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    „Das gute Land sehen“
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      „Das gute Land sehen“

  • Inhalt
    „Das gute Land sehen“
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      4 Die Länder der Bibel

      6 Die Welt der Patriarchen

      8 Von Ägypten bis zum Land der Verheißung

      10 Israel und die Nachbarnationen

      12 „Ein gutes und geräumiges Land“

      14 ‘Als Jehova Richter erweckte’

      16 Israel zur Zeit Davids und Salomos

      18 Das Land der Verheißung

      20 Jerusalem und der Tempel Salomos

      22 Weltreiche greifen das Land der Verheißung an

      24 Gottes Volk kehrt in sein Land zurück

      26 Griechenland und Rom beeinflussen die Juden

      28 Jesus „im Land der Juden“

      30 Jerusalem und der Tempel der Tage Jesu

      32 Das Christentum breitet sich bis in ferne Länder aus

      34 Kartenindex

  • Die Länder der Bibel
    „Das gute Land sehen“
    • Die Länder der Bibel

      ALS sich das Volk Israel darauf vorbereitete, das Land der Verheißung zu betreten, wandte sich Moses mit dem sehnlichen Wunsch an Gott: „Lass mich bitte hinüberziehen und das gute Land sehen, das jenseits des Jordan ist, diese gute Berggegend“ (5Mo 3:25).

      Moses blieb diese Bitte verwehrt, aber er durfte das Land von einem Berg aus sehen, der Jericho gegenüberlag: Gilead bis nach Dan und das ganze Land Juda bis zum westlichen Meer und den Negeb und das Jordantal (5Mo 3:27; 34:1-4). Sind diese Bezeichnungen für uns ein Begriff? Wissen wir sie geographisch einzuordnen?

      Heute können die wenigsten Diener Jehovas die zahlreichen Orte und Landschaften besuchen, von denen in der Bibel die Rede ist. Und niemand von ihnen kann das Land der Verheißung nach seiner Länge und seiner Breite durchwandern, wie Abraham es einst auf Gottes Geheiß hin tat (1Mo 13:14-17). Dennoch möchten wahre Christen sehr gern mehr über die in der Bibel angegebenen Orte und Gegenden erfahren und wissen, in welcher Verbindung sie zueinander stehen.

      Die Broschüre „Das gute Land sehen“ soll zu einem besseren Verständnis der Bibel beitragen. Sie enthält Landschaftsaufnahmen, wie zum Beispiel von Gilead auf der Umschlagseite. Noch aufschlussreicher sind die Landkarten, aus denen man mehr über biblische Orte erfährt.

      Die Karte auf Seite 2 und 3 bietet einen Überblick über wichtige Länder und Regionen. Zieht man beispielsweise in Betracht, wo Assyrien oder Ägypten vom Land der Verheißung aus gesehen lagen, versteht man Prophezeiungen besser, in denen von diesen Ländern die Rede ist (Jes 7:18; 27:13; Hos 11:11; Mi 7:12). Der relativ schmale Landstrich, den man das Land der Verheißung nennt, war im Altertum ein Knotenpunkt bedeutender Verkehrswege, und mehrere Nationen versuchten, sich seine fruchtbaren Getreidefelder, Weingärten und Olivenhaine anzueignen (5Mo 8:8; Ri 15:5).

      Länder der Bibel & bedeutende Städte

      Mitunter möchte man vielleicht Karten miteinander vergleichen. Jona wurde zum Beispiel in die Hauptstadt Assyriens geschickt, doch er bestieg ein Schiff nach Tarschisch (Jon 1:1-3). Entdecken wir die beiden Gebiete auf der ersten Karte? Man darf natürlich Tarschisch nicht mit Tarsus verwechseln, wo der Apostel Paulus geboren wurde. Tarsus und andere bedeutende Städte sind auf der nebenstehenden Karte zu finden.

      Wenn man sich ansieht, wo Ur, Haran und Jerusalem liegen, erhält man eine gewisse Vorstellung von dem Verlauf und der Länge der Strecke, die Abraham zurücklegte. Nachdem ihn Jehova aus Ur gerufen hatte, wohnte er in Haran und zog dann weiter in das Land der Verheißung (1Mo 11:28 bis 12:1; Apg 7:2-5). Noch lebendiger wird für uns die Reise Abrahams, wenn wir uns mit dem Abschnitt „Die Welt der Patriarchen“ auf Seite 6 und 7 befassen.

      Sowohl die erste Karte in der Broschüre als auch die nebenstehende beziehen sich nicht auf eine bestimmte Zeit. Die folgenden Karten sind dagegen im Wesentlichen chronologisch geordnet. Die darin verzeichneten Städte oder anderen Angaben haben jeweils mit Ereignissen eines bestimmten Zeitabschnitts zu tun. Der Index (Seite 34, 35) enthält zwar nicht alle auf den Karten verzeichneten Namen, hilft aber, Karten mit den gesuchten Angaben zu finden.

      Auf der Karte in der Mitte der Broschüre (Seite 18, 19) sind die meisten Ortschaften und Städte des Landes der Verheißung verzeichnet. Die Legende erleichtert es, die Levitenstädte und die sechs Zufluchtsstädte zu finden und zu erkennen, welche Orte in den Hebräischen Schriften, in den Griechischen Schriften oder in beiden angeführt werden.

      Von einigen in der Bibel erwähnten Örtlichkeiten weiß man heute nicht, wo sie lagen; deshalb findet man die meisten dieser Namen nicht in der Mittelkarte. Außerdem war es nicht möglich, die Namen sämtlicher Ortschaften und Städte aufzunehmen; zum Beispiel konnten nicht alle Ortsnamen, die bei der Festlegung der Stammesgrenzen aufgezählt wurden, berücksichtigt werden (Jos, Kap. 15 bis 19). Doch in dieser Karte sind wahrscheinlich Nachbarstädte verzeichnet, sodass man sich die ungefähre Lage vorstellen kann. Einige geographische Gegebenheiten (Berge, Flüsse und Wildbachtäler) sind vermerkt; Höhenlage und Beschaffenheit des Geländes sind farbig angedeutet. So kann man sich biblische Ereignisse besser vorstellen.

      Zusätzlichen Aufschluss über biblische Orte enthält das Nachschlagewerk Einsichten über die Heilige Schrifta, das in mehreren Sprachen verfügbar ist. Beim Gebrauch dieses und anderer Bibelstudienhilfsmittel sollte man die vorliegende Broschüre „Das gute Land sehen“ griffbereit haben. Es empfiehlt sich, sie beim Studium der ‘ganzen Schrift’ zurate zu ziehen, die für das Leben äußerst nützlich ist (2Ti 3:16, 17).

      [Fußnote]

      a Herausgegeben von Jehovas Zeugen.

      DIE BIBELBÜCHER WURDEN GESCHRIEBEN IN

      Ägypten

      Babylon

      Cäsarea

      Ephesus

      Jerusalem

      Korinth

      Land der Verheißung

      Makedonien (Mazedonien)

      Moab

      Patmos

      Rom

      Susa

      [Karte auf Seite 4, 5]

      (Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)

      Länder der Bibel und bedeutende Städte

      A1 ITALIEN

      A2 ROM

      A3 SIZILIEN

      A3 MALTA

      C2 MAKEDONIEN

      C2 Philippi

      C2 GRIECHENLAND

      C3 ATHEN

      C3 Korinth

      C3 KRETA

      C4 LIBYEN

      D3 Antiochia (Pisidien)

      D3 Ephesus

      D3 PATMOS

      D3 RHODOS

      D4 MEMPHIS

      D5 ÄGYPTEN

      E2 KLEINASIEN

      E3 Tarsus

      E3 Antiochia (Syrien)

      E3 ZYPERN

      E4 Sidon

      E4 Damaskus

      E4 Tyrus

      E4 Cäsarea

      E4 LAND DER VERHEISSUNG

      E4 JERUSALEM

      E4 MOAB

      E4 Kadesch

      E4 EDOM

      F3 Garten Eden?

      F3 ASSYRIEN

      F3 Haran

      F3 SYRIEN

      F5 ARABIEN

      G3 NINIVE

      G4 BABYLON

      G4 CHALDÄA

      G4 Susa

      G4 Ur

      H3 MEDIEN

      [Berge/Gebirge]

      E5 Berg Sinai

      G2 GEBIRGE ARARAT

      [Gewässer]

      C3 Mittelmeer (Großes Meer)

      E1 Schwarzes Meer

      E5 Rotes Meer

      H2 Kaspisches Meer

      H5 Persischer Golf

      [Flüsse]

      D5 Nil

      F3 Euphrat

      G3 Tigris

  • Die Welt der Patriarchen
    „Das gute Land sehen“
    • Die Welt der Patriarchen

      STEPHANUS machte zu Beginn seiner berühmten Rede einige geographische Angaben: „[Jehova] erschien unserem Vorvater Abraham, als er in Mesopotamien war, ehe er in Haran Wohnsitz nahm, und er sprach zu ihm: ‚Zieh ... in das Land, das ich dir zeigen werde‘ “ (Apg 7:1-4). So kam es, dass sich im Land der Verheißung wichtige Ereignisse abspielten, die mit Abraham, Isaak und Jakob zu tun hatten sowie mit dem Vorsatz Gottes, die Menschheit zu segnen (1Mo 12:1-3; Jos 24:3).

