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  • Mein brennender Wunsch, Gott zu dienen
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g92 22. 9. S. 17-21

Mein brennender Wunsch, Gott zu dienen

Mit fünf Jahren war ich als der Schrecken des Spielplatzes bekannt. Ich besuchte die Perkins-Schule, eine Schule für Blinde.

Dreizehn Jahre meines Lebens verbrachte ich in dieser Schule in Watertown (Massachusetts, USA). Ich wußte, daß alle anderen Kinder in der Schule blind waren, doch von mir selbst dachte ich, daß ich sehen könne. Meine Eltern behandelten mich genauso wie meine fünf Schwestern. Was sie taten, tat ich auch: zum Beispiel im Haushalt mithelfen, auf Rollschuhen laufen, schwimmen, auf Bäume klettern. Ich wurde nie als Blinde behandelt. Deshalb hielt ich mich auch nie für blind.

Ich war voller Lebensfreude und liebte das Abenteuer; bei mir mußte es immer lustig zugehen. Die anderen Kinder stachelte ich an, zu schlittern, auf einer Schaukel zu schaukeln oder in ein Schaukelboot zu steigen, das auf Kufen stand. Ich schaukelte es so wild, daß die Kinder schrien. Aber ich sang, so laut ich konnte, und feuerte sie an. Ich glaube, ich trieb es zu weit, denn die Glocke ertönte, und die Heimleiterin rief mich zu sich und versohlte mich mit der Rückseite einer Haarbürste. Dann mußte ich mich auf den Stuhl für Ungezogene setzen. Er stand in der Nähe der Treppe, die von allen Lehrern benutzt wurde. Als sie mich dort sahen, fragten sie schmunzelnd: „Sitzt du schon wieder da?“

Doch ich will von Anfang an erzählen und erklären, wieso ich die Schule für Blinde besuchte. Ich wurde 1941 geboren. Als ich zwei Jahre alt war, erfuhren meine Eltern, daß sich am Sehnerv eines meiner Augen ein Tumor gebildet hatte. Das Auge mußte entfernt werden. Während der Operation stellten die Ärzte fest, daß der Tumor schon den Sehnerv des anderen Auges angegriffen hatte und in Richtung Gehirn wuchs. Das bedeutete, daß sie mir entweder beide Augen entfernen oder mich sterben lassen mußten. Damals, im Jahre 1943, hielt man die Blindheit für etwas Schlimmeres als den Tod. Ein Augenspezialist sagte: „Wäre es mein Kind, so würde ich es sterben lassen.“ Der andere Spezialist widersprach: „Nein, laßt das Mädchen leben.“ Ich bin froh, daß meine Eltern mich am Leben ließen. Drei Jahre später war ich der Schrecken des Spielplatzes.

In der Blindenschule wurde jedes Kind in der Religion seiner Wahl unterrichtet. Da meine Mutter katholisch war, wurde ich von Nonnen unterwiesen, die jede Woche von einem nahe gelegenen Kloster kamen. Sie erzählten Geschichten von „Heiligen“, die ihr Leben Gott gewidmet hatten, und so hatte ich schon in jungen Jahren den brennenden Wunsch, wie diese Heiligen zu sein. Ich wollte mein ganzes Leben in den Dienst Gottes stellen. Aber die Nonnen erklärten mir, ich solle mir keine Hoffnungen machen. „Du bist einfach zu böse. Gott wird dich nicht annehmen.“ Das sagten sie, weil ich mit protestantischen und jüdischen Kindern spielte, obwohl sie uns geboten hatten, nur mit katholischen Kindern zu spielen.

Die Nonnen wurden auch ärgerlich über mich, weil ich ihnen Fragen über den Namen Jehovas stellte. Zu jener Zeit führten Zeugen Jehovas mit meiner Mutter hin und wieder ein Bibelstudium durch. Wenn ich dann einmal monatlich am Wochenende nach Hause kam, hörte ich, daß der Name Gottes Jehova lautet. Als ich die Nonnen fragte, warum sie uns nichts von Jehova erzählten, regten sie sich darüber auf, und sie schickten mich aus dem Klassenraum auf den Flur. Ich glaube, ich habe die Hälfte meiner Kindheit entweder im Flur oder auf dem Stuhl für Ungezogene verbracht.

