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Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1986
w86 15. 12. S. 3-4

Weihnachten — eine Zeit der Festlichkeit im Fernen Osten

IN ALLEN Einkaufszentren und Kaufhäusern sieht man riesige Weihnachtsbäume, strahlende Lichter und bunte Transparente. Aus den Lautsprechern dröhnen Weihnachtslieder, und Durchsagen ermuntern die Kunden, noch mehr zu kaufen. Als Weihnachtsmänner verkleidete Männer und Frauen gehen die Straßen auf und ab und verteilen gönnerhaft Werbegeschenke. Eine Szene aus einem „christlichen“ Land? Nein, das alles spielt sich in Japan ab, wo sich weniger als 1 Prozent der Bevölkerung zum Christentum bekennen.

Nicht viel anders sieht es auf der Nachbarinsel Taiwan aus, wo es sowohl unter „Christen“ als auch unter Nichtchristen Brauch ist, zu Weihnachten Geschenke auszutauschen. Und in den chinesischen Gemeinden in Malaysia geben Feuerwerkskörper den Festlichkeiten dieses „christlichen“ Feiertags ein ganz neues Gepräge.

Warum feiern diese Menschen Weihnachten? Liegt ihnen viel an Weihnachten? Oder schätzen sie die weihnachtliche Festtagsstimmung? Die Anzeichen sprechen dafür, daß ihnen das Weihnachtsfest die Botschaft vermittelt: „Iß, trink und sei fröhlich!“ Viele geben sich am 24. und 25. Dezember „christlich“, kehren aber schon am nächsten Tag wieder zu ihrer eigentlichen Religion — dem Buddhismus, Schintoismus, Taoismus usw. — zurück. Doch wie ist es überhaupt möglich, daß Menschen so unterschiedlicher Religionszugehörigkeit ein „christliches“ Fest feiern?

Als in Japan ein kleiner Junge gefragt wurde, ob er an den Weihnachtsmann glaube, antwortete er: „Ich glaube an den Weihnachtsmann, weil er mir viele Spielsachen gebracht hat.“ Seine Antwort spiegelt das Denken vieler Menschen in Ostasien wider: „Sei unvoreingenommen. Nimm es mit der Religion nicht zu genau. Wenn sie dir einen Vorteil bringt, nutze ihn. Geh jedoch nicht zu weit, damit die Religion nicht auch andere Lebensbereiche beeinflußt.“

Diese Denkweise trat bei einer Umfrage, die eine große japanische Zeitung durchführte, deutlich zutage. Eine Frage lautete: „In Japan ist es üblich, Feste verschiedener Religionen zu feiern, zum Beispiel omiyamairi [ein schintoistisches Fest, wenn das Kind in einen neuen Lebensabschnitt eintritt], ohigan [ein halbjährliches buddhistisches Ritual zum Gedenken an die Verstorbenen] und Weihnachten. Meinen Sie, dagegen sei etwas einzuwenden?“ Nur 19 Prozent beantworteten diese Frage mit Ja. Selbst 60 Prozent derjenigen, die sich als Christen bezeichneten, vertraten die Meinung, es sei nicht verkehrt, Feste verschiedener Religionen zu feiern.

Diese Einstellung ist für ein religiöses Phänomen verantwortlich — viele Japaner bekennen sich zu mehreren Religionen. Wie das Amt für kulturelle Angelegenheiten verlauten ließ, hatten die in Japan vertretenen Religionen Ende 1982 insgesamt 207 080 000 Mitglieder, die Bevölkerungszahl Japans wurde hingegen mit schätzungsweise 118 600 000 angegeben. Demnach betrug die Mitgliederzahl aller Religionsorganisationen in Japan 170 Prozent der Gesamtbevölkerung!

„Unmöglich!“ wird man in monotheistischen Kulturen sagen. Doch dieselbe Zwiespältigkeit in bezug auf die religiöse Einstellung ist auch im Westen vorherrschend, wenn es um das Weihnachtsfest geht. Inwiefern trifft das zu? Und solltest du trotzdem Weihnachten feiern?

[Bild auf Seite 3]

Mitglieder aller in Japan vertretenen Religionen: 207 080 000

Gesamtbevölkerung Japans: 118 600 000

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