte er bei Mahlzeiten ein Gebet sprechen, so hat er in seiner Wohnung das Recht dazu. Doch seine Angehörigen können im stillen selbst zu Gott beten (Spr. 28:9; Ps. 119:145, 146). Was ist, wenn ein Familienangehöriger, dem die Gemeinschaft entzogen worden ist, dem Bibellesen oder einem Bibelstudium im Familienkreis beiwohnen möchte? Die anderen können ihn zuhören lassen, wenn er nicht versucht, sie zu belehren oder seine religiösen Anschauungen vorzubringen.
13. Wie sollten sich Eltern gegenüber einem Minderjährigen, dem die Gemeinschaft entzogen worden ist, in der Familie verhalten?
13 Wenn einem Minderjährigen die Gemeinschaft entzogen worden ist, werden die Eltern immer noch für seine physischen Bedürfnisse sorgen und ihn erziehen. Sie würden mit ihm persönlich kein Bibelstudium durchführen, bei dem er sich beteiligen könnte. Das heißt aber nicht, daß man von ihm nicht verlangen würde, dem Familienstudium beizuwohnen, wobei die Eltern auf Stellen in der Bibel oder in christlichen Veröffentlichungen aufmerksam machen können, die Rat enthalten, den er benötigt (Spr. 1:8-19; 6:20 bis 22; 29:17; Eph. 6:4). Sie können ihn zu christlichen Zusammenkünften mitnehmen und ihn dort neben sich sitzen lassen in der Hoffnung, daß er den biblischen Rat beherzigen wird.
14, 15. Was sollte man tun, wenn ein Elternteil, dem die Gemeinschaft entzogen worden ist, mit in die Wohnung aufgenommen werden möchte?
14 Was ist aber zu tun, wenn ein naher Verwandter, ein Sohn oder ein Elternteil, dem die Gemeinschaft entzogen worden ist und der nicht in der Wohnung seiner christlichen Angehörigen lebt, mit in diese Wohnung ziehen möchte? Was die Familie in einem solchen Fall tun sollte, könnte sie je nach den bestehenden Umständen selbst entscheiden.a
15 Ein Elternteil, dem die Gemeinschaft entzogen worden ist, mag zum Beispiel krank werden oder in finanzieller oder körperlicher Hinsicht nicht mehr in der Lage sein, für sich selbst zu sorgen. Christliche Kinder haben eine biblische und moralische Verpflichtung, dem Betreffenden zu helfen (1. Tim. 5:8). Vielleicht erscheint es ihnen notwendig, ihn entweder vorübergehend oder auf Dauer in ihre Wohnung aufzunehmen, oder sie mögen es für ratsam erachten, ihn irgendwo unterzubringen, wo er ärztlich betreut werden kann, sie ihn aber besuchen müssen. Was sie tun, mag beispielsweise davon abhängen, welche Bedürfnisse der Elternteil wirklich hat, wie er eingestellt ist und was das Haupt der Familie im Hinblick auf das geistige Wohl der Familie für angebracht hält.
16, 17. (a) Wie könnten sich Eltern in bezug auf eine mögliche Rückkehr eines ausgeschlossenen Kindes in die elterliche Wohnung verhalten? (b) Was können wir diesbezüglich aus dem Gleichnis vom verlorenen Sohn lernen?
16 Das gleiche könnte auch im Fall eines Kindes gelten, das nicht mehr im Elternhaus ist und dem die Gemeinschaft entzogen worden ist oder das die Gemeinschaft verlassen hat. Mitunter haben christliche Eltern ein Kind, das ausgeschlossen wurde und dann körperlich oder emotionell erkrankte, wieder eine Zeitlang in die Familie aufgenommen. Aber in jedem Fall können die Eltern die gegebenen Umstände abwägen. Hat der ausgeschlossene Sohn einen eigenen Haushalt geführt, und ist er jetzt nicht mehr dazu in der Lage? Oder möchte er vor allem deswegen in die elterliche Wohnung zurückkehren, weil er dort ein leichteres Leben hat? Wie steht es mit seinen Moralbegriffen und seiner Einstellung? Wird er „Sauerteig“ in die Familie bringen? (Gal. 5:9).