Wie kam es, daß meine Mutter, die doch eine gute Katholikin war, mit Zeugen Jehovas studierte? Nach meiner Operation wurde sie vom Pfarrer besucht, und er sagte zu ihr, sie müsse etwas sehr Schlimmes getan haben. Gott sei darüber so wütend, daß er mich erblinden ließ. Statt sie in dieser schweren Zeit, die sie durchmachen mußte, zu trösten, rief er in ihr noch Schuldgefühle hervor. Außerdem gab er Gott die Schuld für meine Blindheit. Auf diese Weise ebnete er den Zeugen Jehovas, die bald darauf bei ihr anklopften, den Weg.

Sie überbrachten meiner Mutter die wunderbare Botschaft vom Königreich und erklärten ihr, daß Gott keinen Schaden stifte, sondern ein Gott der Liebe sei. Daraufhin willigte sie in ein Heimbibelstudium ein. Sie brauchte jedoch eine ganze Weile, bis sie sich Jehova hingab, um ihm zu dienen. Die falschen Lehren des Katholizismus waren in ihr tief verwurzelt. Aber die biblischen Wahrheiten, die sie kennenlernte, waren „machtvoll durch Gott, um starke Verschanzungen umzustoßen“; und so ließ sie sich 1954 als Zeugin Jehovas taufen (2. Korinther 10:4).

Wenn ich einmal im Monat am Wochenende nach Hause kam, wollte mein Vater, daß wir in die Kirche der Baptisten gingen, einige meiner Schwestern besuchten die Kirche der Methodisten, meine Mutter nahm mich mit in den Königreichssaal, und in der Schule wurde ich noch vermehrt im katholischen Glauben unterwiesen. Vier verschiedene Religionsgemeinschaften gleichzeitig in ein und derselben Familie! Damals war ich ganz schön verwirrt. Welches war denn nun der richtige Weg, um Gott anzubeten?

Inzwischen war ich 16 Jahre alt, und ich hatte mehr denn je den brennenden Wunsch, Gott auf die rechte Weise zu dienen. Ich sagte zu Jehova im Gebet, daß ich nur einen Mann mit der richtigen Religion heiraten wolle, welche das auch sein würde. Eines Tages begegnete ich dann diesem scheinbar wundervollen Mann, der mich heiraten wollte. Er war Katholik, und mir schien, daß Gott ihn mir als Antwort auf mein Gebet geschickt hatte. So folgerte ich, der Katholizismus müsse die wahre Religion sein. Ich entschloß mich, von nun an wirklich eine strenge Katholikin zu sein und eine gute Ehefrau und Mutter zu werden.

Leider war ich alles andere als glücklich verheiratet. Nach zehn Monaten wurden wir mit einer Tochter gesegnet und 22 Monate später mit einem Sohn. Trotzdem verschlechterte sich unsere Ehe im Laufe der Zeit immer mehr. Meiner Meinung nach hätte es nicht schlimmer sein können.

Doch ich hatte mich geirrt, es kam noch schlimmer. Gewöhnlich gingen wir samstags abends tanzen, und danach begab sich jedesmal die ganze Gruppe zu uns, wo Kaffee und Erfrischungen serviert wurden. An einem Samstag aber waren wir alle bei jemand anders eingeladen. Dort hörte ich zufällig mit an, wie mein Mann Pläne für einen Partnertausch machte. Ein Fremder war anwesend, und er fragte, wen er bekommen werde. Ich hörte, daß mein Mann antwortete: „Du kannst meine Frau haben.“ Entsetzt und in Panik lief ich davon. Das kam mich teuer zu stehen, denn als mein Mann in den frühen Morgenstunden nach Hause kam, verprügelte er mich. Als Grund gab er an, ich hätte ihn lächerlich gemacht.

