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Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1959
w59 1. 7. S. 387-388

Ist Gott daran schuld?

ES GIBT viele Menschen, die der Meinung sind, Gott sei daran schuld, daß sich die Menschheit in einer solch mißlichen Lage befindet. Sie denken, Gott habe gewußt, welchen Verlauf die Dinge nehmen würden, als er den ersten Menschen schuf; und Sünde und Leiden, Kriege und Tod, von denen die Menschen heimgesucht worden sind, bildeten einen Teil seines Willens. Wenn sie durch den Tod eines ihrer Lieben beraubt werden, sagen sie resigniert: „Es war Gottes Wille.“ Und oft werden Katastrophen unter die Rubrik „höhere Gewalt“ verwiesen. Die Bibel zeigt jedoch deutlich, daß Gott an all diesen Dingen nicht schuld ist.

Nachdem Jehova Gott die Erde sowie die Pflanzen- und die Tierwelt darauf erschaffen hatte, richtete er einen Teil davon in Eden besonders schön her. In diese entzückende Umgebung setzte er Adam und seine anmutige Frau. Sie waren vollkommen und bildeten die Krone der irdischen Schöpfung Gottes, dessen Tun vollkommen ist. „Nach diesem“, heißt es in dem inspirierten Bericht, „sah Gott alles an, was er gemacht hatte, und siehe! es war sehr gut“. — 1. Mose 1:31, NW.

Für alles, was der Mensch benötigte, war gesorgt. Inmitten aller Dinge, die sein himmlischer Vater in seiner liebenden Fürsorge für ihn geschaffen hatte, wurde ihm Gelegenheit geboten, durch willigen Gehorsam seine Wertschätzung zu bekunden. „Und Jehova Gott auferlegte dem Menschen nun dieses Gebot: ‚Von jedem Baume des Gartens darfst du bis zur Sättigung essen. Aber was den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen betrifft: davon sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du davon ißt, wirst du gewißlich sterben.‘“ (1. Mose 2:16, 17, NW) Adam aß jedoch davon und starb. Ist das nicht ein Beweis dafür, daß der Mensch unvollkommen war? Wenn er vollkommen gewesen wäre, mögen einige einwenden, hätte er nicht verkehrt handeln können.

Als die amerikanische Luftwaffe am 11. Oktober 1958 von Cape Canaveral, Florida, ihre Pionier-Rakete abschoß, die in die Nähe des Mondes gelangen und diesen hätte umkreisen sollen, und dieser Versuch mißlang, war dies allerdings ein Zeichen der Unvollkommenheit. Diese Rakete war ausschließlich zu dem Zweck hergestellt worden, damit sie in die Nähe des Mondes gelange, und ihre sämtlichen Kontrollinstrumente waren entsprechend eingestellt. Das Mißlingen des Versuches war somit ein Beweis ihrer Unvollkommenheit.

Der Mensch wurde jedoch nicht wie eine Rakete erschaffen und mit Elektroneninstrumenten versehen, durch die der Allmächtige seinen Kurs lenken und leiten konnte. Der Mensch war kein Roboter, der wohl mechanisch wirken könnte, aber kein Empfinden hätte. Er besaß die göttliche Gabe des freien Willens. Deshalb konnte Josua später sagen: „Wenn es nun übel ist in euren Augen, Jehova zu dienen, so wählt heute selbst, wem ihr dienen wollt.“ (Jos. 24:15, NW) Wenn der Mensch, der mit einem freien Willen ausgestattet war, das Böse nicht hätte wählen können, dann hätte er die Eigenschaft, selbst wählen zu können, in unvollständigem, also unvollkommenem Maße besessen. Folglich beweist gerade die Tatsache, daß der Mensch zwischen Gut und Böse wählen konnte, daß er nicht unvollkommen, sondern auch in dieser Hinsicht eine vollkommene Schöpfung war. Seine Sünde rührte davon her, daß er falsche Begierden pflegte. — Jak. 1:13-15, NW.

Ein anderer Gedanke, der in manch einem Gehirn spukt, ist der, daß Gott die Schuld für die Sünde des Menschen trage, weil er den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen in den Garten gepflanzt und dadurch den Menschen in Versuchung gebracht habe. Wenn dieser Baum nicht gewesen wäre, dann wäre es nicht zur Sünde gekommen. Der Baum habe also Übles verursacht, und somit trage der, der ihn erschaffen habe, die Schuld. Eine solche Schlußfolgerung ist jedoch verkehrt.