      Gott rief Abraham (oder Abram) aus dem Ur der Chaldäer, einer wohlhabenden Stadt am Ostufer des Euphrat. Welchen Weg wählte Abraham wohl? Scheinbar wäre es nicht allzu schwierig gewesen, von Chaldäa aus — ein Gebiet, das auch Sumer oder Schinar genannt wurde — unmittelbar nach Westen zu ziehen. Warum zog er aber nach Haran?

      Patriarchen (Übersicht)

      Ur lag am östlichen Ende des Fruchtbaren Halbmonds, eines halbkreisförmigen Gebiets, das sich von Palästina bis zum Zweistromland zwischen Tigris und Euphrat erstreckt. In diesem Gebiet herrschte früher möglicherweise ein gemäßigteres Klima. Südlich des Halbmonds dehnt sich die Syrisch-Arabische Wüste mit ihren typischen Kalksteinhügeln und Sandebenen aus. Wie es in der Encyclopædia Britannica heißt, war sie eine „nahezu unüberwindbare Barriere“ zwischen der Mittelmeerküste und Mesopotamien. Einige Karawanen durchquerten womöglich dieses Gebiet vom Euphrat aus über Tadmor nach Damaskus, doch Abraham führte seine Familie und seine Herden nicht durch jene Wildnis.

      Abraham zog das Euphrattal hinauf bis Haran. Von dort konnte er einer Handelsstraße folgen bis zu einer Furt bei Karkemisch. Dann ging es weiter nach Süden über Damaskus bis zu dem Gewässer, das später Galiläisches Meer genannt wurde. Die Via Maris oder „Straße des Meeres“ führte an Megiddo vorbei nach Ägypten. Abraham nahm jedoch den Weg durch die Berge von Samaria und schlug seine Zelte schließlich in Sichem auf. Im Laufe der Zeit zog er weiter durch das Bergland. Seine Route lässt sich verfolgen, wenn man 1. Mose 12:8 bis 13:4 liest. Schauplatz verschiedener Begebenheiten waren Dan, Damaskus, Hoba, Mamre, Sodom, Gerar, Beerscheba und Moria (Jerusalem) (1Mo 14:14-16; 18:1-16; 20:1-18; 21:25-34; 22:1-19).

      Wenn wir die geographische Lage bestimmter Orte kennen, werden Begebenheiten im Leben Isaaks und Jakobs für uns lebendiger. Wohin sandte zum Beispiel Abraham während seines Aufenthalts in Beerscheba seinen Diener, damit dieser eine Frau für Isaak suchte? Weit in den Norden nach Paddan-Aram in Mesopotamien (was „[Land] zwischen den Strömen“ bedeutet). Stellen wir uns dann die anstrengende Reise Rebekkas auf einem Kamel bis in den Negeb vor, wo sie wahrscheinlich in der Nähe von Kadesch Isaak traf (1Mo 24:10, 62-64).

      Später unternahm Jakob (Israel), der Sohn Isaaks und Rebekkas, eine ebenso lange Reise, damit er eine Anbeterin Jehovas heiraten konnte. Für die Rückreise wählte er eine etwas andere Route. Nach der Durchquerung des Jabbok in der Nähe von Penuel rang er mit einem Engel (1Mo 31:21-25; 32:2, 22-30). In jenem Gebiet traf Jakob mit Esau zusammen; danach ließ sich jeder in einer anderen Gegend nieder (1Mo 33:1, 15-20).

      Patriarchen (im Land der Verheißung)

      Nachdem Dina, die Tochter Jakobs, in Sichem vergewaltigt worden war, zog Jakob nach Bethel. Später, als er in Hebron lebte, zogen seine Söhne mit seiner Herde zu weiter entfernten Weidegründen. Die nebenstehende Karte (und die auf Seite 18, 19) zeigt, welche Strecke Joseph zurücklegte, bis er seine Brüder schließlich in Dothan fand (1Mo 35:1-8; 37:12-17). Joseph wurde von seinen Brüdern an Händler verkauft, die in Richtung Ägypten unterwegs waren. Welche Route wählten sie wohl damals? Letztendlich führte das Ganze dazu, dass die Israeliten nach Ägypten kamen und später wieder von dort auszogen (1Mo 37:25-28).

      [Karten auf Seite 7]

      (Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)

      Die Reisen Abrahams (Siehe gedruckte Ausgabe)

      Die Reisen Isaaks (Siehe gedruckte Ausgabe)

      Die Reisen Jakobs (Siehe gedruckte Ausgabe)

      Hauptverkehrswege (Siehe gedruckte Ausgabe)

      Patriarchen (Übersicht)

      A4 GOSEN

      A5 ÄGYPTEN

      B4 SCHUR

      B5 PARAN

      C3 Damaskus

      C3 Dan (Lajisch)

      C4 Sichem

      C4 Bethel

      C4 Hebron (Kirjath-Arba)

      C4 Gerar

      C4 Beerscheba

      C4 SEIR

      C4 Kadesch

      C5 EDOM

      D1 Karkemisch

      D2 Tadmor

      D3 Hoba

      E1 PADDAN-ARAM

      E1 Haran

      F2 MESOPOTAMIEN

      G1 Ninive

      G2 FRUCHTBARER HALBMOND

      G3 Babylon

      H4 CHALDÄA

      H4 Ur

      [Berge]

      C4 Moria

      [Gewässer]

      B3 Mittelmeer (Großes Meer)

      [Flüsse]

      E2 Euphrat

      G2 Tigris

      Patriarchen (im Land der Verheißung)

      KANAAN

      Megiddo

      GILEAD

      Dothan

      Sichem

      Sukkoth

      Mahanajim

      Penuel

      Bethel (Lus)

      Ai

      Jerusalem (Salem)

      Bethlehem (Ephrath)

      Mamre

      Hebron (Machpela)

      Gerar

      Beerscheba

      Sodom?

      NEGEB

      Rehoboth?

      Beer-Lahai-Roi

      Kadesch

      Hauptverkehrswege

      Via Maris

      Königsstraße

      [Berge]

      Moria

      [Gewässer]

      Salzmeer

      [Flüsse und Ströme]

      Jabbok

      Jordan

      [Bild auf Seite 6]

      Der Euphrat in der Nähe von Babylon

      [Bild auf Seite 6]

      Abraham wohnte in Beerscheba und seine Herden weideten in der näheren Umgebung

      [Bild auf Seite 6]

      Das Wildbachtal Jabbok

  • Von Ägypten bis zum Land der Verheißung
    „Das gute Land sehen“
    • Von Ägypten bis zum Land der Verheißung

      DER Auszug der Israeliten aus Ägypten ist allgemein bekannt. Wie ging es aber mit Moses und dem Volk Gottes nach dem Durchzug durch das Rote Meer weiter? In welche Richtung zogen sie, und wie gelangten sie, bevor sie in das Land der Verheißung einzogen, an den Jordan?

      Auszug aus Ägypten (Route)

      Ihr Ziel war das Land Kanaan; doch Moses wählte nicht den kürzesten Weg dorthin, der etwa 400 Kilometer entlang der sandigen Mittelmeerküste durch Philistäa geführt hätte, also durch feindliches Gebiet. Sie zogen auch nicht durch das weite Hochland im Innern der Sinaihalbinsel, wo enorm hohe Temperaturen das Geröll und den Sandstein aufheizten. Moses führte das Volk stattdessen durch die schmale Küstenebene nach Süden. Das erste Lager schlugen die Israeliten in Mara auf, wo Jehova bitteres Wasser in süßes verwandelte.a Nachdem sie von Elim aufgebrochen waren, murrten die Israeliten wegen der Nahrung; Gott sandte ihnen Wachteln und gab ihnen dann das Manna. In Rephidim gab es erneut Probleme wegen des Wassers; die angreifenden Amalekiter wurden bezwungen, und Moses bekam von seinem Schwiegervater den dringenden Rat, sich von fähigen Männern helfen zu lassen (2Mo, Kap. 15 bis 18).

      Dann führte Moses die Israeliten weiter nach Süden in die Berge, wo sie am Sinai lagerten. Dort erhielt Gottes Volk das Gesetz, die Stiftshütte wurde gebaut und Schlachtopfer wurden dargebracht. Im zweiten Jahr zogen die Israeliten nordwärts durch eine „große und furchteinflößende Wildnis“. Der Marsch bis in die Gegend von Kadesch (Kadesch-Barnea) dauerte anscheinend 11 Tage (5Mo 1:1, 2, 19; 8:15). Aufgrund eines ungünstigen Berichts von zehn Kundschaftern wurde das Volk furchtsam und musste daraufhin noch weitere 38 Jahre umherwandern (4Mo 13:1 bis 14:34). Unter den Aufenthaltsorten waren Abrona und Ezjon-Geber, und dann kehrten sie nach Kadesch zurück (4Mo 33:33-36).

      Als für die Israeliten schließlich die Zeit gekommen war, sich dem Land der Verheißung zu nähern, wanderten sie nicht geradewegs nach Norden. Sie zogen um das Land Edom herum und setzten dann ihren Weg auf der Königsstraße fort (4Mo 21:22; 5Mo 2:1-8). Es war nicht einfach für eine ganze Nation — mit Kindern, Tieren und Zelten —, darauf vorwärts zu kommen. Der Weg führte sie am Sered und am Arnon auf kurvenreichen Strecken in gewaltige (fast 520 Meter tiefe) Felsschluchten hinab und wieder hinauf (5Mo 2:13, 14, 24).

      Schließlich kamen die Israeliten zum Berg Nebo. Mirjam war bereits in Kadesch gestorben und Aaron auf dem Berg Hor. Moses starb jetzt in Sichtweite des Landes, das er gern betreten hätte (5Mo 32:48-52; 34:1-5). Die Aufgabe, Israel in das Land zu führen, fiel nun Josua zu. So endete eine Reise, die 40 Jahre zuvor begonnen hatte (Jos 1:1-4).

      [Fußnote]

      a Von den meisten Lagerplätzen weiß man heute nicht genau, wo sie sich befanden.

      BIBELBÜCHER AUS DIESER ZEIT:

      1. Mose

      2. Mose

      3. Mose

      4. Mose

      5. Mose

      Hiob

      Die Psalmen (ein Teil)

      [Karte auf Seite 9]

      (Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)

      Auszug aus Ägypten (Route)

      Israels Route

      A7 ÄGYPTEN

      A5 Ramses?

      B5 Sukkoth?

      C5 Etham?

      C5 Pihahiroth

      D6 Mara

      D6 Elim

      E6 WILDNIS SIN

      E7 Dophka

      F8 Rephidim

      F8 Berg Sinai (Horeb)

      F8 WILDNIS SINAI

      F7 Kibroth-Hattaawa

      G7 Hazeroth

      G6 Rimmon-Perez

      G5 Rissa

      G3 Kadesch

      G3 Bene-Jaakan

      G5 Hor-Haggidgad

      H5 Jotbatha

      H5 Abrona

      H6 Ezjon-Geber

      G3 Kadesch

      G3 WILDNIS ZIN

      H3 Berg Hor

      H3 Zalmona

      I3 Punon

      I3 Ije-Abarim

      I2 MOAB

      I1 Dibon

      I1 Almon-Diblathajim

      H1 Jericho

      [Andere Orte]

      A3 GOSEN

      A4 On

      A5 Memphis (Noph)

      B3 Zoan

      B3 Tachpanhes

      C5 Migdol

      D3 SCHUR

      D5 WILDNIS ETHAM

      F5 WILDNIS PARAN

      G1 PHILISTÄA

      G1 Aschdod

      G2 Gasa

      G2 Beerscheba

      G3 Azmon

      G3 NEGEB

      H1 Jerusalem

      H1 Hebron (Kirjath-Arba)

      H2 Arad (kanaanitisch)

      H4 SEIR

      H4 EDOM

      I7 MIDIAN

      Hauptverkehrswege

      Weg zum Land der Philister

      Weg nach Schur

      I4 Königsstraße

      Karawanenstraße

      El-Haddsch-Route

      [Berge]

      F8 Berg Sinai (Horeb)

      H3 Berg Hor

      I1 Berg Nebo

      [Gewässer]

      E2 Mittelmeer (Großes Meer)

      D7/G7 Rotes Meer

      I1 Salzmeer

      [Flüsse und Ströme]

      A6 Nil

      F3 W.-Tal Ägyptens

      I2 Arnon

      I3 Sered

      [Bild auf Seite 8]

      Karawanen durchquerten die Sinaihalbinsel

      [Bild auf Seite 8]

      Israel lagerte am Berg Sinai

      [Bild auf Seite 9]

      In und um Kadesch gab es Wasserquellen

      [Bild auf Seite 9]

      Ganz Israel musste das Wildbachtal Arnon durchqueren

  • Israel und die Nachbarnationen
    „Das gute Land sehen“
    • Israel und die Nachbarnationen

      JEHOVA hatte Abraham geboten: „Zieh hinweg aus ... [Ur in Mesopotamien] in das Land, das ich dir zeigen werde.“ Jenes Land war bereits bewohnt und von Nachbarnationen umgeben (1Mo 12:1-3; 15:17-21).

      Als Gottes Volk Ägypten verließ, wusste es, dass es bei Feinden, wie den „Gewaltherrschern Moabs“, wahrscheinlich auf Widerstand stoßen würde (2Mo 15:14, 15). Auf dem Weg in das Land der Verheißung lagen Gebiete, die von den Amalekitern, den Moabitern, den Ammonitern und den Amoritern bewohnt wurden (4Mo 21:11-13; 5Mo 2:17-33; 23:3, 4). Und in dem von Gott versprochenen Land würden die Israeliten noch auf weitere feindliche Völker treffen.

      Nationen, die vertrieben werden sollten

      Gott wies Israel an, sieben „volkreiche Nationen“ zu „vertreiben“ — die Hethiter, die Girgaschiter, die Amoriter, die Kanaaniter, die Perisiter, die Hiwiter und die Jebusiter —, weil sie die Vernichtung verdienten. Sie waren sittlich und religiös verderbt. Zu ihren Göttern zählten Baal (bekannt für den Phalluskult), Molech (dem Kinderopfer dargebracht wurden) und die Fruchtbarkeitsgöttin Aschtoret (Astarte) (5Mo 7:1-4; 12:31; 2Mo 23:23; 3Mo 18:21-25; 20:2-5; Ri 2:11-14; Ps 106:37, 38).

      Bisweilen wurde das gesamte Gebiet, das Gott Israel gab, von nördlich der Stadt Sidon bis zum „Wildbachtal Ägyptens“, als das „Land Kanaan“ bezeichnet (4Mo 13:2, 21; 34:2-12; 1Mo 10:19). An anderer Stelle führt die Bibel die Namen verschiedener Nationen, Stadtstaaten oder Völker in diesem Land an. Einige wohnten in einer ganz bestimmten Gegend, wie zum Beispiel die Philister an der Küste und die Jebusiter in den Bergen in der Nähe von Jerusalem (4Mo 13:29; Jos 13:3). Andere wechselten im Laufe der Zeit ihren Standort (1Mo 34:1, 2; 49:30; Jos 1:4; 11:3; Ri 1:16, 23-26).

      Zur Zeit des Auszugs aus Ägypten hatte wahrscheinlich der Stamm der Amoritera die Vormachtstellung inne (5Mo 1:19-21; Jos 24:15). Die Amoriter hatten das zuvor moabitische Gebiet bis hinab zum Wildbachtal Arnon eingenommen; dennoch nannte man die Gegend jenseits von Jericho immer noch die „Wüstenebenen Moabs“. Amoriterkönige herrschten auch in Baschan und Gilead (4Mo 21:21-23, 33-35; 22:1; 33:46-51).

      Obwohl die Israeliten die Unterstützung Gottes hatten, rotteten sie nicht alle zur Vernichtung verurteilten Nationen aus. Diese wurden ihnen mit der Zeit zum Fallstrick (4Mo 33:55; Jos 23:13; Ri 2:3; 3:5, 6; 2Kö 21:11). Ja, die Israeliten ließen sich von ihnen verführen, und das trotz der Warnung: „Ihr sollt nicht anderen Göttern nachgehen, irgendwelchen Göttern der Völker, die rings um euch her sind“ (5Mo 6:14; 13:7).

      [Fußnote]

      a Wie der Name „Kanaaniter“ konnte auch die Bezeichnung „Amoriter“ alle Völker des Landes einschließen oder sich nur auf ein Volk beziehen (1Mo 15:16; 48:22).

      [Karte auf Seite 11]

      (Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)

      Nationen, die aus dem Land der Verheißung vertrieben werden sollten

      PHILISTÄA (D8)

      C8 Askalon

      C9 Gasa

      D8 Aschdod

      D8 Gath

      D9 Gerar

      KANAAN (D8)

      B10 AMALEKITER

      C12 Hazar-Addar (Addar?)