Den ganzen Sonntag flehte ich zu Jehova, er möge mir doch die wahre Religion zeigen, falls es sie gebe, und mir den richtigen Weg weisen, auf dem ich ihm dienen könne, sonst wolle ich lieber sterben. Nur meine beiden kleinen Kinder hinderten mich daran, Selbstmord zu begehen. Wer würde sich um sie kümmern, wenn ich tot wäre?

Am folgenden Morgen mähte ich draußen barfuß den Rasen (barfuß konnte ich besser fühlen, wo das Gras länger war und gemäht werden mußte). Zwei Zeugen Jehovas kamen vorbei, ein Mann und eine Frau. Ich werde die milde und sanfte Stimme des Mannes nie vergessen. Er hatte einen besonderen Artikel in Blindenschrift bei sich, der von der Watch Tower Society herausgegeben worden war. Nachdem er mir den Artikel gegeben hatte, fragte er, ob er und die Frau in der nächsten Woche wiederkommen dürften. Eigentlich wollte ich nicht so recht, doch beide waren so nett und freundlich, daß ich nicht nein sagen konnte. Ich weiß noch genau, wie ich ins Haus zurückging und dachte: „Du lieber Gott, nicht sie, nicht die Zeugen Jehovas! Kann es nicht irgendeine andere Religion sein?“

Sie kamen tatsächlich wieder, und jede Woche studierten wir die Bibel. Nach einiger Zeit besuchten mich dann zwei Frauen, Judy und Penny. Sie waren Vollzeitprediger (genannt Sonderpioniere) und erwiesen sich als ein Segen von Jehova. Judy war sehr mitteilsam, aber auch dem Studium ergeben und im Finden von Bibelstellen geschickt. Penny war nicht so gesprächig, doch sie hatte die nötige Festigkeit und Strenge, etwas, was ich brauchte. Ihr ganzes Leben hatten sie in den Dienst Jehovas gestellt. Mit der Zeit wollte ich so werden wie sie und nicht wie die „Heiligen“, von denen mir die Nonnen erzählt hatten.

Als Judy und Penny später den Predigtdienst von Haus zu Haus erwähnten — ein Dienst, den auch sie verrichteten —, dachte ich: „Das können sie von mir nicht verlangen! Ich bin doch blind.“ Noch nie hatte ich meine Blindheit vorgeschoben, um etwas nicht tun zu müssen, aber jetzt dachte ich: „Ich nicht. Ich gehe nicht von Haus zu Haus.“ Dann sagte ich: „Wie soll ich denn an den Türen Bibelstellen vorlesen?“ Penny erklärte ruhig: „Kannst du nicht Bibelstellen auswendig lernen?“ Sie wußte, daß ich das konnte, denn die beiden Zeuginnen hatten mich jede Woche zwei Bibeltexte auswendig lernen lassen. Meine Ausreden nützten bei ihnen einfach nichts.

Im Jahre 1968, nachdem ich zwei Jahre lang die Bibel studiert hatte, war ich entschlossen, der Feier zum Gedenken an den Tod Christi beizuwohnen. Ehe ich es meinem Mann sagte, betete ich. Ich hatte mir schon gedacht, daß er wütend werden würde, und so geschah es dann auch. Er schrie mich an, es wäre ihm lieber, ich würde sterben, als daß ich eine Zeugin Jehovas würde. Dann ergriff er ein Messer und setzte es mir an die Kehle. „Sag, daß du nicht gehst, und ich töte dich nicht.“ Ich richtete ein stilles Gebet an Jehova: „Hilf mir, treu zu sein, selbst wenn ich sterben muß.“ Ich war erstaunt, wie ruhig ich plötzlich war. Mir schoß der Gedanke durch den Kopf: „Was würde mir ein Leben ohne den Dienst Jehovas eigentlich nützen?“ Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, doch endlich warf mein Mann das Messer zu Boden. „Ich kann dich nicht umbringen“, jammerte er. „Ich will, aber ich kann nicht. Warum, weiß ich nicht.“