17 Der Vater in Jesu Gleichnis vom verlorenen Sohn lief seinem Sohn entgegen und nahm ihn dann bei sich auf. Er sah den jämmerlichen Zustand des Sohnes und reagierte darauf mit natürlicher elterlicher Sorge. Wohlgemerkt: Der Sohn kam nicht mit Huren nach Hause und nicht in der Absicht, sein sündiges Leben in seinem Vaterhaus fortzusetzen, sondern brachte von Herzen kommende Reue zum Ausdruck und war offensichtlich entschlossen, wieder ein reines Leben zu führen (Luk. 15:11-32).
AUSGESCHLOSSENE VERWANDTE, DIE NICHT IN DERSELBEN WOHNUNG LEBEN
18, 19. (a) Wie sollten Christen die Gemeinschaft mit ausgeschlossenen Verwandten betrachten, die nicht zum engeren Familienkreis gehören? (b) Warum ist dieser Standpunkt angebracht? (2. Tim. 2:19).
18 Die zweite Situation, die wir betrachten müssen, betrifft einen Verwandten, dem die Gemeinschaft entzogen worden ist oder der die Gemeinschaft verlassen hat und nicht zum engeren Familienkreis gehört oder nicht in derselben Wohnung lebt. Da zu dem Betreffenden immer noch verwandtschaftliche Bindungen bestehen, mag es nötig sein, sich im begrenzten Rahmen bestimmter familiärer Angelegenheiten anzunehmen. Dennoch ist es nicht genauso, wie wenn er in derselben Wohnung leben würde, wo Berührungen und Gespräche nicht vermieden werden können. Wir sollten die inspirierte Anweisung der Bibel deutlich im Sinn behalten, „keinen Umgang mehr mit jemandem zu haben, der Bruder genannt wird, wenn er ein Hurer oder ein Habgieriger ... ist, selbst nicht mit einem solchen zu essen“ (1. Kor. 5:11).
19 Christen, die mit einem Ausgeschlossenen verwandt sind, der nicht in derselben Wohnung lebt, sollten demnach jeden unnötigen Umgang mit dem Betreffenden vermeiden und selbst geschäftliche Kontakte auf ein Minimum beschränken. Wie vernünftig diese Handlungsweise ist, wird durch das deutlich, was an einigen Orten geschah, wo sich Verwandte auf den Standpunkt stellten, der Betreffende sei zwar ausgeschlossen, doch seien sie immer noch mit ihm verwandt und könnten ihn daher so behandeln wie zuvor. In einem Fall wird berichtet:
„Jemand, dem die Gemeinschaft entzogen worden war, war mit ungefähr einem Drittel der Versammlung verwandt. Alle seine Verwandten pflegten weiterhin Umgang mit ihm.“
Ein sehr geachteter christlicher Ältester schreibt:
„In unserem Gebiet werden einige Ausgeschlossene, die eine große Verwandtschaft haben, wenn sie den Vorraum des Königreichssaals betreten, mit großer Herzlichkeit begrüßt (obwohl man weiß, daß der Ausgeschlossene immer noch einen unmoralischen Lebenswandel führt). Ich bin sehr darüber besorgt, denn diese Ausgeschlossenen sollten erkennen, daß ihr Verhalten von Jehova und seinem Volk gehaßt wird, und sie sollten sich der Notwendigkeit bewußt werden, aufrichtig zu bereuen. Was wird diese Ausgeschlossenen veranlassen, sich zu ändern, wenn sie von ihren vielen Angehörigen, die von ihrer Handlungsweise wissen, ständig begrüßt werden?“
20, 21. Warum sollten wir bei ausgeschlossenen Verwandten achtsam sein? (2. Tim. 2:22).
20 Im ersten Jahrhundert muß es Versammlungen gegeben haben, in denen viele Christen miteinander verwandt waren. Konnten sich aber die Verwandten eines Ausgeschlossenen dem Betreffenden gegenüber so verhalten wie zuvor, solange sie nichts Biblisches mit ihm besprachen? Nein. Sonst hätte die Versammlung in Wirklichkeit nicht das Gebot befolgt: „Entfernt den bösen Menschen aus eurer Mitte“ (1. Kor. 5:13).
