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KanaanEinsichten über die Heilige Schrift, Band 2
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Die kanaanitischen Göttinnen Aschtoret (Ri 2:13; 10:6; 1Sa 7:3, 4), Aschera und Anath werden in einem ägyptischen Text sowohl als Muttergöttinnen als auch als heilige Prostituierte dargestellt, die merkwürdigerweise ewig jungfräulich bleiben (wtl. „die großen Göttinnen, die empfangen, aber nicht gebären“). Ihre Verehrung war stets mit dem Dienst von Tempelprostituierten verbunden. Diese Göttinnen waren nicht nur Symbol der Wollust, sondern auch der sadistischen Gewalt und des Krieges.
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KanaanEinsichten über die Heilige Schrift, Band 2
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Die Figürchen der Göttin Aschtoret, die in Palästina entdeckt wurden, sind nackte Frauen mit übertrieben betonten Geschlechtsmerkmalen. Über ihren Phalluskult bemerkt der Archäologe W. F. Albright: „Die Kehrseite stellt dagegen die Erotik ihres Kultes dar, die zu äußerst schmutzigen Tiefen sozialer Erniedrigung hinabgeführt haben muss“ (Die Religion Israels im Lichte der archäologischen Ausgrabungen, 1956, S. 91, 92; siehe ASCHTORET; BAAL Nr. 4).
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