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Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1996
w96 1. 6. S. 25-28

Die Gileadschule sendet ihre 100. Klasse aus

DIE Wachtturm-Bibelschule Gilead hat in der Neuzeit eine wichtige Rolle bei der weltweiten Verkündigung des Königreiches Gottes gespielt. Von 1943 an, als mit der Ausbildung von Missionaren begonnen wurde, sind Gileadabsolventen in über 200 Ländern tätig gewesen. Am 2. März 1996 hatte die 100. Klasse ihre Abschlußfeier.

In der Zeit, als die Studenten die Schule besuchten, waren in der Gegend um das Wachtturm-Schulungszentrum in Patterson (New York) über zwei Meter Schnee gefallen. Kein Wunder, daß es auch bei der Abschlußfeier schneite! Dennoch war der Saal voll, und weitere Zuhörer verfolgten das Programm in Patterson, Wallkill und Brooklyn — insgesamt 2 878 Personen.

Theodore Jaracz, der dem Lehrkomitee der leitenden Körperschaft angehört, diente als Vorsitzender. Nach herzlichen Willkommensworten an die Gäste aus vielen Ländern bat er alle Anwesenden, sich zu erheben und Lied 52 zu singen. Der Saal hallte vom Lobpreis Jehovas wider, als sie aus dem Buch Singt Jehova Loblieder das Lied „Der Name unseres Vaters“ sangen. Dieses Lied und die Äußerungen des Vorsitzenden, daß wir unsere Bildung zum Lobpreis Jehovas gebrauchen sollten, stimmten die Zuhörer auf das anschließende Programm ein.

Biblischer Rat von älteren Männern

Den ersten Teil des Programms bestritten langjährige Diener Jehovas, die sich mit kurzen Ansprachen an die Klasse wandten. Richard Abrahamson vom Hauptbüro, der 1940 den Vollzeitdienst aufnahm, ermahnte die Klasse: „Laßt euch weiterhin zurechtbringen“. Er erinnerte sie daran, daß sie in ihrem Leben als Christen schon verschiedentlich Zeiten erlebt haben, in denen sie zurechtgebracht wurden, wozu auch die fünf Monate Schulung in Gilead gehörten. Warum sollten sie sich dann weiterhin zurechtbringen lassen?

Der Redner erklärte, daß der Ausdruck, den der Apostel Paulus in 2. Korinther 13:11 gebrauchte, „den Gedanken an einen fortschreitenden Prozeß beinhaltet — daß man sich fortlaufend von Jehova formen oder läutern läßt —, an eine Feinabstimmung, damit man den hohen Maßstäben Jehovas gerecht wird“. In ihren Auslandsgebieten würden die Absolventen neuen Situationen begegnen, in denen ihr Glaube erprobt werde. Sie müßten eine neue Sprache lernen, sich einer anderen Kultur und anderen Lebensbedingungen anpassen und sich auf verschiedene Arten von Gebiet einstellen. Auch würden sie im Missionarheim und in ihrer neuen Versammlung mit unterschiedlichen Persönlichkeiten zusammentreffen. Wenn sie sich in allen diesen Situationen genau an biblische Grundsätze hielten und zugleich bereit wären, sich zurechtbringen zu lassen, dann könnten auch sie, wie der Apostel Paulus schrieb, ‘fortfahren, sich zu freuen’.

John Barr, eines der fünf Mitglieder der leitenden Körperschaft, die am Programm beteiligt waren, hatte sein Thema aus 1. Korinther 4:9 entnommen. Er erinnerte die Zuhörer daran, daß Christen ein Schauspiel für Engel und Menschen sind. „Durch dieses Bewußtsein gewinnt der Weg, den ein Christ in seinem Leben einschlägt, wesentlich an Bedeutung“, sagte er, „vor allem, wenn er erkennt, daß seine Worte und Taten eine nachhaltige Wirkung auf seine unsichtbaren und sichtbaren Beobachter haben können. Ich denke, es wäre für euch, ihr lieben Brüder und Schwestern der 100. Gileadklasse, gut, das nicht zu vergessen, wenn ihr bis an die Enden der Erde auszieht.“

Bruder Barr legte den 48 Studenten ans Herz, sich bei ihrer Tätigkeit, mit der sie schafähnlichen Menschen zu einer Erkenntnis der Wahrheit verhelfen, vor Augen zu führen, daß „es bei den Engeln Gottes Freude über einen einzigen Sünder [gibt], der bereut“ (Lukas 15:10). Mit Bezug auf 1. Korinther 11:10 zeigte er, daß sich unsere Einstellung zu theokratischen Richtlinien nicht nur auf unsere Brüder und Schwestern auswirkt, die wir sehen, sondern auch auf die Engel, die wir nicht sehen. Wie gut ist es doch, diese größere Reichweite im Sinn zu behalten!

