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  • Das Undenkbare — Könnte es doch eintreten?
    Erwachet! 1980 | 8. September
    • auffiel“, sagte der Vorsitzende John Polanyi, „war das übereinstimmende Empfinden, daß die Gefahr eines Atomkrieges wächst.“ Seither hat man auch bei anderen Expertentreffen, einschließlich der „ersten Atomkriegkonferenz“ mit über 300 Teilnehmern, die in den Vereinigten Staaten abgehalten wurde, die gleiche Schlußfolgerung gezogen.

      Selbst ein „enger Vertrauter“ von Leonid Breschnew offenbarte Sorge um die nahe Zukunft, indem er berichtete: „In der Sowjetunion herrscht die Meinung vor, daß dringend Maßnahmen ergriffen werden müssen, sonst könnte ein Krieg ausbrechen“ (Kursivschrift von uns).

      Es gibt eine erstaunlich große Zahl religiöser Personen, die ebenfalls glauben, ein Atomkrieg stehe nahe bevor. Sie sagen jedoch, ihre Schlußfolgerungen würden auf der Bibel beruhen. Ein religiös eingestellter Professor beispielsweise machte über einen Bibelvers, der besagt, daß die ‘Erde durch Feuer zerstört’ wird, folgende Bemerkung: „Die gegenwärtige Anhäufung von Atomwaffen verleiht diesem Text einen Hauch von Realismus“ (2. Petr. 3:7).

  • Spricht die Bibel von einem nuklearen Weltuntergang?
    Erwachet! 1980 | 8. September
    • Spricht die Bibel von einem nuklearen Weltuntergang?

      Durchaus nicht! In der Bibel wird gesagt: „Fest gegründet auf Pfeiler hast du [Gott] die Erde, in alle Zeiten wird sie nicht wanken.“ „Die Erde bleibt ewig bestehen“ (Ps. 104:5; Pred. 1:4, Jerusalemer Bibel). Siehe auch Psalm 119:90.

      „Aber spricht die Bibel denn nicht vom ,Ende der Welt‘ und davon, daß die Erde durch ,Feuer‘ zerstört wird?“ mag jemand mit Hinweis auf Matthäus 24:3 (Luther-Bibel) und 2. Petrus 3:7 fragen. In dem gleichen Kapitel, in dem Jesus vom „Ende der Welt“ spricht, sagt er auch, was das bedeutet. Er bringt das „Ende der Welt“ mit seiner Wiederkunft in Verbindung und erklärt: „Geradeso wie die Tage Noahs waren, so wird die Gegenwart des Sohnes des Menschen sein. ... [die Menschen] nahmen keine Kenntnis davon, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte: so wird die Gegenwart des Sohnes des Menschen sein“ (Matth. 24:37, 39).

      Was die Bibel damit meint

      Gemäß der Bibel wird das „Ende der Welt“ also eine Zeit zum Abschluß bringen, die der Epoche ähnelt, der durch die weltweite Flut in den Tagen Noahs ein Ende bereitet wurde. Was wurde zerstört, als diese Epoche endete? Die Bibel berichtet, daß Gott „eine Sintflut über eine Welt gottloser Menschen brachte“ (2. Petr. 2:5).

      Mit dieser „Welt gottloser Menschen“ ging ein gewalttätiges System der Dinge unter. Doch offensichtlich wurde nicht die buchstäbliche Erde zerstört. Sie existiert immer noch. Auch in unseren Tagen wird es ein „böses System der Dinge“ sein, dem Gott durch die Vernichtung „gottloser Menschen“ ein Ende bereiten wird.

      Wie ist dann der Vers, in dem es heißt: „Die Erde und die Werke, die darauf sind, werden verbrennen“ zu verstehen? (2. Petr. 3:10, Luther-Bibel). Ist in der Bibel mit dem Ausdruck „Erde“ immer der Erdboden gemeint? Nein. Wir lesen zum Beispiel: „Es hatte aber die ganze Erde die gleiche Sprache“ (1. Mose 11:1, Jerusalemer Bibel). „Singet dem Herrn ein neues Lied, singe dem Herrn die ganze Erde“ (Ps. 96:1, van Eß). Ist es nicht der Mensch, der Sprachen spricht und Lieder singt?

      Wenn die Bibel also davon spricht, daß die „Erde“ zerstört würde, meint sie das Ende einer Gesellschaft böser Menschen. Beachte, wie klar sich der Apostel Petrus ausdrückt: „Die Himmel und die Erde, die jetzt sind, [sind] aufgespart für das Feuer und sind aufbehalten für den Tag des Gerichts und der Vernichtung der gottlosen Menschen.“ Folglich werden die „gottlosen Menschen“, einschließlich der politischen Herrscher, die wie die „Himmel“ über die Menschen regieren, einer „Vernichtung“ anheimfallen (2. Petr. 3:7).

      Vernichtung durch Gott oder Menschen?

      Die Flut der Tage Noahs, die als geschichtliche Tatsachea belegt ist, ereignete sich nicht aufgrund eines bloßen Zufalls. Auch war sie nicht das Ergebnis menschlicher Bemühungen. Sie war ein Ereignis, das direkt von Gott herbeigeführt wurde. Die Vernichtung war gezielt. Es kamen keine guten Menschen mit den Bösen um.

