Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Bluttransfusionen — annehmen oder verweigern?
    Erwachet! 1975 | 22. August
    • Achtung vor dem Menschenleben verbunden ist. Rabbiner Benno Jacob bemerkt dazu:

      „Die zwei Verbote gehören zusammen. ... Die Erlaubnis, Fleisch zu essen, doch ohne sein Blut, und das Verbot hinsichtlich des Vergießens von Menschenblut zeigen den Platz des Menschen in der Welt der Lebenden ... Zusammenfassend gesagt: Der Grund für das Verbot von Blut hat sittlichen Charakter. ... Der spätere Judaismus betrachtete diese Passage als eine Festsetzung fundamentaler Sittenbegriffe für jedes menschliche Wesen“ (Kursivschrift von uns).

      Eine Bestätigung dafür ist die in Apostelgeschichte 15:19-29 aufgezeichnete Entscheidung der leitenden Körperschaft der Christenversammlung. Einige haben behauptet, diese Entscheidung sei lediglich eine befristete Verlängerung des mosaischen Gesetzes gewesen, die Christen damals beachten sollten, um nicht die Gefühle der Juden zu verletzen. Doch die leitende Körperschaft erklärte deutlich, daß das biblische Gesetz von Christen verlangt, das Blut weiterhin heiligzuhalten.

      Doch was, wenn in einem Notfall eine Bluttransfusion anscheinend die beste Möglichkeit bietet, ein „Menschenleben zu retten“? Ein Mediziner erklärte, daß ein Patient, der im

      „Vollbesitz seiner Sinne ist, ... das Recht [hat] jegliche Form medizinischer Behandlung, die ihm angeboten wird, anzunehmen oder abzulehnen. Dieses Recht wird bei Katholiken bereits allgemein anerkannt ... Es ist daher schwer zu verstehen, warum man einem Zeugen Jehovas nicht die Freiheit zugestehen sollte, eine Bluttransfusion zu verweigern. ... Wenn man einmal den Grundsatz gelten läßt, daß eine Person das Recht hat, für sich selbst zu wählen, dann steht jede Maßnahme, durch die dieses Recht übergangen wird, unweigerlich am Anfang einer Entwicklung mit tiefgreifenden Folgen. ... Der Staat übernimmt es allmählich, Entscheidungen für den einzelnen zu treffen. Auf diese Weise verlieren freie Länder ihre Freiheit und werden totalitär.“

      Fast in allen Fällen kann eine andere Behandlung angewandt werden, wenn kein Blut verfügbar ist oder wenn es verweigert wird. Selbst wenn das nicht der Fall wäre, verlangt dann nicht die Achtung vor der Freiheit und dem Recht anderer, jemandem zu erlauben, sich für eine Behandlung zu entscheiden, die er mit seinem Gewissen vereinbaren kann? Und das ist um so wichtiger, wenn ein Christ eine Behandlung ablehnt, die im Widerspruch zu seinem Verständnis über die biblischen Gesetze und über die „grundlegenden Sittenbegriffe“ steht, nach denen er lebt.

  • Wir beobachten die Welt
    Erwachet! 1975 | 22. August
    • Wir beobachten die Welt

      Dunkle Geschäfte mit dem „roten Gold“

      ◆ Gewissenlose Geschäftemacher haben in einigen Industrieländern, zu denen auch Deutschland gehört, eine Marktlücke entdeckt. Sie haben festgestellt, daß weit mehr Blut von den Krankenhäusern angefordert als gespendet wird. Ihr gewissenloses Geschäftsgebaren haben jetzt Experten der Genfer Weltgesundheitsorganisation und der Liga der Rotkreuz-Gesellschaften in Genf öffentlich angeprangert und darauf hingewiesen, daß sich die Blutplasmagewinnung zu rein kommerziellen Zwecken bis nach Zentral- und Südamerika, Afrika und Asien ausgedehnt habe. Dort bekämen die Spender etwa 2 bis 4 Dollar für 1 Liter Blutplasma, das in einigen Industrieländern für 20 bis 40 Dollar oder auch mehr wieder verkauft werde. Dabei handele es sich bei den Spendern gerade um ärmere Menschen, die es sich aus Gesundheitsgründen nicht leisten könnten, nur, um etwas Geld zu verdienen, ihr Blut zum Wohle reicherer Bevölkerungskreise herzugeben.