Du kannst zum Beispiel in der Apotheke eine Flasche Arznei kaufen, die die Aufschrift trägt: „Vorsicht! Nur äußerlich!“ Richtig angewandt, hat die Arznei eine heilsame Wirkung; wenn aber jemand die deutlich aufgedruckte Anweisung nicht beachtet und die Arznei einnimmt, kann dies seinen Tod bewirken. Ist der Apotheker schuld daran? Hat er seinen Kunden in Versuchung gebracht? Natürlich nicht!

Ebensowenig hat Gott dem Menschen dadurch, daß er den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen gepflanzt hat, irgendwelchen Schaden zugefügt. Der Baum war etwas wirklich Gutes, das dem Menschen Gelegenheit gab, von seinem freien Willen richtig Gebrauch zu machen und so Gehorsam zu lernen. Wenn er sich in dieser Sache richtig verhalten hätte, dann hätte dies auf ihn eine gesunde Wirkung gehabt; doch da der Mensch, vom Teufel angestachelt und von seiner falschen Begierde zur Tat getrieben, die deutlich gegebene Warnung, „an dem Tage, da du davon ißt, wirst du gewißlich sterben“, mißachtete, zog er sich das Todesurteil zu. Wie zutreffend sind daher die Worte in 5. Mose 32:5 (NW): „Sie haben ihrerseits verderbt gehandelt … es ist ihr eigener Fehler“!

Dasselbe trifft heute auch auf die durch Scheidung und Pflichtvergessenheit zerrütteten Familien zu. Gott ist nicht schuld an diesen Dingen. Sein Wille ist in der Bibel deutlich zum Ausdruck gebracht worden. Wenn ihm entsprochen wird, dann sind ‚die Frauen ihren Männern untertan‘, ‚die Männer bleiben dabei, ihre Frauen zu lieben‘, und gemeinsam erziehen sie ihre Kinder „in der Zucht und im autoritativen Rate Jehovas“. Für Menschen, die Gottes Rat beachten, ist das Familienleben ein Quell reichen Segens und innerer Zufriedenheit. — Kol. 3:18-21; Eph. 6:4, NW.

Auch die Vernichtung von schätzungsweise 10 000 000 Menschenleben im zweiten Weltkrieg, an dem fünfundsiebzig Nationen teilnahmen, war nicht Gottes Akt. Im Gegenteil, es war eine Verletzung seiner Erklärung über die Heiligkeit des Menschenlebens. Genauso verhält es sich mit der Sünde und dem Tod; Gott ist nicht schuld daran. Die Heilige Schrift zeigt deutlich, daß die Sünde nicht eine Folge dessen ist, was Gott getan hat, sondern daß ‚durch e i n e n Menschen [Adam] die Sünde in die Welt kam und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod über alle Menschen ausbreitete, weil sie alle gesündigt hatten‘. — 1. Mose 9:4-6; Röm. 5:12, NW.

In Eden war es der Teufel, der in der Auflehnung gegen Gott voranging, und der Mensch folgte ihm. Auch heute ist es Satan, der Teufel, der „die ganze bewohnte Erde irreführt“, und der Mensch folgt ihm, indem er Gott die Schuld für all das Elend gibt und sein Wort, die Bibel, außer acht läßt. — Off. 12:9, NW.

Gott, der Allmächtige, ist der Geber „jeder guten Gabe und jedes vollkommenen Geschenkes“. Er gab dem Menschen in seiner Liebe einen vollkommenen Anfang in einer paradiesischen Heimat. Als der Mensch sündigte, endete Gottes Güte nicht. Gott sorgte in seiner Barmherzigkeit dafür, daß die noch ungeborenen Nachkommen des ersten Menschenpaares Gelegenheit erhielten, das, was Adam verloren hatte, zurückzuerlangen. Durch sein Königreich, um das alle Christen beten, wird er dafür sorgen, daß die Übeltäter — und dazu gehört auch der Teufel —, die an all dem Weh und Leid der Menschen schuld sind, ausgerottet werden. „Aber die Sanftmütigen werden die Erde besitzen und werden sich ergötzen an Fülle von Frieden.“ — Jak. 1:17; Ps. 37:9-11, NW.

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