      Aber warum führte Gott die Flut herbei? Welche schrecklichen Verhältnisse wurden durch die Sintflut beseitigt? Warum wurden Noah und seine Familie verschont? Die Antworten auf diese Fragen sind für uns von besonderem Interesse, da nicht mehr viel Zeit vergehen wird, bis Gott noch einmal eingreift.

      Eine gewalttätige Welt hinweggeschwemmt

      Gemäß der Bibel war die damalige Welt „mit Gewalttat erfüllt“ (1. Mose 6:11). Der Bibelbericht gibt keine Einzelheiten über die Art der Gewalttaten oder der verwendeten Waffen an. Doch zu den Menschen, die vor der Flut lebten, gehörte Tubal-Kain, ein „Schmied von jeder Art von Kupfer- und Eisenwerkzeugen [Schneidwerkzeugen]“ (1. Mose 4:22).

      Alte jüdische Kommentare sagen, er habe Waffen hergestellt. Rabbi Raschi berichtet über ihn: „Er vervollkommnete und würzte gleichsam Kajin’s [Kains] Handwerk, er schmiedete Mordgewehre. Er schärfte Waffen aus Kupfer und Eisen.“ Tubal-Kain, ein Mann, „der an Körperkraft alle überragte, verlegte sich auf die Kriegskunst“, schrieb der Historiker Josephus.

      Zweifellos wurden die Gewalttaten durch die Entwicklung und den fortgesetzten Gebrauch von Metallwaffen noch verschlimmert. Die Bibel berichtet über die Zeit kurz vor der Flut: „So sah Gott die Erde, und siehe! sie war verderbt, denn alles Fleisch hatte seinen Weg auf der Erde verderbt“ (1. Mose 6:12). Gott schritt jedoch zur Tat und beseitigte diese kriegslüsternen Personen, die die Erde „verdarben“. Gleichzeitig beschützte er diejenigen, die ihm gehorchten. Er ermöglichte es Noah und seiner Familie, zu überleben und dann Gott auf einer gereinigten Erde zu dienen. Doch wie steht es mit uns heute?

      Wie können wir Gottes Eingriff überleben?

      Die Bibel versichert uns, daß Gott auch in unserer Zeit eingreifen wird, ja er wird die „verderben, die die Erde verderben“ (Offb. 11:18). Zudem verheißt die Bibel: „Jehova behütet alle, die ihn lieben, aber alle Bösen wird er vertilgen“ (Ps. 145:20). Wer Gott liebt, wird überleben.

      Doch was bedeutet es, Gott zu lieben? Äußert sich das nur im Reden? „Darin besteht die Liebe zu Gott“, sagt die Bibel, „daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer“ (1. Joh. 5:3). Ja diejenigen, die wie Noah Gott gehorchen, werden auf einer gereinigten Erde leben.

      Und welch eine Erde das sein wird! Alle, die die Sicherheit beeinträchtigen könnten, werden dann durch das „Feuer“ des göttlichen Zornes beseitigt worden sein (Zeph. 3:8). Die Überlebenden werden echte Liebe zu Gott und zu ihren Mitmenschen haben. Würdest du nicht gern in einer Welt leben, in der jeder ein vertrauenswürdiger Freund wäre? Statt die Erde zu verderben, werden alle der befriedigenden Aufgabe nachgehen, das wiederherzustellen, was der Mensch verdorben hat. Sie werden mit Freuden erleben, wie die Erde in ein weltweites Paradies verwandelt wird. Das war bereits zur Zeit Adams und Evas Gottes Vorsatz (1. Mose 1:28; 2:18-25).

      Darüber hinaus zeigt die Bibel, daß Krankheit und Tod beseitigt werden und sich die Menschen daher nicht nur vorübergehend dieser schönen Verhältnisse erfreuen können. „Die Welt vergeht“, da Gott sie bald vernichten wird. „Wer aber den Willen Gottes tut, bleibt immerdar“ (1. Joh. 2:17; Offb. 21:3, 4; 2. Petr. 3:13).

      Solche Segnungen stehen nahe bevor, vor allem wenn du bedenkst, daß der Mensch in unserer Generation die Macht erlangt hat, unsere Erde völlig zu zerstören. Gott muß, um eine völlige Zerstörung der Erde zu verhindern, bald eingreifen. Jehovas Zeugen würden sich freuen, dir kostenlos zu zeigen, worin Gottes Wille besteht, wie man ihm gehorchen kann und welche anderen erfreulichen Segnungen mit dieser tröstlichen Hoffnung noch verbunden sind.

      [Fußnote]

      a Wissenschaftliche Beweise findet man in dem Kapitel „Hat es eine weltweite Flutkatastrophe gegeben?“ in dem Buch Ist die Bibel wirklich das Wort Gottes?, herausgegeben von der Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft.

      [Bild auf Seite 8]

      Das „Ende der Welt“ bedeutet das Ende eines bösen Systems, nicht das Ende unserer Erde.

      [Bild auf Seite 9]

      Die Überlebenden werden die Erde in ein Paradies umgestalten

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