      Die Abendzeitung zitiert in diesem Zusammenhang auch den Leiter des amerikanischen Gesundheitsministeriums, Dr. Martin Goldfield, der zu diesem Thema sagte: „Das außerhalb jeglicher medizinischen Aufsicht zu warm und unhygienisch verpackte Blutplasma kann unter gewissen Umständen töten. Es stammt häufig genug von Kranken, Drogensüchtigen und sogar aus Leichenhallen. Es kann im Fall von Verflüssigung Hunderte von verschiedenen Krankheiten auslösen ... Das Milliardengeschäft mit dem Blut ist das schmutzigste, das ich kenne. Es wundert mich, daß noch niemand dagegen vorgegangen ist.“

      „Bußgeld“ für den Genuß von Alkohol und Nikotin

      ◆ Um Vorsorgemaßnahmen und Forschungsprogramme über die Gefährlichkeit von Alkohol und Nikotin finanzieren zu können, hat die nordrhein-westfälische Landesstelle gegen die Suchtgefahren in ihrem „Drogenreport“ den von dem Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Gustav Nitz, gemachten Vorschlag unterstützt, ein „Bußgeld“ für den Genuß von Nikotin und Alkohol zu erheben. Zur gleichen Zeit erklärte der rheinland-pfälzische Sozialminister Heinrich Geißler in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz der Länder, daß bestimmte Krankheiten, die eindeutig auf übermäßigen Tabak- und Alkoholgenuß zurückzuführen seien, vom allgemeinen Versicherungsschutz ausgenommen werden sollten. Zur Begründung seines Vorschlags sagte er, ein vermeidbares Krankheitsrisiko sollte nicht von der Allgemeinheit getragen werden. Dafür könnte nach seiner Meinung ein System von Zusatzversicherungen geschaffen werden. Damit griff er einen Vorschlag, den der Praxis-Kurier im letzten Jahr in einer Glosse (Nr. 43, Seite 35) gemacht hatte, auf und propagierte den „Raucher-Pfennig“, der bei 2 Pfennigen pro Zigarette jährlich rund 2,4 Milliarden Mark vor allem für Vorsorgemaßnahmen freimachen soll. Dagegen hat sich aber jetzt der saarländische SPD-Bundestagsabgeordnete Peter mit Nachdruck gewandt und diesen Vorschlag als „völlig indiskutabel“ zurückgewiesen, mit der Begründung, daß der Staat unglaubwürdig würde, wenn er auf der einen Seite die öffentliche Werbung für nikotin- und alkoholhaltige Genußmittel zulasse und gleichzeitig diejenigen bestrafen wolle, die davon Gebrauch machten.

      Auch in Großbritannien wird eine Sondersteuer für Raucher gefordert. Sie sollen genauso wie Autofahrer einer Zwangsversicherung unterworfen werden. Die Gesetzesvorschriften über Haftpflicht und Schadenersatz müßten so geändert werden, daß Zigarettenproduzenten künftig schadenersatzpflichtig würden. Die Mittel dazu sollten aus einem „Kompensationsfonds“ bezahlt werden, der über eine „Sondersteuer“ von 5 Pennies (28 Pfennig) pro Zigarettenpackung finanziert würde. Dadurch würden jährlich mindestens 350 Millionen Pfund (über 2 Milliarden Mark) anfallen, ein Betrag, der gerade ausreichen würde, um die jährlichen Raucherschäden einigermaßen auszugleichen. Diese revolutionären Vorschläge wurden jetzt von der Anti-Raucher-Organisation (ASH) der überraschten Öffentlichkeit Großbritanniens unterbreitet.

  • Vorschau auf tausend Jahre Frieden
    Erwachet! 1975 | 22. August
    • Vorschau auf tausend Jahre Frieden

      Die in der Bibel für unsere Zeit vorhergesagten Ereignisse sind eingetreten. Deshalb kann man überzeugt sein, daß sich das, was die Heilige Schrift über die Zukunft sagt, ebenfalls bewahrheiten wird. Ist Ihnen bekannt, daß die Bibel eine tausendjährige Friedenszeit prophezeit? Möchten Sie die begeisternden Einzelheiten über diese Tausendjahrherrschaft Jesu Christi kennenlernen? Möchten Sie eine Vorschau auf die Segnungen erhalten, die sie bringen wird? Ihr Wunsch wird sich erfüllen, wenn Sie das Buch Gottes tausendjähriges Königreich hat sich genaht lesen. Das 416 Seiten starke gebundene Buch wird portofrei für nur 2 DM überallhin versandt.

      Senden Sie mir bitte das Buch Gottes tausendjähriges Königreich hat sich genaht. Ich habe 2 DM auf Ihr Postscheckkonto Frankfurt (Main) Nr. 1457 61-605 überwiesen.

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen