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  • „Sind Deutungen nicht Sache Gottes?“
    Der Wachtturm 2015 | 1. Februar
    • Joseph war jetzt 28 und hinter ihm lagen inzwischen mehr als 10 Jahre Sklavenarbeit und Gefängnis.

  • „Sind Deutungen nicht Sache Gottes?“
    Der Wachtturm 2015 | 1. Februar
    • Eines Tages löste die Ankunft zweier neuer Insassen einigen Trubel im Gefängnis aus. Es waren Beamte aus Pharaos direktem Umfeld: sein Hofbäcker und der Obermundschenk (1. Mose 40:1-3).

      Der Oberste der Leibwache beauftragte Joseph damit, sich um diese zuvor hoch angesehenen Neuankömmlingeb zu kümmern. Eines Nachts hatte jeder von ihnen einen ganz realistischen, detaillierten Traum, der sie völlig verwirrte. Als Joseph morgens zu ihnen kam, sah er, dass etwas nicht stimmte, und fragte sie: „Warum sind heute eure Angesichter so düster?“ (1. Mose 40:3-7). Josephs freundliche Art bewegte sie wahrscheinlich dazu, sich ihm anzuvertrauen. Joseph war sich dessen sicher nicht bewusst, aber durch das anschließende Gespräch wurde etwas angestoßen, was sein Leben für immer verändern würde. Wäre er nicht so besorgt um andere gewesen, hätte dieses Gespräch wohl gar nicht stattgefunden. Dass Joseph bewusst freundlich auf andere zuging, löst eine interessante Frage aus: Wie ist es bei mir? Gehört es für mich als gläubiger Mensch auch einfach dazu, an anderen interessiert zu sein?

      Joseph unterhält sich mit anderen Gefängnisinsassen

      Joseph behandelte seine Mitgefangenen freundlich und respektvoll

      Zurück zur Geschichte. Die Männer ließen Joseph wissen, dass sie sich irgendwie hilflos fühlten — wegen der seltsamen Träume, aber auch weil kein Traumdeuter zur Stelle war. Für die Ägypter hatten Träume eine große Bedeutung und man verließ sich sehr auf die selbst ernannten Traumdeuter. Die Männer wussten nicht, dass Josephs Gott Jehova ihnen die Träume geschickt hatte. Aber Joseph wusste es. Er beruhigte sie: „Sind Deutungen nicht Sache Gottes? Erzählt es mir, bitte“ (1. Mose 40:8). Seine Worte setzen einen Maßstab für alle, die wirklich wissen wollen, was die Bibel lehrt. Für jeden, dem Glaube etwas bedeutet, ist es wichtig, demütig Gottes Anleitung zu suchen, um sein Wort richtig zu verstehen, und nicht auf eigensinnige Interpretationen von Menschen zu vertrauen (1. Thessalonicher 2:13; Jakobus 4:6).

      Der Mundschenk machte den Anfang. In seinem Traum hatte er drei Ranken gesehen, an denen Trauben heranreiften. Die Trauben hatte er dann in Pharaos Becher ausgepresst. Jehova ließ Joseph sofort wissen, was das bedeutete: Die drei Ranken stellten drei Tage dar. Nach drei Tagen sollte der Mundschenk wieder in seiner alten Stellung bei Pharao dienen. Der Mundschenk atmete erleichtert auf. Und Joseph bat ihn um einen Gefallen: „Du solltest mir bestimmt liebende Güte erweisen, bitte, und mich bei Pharao erwähnen.“ Er erzählte ihm, dass er entführt und zu Unrecht verurteilt worden war (1. Mose 40:9-15).

      Die gute Nachricht für den Mundschenken ließ auch den Bäcker hoffen. Er hatte in seinem Traum drei Körbe voller Brot auf seinem Kopf getragen und Vögel hatten aus dem obersten Korb gefressen. Auch die Lösung zu diesem rätselhaften Traum wurde Joseph eingegeben. Aber für den Bäcker bedeutete es nichts Gutes. Joseph sagte: „Das ist so zu deuten: Die drei Körbe bedeuten drei Tage. In drei Tagen von heute ab wird dich der Pharao enthaupten lassen und ans Holz hängen; da werden dann die Vögel dein Fleisch wegfressen“ (1. Mose 40:16-19, Textbibel). Wie alle treuen Diener Gottes übermittelte auch Joseph mutig Gottes Botschaften — sowohl die guten Nachrichten als auch anstehende Urteilsvollstreckungen (Jesaja 61:2).

      Drei Tage später wurden Josephs Worte wahr. Pharao feierte seinen Geburtstag, was übrigens damals niemand tat, der dem wahren Gott gefallen wollte. Dort verkündete Pharao die Urteile. Genau wie von Joseph vorausgesagt, sollte der Bäcker hingerichtet werden. Der Mundschenk würde wieder in Pharaos Dienste aufgenommen werden. Doch der gute Mann war etwas pflichtvergessen und dachte schon bald gar nicht mehr an Joseph (1. Mose 40:20-23).

      „DAS STEHT NICHT BEI MIR!“

      Zwei lange Jahre zogen ins Land (1. Mose 41:1).

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