      C12 Kadesch (Kadesch-Barnea)

      D8 Lachisch

      D9 Beerscheba

      D10 AMORITER

      D11 NEGEB

      E4 Dor

      E5 Megiddo

      E5 Taanach

      E6 Aphek

      E6 HIWITER

      E7 JEBUSITER

      E8 Beth-Schemesch

      E8 Hebron (Kirjath-Arba)

      E9 HETHITER

      E9 Debir

      E10 Arad (kanaanitisch)

      E10 KENITER

      E11 Akrabbim

      F4 GIRGASCHITER

      F6 Sichem

      F7 PERISITER

      F7 Gilgal

      F7 Jericho

      F8 Jerusalem

      G2 HIWITER

      G2 Dan (Lajisch)

      G3 Hazor

      PHÖNIZIEN (F2)

      E2 Tyrus

      F1 Sidon

      EDOM (F12)

      F11 SEIR

      G11 Bozra

      AMORITER (SIHON) (G8)

      G6 GILEAD

      G7 Schittim

      G7 Heschbon

      G9 Aroer

      SYRIEN (H1)

      G1 Baal-Gad

      G2 HIWITER

      I1 Damaskus

      MOAB (H10)

      AMORITER (OG) (I5)

      G6 GILEAD

      H3 BASCHAN

      H4 Aschtaroth

      H4 Edrei

      AMMON (I7)

      H7 Rabba

      [Wüsten]

      H12 ARABISCHE WÜSTE

      [Berge/Gebirge]

      E4 Berg Karmel

      E11 Berg Hor

      G1 Hermon

      G8 Berg Nebo

      [Gewässer]

      C6 Mittelmeer (Großes Meer)

      F9 Salzmeer

      G4 Galiläisches Meer

      [Flüsse und Ströme]

      B11 W.-Tal Ägyptens

      F6 Jordan

      G6 W.-Tal Jabbok

      G9 W.-Tal Arnon

      G11 W.-Tal Sered

      [Bilder auf Seite 10]

      Rechts: Baschan war für seine Stiere und Schafe bekannt. Dort herrschte der Amoriterkönig Og.

      Unten: Moab, mit Blick über das Salzmeer auf die Wildnis von Juda

      [Bild auf Seite 11]

      Jehova wies Israel an, die Nationen zu vertreiben, die falsche Götter, wie Baal, Molech oder die Fruchtbarkeitsgöttin Aschtoret (Bild), anbeteten

  • „Ein gutes und geräumiges Land“
    „Das gute Land sehen“
    • „Ein gutes und geräumiges Land“

      GOTT erklärte Moses am brennenden Dornbusch, er werde darangehen, die Israeliten „aus der Hand der Ägypter zu befreien und sie ... in ein gutes und geräumiges Land [zu bringen], in ein Land, das von Milch und Honig fließt“ (2Mo 3:8).

      Querschnitt durch das Land

      Diese beiden mit dem Computer erstellten Abbildungen sollen es erleichtern, sich die abwechslungsreichen Regionen des Landes der Verheißung vorzustellen. (Um die Höhenunterschiede deutlich zu machen, sind die Erhebungen nicht maßstabsgetreu dargestellt.) Die Lage über oder unter dem Meeresspiegel geht aus der Farbskala hervor.

      Topographie des Landes

      In der Tabelle sind die verschiedenen Landschaften aufgeführt. Nähere Angaben dazu mit Bibelstellenverweisen enthält das Buch „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“ (Studie 1, Seite 270—277) und das Werk Einsichten über die Heilige Schrift (Band 2, Seite 510—513).a

      [Fußnote]

      a Herausgegeben von Jehovas Zeugen.

      [Übersicht/Karten auf Seite 12, 13]

      (Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)

      Topographie des Landes

      Landschaften

      A Küste des Großen Meeres

      B Ebenen westlich des Jordan

      1 Ebene von Ascher

      2 Küstenstreifen von Dor

      3 Weidegründe Scharons

      4 Ebene von Philistäa

      5 Mittleres Ost-West-Tal

      a Ebene von Megiddo

      b Tiefebene von Jesreel

      C Berge westlich des Jordan

      1 Bergland von Galiläa

      2 Karmelgebirge

      3 Bergland von Samaria

      4 Schephela (Hügel)

      5 Bergland von Juda

      6 Wildnis Juda

      7 Negeb

      8 Wildnis Paran

      D Araba (Grabenbruch)

      1 Hulebecken

      2 Gegend am Galiläischen Meer

      3 Jordantal

      4 Salzmeer (Totes Meer)

      5 Araba (südlich des Salzmeeres)

      E Berge und Hochebenen östlich des Jordan

      1 Baschan

      2 Gilead

      3 Ammon und Moab

      4 Hochland von Edom

      F Libanongebirge

      [Karte]

      Hermon

      Dan

      Jerusalem

      Beerscheba

      Querschnitt durch das Land der Verheißung

      Meter Fuß

      2500 7500

      2000 6000

      1500 4500

      1000 3000

      500 1500

      0 0 (Meeresspiegel)

      -500 -1500

      Ebene von Philistäa

      Schephela

      Hügelland von Juda

      Wildnis Juda

      Grabenbruch

      Salzmeer

      Land Moab

      [Bild auf Seite 13]

      Hermon (2814 m)

      [Bild auf Seite 13]

      Ufer des Salzmeeres; tiefster Punkt auf der Erde (etwa 400 m unter dem Meeresspiegel)

  • ‘Als Jehova Richter erweckte’
    „Das gute Land sehen“
    • ‘Als Jehova Richter erweckte’

      Stämme und Richter

      DER Berg Tabor (F4) ist auf der Karte leicht zu finden: südwestlich des Galiläischen Meeres im Tal Jesreel. Stellen wir uns ein 10 000 Mann starkes Heer auf diesem Berg vor. Durch den Richter Barak und die Prophetin Debora rief Jehova Israel zum Kampf gegen den Kanaaniterkönig Jabin zusammen. Dieser hatte das Volk 20 Jahre lang unterdrückt. Sein Heerführer Sisera kam mit 900 furchterregenden Sichelwagen aus Haroscheth in das trockene Flussbett des Kischon zwischen Megiddo und dem Tabor.

      Die Männer Israels wurden von Barak zum Kampf gegen die Streitkräfte Siseras ins Tal hinabgeführt. Jehova gewährte Israel den Sieg, indem er eine Sturzflut sandte, sodass Siseras Kriegswagen stecken blieben und die Kanaaniter in Panik gerieten (Ri 4:1 bis 5:31). Das war nur einer von vielen Siegen, die Gott den Israeliten zur Zeit der Richter schenkte.

      Nach der Eroberung Kanaans wurde das Land unter die Stämme Israels verteilt. Man beachte, wo sich verschiedene nichtlevitische Stämme niederließen. Der kleine Stamm Simeon erhielt Städte im Stammesgebiet Judas. Nach dem Tod Josuas verfiel die Nation geistig und moralisch. Die Israeliten wurden von Feinden unterdrückt und „gerieten in große Bedrängnis“. Aus Mitgefühl ‘erweckte Jehova Richter’ — 12 mutige Glaubensmänner —, die Israel im Laufe von rund 300 Jahren immer wieder befreiten (Ri 2:15, 16, 19).

      Der Richter Gideon besiegte mit nur 300 kaum bewaffneten, aber wendigen Soldaten 135 000 midianitische Krieger. Das Schlachtfeld lag zwischen dem Berg Gilboa und More. Nach dem siegreichen Auftakt verfolgte Gideon den Feind in östliche Richtung bis in die Wüste (Ri 6:1 bis 8:32).

      Jephtha, ein Gileaditer vom Stamm Manasse, befreite israelitische Städte östlich des Jordan von der Unterdrückung der Ammoniter. Für seinen siegreichen Kampf benutzte Jephtha wahrscheinlich die Königsstraße, die Ramoth-Gilead mit der Gegend von Aroer verband (Ri 11:1 bis 12:7).

      Simson vollbrachte seine Großtaten gegen die Philister in der Küstenebene in der Nähe von Gasa und Askalon. Gasa liegt in einer gut bewässerten Gegend, die für ihre Landwirtschaft bekannt ist. Simson benutzte 300 Füchse, um die Getreidefelder, Weingärten und Olivenhaine der Philister in Brand zu setzen (Ri 15:4, 5).

      Wie durch den Bibelbericht und die Stammeszugehörigkeit der Richter angedeutet wird, waren sie in verschiedenen Teilen des Landes der Verheißung tätig. Überall dort nahm sich Jehova in Krisenzeiten seines reumütigen Volkes an.

