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  • Die ganze Welt liebt lateinamerikanische Musik
  • Erwachet! 1998
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Erwachet! 1998
g98 8. 8. S. 18-19

Die ganze Welt liebt lateinamerikanische Musik

VON UNSEREM KORRESPONDENTEN IN MEXIKO

ÜBER 400 Millionen Menschen sprechen weltweit Spanisch. Nach Mandarin und Hindi ist Spanisch die am weitesten verbreitete Muttersprache. Es ist somit nicht verwunderlich, daß viele die Musik aus Lateinamerika kennen. In der ganzen Welt hört und tanzt man gern Mambo, Cha-Cha-Cha, Merengue oder Salsa.

Warum ist diese Musik so beliebt? Unter anderem weil sie so feurig und fröhlich ist. Viele Lateinamerikaner lieben schnelle, tropische Rhythmen. Ein Teil dieser rhythmischen Musik gelangte vor Hunderten von Jahren durch westafrikanische Sklaven nach Lateinamerika. Freilich fällt es manchen Nichtlatinos schwer, den flotten Melodien und dem sich ständig wiederholenden Beat etwas abzugewinnen.

Lateinamerikanische Musik kann auch langsam, romantisch oder sogar melancholisch sein. Der lateinamerikanische Bolero ist beispielsweise in vielen Ländern immer sehr beliebt gewesen. Gewöhnlich wurde er von einem Trio gespielt und zeichnete sich durch seine Romantik und Poesie aus. Der Bolero, der in den 40er und 50er Jahren sehr populär war, hat durch die Vokalmusik junger Künstler in letzter Zeit wieder ein Comeback erlebt. Auch die Mariachi aus Mexiko mit ihren schicken Anzügen, ihren großen Sombreros und ihrer einzigartigen Musik finden weltweit Anklang.

Merengue, Salsa und Tex-Mex

Merengue und Salsa sind inzwischen in vielen Ländern sehr beliebt. Diese Rhythmen sind nicht neu. Merengue stammt aus der Dominikanischen Republik und von Haiti. Man hat ihn als unglaublich schnellen, pulsierenden, mitreißenden und Laune machenden Tanz beschrieben. Das spanische Wort merengue bedeutet schlicht Meringe — ein Gebäck aus kräftig geschlagenem Eiweiß und Zucker. Wenn man die kräftigen Bewegungen mancher Merenguetänzer sieht, versteht man sofort, wieso der Name passend ist.

In der Musikrichtung des Salsa gibt es verschiedene Rhythmen, die zumeist kubanischer oder puertoricanischer Herkunft sind. Das spanische Wort salsa bedeutet Soße. Nach Auffassung einiger ist der Salsa das Ergebnis eines in New York entstandenen musikalischen Mischmaschs, zu dem die verschiedensten Künstler aus der gesamten Karibik beigetragen haben. Von da ausgehend, verbreitete sich der Salsa in der ganzen Welt.

Nach der Ermordung der hispanoamerikanischen Sängerin Selena in den Vereinigten Staaten im Jahr 1995 wurden ihre Songs noch populärer als zu ihren Lebzeiten. Sie war bekannt als die Königin des Tex-Mex, einer Kombination aus amerikanischer Country-music und (nordmexikanischen) norteño-Rhythmen. Diese Songs werden in Englisch, Spanisch oder Spanglisch, einer Mischung aus Spanisch und Englisch, gesungen. Bei den Lateinamerikanern in den Vereinigten Staaten und in Lateinamerika ist diese Musik inzwischen sehr beliebt.

Eine ausgeglichene Ansicht über Musik und Tanz

Wie vieles andere, was Freude macht, bereitet einem Musik am meisten Freude, wenn sie in vernünftigem Rahmen bleibt (Sprüche 25:16). Christen sind, was Musik angeht, wählerisch. Die Bibel sagt mahnend: „Wacht denn streng darüber, wie ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise, indem ihr die gelegene Zeit für euch auskauft, weil die Tage böse sind“ (Epheser 5:15, 16). Es ist weithin bekannt, daß es in etlichen Songs um pietätlose, unmoralische oder sogar satanische Themen geht. Die lateinamerikanische Musik ist von derartigen verdorbenen Einflüssen nicht ausgenommen.

