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„Diese Dinge müssen geschehen“Der Wachtturm 1999 | 1. Mai
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Im Jahr 70 u. Z. kehrte das römische Heer unter Titus, dem Sohn Kaiser Vespasians, zurück. Das Leid der Juden, die wie zuvor in der Stadt eingeschlossen waren, ist kaum vorstellbar.c Der Augenzeuge Flavius Josephus berichtet, daß etwa 1 100 000 Juden starben, als die Römer die Stadt schleiften, und daß ungefähr 100 000 gefangengenommen wurden, von denen die meisten bald auf schreckliche Weise verhungerten oder in den römischen Amphitheatern umkamen. Die Drangsal der Jahre 66 bis 70 u. Z. war wirklich die größte, die Jerusalem und das jüdische System je erlebt hatten und je erleben sollten.
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„Diese Dinge müssen geschehen“Der Wachtturm 1999 | 1. Mai
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c In dem Werk Geschichte der Juden von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart sagt Professor Graetz, daß die Römer zuweilen 500 Gefangene an einem Tag ans Kreuz schlugen. Anderen gefangenen Juden wurden die Hände abgehauen, und dann wurden sie in die Stadt zurückgeschickt. Welche Zustände herrschten dort? „Das Geld hatte seinen Werth verloren, denn man konnte kein Brod dafür kaufen. Um ein wenig Stroh, um Lederstücke und noch häßlichere Dinge stritten sich die Ausgehungerten, um es einander zu entreißen. ... Die aufgehäuften Leichen, die in der Jahreszeit bald in Fäulniß übergingen, verbreiteten einen üblen Geruch und erzeugten Seuchen, welche mit dem Krieg und dem Hunger um die Wette die Bevölkerung hinrafften.“
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