      [Karte auf Seite 15]

      (Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)

      Stämme und Richter

      Richter

      1 Othniel (Stamm Manasse)

      2 Ehud (Stamm Juda)

      3 Schamgar (Stamm Juda)

      4 Barak (Stamm Naphtali)

      5 Gideon (Stamm Issachar)

      6 Tola (Stamm Manasse)

      7 Jair (Stamm Manasse)

      8 Jephtha (Stamm Gad)

      9 Ibzan (Stamm Ascher)

      10 Elon (Stamm Sebulon)

      11 Abdon (Stamm Ephraim)

      12 Simson (Stamm Juda)

      Stammesgrenzen (Siehe gedruckte Ausgabe)

      Enklavenstädte Manasses

      E4 Dor

      E5 Megiddo

      E5 Taanach

      F4 En-Dor

      F5 Beth-Schean (Beth-Schan)

      F5 Jibleam (Gath-Rimmon)

      Enklavenstädte Simeons

      C9 Scharuhen (Schaarajim) (Schilhim)

      C10 Beth-Lebaoth (Beth-Biri)

      D8 Ether (Tochen)

      D9 Ziklag

      D9 Ajin

      D9 Hazar-Susa?

      D9 Aschan

      D9 Beerscheba

      D10 Hazar-Schual

      E9 Etam

      E9 Beth-Markaboth

      E9 Bethuel? (Kesil?)

      E9 Scheba? (Jeschua)

      E10 Baalath-Beer (Baal)

      E10 Ezem

      Zufluchtsstädte (Levitenstädte)

      E8 Hebron

      F3 Kedesch

      F6 Sichem

      H4 Golan

      H5 Ramoth-Gilead

      H8 Bezer

      Hauptverkehrswege

      B10 Via Maris

      G10 Königsstraße

      Die Stämme Israels

      DAN (D7)

      D7 Joppe

      E8 Zora

      JUDA (D9)

      C8 Askalon

      C9 Gasa

      C9 Scharuhen (Schaarajim) (Schilhim)

      C10 Beth-Lebaoth (Beth-Biri)

      C12 Azmon

      C12 Kadesch

      D7 Jabneel

      D8 Ether (Tochen)

      D9 Ziklag

      D9 Ajin

      D9 Hazar-Susa?

      D9 Aschan

      D9 Beerscheba

      D10 Hazar-Schual

      E8 Lehi

      E8 Bethlehem

      E8 Hebron

      E9 Etam

      E9 Beth-Markaboth

      E9 Bethuel? (Kesil?)

      E9 Scheba? (Jeschua)

      E10 Baalath-Beer (Baal)

      E10 Ezem

      ASCHER (E3)

      E2 Tyrus

      E4 Haroscheth

      E4 Dor

      F1 Sidon

      MANASSE (E5)

      E6 Schamir (Samaria)

      E6 Pirathon

      F6 Sichem

      G5 Abel-Mehola

      EPHRAIM (E7)

      E7 Timnath-Serach

      F6 Tappuach

      F6 Silo

      F7 Bethel (Lus)

      NAPHTALI (F3)

      F2 Beth-Anath

      F3 Kedesch

      G3 Hazor

      SEBULON (F4)

      E4 Bethlehem

      ISSACHAR (F5)

      E5 Megiddo

      E5 Kedesch (Kischjon)

      E5 Taanach

      F4 En-Dor

      F5 Beth-Schitta

      F5 Beth-Schean (Beth-Schan)

      F5 Jibleam (Gath-Rimmon)

      BENJAMIN (F7)

      F7 Gilgal

      F8 Jerusalem

      DAN (G2)

      G2 Dan (Lajisch)

      MANASSE (H3)

      H4 Golan

      GAD (H6)

      G6 Sukkoth

      G6 Penuel

      G6 Mizpa (Mizpe)

      G7 Jogbeha

      H5 Ramoth-Gilead

      H7 Rabba

      H7 Abel-Keramim

      RUBEN (H8)

      G7 Heschbon

      G9 Aroer

      H7 Minnith

      H8 Bezer

      [Andere Orte]

      I1 Damaskus

      [Berge]

      F4 Berg Tabor

      F4 More

      F6 Berg Ebal

      F5 Berg Gilboa

      F6 Berg Gerisim

      [Gewässer]

      C5 Mittelmeer (Großes Meer)

      F9 Salzmeer

      G4 Galiläisches Meer

      [Flüsse und Ströme]

      B11 W.-Tal Ägyptens

      F6 Jordan

      G6 W.-Tal Jabbok

      G9 W.-Tal Arnon

      G11 W.-Tal Sered

      [Bild auf Seite 14]

      Der Berg Tabor im Gebiet Issachars erhebt sich über das Tal Jesreel

      [Bild auf Seite 14]

      Da der Kischon über die Ufer trat, blieben die Kriegswagen Siseras stecken

  • Israel zur Zeit Davids und Salomos
    „Das gute Land sehen“
    • Israel zur Zeit Davids und Salomos

      GOTT hatte versprochen, das Land „von dem Strom Ägyptens bis zu dem großen Strom, dem Strom Euphrat“, dem Samen Abrams zu geben (1Mo 15:18; 2Mo 23:31; 5Mo 1:7, 8; 11:24). Nachdem Josua Kanaan betreten hatte, dauerte es noch etwa 400 Jahre, bis das Land der Verheißung diese Ausmaße erreichte.

      Grenzen (zur Zeit Salomos)

      König David stürzte das aramäische Königreich Zoba, das in Nordsyrien an den Euphrat grenzte.a Im Süden gelangte er durch seinen Sieg über die Philister bis an die Grenze Ägyptens (2Sa 8:3; 1Ch 18:1-3; 20:4-8; 2Ch 9:26).

      David & Salomo (Straßen)

      Salomo herrschte dann „vom STROM [Euphrat] bis zum Land der Philister und bis an die Grenze Ägyptens“, was auf die friedliche Herrschaft des Messias vorausdeutete (1Kö 4:21-25; 8:65; 1Ch 13:5; Ps 72:8; Sach 9:10). Dennoch hieß es normalerweise, das Wohngebiet Israels erstrecke sich „von Dan bis Beerscheba“ (2Sa 3:10; 2Ch 30:5).

      Entgegen dem Gebot Gottes mehrte König Salomo die Pferde und die Kriegswagen (5Mo 17:16; 2Ch 9:25). Mit ihnen konnte er ein Netz von Wegen und Landstraßen nutzen (Jos 2:22; 1Kö 11:29; Jes 7:3; Mat 8:28). Heute weiß man nur noch von einigen wenigen Straßen Näheres über den Verlauf, wie zum Beispiel von der „Landstraße, die von Bethel nach Sichem hinaufgeht“ (Ri 5:6; 21:19).

      In einem Werk über die Straßen im alten Israel ist zu lesen: „Die offensichtlich größte Schwierigkeit beim Erforschen des Wegenetzes im alten Israel besteht darin, dass von den Überlandwegen keine deutlich erkennbaren Spuren aus der Zeit des Alten Testaments erhalten geblieben sind, weil man damals Wege nicht pflasterte“ (The Roads and Highways of Ancient Israel). Doch die Topographie und freigelegte Überreste von Städten lassen auf den Verlauf vieler Straßen schließen.

      Straßen hatten oftmals Einfluss auf Truppenbewegungen (1Sa 13:17, 18; 2Kö 3:5-8). Die Philister marschierten von Ekron und Gath in das Gebiet „zwischen Socho und Aseka“, um Israel anzugreifen. Sauls Heer stieß „in der Tiefebene Ela“ auf sie. Nachdem David Goliath erschlagen hatte, zogen sich die Philister fluchtartig nach Gath und Ekron zurück, und David zog nach Jerusalem hinauf (1Sa 17:1-54).

      Lachisch (D10), Aseka (D9) und Beth-Schemesch (D9) lagen an natürlichen Wegen, die durch die Schephela in die judäischen Berge führten. Diese Städte waren strategisch wichtig, um Feinden, die auf der Via Maris vorrückten, den Weg ins Landesinnere zu versperren (1Sa 6:9, 12; 2Kö 18:13-17).

      [Fußnote]

      a Das Gebiet des Stammes Ruben reichte bis in die Syrische Wüste hinein, die im Osten an den Euphrat grenzt (1Ch 5:9, 10).

      BIBELBÜCHER AUS DIESER ZEIT:

      1. und 2. Samuel

      Die Psalmen (ein Teil)

      Sprüche (ein Teil)

      Das Hohe Lied

      Prediger

      [Karten auf Seite 17]

      (Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)

      Staatsgebiet und Straßen zur Zeit der geeinten Monarchie

      Grenzen (zur Zeit Salomos)

      Tiphsach

      Hamath

      Tadmor

      Berothai (Kun?)