Manche lateinamerikanische Songs haben obszöne Texte. Einige sind zweideutig, andere erotisch oder freizügig. In einer Reihe von Liedern tauchen auch politische Streitfragen, Gewalt und Auflehnung als Themen auf. Beispielsweise ist die mexikanische Musikrichtung Corrido bei vielen Latinos seit langem beliebt. In letzter Zeit wurde jedoch eine neue Form des Corrido populär, der sogenannte Narco Corrido. In diesen Songs werden die gewaltbehafteten Geschichten von Drogenhändlern erzählt, die als Helden dargestellt werden. Manche Lieder der Mariachi drehen sich ebenfalls um anstößige Themen und glorifizieren Trunkenheit, männlichen Chauvinismus oder Nationalismus. Auch beim Merengue, beim Salsa und bei anderen Formen der lateinamerikanischen Musik sind wegen der Texte Bedenken anzumelden.

Viele mögen die lateinamerikanische Musik, aber sie verstehen die Texte nicht. Aus Unwissenheit gefallen ihnen dann vielleicht Songs, die Unsittlichkeit, Gewalt oder sogar Okkultismus fördern. Wer Spanisch spricht, achtet möglicherweise nicht auf die Texte fragwürdiger Lieder, weil er sich von dem pulsierenden und fröhlichen Rhythmus mitreißen läßt. Hochachtung vor biblischen Maßstäben sollte uns jedoch dazu veranlassen, jeden Song, der bei uns zu Hause oder bei einem Zusammensein mit Freunden gespielt wird, sorgfältig unter die Lupe zu nehmen. Dadurch vermeiden wir, nach Musik zu tanzen oder Songs zu hören, deren Texte in Gottes Augen anstößig sind.

Außerdem sollten wir achtgeben, daß wir bei anderen durch unsere Tanzweise keinen Anstoß erregen (1. Korinther 10:23, 24). Christen achten sorgfältig darauf, nicht hemmungslos und leidenschaftlich zu tanzen, denn dadurch verlieren sie ihre Würde. Sie möchten auch keine bewußt aufreizenden Tänze mitmachen. Ehepaare beweisen gutes Urteilsvermögen, wenn sie beim Tanzen nicht ihre eheliche Vertrautheit auf unpassende Weise zur Schau stellen.

Auch was die Lautstärke der Musik und die Länge geselliger Anlässe angeht, verlangt christliche Ausgeglichenheit, daß alles in vernünftigem Rahmen bleibt. Anbeter Jehovas können sicherlich Musik hören, ohne sich dabei „Schwelgereien“ hinzugeben, die bis in die frühen Morgenstunden andauern und von ohrenbetäubender Musik begleitet werden. In der Bibel finden wir die Ermahnung: „Es ist genug, daß ihr in der vergangenen Zeit den Willen der Nationen vollbracht habt, als ihr in Zügellosigkeiten wandeltet, in Lüsten, übermäßigem Weingenuß, Schwelgereien, Trinkgelagen und gesetzwidrigen Götzendienereien“ (1. Petrus 4:3).

Obwohl die Unterhaltung heutzutage mit Unsittlichkeit durchsetzt ist, existiert noch eine große Auswahl an guter Musik, die man sich anhören kann. Musik ist ein wunderbares Geschenk von Gott, und wie die Bibel sagt, gibt es „eine Zeit für jede Sache oder Angelegenheit unter den Himmeln ..., eine Zeit zu trauern und eine Zeit zu tanzen“ (Prediger 3:1, 4, The Amplified Bible). Wer feurige, mitreißende und fröhliche Musik mag, wird sich gern lateinamerikanische Musik anhören oder mit großem Vergnügen nach ihren Rhythmen tanzen, und zwar in vernünftigem Rahmen und mit christlicher Ausgeglichenheit (1. Korinther 10:31; Philipper 4:8).

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