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Findest du es lustig, oder tut es dir leid?Erwachet! 1973 | 8. Mai
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einen Fehler macht. Der gleiche Grundsatz kann auch gut auf alle anderen Familienglieder angewandt werden. — 1. Kor. 12:26; Eph. 5:28.
Leider wirkt sich ein Mangel an Mitgefühl oft so aus, daß über den Fehler eines anderen geschwatzt wird, daß mit anderen darüber gesprochen wird. Ist das nützlich? In der Bibel wird der Rat gegeben, „von niemandem nachteilig zu reden“. Das schließt Geschwätz über die Unzulänglichkeiten anderer aus. Und Liebe wird sogar den Wunsch dazu ersticken, denn „Liebe deckt ... alle Übertretungen zu“. — Tit. 3:2; Spr. 10:12.
Wir alle müssen darauf achten, wie wir die Unzulänglichkeiten anderer betrachten, denn heute neigen viele dazu, weniger Mitgefühl und weniger Einfühlungsvermögen zu bekunden. Wie kommt das? In einigen Fällen liegt es daran, daß wir mit vielen Menschen in Berührung kommen. Mit je mehr Menschen wir verkehren, desto unpersönlicher werden wahrscheinlich unsere Beziehungen zu anderen sein. Die Schnellebigkeit der heutigen Gesellschaft ist wahrscheinlich auch ein Faktor. Es scheint immer so viel zu tun zu geben und so wenig Zeit dazusein, um alles tun zu können.
Womit wir unseren Sinn nähren, hat auch einen Einfluß darauf, wie wir über andere denken. Wie könnten wir gewohnheitsmäßig Bücher lesen oder Filme ansehen, in denen Gewaltverbrechen beschrieben werden, ohne dadurch abgestumpft zu werden? Wie könnten wir uns zur Unterhaltung Filme ansehen, in denen gezeigt wird, wie andere ausgebeutet werden, ohne daß wir gefühlloser würden?
Wieviel nützlicher ist es doch, täglich in Gottes Wort, der Heiligen Schrift, zu lesen! Das kann einem helfen, Mitgefühl zu bekunden, wenn es erforderlich ist, denn sie enthält Rat und Beispiele in dieser Hinsicht. Wir sollten so handeln, wie es uns in Römer 12:15 geraten wird: „Freut euch mit den sich Freuenden, weint mit den Weinenden.“ Wenn du das Beispiel jemandes kennenlernen möchtest, der dies vollkommen tat, dann lies die vier Evangelien, die über das Leben Jesu Christi, des Sohnes Gottes, berichten.
Am Grabe von Lazarus „brach [er] in Tränen aus“. Gegenüber den demütigen und unterdrückten Menschen seiner Tage „empfand er Mitleid ..., weil sie zerschunden waren und umhergestoßen wurden wie Schafe, die keinen Hirten haben“. An solche Menschen richtete er die tröstenden Worte: „Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und werdet meine Jünger, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele.“ — Joh. 11:35; Matth. 9:36; 11:28, 29.
Und warum sollten wir daran interessiert sein, in dieser Hinsicht das Richtige zu tun? Weil es richtig ist. Auf diese Weise spiegeln wir die Eigenschaften unseres himmlischen Vaters wider und bringen Ehre auf seinen Namen. Außerdem werden wir, wenn wir feinfühlig sind und Einfühlungsvermögen und Mitgefühl bekunden, oft die Dankbarkeit dessen verspüren, der sich wegen des Spottes anderer verloren vorkommt. In all diesen Dingen werden wir uns auch selbst nützen, denn „wer andre erquickt, wird auch selber erquickt“. — Spr. 11:25, Zürcher Bibel; Mark. 12:31; Luk. 6:31, 36.
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EßgewohnheitenErwachet! 1973 | 8. Mai
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Eßgewohnheiten
● Eine Umfrage in den Vereinigten Staaten hat ergeben, daß viele Bürger des Mittelstandes sehr schlechte Eßgewohnheiten entwickelt haben, obwohl sie sich eine gute Ernährung leisten könnten. Bei der Umfrage war man von den empfohlenen Mengen für Kalorien, Proteine und fünfzehn andere Nährstoffe ausgegangen, die für eine gute Gesundheit erforderlich sind, und es hat sich herausgestellt, daß in den Jahren 1955 bis 1965 die Zahl der Amerikaner mit einer guten Ernährung von 60 auf 50 Prozent gesunken ist. Dagegen ist die Anzahl derer, die eine schlechte Ernährung haben (eine Ernährung, die weniger als zwei Drittel der empfohlenen Menge in einer oder mehreren Kategorien enthält), von 15 auf 21 Prozent angestiegen.
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