      Sidon

      Damaskus

      Tyrus

      Dan

      Jerusalem

      Gasa

      Aroer

      Beerscheba

      Tamar

      Ezjon-Geber

      Elath (Eloth)

      [Flüsse und Ströme]

      Euphrat

      W.-Tal Ägyptens

      David und Salomo (Straßen)

      B10 Gasa

      C8 Joppe

      C9 Aschdod

      C10 Askalon

      C11 Ziklag

      C12 WILDNIS PARAN

      D5 Dor

      D6 Hepher

      D8 Aphek

      D8 Rama

      D9 Schaalbim

      D9 Geser

      D9 Makaz

      D9 Ekron

      D9 Beth-Schemesch

      D9 Gath

      D9 Aseka

      D10 Socho

      D10 Adullam

      D10 Keila

      D10 Lachisch

      D11 Jattir

      D12 Beerscheba

      E2 Tyrus

      E4 Kabul

      E5 Jokneam (Jokmeam?)

      E5 Megiddo

      E6 Taanach

      E6 Arubboth

      E7 Pirathon

      E8 Lebona

      E8 Zereda

      E8 Bethel

      E9 Unter-Beth-Horon

      E9 Ober-Beth-Horon

      E9 Geba

      E9 Gibeon

      E9 Gibea

      E9 Kirjath-Jearim

      E9 Nob

      E9 Baal-Perazim

      E9 Jerusalem

      E9 Bethlehem

      E10 Tekoa

      E10 Hebron

      E11 Siph

      E11 Horesch?

      E11 Karmel

      E11 Maon

      E11 Eschtemoa

      F5 En-Dor

      F5 Sunem

      F5 Jesreel

      F6 Beth-Schean

      F7 Tirza

      F7 Sichem

      F8 Zarethan

      F8 Silo

      F8 Ophra?

      F9 Jericho

      F11 En-Gedi

      G2 Abel-Beth-Maacha

      G2 Dan

      G3 Hazor

      G3 MAACHA

      G5 Lo-Debar (Debir)

      G5 Rogelim

      G6 Abel-Mehola

      G7 Sukkoth

      G7 Mahanajim

      H1 SYRIEN

      H4 GESCHUR

      H6 Ramoth-Gilead

      H8 Rabba

      H9 Medeba

      H11 Aroer

      H12 MOAB

      I4 Helam?

      I9 AMMON

      [Hauptverkehrswege]

      C10 Via Maris

      H6 Königsstraße

      [Berge]

      F5 Berg Gilboa

      [Gewässer]

      C8 Mittelmeer (Großes Meer)

      F10 Salzmeer (Totes Meer)

      G4 Galiläisches Meer

      [Quelle oder Brunnen]

      E9 En-Rogel

      [Bilder auf Seite 16]

      Rechts: Das Tal Ela (Blick nach Osten auf das judäische Bergland)

      Unten: Ein Straßennetz ermöglichte das Reisen im Land der Verheißung

  • Das Land der Verheißung
    „Das gute Land sehen“
    • Das Land der Verheißung

      Land der Verheißung (die meisten Städte)

      Legende

      ▴ Levitenstädte

      ▵ Zufluchtsstädte

      • In den Hebräischen Schriften erwähnte Orte

      ○ In den Griechischen Schriften erwähnte Orte

      ▪ In den Hebräischen und Griechischen Schriften erwähnte Orte

      Jerusalem und Umgebung

      Jerusalem und Umgebung

      ▴ Geba

      ▪ Rama

      ▴ Gibeon

      • Asmaweth

      ○ Emmaus

      • Kephira

      • Gibea

      • Hazor

      ▴ Almon

      • Gallim

      • Kirjath-Jearim

      ▴ Anathoth

      • Moza

      • Nob

      • Bahurim

      • Baal-Perazim

      ○ Bethphage

      ▪ JERUSALEM

      ○ Bethanien

      • Manahath

      ▪ Bethlehem

      [Quellen und Brunnen]

      Nephtoach

      En-Schemesch

      En-Rogel

      Land der Verheißung (die meisten Städte)

      A11 • Askalon

      A11 ▪ Gasa

      A12 • Gerar

      A13 • Scharuhen (Schaarajim) (Schilhim)

      B8 ▴ Gath-Rimmon

      B8 ▪ Joppe

      B9 • Beth-Dagon

      B9 ▴ Elteke

      B9 • Jabneel

      B10 • Gedera

      B10 ▪ Aschdod

      B11 • Eglon

      B11 • Kithlisch

      B12 • Ziklag

      B13 ▴ Aschan (Ajin)

      B13 • Beerscheba

      C5 • Dor

      C6 ○ Cäsarea

      C7 • Hepher

      C7 • Socho

      C8 • Baal-Schalischa

      C8 ▪ Aphek (Antipatris)

      C8 • Eben-Eser

      C8 • Jehud

      C8 ▪ Rama (Arimathia)

      C8 • Ono

      C9 • Neballat

      C9 • Hadid

      C9 ▪ Lod (Lydda)

      C9 • Gimso

      C9 • Schaalbim

      C9 ▴ Geser

      C9 ▴ Gibbethon

      C10 ▴ Ajalon

      C10 • Timna

      C10 • Eschtaol

      C10 • Ekron

      C10 • Zora

      C10 ▴ Beth-Schemesch

      C10 • Lehi

      C10 • Makkeda

      C10 • Sanoach

      C10 • Jarmuth

      C10 • Gath

      C10 • Aseka

      C10 • Timna

      C10 • Socho

      C11 ▴ Holon

      C11 • Adullam

      C11 • Morescheth

      C11 ▴ Libna

      C11 • Keila

      C11 • Marescha

      C11 • Lachisch

      C11 • Schaphir

      C11 • Etam

      C12 • Beth-Ezel

      C12 ▴ Debir

      C12 • Anab

      C12 • Gosen

      C12 • Ajin

      C12 ▴ Jattir

      C12 • Madmanna (Beth-Markaboth)

      C12 • Sansanna (Hazar-Susa?)

      C13 • Jeschua

      C13 • Hazar-Schual

      C13 • Jagur

      D1 ▪ Zarephath

      D1 • Helba

      D2 ▪ Tyrus

      D2 • Hammon

      D3 • Misrephoth-Majim

      D3 • Achsib

      D3 ▴ Abdon

      D3 • Beth-Emek

      D4 • Akko

      D4 ○ Ptolemais

      D4 • Rehob

      D4 • Neiel

      D4 • Kabul

      D4 • Aphek

      D4 • Jotba

      D4 • Hali

      D5 • Bethlehem

      D5 • Haroscheth

      D5 • Schimron

      D5 ▴ Helkath

      D5 • Dabbescheth

      D5 ▴ Jokneam

      D5 • Sarid

      D5 • Megiddo

      D6 ▴ Kedesch (Kischjon)

      D6 • Hadad-Rimmon

      D6 ▴ Taanach

      D6 • Dothan

      D6 • Arubboth

      D7 • SAMARIA

      D8 • Pirathon

      D8 • Tappuach

      D8 • Lebona

      D8 • Zereda

      D8 • Gilgal

      D9 • Timnath-Serach

      D9 • Jeschana

      D9 • Ophni

      D9 • Bethel (Lus)

      D9 • Ai

      D9 ▴ Unter-Beth-Horon

      D9 • Mizpa (Mizpe)

      D9 • Ober-Beth-Horon

      D9 • Migron

      D9 ▴ Geba

      D9 ▪ Rama

      D9 ▴ Gibeon

      D10 ○ Emmaus

      D10 • Kephira

      D10 • Gibea

      D10 • Kirjath-Jearim

      D10 ▴ Anathoth

      D10 ▪ JERUSALEM

      D10 ○ Bethanien

      D10 ▪ Bethlehem

      D10 • Etam

      D10 • Gibea

      D10 • Netopha

      D11 • Tekoa

      D11 • Gilo

      D11 • Beth-Zur

      D11 • Mamre

      D11 ▵ Hebron (Machpela)

      D11 • Kajin

      D12 • Siph

      D12 • Horesch?

      D12 ▴ Jutta

      D12 • Karmel

      D12 • Maon

      D12 ▴ Eschtemoa

      D12 • Hazor (Bethuel?) (Kesil?)

      D13 • Arad

      D13 • Rama (Baal)

      E2 • Migdal-El

      E2 • Kana

      E2 • Beth-Anath

      E3 • Jiron

      E3 • Rama

      E4 ○ Kana

      E4 • Madon

      E4 ▴ Dimna

      E4 • Ruma

      E5 • Gath-Hepher

      E5 • Lascharon

      E5 ○ Nazareth

      E5 ▴ Daberath

      E5 • Kesulloth

      E5 • En-Dor

      E5 ○ Nain

      E5 • Sunem

      E5 • Ophra

      E6 • Jesreel

      E6 • Beth-Schitta

      E6 ▴ En-Gannim

      E6 ▴ Jibleam (Gath-Rimmon)

      E7 • Besek

      E7 • Tebez

      E7 • Tirza

      E7 ○ Sychar

      E7 ▵ Sichem

      E8 • Michmethath

      E8 • Taanath-Silo

      E8 • Aruma

      E8 • Zarethan

      E8 • Silo

      E9 • Baal-Hazor

      E9 ▪ Ephraim (Ophra?)