Während des Gedächtnismahls erlangte ich meinen inneren Frieden zurück und spürte die Nähe Jehovas. Als ich nach Hause kam, war die Haustür verschlossen, und meine Sachen lagen auf der Treppe. Ich übernachtete bei meinen Eltern. Danach bedrohte mich mein Mann immer wieder mit dem Messer, das er mir an die Kehle hielt, und ich mußte wiederholt Prügel einstecken. Oft stand ich vor verschlossener Tür, wenn ich von einer Zusammenkunft nach Hause kam. Er erklärte: „Wenn du Jehova dienst, dann soll er auch für dich sorgen.“ Er bezahlte keine Rechnungen mehr. Unsere Nahrungsmittelvorräte gingen zur Neige, das Gas und der Strom wurden abgestellt, und wir verloren das Haus. Aber Jehova war für mich und die Kinder immer da.

Im Juli 1969 hielten Jehovas Zeugen in New York einen großen Kongreß ab. Eine Stunde bevor ich in den Zug steigen wollte, der mich dorthin bringen sollte, drückte mein Mann mich in eine Ecke und bedrohte mich wieder mit einem Messer, das er mir an die Kehle setzte. Aber inzwischen war ich daran gewöhnt, und ich ließ mich nicht beirren. Anläßlich jenes Kongresses, am 11. Juli 1969, symbolisierte ich meine Hingabe an Jehova. Zusammen mit 3 000 anderen Kongreßteilnehmern wurde ich im Meer getauft.

Mindestens zweimal im Jahr verbrachte ich monatlich 75 Stunden im Predigtdienst, obwohl mir mein Mann den Dienst verboten hatte. Ich wußte, daß Christus Jesus das Gebot zu predigen gegeben hatte, und ich mußte ihm gehorchen (Matthäus 24:14; 28:19, 20). Doch ich arbeitete auch fleißig im Haus. Die Wohnung hielt ich sauber, und die Mahlzeiten standen pünktlich auf dem Tisch. An den Tagen, wo wir unsere Zusammenkunft hatten, kochte ich jeweils eines seiner Lieblingsgerichte. Wenn ich dann nach Hause kam, gab es für ihn einen besonderen Nachtisch. Trotzdem war er ziemlich mürrisch. Aber es ist schwer, jemanden weiter anzuschreien, der einem seinen Lieblingsnachtisch zubereitet.

Mein Mann zog 1975 mit uns nach Kalifornien. Im November 1976 wurde unsere Ehe nach 17 Jahren geschieden. Ich hätte mich nie scheiden lassen, denn ich bin gegen eine Scheidung. In Maleachi 2:16 sagt Jehova, er habe ‘Ehescheidung gehaßt’. Es war schrecklich für mich, das durchzumachen. Zu all dem Schmerz kam noch hinzu, daß die Kinder bei ihrem Vater in Kalifornien blieben. Ich ging zurück in den Osten der Vereinigten Staaten, wo ich zuvor gewohnt hatte.

Dort lebten meine Eltern, die mich als Kind liebevoll umsorgt hatten. (Mein Vater ist inzwischen gestorben, aber meine Mutter ist noch am Leben. Sie ist über 80 Jahre alt und fast 40 Jahre eine treue Zeugin Jehovas.) Ich wohne jedoch nicht bei meiner Mutter, und Jehova hat für alle meine Bedürfnisse gesorgt: Wohnung, Nahrung, Kleidung, Geld, eine Arbeitsstelle, wenn ich sie benötigte, und viele gute Freunde, die mir eine wertvolle Stütze waren und noch sind. Da ist zum Beispiel Judy Cole, mit der ich schon seit langem befreundet bin. Obwohl sie von mir weit entfernt wohnt, ruft sie mich oft an, liest mir Artikel aus dem Wachtturm vor und muntert mich auf. Sie ist meine beste Freundin — natürlich nach Jehova, denn seine Freundschaft schätze ich mehr als irgendeine andere.

