EIGENWILLIGKEIT
Der mit „eigenwillig“ (Tit 1:7; 2Pe 2:10, Me; NW) wiedergegebene griechische Ausdruck bedeutet wörtlich „selbstgefällig“ und „bezeichnet einen Menschen, der, von rücksichtslosem Eigennutz beherrscht, selbstherrlich auf seinem Willen besteht“ (Vine’s Expository Dictionary of Old and New Testament Words, 1981, Bd. 3, S. 342; vgl. H. Cremer, Biblisch-theologisches Wörterbuch des neutestamentlichen Griechisch, 1923, S. 183). Eigenwilligkeit ist demnach eine Eigenschaft, die sich mit dem Geist des Christentums nicht vereinbaren lässt. Besonders bei christlichen Aufsehern darf sie nicht zu beobachten sein (Tit 1:5, 7). Der Apostel Petrus bezeichnete Personen, die vom rechten christlichen Weg abgewichen waren, als „verwegen“ und „eigenwillig“ (2Pe 2:10).