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  • Wird die Menschheit sich selbst vernichten?
    Erwachet! 1980 | 8. September
    • Das führte dazu, daß sie Blut spuckten, hohes Fieber und starken Durchfall bekamen, Darmblutungen hatten und nach zehn Tagen einen qualvollen Tod starben. Die Gesamtzahl der Todesopfer wurde auf 140 000 geschätzt — die Wirkung einer einzigen Bombe.

      Seit Anbruch dieser neuen Ära sind 35 Jahre vergangen. Damals besaß nur eine einzige Nation die Atombombe. Was ist jedoch seither geschehen?

      Das Zeitalter des Overkills

      Bald darauf entwickelten auch andere Nationen Atomwaffen, und als die internationalen Spannungen zunahmen, begann der atomare Rüstungswettlauf. Die Bomben wurden immer zahlreicher und größer. Die über Hiroschima abgeworfene Bombe mit dem Spitznamen „Little Boy“ hatte eine Explosionskraft von dreizehntausend Tonnen TNT. Verglichen mit den heutigen Bomben, handelte es sich wirklich um einen „kleinen Jungen“. Einige bereits getestete Bomben haben eine Sprengkraft von 60 Millionen Tonnen TNT.

      In vielen Waffenarsenalen lagern Zehntausende solcher Bomben verschiedener Größe. Allein die Vereinigten Staaten verfügen über genügend Atomsprengköpfe, um jeden Mann, jede Frau und jedes Kind 13mal zu vernichten (ein 12facher Overkill). Doch die hohe Vernichtungskraft ist nur ein alarmierender Faktor.

      Manch einer mag sich noch irgendwie sicher fühlen, da er weiß, daß er Tausende von Kilometern von einem „feindlichen Land“ entfernt wohnt. Heute gibt es jedoch Systeme, die Atomsprengköpfe über große Entfernungen schießen, und zwar mit einer Genauigkeit, die alle Vorstellungen übertrifft. Raketen, die bis zu acht Atomsprengköpfe tragen, können jetzt 10 000 km weit fliegen und haben dabei eine Zielabweichung von 450 Metern. Bald werden es nur noch ein paar Meter sein. Heute kann sich keiner mehr wirklich sicher fühlen oder meinen, er sei „außer Reichweite“.

      Um den Overkill zu erhöhen, haben einige Länder ihre Arsenale noch durch chemische und biologische Waffen ergänzt. „Es werden“, berichtet ein Experte, „neue Todessprays hergestellt, von denen bereits ein winziger Tropfen Herzinfarkte hervorrufen kann.“ Ein Spitzenwissenschaftler, der sich mit diesem Fachgebiet schon sehr lange befaßt, sagte warnend: „Die biologische Kriegführung ist eine enorme Bedrohung der Welt.“

      „Eine Waffe, die sogar noch schrecklicher ist als die Nuklearwaffen“, lautet Leonid Breschnews Beschreibung der neusten Waffenentwicklungen. Er drang darauf, „die Schaffung neuer Arten von Massenvernichtungsmitteln zu unterlassen“. Viele glauben, daß er damit die künstliche Veränderung des Wetters im Falle eines Krieges meinte. In dem sowjetischen Journal Red Star wurde vor „der außergewöhnlichen Gefährdung der ganzen Welt“ durch Experimente mit der Umwelt „zu militärischen Zwecken“ gewarnt. Man befürchtet, daß ein Land in feindlichen Gebieten Überschwemmungen, Dürren, Erdbeben, Tornados und sogar Hurrikane entstehen lassen kann. Wenn man bedenkt, daß ein Hurrikan eine Kraft gleich der von 1 Milliarde Tonnen TNT — 16mal soviel wie die größte Atombombe — entfaltet, dann könnte sich ein „Wetterkrieg“ enorm zerstörerisch auswirken.

      Offensichtlich ist der Mensch bereits in der Lage, sich selbst zu zerstören und unsere Erde als „Atommüllplanet“ zu hinterlassen. Doch seit 1945 sind keine Atomwaffen mehr in kriegerischen Auseinandersetzungen verwendet worden. Aus diesem Grunde fühlen sich viele sicher und meinen, es werde niemals zu einem weltweiten Atomkrieg kommen, der gemäß den Worten von Albert Einstein, der zur Entwicklung der Atombombe beitrug, die „Auslöschung allen Lebens auf der Erde“ bedeuten würde.

  • Das Undenkbare — Könnte es doch eintreten?
    Erwachet! 1980 | 8. September
    • Das Undenkbare — Könnte es doch eintreten?

      Man hielt es bisher wegen der fürchterlichen Vergeltungsmaßnahmen für undenkbar, daß ein Land einen Atomkrieg beginnen würde. Die neusten Rüstungsentwicklungen zeigen jedoch, daß das „Gleichgewicht des Schreckens“ oder die „Abschreckung“ keine echte Grundlage des Vertrauens bietet.

      Wie bereits erwähnt, ist in den letzten Jahren die Treffgenauigkeit der Interkontinentalraketen drastisch verbessert worden. Das Magazin Nation erklärt, warum das eine erschreckende Bedeutung hat:

      „Überdies deutet die Art der Waffen, an deren Entwicklung die Vereinigten Staaten jetzt arbeiten, etwas anderes als nur ein ,Gleichgewicht des Schreckens‘ an. Das Cruise-Missile wird nach Abschluß seiner Entwicklung auf einer Entfernung von 3 500 km eine Zielabweichung von nur 15 bis 30 Metern haben. ... Waffen von solcher Genauigkeit sind nämlich nicht für einen ,zweiten Schlag‘ als Vergeltungsmaßnahme gegen Städte und Bevölkerung gedacht. Eine Bombe, die ihr Ziel auf einen halben Kilometer genau trifft, dient keineswegs nur zur ,Abschreckung‘. Vielmehr gewinnt die Treffgenauigkeit dann an Bedeutung, wenn ein Land einen überraschenden ersten Schlag plant, der einen Vergeltungsschlag des Feindes verhindern soll. Je größer die Treffgenauigkeit ist, um so weniger Bomben benötigt man, um die feindlichen Raketensilos mit ihren Tausenden Tonnen von Stahl und Beton zu zerstören“ (27. Mai 1978).

      Außerdem werden Atomwaffen von einer zunehmenden Anzahl Länder entwickelt. In der Schrift The Bulletin of the Atomic Scientists wird auf die offenkundige Gefahr hingewiesen: „Man nimmt weithin an, daß mit der größer werdenden Zahl von Atomstaaten die Wahrscheinlichkeit eines Atomkrieges zunimmt. ... Die Kenntnisse über die technischen Gegebenheiten von Atomwaffen sind so weit verbreitet, daß man gegenwärtig befürchtet, Terroristenorganisationen könnten Atomsprengstoffe herstellen“ (September 1979).

      Wenn du bedenkst, daß Nationen, die über solch gräßliche Waffenarsenale verfügen, in Auseinandersetzungen verwickelt werden könnten, durch die ihre vordringlichsten Interessen gefährdet wären, hast du dann nicht das ungute Gefühl, daß eine dieser Nationen ungeachtet der Folgen Atomwaffen einsetzen würde? Du wärst nicht allein mit diesem Gefühl.

      Alarmierende Konferenzen

      Im Mai 1978 kamen in Toronto (Kanada) 30 Wissenschaftler, Militärs und Regierungsberater aus 10 Nationen für mehrere Tage zu geschlossenen Sitzungen zusammen, um das Thema „Die Gefahr eines Atomkrieges vor dem Jahr 2000“ zu erörtern. „Was an dieser Konferenz am meisten

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