Ein weiteres Mitglied der leitenden Körperschaft, Gerrit Lösch, der selbst die Gileadschule besucht hat, erörterte Bibelstellen wie Psalm 125:1, 2, Sacharja 2:4, 5 und Psalm 71:21, um zu zeigen, daß Jehova ‘sein Volk umgibt’. Er schützt es von allen Seiten. Bietet Gott diesen Schutz nur während der großen Drangsal? „Nein“, antwortete der Redner, „Jehova ist jetzt schon eine ‚Mauer von Feuer‘, ein Schutz für sein Volk. Im Nachkriegsjahr 1919 hatte der Überrest des geistigen Israel den sehnlichen Wunsch, die gute Botschaft vom Königreich weltweit allen Nationen zu einem Zeugnis zu predigen. Es handelte sich um Vertreter des sinnbildlichen, himmlischen Jerusalem. Jehova garantiert diesen Beauftragten als Gruppe während der Zeit des Endes göttlichen Schutz. Wer kann sie also aufhalten? Niemand.“ Wie beruhigend das doch für sie und für alle ist, die Seite an Seite mit ihnen Gottes Willen tun!

Ulysses Glass, der dienstälteste Unterweiser der Schule, ermunterte die Klasse, „ihren Platz in der weltweiten Organisation Jehovas auszubauen“. Bei diesem Platz handelt es sich um die Lebenslage oder die Tätigkeit, die speziell auf ihre Fähigkeiten oder ihren Charakter abgestimmt ist. „Ihr angehenden Missionare habt euren Platz in der weltweiten Organisation der Zeugen Jehovas gefunden“, führte er aus. „Doch so wertvoll das jetzt auch ist, es ist nur der Anfang eures Lebens als Missionare.“ Sie müßten sich bemühen, ihre Fähigkeiten gut zu nutzen und sich den besonderen Aufgaben anzupassen, die Jehova und seine Organisation ihnen jetzt zuweisen würden.

Dieser Teil des Programms wurde von Wallace Liverance abgeschlossen, der zu den Unterweisern der Gileadschule gehört und 17 Jahre lang in Bolivien diente. „Werdet ihr Gott auf die Probe stellen?“ fragte er die Studenten. Wie sollten sie das tun? Die Nation Israel stellte Gott in verkehrter Weise auf die Probe (5. Mose 6:16). „Gott auf die Probe zu stellen, indem man sich beklagt oder murrt oder indem man der Art und Weise, wie er Dinge handhabt, skeptisch gegenübersteht, ist ganz offensichtlich verkehrt“, sagte der Redner. „Widersteht dieser Neigung, wenn ihr in eurem neuen Gebiet angekommen seid“, riet er ihnen dringend. Worin besteht die richtige Art und Weise, Gott auf die Probe zu stellen? „Sie besteht darin, ihn beim Wort zu nehmen, genau das zu tun, was er sagt, und den Ausgang dann ihm zu überlassen“, erläuterte Bruder Liverance. Wie Maleachi 3:10 sagt, fordert Jehova seine Diener auf: „Stellt mich bitte ... auf die Probe.“ Er verhieß, sie zu segnen, wenn sie treu den Zehnten in das Vorratshaus des Tempels bringen würden. „Ihr könnt zu eurem Missionargebiet ruhig eine ähnliche Einstellung haben“, sagte der Redner. „Jehova möchte, daß ihr Gelingen habt, also stellt ihn auf die Probe. Bleibt an dem euch zugewiesenen Platz. Nehmt die Änderungen vor, die er von euch wünscht. Harrt aus. Seht, ob er euch nicht segnen wird.“ Bestimmt ein guter Rat für alle, die Jehova dienen!

Nach einem Lied ging das Programm von verschiedenen Ansprachen zu einer Reihe fesselnder Interviews über.

Aus der Praxis des Predigtdienstes

Mark Noumair, der seit neuestem Gileadunterweiser ist, bat die Studenten, Erlebnisse aus dem Predigtdienst zu berichten, die sie während des Schulbesuchs hatten. Dabei zeigte sich deutlich, wie wichtig es ist, im Predigtdienst die Initiative zu ergreifen; die Zuhörer erhielten praktische Anregungen.

In der Ausbildungszeit waren die Studenten dieser Gileadklasse in der glücklichen Lage, Zweigkomiteemitglieder aus 42 Ländern kennenzulernen, die ebenfalls im Schulungszentrum Patterson an einem besonderen Lehrgang teilnahmen. Viele von ihnen hatten vor Jahren die Gileadschule besucht. Während des Programms wurden Absolventen der 3., 5., 51. und 92. Klasse und der Außenstelle der Gileadschule in Deutschland interviewt. Ihre Äußerungen waren sehr wertvoll.

