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  • Kyrillos und Methodios — Bibelübersetzer, die ein Alphabet erfanden
    Der Wachtturm 2001 | 1. März
    • HEUTE haben die mehr als 435 Millionen Menschen, die eine der slawischen Sprachen sprechen, Zugang zu einer Bibelübersetzung in ihrer Muttersprache.a 360 Millionen von ihnen verwenden das kyrillische Alphabet. Vor 1 200 Jahren waren die Dialekte ihrer Vorfahren dagegen keine Schriftsprachen, ja man hatte nicht einmal ein Alphabet dafür. Zwei leibliche Brüder namens Kyrillos und Methodios trugen zur Änderung dieser Situation bei.

  • Kyrillos und Methodios — Bibelübersetzer, die ein Alphabet erfanden
    Der Wachtturm 2001 | 1. März
    • Ein Alphabet und eine Bibelübersetzung entstehen

      In den Monaten vor ihrer Abreise bereitete sich Kyrillos auf die Mission vor, indem er eine Schrift für die Slawen entwickelte. Wie es heißt, soll er ein feines Ohr für die Lautbildung gehabt haben. So versuchte er unter Verwendung von griechischen und hebräischen Schriftzeichen jedem altslawischen Sprachlaut einen Buchstaben zuzuordnen.b Einige Forscher nehmen an, daß er zuvor schon jahrelang damit befaßt war, die Grundlage für solch ein Alphabet zu legen. Es gibt allerdings immer noch Unsicherheit über die genaue Form des Alphabets, das Kyrillos entwickelte. (Siehe den Kasten „Kyrillisch oder glagolitisch?“)

  • Kyrillos und Methodios — Bibelübersetzer, die ein Alphabet erfanden
    Der Wachtturm 2001 | 1. März
    • [Kasten auf Seite 29]

      Kyrillisch oder glagolitisch?

      Die Form des Alphabets, das Kyrillos ersann, hat viele Kontroversen ausgelöst, da Sprachwissenschaftler sich nicht sicher sind, um welches Alphabet es sich handelte. Das als kyrillisch bezeichnete Alphabet baut stark auf dem griechischen Alphabet auf, wobei etwa ein Dutzend zusätzliche Buchstaben erdacht wurden, um altslawische Laute wiederzugeben, die es im Griechischen nicht gab. In einigen der ältesten altslawischen Manuskripte wird jedoch eine ganz andere Schrift gebraucht, die man als glagolitisch bezeichnet, und diese Schrift wurde nach Ansicht vieler Gelehrter von Kyrillos entwickelt. Einige der glagolitischen Buchstaben sind anscheinend auf kursive griechische oder hebräische Buchstaben zurückzuführen, und einige könnten von mittelalterlichen diakritischen Zeichen abgeleitet worden sein. Die meisten sind jedoch eigenständige und komplizierte Schöpfungen. Glagolitisch scheint eine weitgehend andersartige und unabhängige Kreation zu sein. Doch aus dem Kyrillischen haben sich neben den heutigen russischen, ukrainischen, serbischen, bulgarischen und mazedonischen Schriftzeichen auch noch die von 22 weiteren, teilweise nichtslawischen Sprachen entwickelt.

      [Abbildung: Kyrillische und glagolitische Schriftzeichen]

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