21 Wir sollten sorgfältig darauf achten, daß wir jemandes Stand als ausgeschlossener Sünder nicht ignorieren oder bagatellisieren. Wie das gute Beispiel der Söhne Korahs zeigt, sollten wir vor allem zu Jehova und zu seiner theokratischen Einrichtung loyal sein. Wenn wir für seine Maßstäbe eintreten und die Gemeinschaft mit seinem organisierten Volk dem Umgang mit Missetätern vorziehen, dürfen wir davon überzeugt sein, daß er uns beschützen und segnen wird (Ps. 84:10 bis 12).
GESELLIGE ANLÄSSE UND AUSGESCHLOSSENE VERWANDTE
22. Warum mögen sich beim Familientreffen in bezug auf ausgeschlossene Verwandte Schwierigkeiten ergeben?
22 Normalerweise sind Verwandte oft bei Mahlzeiten, Picknicks, Familientreffen oder anderen geselligen Anlässen beisammen. Doch wenn jemand reuelos in Sünde verharrt hat und ausgeschlossen werden mußte, können sich für seine christlichen Verwandten dadurch Schwierigkeiten im Hinblick auf solche Anlässe ergeben. Sie sind sich zwar dessen bewußt, daß sie immer noch mit ihm verwandt sind, doch möchten sie auch die Worte des Paulus nicht unberücksichtigt lassen, daß treue Christen „keinen Umgang mehr“ mit einem ausgeschlossenen Sünder haben sollten.
23. Welche Situation könnte sich bei einer christlichen Hochzeit in Verbindung mit einem ausgeschlossenen Verwandten ergeben?
23 Es ist sinnlos, nach einer Regel zu suchen, die besagt, ob man einem geselligen Anlaß beiwohnen darf, bei dem auch ein ausgeschlossener Verwandter zugegen ist. Das muß man in Übereinstimmung mit der Anweisung des Paulus selbst entscheiden (1. Kor. 5:11). Doch man sollte Verständnis dafür haben, daß die Gegenwart eines Ausgeschlossenen bei einem Zusammensein, zu dem auch Zeugen Jehovas eingeladen sind, die nicht mit dem Ausgeschlossenen verwandt sind, deren Verhalten beeinflussen mag. Ein christliches Paar mag sich zum Beispiel in einem Königreichssaal trauen lassen. Kommt zu dieser Trauung ein ausgeschlossener Verwandter in den Königreichssaal, so könnte er sich offensichtlich nicht der Hochzeitsgesellschaft anschließen oder dort „die Braut dem Bräutigam übergeben“. Und was ist von einer Hochzeitsfeier zu sagen? Sie kann ein freudiger geselliger Anlaß sein, wie dies in Kana der Fall war, wo Jesus einer solchen Feier beiwohnte (Joh. 2:1, 2). Wird man aber einen ausgeschlossenen Verwandten der Feier beiwohnen lassen oder ihn sogar dazu einladen? Wenn feststeht, daß er anwesend sein wird, mögen sich viele Christen — ob mit ihm verwandt oder nicht — angesichts der Richtlinien des Paulus in 1. Korinther 5:11 sagen, daß sie nicht dabeisein und mit ihm essen und Umgang mit ihm haben können.
24. Welcher Gemeinschaft können sich loyale Christen am meisten erfreuen? (Spr. 18:24).
24 Mitunter sehen sich Christen nicht in der Lage, einen Verwandten, dem die Gemeinschaft entzogen worden ist oder der die Gemeinschaft verlassen hat, einem Beisammensein beiwohnen zu lassen, zu dem normalerweise auch Familienangehörige kommen würden. Sie können sich aber immer noch der Gemeinschaft der loyalen Glieder der Versammlung erfreuen, indem sie Jesu Worte im Sinn behalten: „Wer immer den Willen Gottes tut, dieser ist mir Bruder und Schwester und Mutter“ (Mark. 3:35).
25, 26. Welche Situation ergäbe sich bei der Beerdigung eines ausgeschlossenen Verwandten?
25 Fest steht, daß ein Christ, der sich in Sünde verstrickt und ausgeschlossen werden muß, viel einbüßt: die Anerkennung Gottes, die Zugehörigkeit zu der glücklichen Versammlung von Christen, die liebliche Gemeinschaft der Brüder und einen Großteil der Gesellschaft seiner christlichen Verwandten (1. Petr. 2:17). Andere mögen aufgrund dessen, was er ihnen zugefügt hat, sogar noch nach seinem Tod leiden.
