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  • Labyrinthe und Irrgärten — Was ist daran so fesselnd?
    Erwachet! 1999 | 22. Dezember
    • Die Labyrinthe der Christenheit

      Von den zahlreichen bemerkenswerten Labyrinthen in den Kirchenbauten der Christenheit muß das holzgeschnitzte runde Ornament aus dem 15. Jahrhundert hoch oben in der Decke von St. Mary Redcliffe, einer Kirche in Bristol (England), eines der kleinsten sein. Es ist golden und schwarz bemalt und hat einen Durchmesser von nur 20 Zentimetern. Das berühmteste Labyrinth ist in der Kathedrale von Chartres (Frankreich) zu sehen. Es wurde 1235 aus blauem und weißem Stein angefertigt und hat einen Durchmesser von 12 Metern.

      In noch verschiedenen anderen mittelalterlichen Kathedralen und Kirchen Frankreichs und Italiens wurden große Bodenmosaike gelegt, so etwa in Amiens, Bayeux, Orléans, Ravenna und Toulouse. Das Labyrinth in Reims wurde vor 200 Jahren zerstört. In der Kathedrale von Mirepoix ist ein Labyrinth mit Minotaurus im Zentrum zu sehen.

      Über Labyrinth-Darstellungen in bedeutenden Kirchenbauten heißt es in einem einschlägigen Werk: „Das heidnische Labyrinth wurde von der christlichen Kirche des Mittelalters übernommen und durch die Aufnahme christlicher Symbolik in die Gestaltung für den eigenen Gebrauch angepaßt.“ Die Labyrinthe in den Kirchen der Christenheit sollten somit in Anlehnung an die Mythologie der alten Ägypter offenbar das Leben eines Christen darstellen.

      Kirchenlabyrinthe versinnbildlichten auch die Reisen der Kreuzfahrer nach Jerusalem. Das Erreichen des Zentrums symbolisierte die Ankunft in Jerusalem und die Erlösung. Für manche Gläubige stellte das Labyrinth einen Bußweg dar, den sie entweder auf den Knien rutschend zurücklegen mußten, damit ihnen die Sünden vergeben wurden, oder den sie in einer rituellen Handlung abschritten als Ersatz für die Wallfahrt in das Heilige Land.

  • Labyrinthe und Irrgärten — Was ist daran so fesselnd?
    Erwachet! 1999 | 22. Dezember
    • Überrascht es uns, daß Labyrinthe trotz ihres heidnischen Ursprungs Eingang in die Christenheit gefunden haben? Läßt sich das wahre Christentum mit heidnischem Aberglauben vereinbaren?

      Mit dem christlichen Glauben vereinbar?

      So faszinierend die Geschichte der Labyrinthe auch ist, die damit einhergehenden Vorstellungen sind mit dem christlichen Glauben nicht zu vereinbaren. Die Bibel lehrt nirgends, daß die menschliche Seele etwas vom Körper Verschiedenes oder Getrenntes sei und nach dem Tod weiterlebe. Vielmehr sagt sie, daß die Seele sterblich ist. Es heißt: „Die Seele, die sündigt — sie selbst wird sterben“ (Hesekiel 18:4).

      Gottes Wort, die Bibel, ist machtvoll und mit einem Schwert zu vergleichen, weshalb sie als das „Schwert des Geistes“ bezeichnet wird. Christen handhaben diese Waffe geschickt, um ein reales, übermenschliches, unsichtbares Geistwesen und seine Dämonen zu bezwingen, keinen mythischen Minotaurus (Epheser 6:12, 17). Dadurch erlangen sie einen unbesiegbaren Glauben und eine sichere Hoffnung auf Rettung. So ausgerüstet, werden sie das Ende des gegenwärtigen Systems der Dinge überstehen und in eine gerechte neue Welt eingehen, was durch den Glauben an die Mythologie niemals möglich wäre (2. Petrus 3:13).

  • Labyrinthe und Irrgärten — Was ist daran so fesselnd?
    Erwachet! 1999 | 22. Dezember
    • [Kasten/Bild auf Seite 24]

      Labyrinthe in der Christenheit

      In der Londoner Westminsterabtei wurde unlängst dieses bestickte Altartuch eingeführt. Man beachte das Labyrinth in der Mitte mit dem „A“ (Alpha, DER ANFANG) und dem „Ω“ (Omega, DAS ENDE) an den Seiten. In der Mitte dieser Labyrinthfigur steht „I AM“ (ICH BIN), womit Jehova gemeint ist, der große „ICH BIN“, wie er in 2. Mose 3:14 nach der King James Version bezeichnet wird. Dies ist ein interessantes Beispiel für die enge Verbindung zwischen Labyrinthen und Religion in der heutigen Zeit.

      [Bildnachweis]

      Photo: David Johnson

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