Am 1. Oktober 1986, um elf Uhr abends, rief mich meine Tochter Linda aus San Diego (Kalifornien) an. Sie erzählte mir, daß mein Sohn Stephen, der damals 23 Jahre alt war, im Krankenhaus auf der Intensivstation sei und kaum Überlebenschancen habe. Er war auf einer kurvenreichen Bergstraße mit dem Motorrad gegen einen Baum gerast und 45 Meter in die Tiefe in einen Cañon gestürzt. Nur ein einziges Haus stand in der Nähe. Es war zwei Uhr morgens, doch zufällig war der Mann, der dort wohnte, noch auf und las. Ein dumpfes Geräusch drang an sein Ohr. Er ging hinaus und sah, was passiert war. Sofort rief er die Sanitäter.

Stephen war bewußtlos, beide Beine waren gebrochen, eine Kniescheibe war zersplittert, und er hatte eine starke Gehirnschwellung. Als ich im Krankenhaus ankam, machten mir die Ärzte wenig Hoffnung. Eine Woche lag er im Koma, und als er daraus erwachte, saß ich bei ihm. „Hallo, Mama“, sagte er. Das waren die schönsten Worte, die ich je hörte. Er wird überleben! Doch das war nicht der einzige Grund zur Freude. Stephen ließ sich über ein Jahr später, im Juli 1988, als Zeuge Jehovas taufen.

Es gibt jetzt noch etwas, worüber ich sehr glücklich bin: Die Watch Tower Society bringt nun viel Literatur in Blindenschrift heraus. Das ist für mich wirklich ein wunderbares Geschenk. Als ich die Wahrheit kennenlernte, gab es so gut wie nichts in Blindenschrift. Doch jetzt haben wir die Bücher Auf den Großen Lehrer hören, Mein Buch mit biblischen Geschichten, Fragen junger Leute — Praktische Antworten und das kürzlich erschienene Buch Der größte Mensch, der je lebte.

Abschließend kann ich sagen, daß ich durch alle meine Prüfungen Jehova nähergekommen bin. Ich wurde dadurch im Glauben gestärkt. Eigentlich habe ich mein Augenlicht nie vermißt, denn ich weiß nicht, wie es ist, wenn man sehen kann. Ich hatte natürlich noch bis zum zweiten Lebensjahr meine Sehfähigkeit, doch daran kann ich mich überhaupt nicht mehr erinnern. Aber zu meinen Lieblingsschriftstellen gehört Psalm 145:16, wo es dem Sinne nach heißt, daß ‘Jehova seine Hand öffnet und das Begehren alles Lebenden sättigt’. Sämtliche Wünsche, die gegenwärtig nicht befriedigt werden, gehen in seinem verheißenen irdischen Paradies, wo er alle Dinge neu machen wird, in Erfüllung (Offenbarung 21:3-5). Sogar das Augenlicht werde ich zurückgewinnen — eine Glaubensschwester erinnerte mich daran.

Ich bin heute überglücklich, denn ich habe die Aussicht, daß mein brennender Wunsch, Jehova zu dienen, für immer erfüllt werden wird. (Von Collette Nunes erzählt.)

[Herausgestellter Text auf Seite 19]

„Wäre es mein Kind, so würde ich es sterben lassen“

[Herausgestellter Text auf Seite 19]

„Du bist einfach zu böse“, sagten sie. „Gott wird dich nicht annehmen.“

[Herausgestellter Text auf Seite 20]

Der Pfarrer gab Gott die Schuld für meine Blindheit

[Herausgestellter Text auf Seite 20]

Ich hörte zufällig mit an, wie mein Mann Pläne für einen Partnertausch machte

[Herausgestellter Text auf Seite 21]

Er ergriff ein Messer und setzte es mir an die Kehle. „Sag, daß du nicht gehst, und ich töte dich nicht!“

[Bild auf Seite 17]

Collette mit ihrem Blindenhund

[Bilder auf Seite 18]

Collette mit 17 und mit 2 Jahren (als sie noch sehen konnte)

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