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  • Ein komplizierter Weg zu Gott
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Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1991
w91 15. 2. S. 21

Ein komplizierter Weg zu Gott

„ICH bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich“, sagte Jesus Christus. Er fügte hinzu: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bittet, so wird er es euch in meinem Namen geben“ (Johannes 14:6; 16:23).

Jahrhundertelang haben jedoch die Religionsorganisationen der Christenheit, allen voran die katholische Kirche mit ihren Lehren vom Höllenfeuer, vom Fegefeuer und von der Dreieinigkeit, den „Weg“ immer verworrener gemacht. Jesus wurde nicht als bereitwilliger Fürsprecher der sündigen Menschen dargestellt, sondern als Säugling oder als furchteinflößender Richter, der eher geneigt ist, Sünder zu verdammen und zu bestrafen, als zu retten. Wie ist es also einem Sünder möglich, sich Gott zu nahen?

Das Buch The Glories of Mary (1750) setzt sich damit auseinander. Im 13. Jahrhundert sagte Papst Innozenz III., der Jesus mit der brennenden Sonne der Gerechtigkeit verglich: „Wer sich in der Nacht der Sünde befindet, sollte seine Augen auf den Mond richten und zu Maria flehen.“ Maria, die Mutter Jesu, wurde als weitere Fürsprecherin eingeführt. Durch ihren angeblichen mütterlichen Einfluß könne gegebenenfalls von Jesus und von Gott Gunst erbeten werden. So wurde Maria gemäß den Worten Laurence Justinians, eines Geistlichen aus dem 15. Jahrhundert, „die Leiter zum Paradies, die Himmelstür, die wahrhaftigste Mittlerin zwischen Gott und Mensch“.

Zufolge der Glorifizierung betrachtete man sie im Laufe der Zeit nicht mehr nur als die „Jungfrau Maria“, sondern als die „Heilige Königin, die Gnadenmutter“, die als so unbefleckt und erhaben hochstilisiert wurde, daß auch sie schließlich zu heilig war, als daß man sich direkt an sie hätte wenden können. Konnte noch ein anderer Fürsprecher gefunden werden? Was war mit ihrer Mutter?

Da die Bibel zu diesem Thema nichts sagt, suchte man die Antwort anderswo. Das apokryphe Buch „Protevangelium des Jakobus“ erzählt die Geschichte von Anna, der Frau Joachims, die nach vielen Ehejahren noch kinderlos war. Schließlich erschien ihr ein Engel und kündigte an, sie werde ein Kind gebären. Nach einiger Zeit wurde sie, so heißt es, die Mutter der „Jungfrau Maria“.

Auf diese Weise entstand die Verehrung der „heiligen“ Anna. Ihr zu Ehren wurden Schreine und Kirchen errichtet. Im 14. Jahrhundert war die Verehrung der „heiligen“ Anna in Europa weit verbreitet.

„Wie kompliziert die Religion geworden war!“ heißt es dazu in dem Buch The Story of the Reformation. „Die Leute beteten zu Anna, die zugunsten sündiger Menschen Fürsprache bei Maria einlegte, diese wiederum legte Fürsprache bei ihrem Sohn ein und dieser dann bei Gott. Es war phantastisch, aber das war die Art abergläubischer Lehren, mit denen die Seelen der Menschen genährt wurden.“ Auch in diesem Fall treffen folgende Worte Jesu genau zu: „Ihr [macht] das Wort Gottes durch eure Überlieferung ungültig“ (Markus 7:13).

[Bildnachweis auf Seite 21]

Metropolitan Museum of Art, Vermächtnis von Benjamin Altman, 1913 (14 40 633)

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