      E9 • Naara

      E9 • Gilgal

      E9 • Michmas

      E9 ▪ Jericho

      E10 • Para

      E10 ▴ Almon

      E10 • Salzstadt

      E10 • Sechacha

      E10 • Nibschan

      E12 • En-Gedi

      E13 • Sodom?

      F1 • Baal-Gad

      F1 • Ijon

      F2 • Abel-Beth-Maacha

      F2 • Dan (Lajisch)

      F2 ○ Cäsarea Philippi

      F2 • Janoach

      F2 ▵ Kedesch

      F3 • Edrei

      F3 • Meros

      F3 • Hazor

      F4 ○ Chorazin

      F4 ○ Bethsaida

      F4 ○ Kapernaum

      F4 • Kinnereth

      F4 ○ Magadan

      F4 • Rakkath

      F4 ○ Tiberias

      F4 • Aphek

      F4 ▴ Hammath (Hammoth-Dor)

      F5 • Jabneel

      F5 • Beth-Schemesch

      F5 ○ Gadara

      F5 ▴ Ramoth (Jarmuth)

      F5 • Lo-Debar (Debir)

      F6 ▪ Beth-Schean (Beth-Schan) (Skythopolis)

      F6 ○ Pella

      F6 • Jabesch-Gilead?

      F6 ○ Salim

      F6 ○ Änon

      F7 • Abel-Mehola

      F7 • Zaphon

      F8 • Sukkoth

      F8 ▴ Mahanajim

      F8 • Penuel

      F8 • Adam

      F9 • Beth-Nimra

      F9 • Beth-Araba

      F10 • Schittim

      F10 • Beth-Hogla

      F10 • Beth-Haran

      F10 • Beth-Peor

      F10 • Beth-Jeschimoth

      F11 • Zereth-Schahar

      F11 • Ataroth

      F11 • Kirjathajim

      F13 • Eglajim

      G6 • Haus Arbels

      G6 • Rogelim

      G6 • Ham

      G7 ○ Gerasa (Dscharasch)

      G8 • Mizpa (Mizpe)

      G8 • Jogbeha

      G9 • Betonim

      G10 • Eleale

      G10 ▴ Heschbon

      G10 ▵ Bezer

      G10 • Nebo

      G10 • Bamoth-Baal

      G10 • Medeba

      G10 • Baal-Meon

      G11 • Almon-Diblathajim

      G11 ▴ Kedemoth

      G11 • Dibon

      G12 • Aroer

      G13 • Dimon

      G13 • Kir-Moab (Kir-Hareseth)

      H4 ▴ Aschtaroth (Beeschtera)

      H4 ▵ Golan

      H5 • Edrei

      H6 ▵ Ramoth-Gilead

      H9 ▪ Rabba (Philadelphia)

      H9 • Abel-Keramim

      H9 ▴ Mephaath

      Berggipfel

      C5 Berg Karmel

      D7 Berg Ebal

      D7 Berg Gerisim

      D10 Seir

      E5 Berg Tabor

      E5 More

      E6 Berg Gilboa

      G1 Hermon

      G10 Berg Nebo (Pisga))

      W.-Tal Wildbachtal

      A12 W.-Tal Gerar

      A13 W.-Tal Besor

      B10 W.-Tal Sorek

      D4 W.-Tal Kischon

      E7 W.-Tal Farʽa

      G5 W.-Tal Jarmuk

      G8 W.-Tal Jabbok

      G12 W.-Tal Arnon

      [Gewässer]

      B8 Mittelmeer (Großes Meer)

      E11 Salzmeer (Totes Meer)

      F3 Hulesee

      F4 Galiläisches Meer

      [Flüsse]

      B8 Jarkon

      F8 Jordan

      [Quellen und Brunnen]

      D10 En-Rogel

      E3 Wasser von Merom

      E6 Brunnen Harod

  • Jerusalem und der Tempel Salomos
    „Das gute Land sehen“
    • Jerusalem und der Tempel Salomos

      Stadt Davids

      MAN nannte Jerusalem „der Schönheit Vollkommenheit“ und „die Stadt des großen Königs“ (Ps 48:2; 50:2; Klg 2:15). Jerusalem war die Hauptstadt der Nation Gottes (Ps 76:2). Nachdem David die Stadt den Jebusitern entrissen und sie zu seiner Hauptstadt gemacht hatte, nannte man sie die „Stadt Davids“ oder einfach „Zion“ (2Sa 5:7).

      Jerusalem zeichnet sich zwar nicht durch eine strategisch günstige Lage aus, doch wurde es berühmt, weil Gott seinen Namen darauf legte (5Mo 26:2). Es war der religiöse Mittelpunkt und das Verwaltungszentrum der Nation.

      Die Stadt liegt im zentralen judäischen Bergland auf einer Höhe von etwa 750 Metern. In der Bibel ist von ihrer „Erhebung“ die Rede und davon, dass Anbeter zu ihr ‘hinaufziehen’ (Ps 48:2; 122:3, 4). Das Jerusalem der alten Zeit war von Tälern umgeben: das Tal Hinnom auf der West- und Südseite und das Wildbachtal Kidron im Osten (2Kö 23:10; Jer 31:40). Aus der Gihonquellea im Kidrontal und aus der Quelle En-Rogel im Süden bezog die Stadt ihr Trinkwasser, was besonders bei Angriffen bedeutsam war (2Sa 17:17).

      Jerusalem/Salomos Tempel

      Auf der Karte auf Seite 21 ist die Stadt Davids rot eingezeichnet. Während der Herrschaft Davids und Salomos dehnte sich die Stadt nach Norden aus und schloss Ophel (grün) und den Berg Moria (blau) mit ein (2Sa 5:7-9; 24:16-25). Auf dem höheren Teil dieses Bergrückens baute Salomo einen herrlichen Tempel für Jehova. Man kann sich vorstellen, wie die Anbeter anlässlich der jährlichen Feste zum „Berg Jehovas“ hinaufzogen (Sach 8:3). Das Straßennetz, dargestellt auf Seite 17, erleichterte das Reisen.

      Der mit Gold und kostbaren Steinen verzierte Tempel Salomos war eines der wertvollsten Gebäude aller Zeiten. Bedeutsamerweise stammte der Bauplan von Jehova. Wie auf dem Bild zu sehen ist, hatte der Tempel große Vorhöfe und war von Verwaltungsgebäuden umgeben. Es lohnt sich, die Einzelheiten näher zu betrachten (1Kö 6:1 bis 7:51; 1Ch 28:11-19; Heb 9:23, 24).

      [Fußnote]

      a König Hiskia verstopfte diese Quelle und baute einen Tunnel bis zu einem Teich auf der Westseite (2Ch 32:4, 30).

      Im Laufe der Zeit dehnte sich Jerusalem nach Westen und Norden aus. Judäische Könige nach Salomo errichteten weitere Mauern und Tore. Archäologische Forschungen werden möglicherweise noch Genaueres über den Verlauf und das Ausmaß einiger Mauerabschnitte ans Tageslicht bringen. Die Stadt wurde 607 v. u. Z. zerstört und lag 70 Jahre verwüstet da. Etwa 80 Jahre nach der Rückkehr der Juden nahm Nehemia einen umfangreichen Wiederaufbau der Mauern Jerusalems in Angriff.

      [Diagramm/Bild auf Seite 21]

      (Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)

      Jerusalem/Salomos Tempel

      DAS TEMPELGEBIET ZUR ZEIT SALOMOS

      Merkmale des Tempels

      1 Allerheiligstes

      2 Heiliges

      3 Vorhalle

      4 Boas

      5 Jachin

      6 Kupferaltar

      7 Gegossenes Meer

      8 Fahrgestelle

      9 Seitenkammern

      10 Speiseräume

      11 Innerer Vorhof

      TEMPELGEBIET

      Berg Moria

      Speiseräume

      Fahrgestelle

      Seitenkammern

      Allerheiligstes

      Boas

      Heiliges

      Vorhalle

      Kupferaltar

      Jachin

      Innerer Vorhof

      Fahrgestelle

      Gegossenes Meer

      Ophel

      Öffentlicher Platz?

      Wassertor?

      STADT DAVIDS

      Berg Zion

      Palast Davids

      Quellentor

      Manasses Mauer?

      Turm Hananel

      Turm Mea

      Schaftor

      Wachttor

      Inspektionstor

      Rosstor

      KIDRONTAL

      Untere Mauer?

      Gihon

      Späterer Wassertunnel

      TYROPÖONTAL

      Aschenhaufentor (Scherbentor) (Misttor)

      En-Rogel

      Taltor

      HINNOMTAL

      Ecktor

      Turm der Backöfen

      Breite Mauer

      Ephraimtor

      Öffentlicher Platz

      Tor der Altstadt

      Erste Nordmauer

      ZWEITER STADTTEIL

      Fischtor

      [Bild]

      Ophel

      Haus der Tochter Pharaos

      Palast Salomos

      Haus des Waldes Libanon

      Säulenvorhalle

      Thronvorhalle

      Berg Moria

      Großer Vorhof

      Tempel

      [Bild auf Seite 20]

      Im Vordergrund sieht man das Gebiet, wo die „Stadt Davids“ lag. Der Tempel stand auf dem flachen Areal im Hintergrund.