26 Sollte er sterben, solange ihm die Gemeinschaft entzogen ist, so kann in Verbindung mit seiner Beerdigung ein Problem entstehen. Seine christlichen Verwandten möchten vielleicht gern, daß eine Ansprache im Königreichssaal gehalten wird, falls das am Ort üblich ist. Doch das wäre im Fall eines Ausgeschlossenen nicht passend. Wenn der Betreffende erkennen ließ, daß er bereute und Gottes Vergebung wünschte, indem er nicht mehr ‘Sünde trieb’ und die christlichen Zusammenkünfte besuchte, mag das Gewissen eines Bruders es zulassen, in der Friedhofshalle oder am Grab eine biblische Ansprache zu halten. Der biblische Aufschluß über den Zustand der Toten ist für Ungläubige ein Zeugnis und tröstet die Verwandten. Wenn aber der Ausgeschlossene immer noch falsche Lehren vertrat oder einen gottlosen Wandel führte, wäre auch eine solche Ansprache nicht angebracht (2. Joh. 9-11).
WAS WIR ALLE DARAUS LERNEN
27. Wie sollten wir Gottes Urteile betrachten?
27 Wir alle sollten erkennen, daß es auf das Urteil Jehovas ankommt (Spr. 29:26). Das gilt für hassenswerte Handlungen, denn, wie die Bibel zeigt, verabscheut Gott solche Handlungen (Spr. 6:16-19). Es gilt aber auch für sein Urteil über Einzelpersonen. Jehovas Wort erklärt eindeutig, daß „Ungerechte“ — Personen, die die „Werke des Fleisches“ pflegen — Gottes Königreich nicht ererben werden (1. Kor. 6:9, 10; Gal. 5:19-21). Solche Personen haben weder einen Platz im Himmel, noch passen sie in den irdischen Bereich des Königreiches. Wer daher in der reinen Versammlung Gottes bleiben möchte, muß sich heute nach seinen Maßstäben ausrichten. Gott wird in seinem heiligen Volk keinen „Sauerteig“ dulden, da dieser einen verderblichen Einfluß ausüben würde (1. Kor. 5:6-13).
28. Wie kann in Verbindung mit einem Gemeinschaftsentzug unsere Loyalität auf die Probe gestellt werden?
28 Wenn einem nahen Verwandten die Gemeinschaft entzogen worden ist, kommen ganz natürlich menschliche Gefühlsregungen ins Spiel, die für uns eine große Prüfung darstellen können. Die gefühlsmäßigen und familiären Bindungen sind zwischen Eltern und Kindern besonders stark, und sie spielen auch eine große Rolle, wenn einem Ehepartner die Gemeinschaft entzogen worden ist. Wir müssen aber einsehen, daß wir letzten Endes niemandem nützen und auch Gott nicht wohlgefallen, wenn wir uns durch unsere Gefühle dazu verleiten lassen, seinen Rat und seine Anleitung zu mißachten. Wir sollten zeigen, daß wir auf die vollkommene Gerechtigkeit der Wege Gottes — die die Vorkehrung einschließen, daß einem reuelosen Missetäter die Gemeinschaft entzogen wird — völlig vertrauen. Wenn wir gegenüber Gott und der Versammlung loyal bleiben, zieht der Missetäter im Laufe der Zeit vielleicht eine Lehre daraus, indem er bereut und wieder in die Versammlung aufgenommen werden kann. Doch ganz gleich, ob das geschieht oder nicht, können wir aus den Worten, die David gegen Ende seines Lebens äußerte, Trost und Kraft schöpfen:
„Alle ... richterlichen Entscheidungen [Gottes] sind vor mir ... Und möge Jehova mir vergelten gemäß meiner Gerechtigkeit, gemäß meiner Reinheit vor seinen Augen. Mit einem Loyalgesinnten wirst du loyal handeln; mit dem Untadeligen, Starken wirst du untadelig verfahren; dem, der sich rein hält, wirst du dich rein erzeigen ... Und das demütige Volk wirst du retten“ (2. Sam. 22:23-28).
[Fußnote]
a Im Wachtturm vom 1. Mai 1978 wurde unter „Fragen von Lesern“ zur Situation von Ältesten und Dienstamtgehilfen Stellung genommen.
[Bild auf Seite 28]
Ein Elternteil, dem die Gemeinschaft entzogen worden ist, muß vielleicht in der Wohnung christlicher Kinder betreut werden.
