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Erwachet! 1994
g94 8. 3. S. 18

Elefanten — Freunde oder Feinde?

VON UNSEREM KORRESPONDENTEN IN SÜDAFRIKA

ES GIBT Gründe, weshalb Elefanten geschätzt, und Gründe, weshalb sie gehaßt werden. Einigen dienen sie als wertvolle Arbeitstiere, die gewaltige Baumstämme schleppen und in Reih und Glied nebeneinanderlegen können. Für andere sind besonders die Stoßzähne, die Haut und das Fleisch der Elefanten wertvoll. Wieder andere sehen in ihnen lediglich eine Gefahr für ihre Felder und für ihre Ernten.

Viele Forscher schätzen Elefanten jedoch wegen ihrer amüsanten Eigenarten. Cynthia Moss befaßte sich 13 Jahre lang mit den Elefanten des Amboseli-Wildparks in Kenia. Sie schreibt in ihrem Buch Die Elefanten vom Kilimandscharo: „Ich habe den großen, alten Leitkühen zugesehen, wie sie ihre Familien führten und verteidigten; und ich habe auch zugesehen, wie sie ihre ganze Würde aufgaben und ausgelassen im Spiel umherrannten, mit wild glitzernden Augen und über dem Hinterteil gekringelten Schwänzen.“

Daphne Sheldrick aus Kenia hat schon viele verwaiste Elefanten großgezogen und sie dann wieder in die Wildnis entlassen. In einem Interview mit der Zeitschrift Getaway erklärte sie: „Die kleinen Elefanten, die hierherkommen, haben ganz unterschiedliche Temperamente — genau wie Menschenkinder. ... Sie neigen ein wenig dazu, miteinander zu wetteifern, sie werden eifersüchtig und schmollen manchmal, wenn man sie rügt. ... Einige sind vorsätzlich ungezogen oder ungehorsam. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als sie wie Menschenkinder zu bestrafen.“

Elefanten sind nicht nur unterhaltsam, sie dienen auch nützlichen Zwecken in der Natur. In abgeschlossenen Gebieten gedeiht eine größere Vielfalt an Pflanzenarten, wenn es dort einige Elefanten gibt. Das Buch Elephants, Economics and Ivory nennt weitere günstige Auswirkungen, unter anderem die Entstehung neuen Graslands, die Verbreitung von Samen und das seltenere „Vorkommen der Tsetsefliege“. Die Autoren kommen zu dem Schluß: „Elefanten spielen eine wichtige Rolle in der Ökologie der afrikanischen Savannen und Wälder.“

Andererseits leidet die Vegetation, wenn zu viele Elefanten da sind. Unter solchen Umständen werden sie für manche Menschen tatsächlich zu Feinden. In einigen abgeschlossenen Gebieten töten Naturschützer daher regelmäßig die überzähligen oder die schwächeren Tiere, um den Bestand zu regulieren. In anderen Teilen Afrikas, wo Elefanten noch reichlich Lebensraum haben, ist dies nicht üblich — und das hat Vorteile. Die Zeitschrift New Scientist berichtet: „Im Amboseli-Wildpark in Kenia, wo man die Zahl der Elefanten nicht reduziert, lassen sie sich durch die Gegenwart von Menschen nicht stören und zeigen keinerlei Furcht vor ihnen.“

Wissenschaftler sind dabei, Alternativverfahren zu entwickeln, mit denen die Geburtenzahl bei Elefanten verringert werden kann. Während weitere Einzelheiten über Elefanten bekannt werden, wird der Mensch zweifellos noch mehr Gründe dafür finden, sie als Freunde zu betrachten.

[Bildnachweis auf Seite 18]

Animals/Jim Harter/Dover Publications, Inc.

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