Sie schilderten die Empfindungen von Missionaren, die beobachteten, daß die Zahl der Lobpreiser Jehovas in ihrem Gebiet von einer Handvoll auf Zehntausende anstieg. Auch berichteten sie, wie sie sich daran beteiligten, die gute Botschaft unter den verstreut lebenden Bewohnern der Anden und in den Dörfern am Oberlauf des Amazonas zu predigen. Sie sprachen darüber, wie sie Analphabeten Zeugnis gaben. Dann ging es um ihren eigenen Kampf, eine neue Sprache zu erlernen, und darum, wann man realistischerweise damit rechnen könnte, in einer Sprache wie Chinesisch Zeugnis zu geben und Ansprachen zu halten. Als Kostprobe wurden Darbietungen in Spanisch und Chinesisch vorgeführt. Es wurde betont, daß Missionare am meisten erreichen, wenn sie sich nicht nur mit der Sprache, sondern auch mit der Denkweise der Leute vertraut machen. Die Interviewten berichteten von den oft harten Lebensbedingungen in armen Ländern und sagten: „Missionare sollten sich darüber im klaren sein, daß diese Situation oft auf Ausbeutung zurückzuführen ist. Am besten ist es, wenn sie wie Jesus empfinden — er hatte Mitleid mit den Menschen, die wie Schafe ohne einen Hirten waren.“

Nach einem Lied stand eine Ansprache von A. D. Schroeder auf dem Programm, der zur leitenden Körperschaft gehört. Er durfte einer der ersten Unterweiser der Gileadschule sein, als sie 1943 eröffnet wurde. Sein Thema „Jehova als dem Souveränen Herrn zujubeln“ bildete einen passenden Abschluß. Durch Bruder Schroeders packende Besprechung des 24. Psalms prägte sich allen Anwesenden ein, was für ein großartiges Vorrecht es ist, Jehova als dem Souveränen Herrn zuzujubeln.

Nach der Austeilung der Diplome und dem Schlußlied sprach Karl Klein von der leitenden Körperschaft ein inniges Gebet. Es war ein wirklich praxisbezogenes und geistig anregendes Programm.

In den Tagen nach der Abschlußfeier begann für die 48 Teilnehmer der 100. Klasse der Umzug in ihre Missionargebiete in 17 verschiedenen Ländern. Doch sie nahmen ihren Dienst nicht erst zu diesem Zeitpunkt auf. Sie hatten bereits eine solide Grundlage als christliche Vollzeitdiener. Als sie sich an der Gileadschule einschrieben, waren sie durchschnittlich 33 Jahre alt und standen über 12 Jahre im Vollzeitdienst. Einige gehörten zur weltweiten Bethelfamilie der Watch Tower Society. Andere dienten als reisende Aufseher. Eine Anzahl der Studenten war bereits in einem fremdsprachigen Gebiet tätig — in Afrika, Europa, Südamerika, auf den Inseln des Meeres oder in einer fremdsprachigen Gruppe im eigenen Land. Aber nun schließen sie sich den vielen anderen Missionaren an, die froh waren, sagen zu können: „Wir werden irgendwo auf der Welt dienen, wo wir gebraucht werden.“ Es ist ihr Herzenswunsch, durch ihre Lebensweise Jehova hoch zu erheben.

[Kasten auf Seite 27]

Klassenübersicht:

Anzahl der Herkunftsländer: 8

Anzahl der zugeteilten Länder: 17

Anzahl der Studenten: 48

Durchschnittsalter: 33,75

Jahre in der Wahrheit (Durchschnitt): 17,31

Jahre im Vollzeitdienst (Durchschnitt): 12,06

[Bild auf Seite 26]

Absolventen der 100. Klasse der Wachtturm-Bibelschule Gilead

In der Namenliste sind die Reihen von vorn nach hinten numeriert und die Namen von links nach rechts aufgeführt.

(1) Shirley, M.; Grundström, M.; Genardini, D.; Giaimo, J.; Shood, W.; Phair, P.; Buchanan, C.; Robinson, D. (2) Pine, C.; Kraus, B.; Racicot, T.; Hansen, A.; Beets, T.; Berg, J.; Garcia, N.; Fleming, K. (3) Whinery, L.; Whinery, L.; Harps, C.; Giaimo, C.; Berg, T.; Mann, C.; Berrios, V.; Pfeifer, C. (4) Randall, L.; Genardini, S.; Kraus, H.; Fleming, R.; D’Abadie, S.; Shirley, T.; Stevenson, G.; Buchanan, B. (5) Robinson, T.; Garcia, J.; Harps, P.; Racicot, D.; D’Abadie, F.; Phair, M.; Stevenson, G.; Shood, D. (6) Beets, L.; Pfeifer, A.; Berrios, M.; Pine, J.; Mann, L.; Randall, P.; Grundström, J.; Hansen, G.

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