[Bild auf Seite 29]
Der verlorene Sohn kehrte nicht nach Hause zurück, um seine sündige Handlungsweise fortzusetzen, sondern bereute. Sein Vater nahm ihn wieder auf.
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Themenverzeichnis für den „Wachtturm“-Jahrgang 1981Der Wachtturm 1981 | 15. Dezember
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Themenverzeichnis für den „Wachtturm“-Jahrgang 1981
Mit Angabe des Datums der Ausgabe
BIBEL
Archäologie bestätigt die Bibel 1. 1.
Benötigen wir Hilfe zum Verständnis der Bibel? 15. 5.
Die Bibel — ein Buch der Hoffnung 1. 1.
Eine wertvolle Bibelhandschrift in Leningrad 1. 7.
Kann dir dieses Buch zum Erfolg verhelfen? 1. 8.
Kann man der Bibel glauben? 1. 1.
Wissenschaft bezeugt Genauigkeit der Bibel 1. 1.
FRAGEN VON LESERN
Besteht zwischen dem Königreich Gottes und dem Königreich Christi ein Unterschied? Und wie ist 1. Kor. 15:24 mit 2. Petr. 1:11 zu vereinbaren? 1. 3.
Ereignete sich die Flut wirklich 1 656 Jahre nach der Erschaffung Adams? 1. 1.
Geht aus Hebr. 10 hervor, daß das Versäumen der Zusammenkünfte eine unvergebbare Sünde ist? 1. 2.
In welchem Sinne wird das Wort „Christenheit“ in den Veröffentlichungen der Wachtturm-Gesellschaft gebraucht? 1. 11.
In welcher Beziehung steht der in 1. Mose 2:7 erwähnte „Odem des Lebens“ zu dem an anderen Stellen der Bibel erwähnten „Geist“ des Menschen? 15. 5.
Ist Anglo-Amerika oder die UNO die letzte Weltmacht? 15. 2.
Ist es als Beweis anzusehen, daß jemand seinem Ehepartner, der Ehebruch begangen hat, vergeben hat, wenn er mit ihm wieder Geschlechtsbeziehungen aufnimmt? 1. 6.
Ist Matth. 18:18-20 so zu verstehen, daß der Himmel an Entscheidungen von Menschen gebunden ist? 1. 5.
Ist mit dem Geist, der in Matth. 4:1 erwähnt wird, Gottes heiliger Geist gemeint? 1. 10.
Kann ein getaufter Christ Berufsboxer werden? 1. 10.
Sind alle Gott hingegebenen und getauften Christen durch den heiligen Geist zu Gottes Söhnen gezeugt worden? 15. 4.
Wann findet das in Röm. 8:30 erwähnte ‘Verherrlichen’ statt, und in welchem Zusammenhang steht es damit, daß Christen „berufen“ und „gerechtgesprochen“ werden? 15. 10.
Wann und weshalb findet die in Röm. 8:19 erwähnte „Offenbarung der Söhne Gottes“ statt? 15. 2.
War Debora ein Richter wie Simson oder Gideon? 1. 2.
Wäre es verkehrt, wenn ein Christ ein „Windspiel“ in seiner Wohnung hätte? 1. 10.
Warum geben einige Bibelübersetzungen Tit. 2:13 so wieder, als sei nur von einer Person die Rede, von Jesus? 1. 7.
Was ist der biblische Standpunkt über das Zeugen von Kindern durch künstliche Befruchtung? 1. 10.
Weshalb bezieht sich „ha-’Adón“ in Röm. 10:9 nicht auf Jehova? 1. 11.
Wie ist Matth. 24:34 zu verstehen? 15. 1.
Wieso erwähnte Paulus unter den Anforderungen eines Aufsehers auch, er solle „Mann e i n e r Frau“ sein, da doch kein Christ ein Bigamist oder Polygamist sein durfte? 15. 6.
Wie viele Passahfeste fielen in die Dienstzeit Jesu? 15. 9.
JEHOVA GOTT
Existiert Gott wirklich? 15. 5.
Ist Gott für dich eine Realität? 15. 12.
Spricht Gott heute wirklich? 15. 12.
JEHOVAS ZEUGEN
Als Gefangene bei Stalin und Hitler 15. 9.
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