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Erwachet! 1989
g89 8. 8. S. 26-27

Die Bibliothek auf dem Schreibtisch

STELL dir vor, dir stünde eine Bibliothek zur Verfügung, die mit einigen der größten Bibliotheken der Welt konkurrieren könnte. Stell dir vor, Millionen Artikel, Aufsätze und ähnliches aus Tausenden von Büchern, Zeitschriften, Zeitungen und anderen Veröffentlichungen hätten auf deinem Schreibtisch Platz.

Du fragst, wie das möglich ist? Drei Kinder der modernen Technik sind daran beteiligt: ein Personalcomputer, ein Modem und ein Telefonanschluß. (Ein Modem ist ein Gerät, mit dessen Hilfe man Computer telefonisch verbinden kann.) Diese drei können einen Schreibtisch in eine echte Bibliothek verwandeln.

Obwohl die unzähligen Bücher und Zeitschriften einer herkömmlichen Bibliothek peinlich genau geordnet und katalogisiert sein mögen, erfordert es doch einige Zeit, das Gewünschte zu finden. Selbst die erfolgreiche Suche im Katalog bietet dann noch keine Garantie, daß das Gesuchte auch im Regal zu finden ist.

Das neue Zeitalter

Mit einem Computer, der auf den Schreibtisch paßt, und einem Modem kann man ein großes Computersystem anzapfen, in dem buchstäblich Millionen Auszüge aus Büchern, Zeitschriften, Agenturmeldungen und anderen Quellen gespeichert sind. Alles ist in speziellen „Files“ — der Datenbank — katalogisiert, die mittels einfacher Kommandos zugänglich sind.

Wenn z. B. ein Geschäftsmann in Zeitschriften Informationen über kreditgestützte Firmenübernahmen sucht, würde er nach der Eingabe eines persönlichen Kennwortes die Kategorie „Zeitschriften“ wählen und, sobald er damit verbunden ist, „finde kreditgestützte Firmenübernahme“ eingeben. Innerhalb von Sekunden werden daraufhin über 1,4 Millionen Zeitschriftenartikel aus mehr als 16 Jahren nach dem Begriff durchsucht.

Jeder Artikel, der die Wendung „kreditgestützte Firmenübernahme“ enthält, wird vermerkt, und schließlich wird die Gesamtzahl angezeigt. Der Befehl „zeige“ läßt dann von jedem Artikel, beginnend mit dem zuletzt erschienenen, die Überschrift, das Datum, den Autor und eine kurze Zusammenfassung mit zusätzlichen Informationen erscheinen. Und das alles in Sekunden! Was das kostet? Zwei bis drei Dollar — vielleicht.

Mit diesem System kann sich eine Hausfrau beim Kochen durch Rezepte aus den verschiedensten Ländern der Welt anregen lassen. Auch Einrichtungsideen und die neue Mode sind zur Hand. Mediziner können die jüngsten Forschungen auf dem Gebiet der Mikrobiologie verfolgen und sich über die neuesten die Pharmaindustrie betreffenden Vorschriften auf dem laufenden halten. Anwälte können frühere Fälle auffinden und nachforschen, wie dabei weiter zurückliegende Urteile berücksichtigt wurden.

Schüler finden praktisch über jedes Unterrichtsthema etwas. So, wie der Geschäftsmann etwas über kreditgestützte Firmenübernahmen sucht, forscht der Schüler über schwarze Löcher nach. Diese Nachforschungshilfe mag auch für Lehrer, Autoren, Forscher und Unternehmensleitungen von Interesse sein.

Die Kosten

Das ist zwar alles verhältnismäßig billig, aber der Preis hängt doch in großem Maß von der betreffenden Datenbank ab. Es ist wie überall, die Preise variieren von Unternehmen zu Unternehmen.

Grob gesagt, bezahlt man nur für die Zeit der Verbindung mit dem Computer und für die Ergebnisse der Suche. Ein Informationsdienst berechnet im Durchschnitt einen Dollar für jede Minute, wobei eine durchschnittliche Suche etwa zehn Minuten dauert. Unter anderem hängt der Preis von der Tageszeit ab. Nachforschungen außerhalb der regulären Geschäftszeit können bis zu 50 Prozent billiger sein.

Um die Kosten noch weiter zu senken, bieten solche Dienste gewöhnlich die Hilfe von Kundendienstmitarbeitern oder Themenspezialisten an. Diese High-Tech-Bibliothekare sind dabei behilflich, vor der eigentlichen Suche eine Strategie festzulegen, was Zeit und somit Geld spart. Einige der Informationsdienste, die für Freiberufler, besonders für Anwälte, arbeiten, berechnen einen festen Monatssatz. Interessanterweise vermeiden verschiedene kleinere Anwaltsbüros zusätzliche Kosten, indem sie sich „Rechenzeit“ bei größeren Büros kaufen, die einen solchen Dienst in Anspruch nehmen und die Angestellte speziell für die Sucharbeit beschäftigen.

Doch was ist, wenn man so wie viele vor Computern zurückschreckt? Was, wenn man sich den Computer, das Modem und die zusätzliche Telefonleitung für Zuhause nicht leisten kann? Was, wenn man nicht die Zeit für eigene Nachforschungen hat, selbst wenn man sich die Ausrüstung leisten könnte?

Seitdem es diese Dienste gibt, sind Bibliotheken und Hochschulen an ihnen interessiert. Nachdem sie sich eingehender informiert hatten, erkannten sie die Vorteile einer Zusammenarbeit. Die Dienste betrachteten die Stadt- und Hochschulbibliotheken gewissermaßen als Schaufenster ihrer Tätigkeit, während die Bibliotheken ihrerseits ein anziehendes und wirkungsvolles Hilfsmittel entdeckt hatten. Man untersuchte die Möglichkeiten, und es entwickelte sich eine blühende Partnerschaft.

Die Informationsdienste gewähren den Institutionen Preisnachlässe, die diese an ihre Benutzer weitergeben. Als Benutzer oder Student kann man jetzt Nachforschungen betreiben, ohne selbst über eine entsprechende Ausrüstung zu verfügen.

Wie bei vielen neuen Errungenschaften der Technik — man denke nur an Mikrowellenherde und Digitaluhren — sinken auch bei den Informationsdiensten die Preise. Dadurch wird die Bibliothek, die auf den Schreibtisch paßt, für immer mehr Menschen erschwinglich.

[Kasten auf Seite 27]

Der neue Bibliothekar

Es gibt einen neuen Bibliothekar in der Stadt, und du brauchst deinen Schreibtisch nicht zu verlassen, um ihn zu erreichen, sondern einfach nur zum Telefon zu greifen. Man nennt ihn Informationsmakler. Doch findest du ihn nicht in der örtlichen Bibliothek. Er sitzt in einem Büro und übernimmt gegen eine Gebühr für dich Nachforschungsarbeiten mittels einer speziellen Telefonschaltung, wie auf diesen Seiten gezeigt.

Seine Arbeit ist nicht so leicht, wie man vielleicht meint. Er muß nicht nur wissen, in welcher der über 3 000 Datenbanken er zu suchen hat, sondern auch, auf welche Weise er sich in einer bestimmten Datenbank leicht bewegen kann und welche Schlüsselwörter er für die Suche benötigt.

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