      [Bild auf Seite 20]

      Durch Computer erzeugte Darstellung der alten „Stadt Davids“ und des salomonischen Tempels

  • Weltreiche greifen das Land der Verheißung an
    „Das gute Land sehen“
    • Weltreiche greifen das Land der Verheißung an

      Babylonisches/Assyrisches Reich

      SAMARIA, die Hauptstadt des Nordreiches Israel, wurde 740 v. u. Z. von den Assyrern eingenommen. Damit fielen die Israeliten einem grausamen Weltreich in die Hände. Assyrien lag am Nordende der mesopotamischen Ebene am Tigris, einem der mächtigen Ströme des Fruchtbaren Halbmonds. Assyriens Hauptstädte Ninive und Kalach waren von Nimrod gegründet worden (1Mo 10:8-12). In den Tagen Salmanassars III. dehnte sich Assyrien nach Westen aus, bis hinein in die gut bewässerten und fruchtbaren Gebiete Syriens und des Nordreiches Israel.

      Unter König Tiglathpileser III. (Pul), der namentlich in der Bibel erwähnt wird, unterdrückte Assyrien Israel zunehmend. Auch das südlich gelegene Juda hatte unter seinem Feldzug zu leiden (2Kö 15:19; 16:5-18). Die anschwellenden „Wasser“ Assyriens ergossen sich bis nach Juda und erreichten schließlich die Hauptstadt Jerusalem (Jes 8:5-8).

      Der assyrische König Sanherib drang 732 v. u. Z. in Juda ein (2Kö 18:13, 14). Er eroberte und plünderte 46 judäische Städte, darunter Lachisch, eine strategisch günstig gelegene Stadt in der Schephela. Wie die Karte zeigt, gelangte sein Heer in das Hinterland von Jerusalem, sodass die Hauptstadt Judas umzingelt war. In seinen Annalen brüstet sich Sanherib damit, Hiskia „wie einen Käfigvogel“ eingeschlossen zu haben, doch wird in den assyrischen Berichten nicht erwähnt, dass zahlreiche Soldaten Sanheribs durch einen Engel Gottes getötet wurden (2Kö 18:17-36; 19:35-37).

      Die Tage des Assyrischen Reiches waren gezählt. Die Meder, die hauptsächlich im Hochland des heutigen Iran beheimatet waren, setzten dem verbliebenen assyrischen Heer immer mehr zu. Das lenkte Assyrien von seinen westlichen Provinzen ab, die sich nach und nach ebenfalls erhoben. Unterdessen wurden die Babylonier stärker und eroberten sogar Assur. Im Jahr 632 v. u. Z. wurde Ninive, eine „Stadt des Blutvergießens“, von den verbündeten Streitkräften der Babylonier, Meder und Skythen (ein kriegerisches Volk aus der Gegend nördlich des Schwarzen Meeres) eingenommen und zerstört. Dadurch erfüllten sich die Prophezeiungen Nahums und Zephanjas (Nah 3:1; Ze 2:13).

      Assyriens Ende wurde in Haran besiegelt. Von einer energischen babylonischen Streitmacht angegriffen, versuchten die Assyrer so lange durchzuhalten, bis Hilfe aus Ägypten eintreffen würde. Doch Pharao Necho stieß auf seinem Weg nach Norden bei Megiddo auf den Widerstand des judäischen Königs Josia (2Kö 23:29). Als Necho Haran endlich erreichte, war es zu spät. Das Assyrische Reich war bereits besiegt worden.

      Das Babylonische Reich

      An welche Stadt denkt man unwillkürlich, wenn von den Hängenden Gärten die Rede ist? An Babylon, die Hauptstadt der gleichnamigen Weltmacht, prophetisch dargestellt durch einen geflügelten Löwen (Da 7:4). Die Stadt war für ihren Wohlstand und Handel und die hoch entwickelte Religion und Astrologie bekannt. Der Mittelpunkt des Reiches lag in der sumpfigen Ebene Südmesopotamiens, zwischen Tigris und Euphrat. Die Stadt, zu beiden Seiten des Euphrat gelegen, schien wegen ihrer Mauern uneinnehmbar zu sein.

      Die Babylonier legten Handelsstraßen durch die Steinwüste Nordarabiens an. Eine Zeit lang residierte König Nabonid in Tema und ließ Belsazar in Babylon regieren.

      Drei Mal fielen die Babylonier in Kanaan ein. Nachdem Nebukadnezar 625 v. u. Z. die Ägypter bei Karkemisch besiegt hatte, stießen die Babylonier südwärts nach Hamath vor, wo sie die sich zurückziehenden Ägypter erneut besiegten. Auf ihrem weiteren Weg, der sie an der Küste entlang bis zum Wildbachtal Ägyptens führte, zerstörten die Babylonier Askalon (2Kö 24:7; Jer 47:5-7). Juda wurde im Verlauf dieses Feldzugs ein Vasall Babylons (2Kö 24:1).

      Im Jahr 618 v. u. Z. erhob sich Jojakim, der König von Juda. Daraufhin wiegelte Babylon Nachbarvölker gegen Juda auf und Babylons eigenes Heer belagerte und unterwarf Jerusalem. Aber schon bald verbündete sich König Zedekia mit Ägypten. Dadurch erregte Juda den heftigen Zorn der Babylonier. Sie fielen abermals ins Land ein und zerstörten nacheinander die Städte Judas (Jer 34:7). Schließlich ließ Nebukadnezar sein Heer gegen Jerusalem ziehen und eroberte die Stadt im Jahr 607 v. u. Z. (2Ch 36:17-21; Jer 39:10).

      BIBELBÜCHER AUS DIESER ZEIT:

      Hosea

      Jesaja

      Micha

      Sprüche (ein Teil)

      Zephanja

      Nahum

      Habakuk

      Klagelieder

      Obadja

      Hesekiel

      1. und 2. Könige

      Jeremia

      [Karte auf Seite 23]

      (Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)

      Babylonisches/Assyrisches Reich

      Assyrisches Reich

      B4 Memphis (Noph)

      B4 Zoan

      B5 ÄGYPTEN

      C2 ZYPERN (KITTIM)

      C3 Sidon

      C3 Tyrus

      C3 Megiddo

      C3 Samaria

      C4 Jerusalem

      C4 Askalon

      C4 Lachisch

      D2 Haran

      D2 Karkemisch

      D2 Arpad

      D2 Hamath

      D3 Ribla

      D3 SYRIEN

      D3 Damaskus

      E2 Gosan

      E2 MESOPOTAMIEN

      F2 MINNI

      F2 ASSYRIEN

      F2 Chorsabad

      F2 Ninive

      F2 Kalach

      F2 Assur

      F3 BABYLONIEN

      F3 Babylon

      F4 CHALDÄA

      F4 Erech

      F4 Ur

      G3 Susa

      G4 ELAM

      Babylonisches Reich

      C3 Sidon

      C3 Tyrus

      C3 Megiddo

      C3 Samaria

      C4 Jerusalem

      C4 Askalon

      C4 Lachisch

      D2 Haran

      D2 Karkemisch

      D2 Arpad

      D2 Hamath

      D3 Ribla

      D3 SYRIEN

      D3 Damaskus

      D5 Tema

      E2 Gosan

      E2 MESOPOTAMIEN

      E4 ARABIEN

      F2 MINNI

      F2 ASSYRIEN

      F2 Chorsabad

      F2 Ninive

      F2 Kalach

      F2 Assur

      F3 BABYLONIEN

      F3 Babylon

      F4 CHALDÄA

      F4 Erech

      F4 Ur

      G3 Susa

      G4 ELAM

      [Andere Orte]

      G2 MEDIEN

      Hauptverkehrswege (Siehe gedruckte Ausgabe)

      [Gewässer]

      B3 Mittelmeer (Großes Meer)

      C5 Rotes Meer

      H1 Kaspisches Meer

      H5 Persischer Golf

      [Flüsse]

      B5 Nil

      E2 Euphrat

      F3 Tigris

      [Bild auf Seite 22]

      Tell Lachisch

      [Bild auf Seite 22]

      Modell des alten Megiddo

      [Bild auf Seite 23]

      Wie man sich Babylons Hängende Gärten vorstellt

  • Gottes Volk kehrt in sein Land zurück
    „Das gute Land sehen“
    • Gottes Volk kehrt in sein Land zurück

      Medo-Persisches Reich

      ZWEI bedeutende Gebirge säumen das Hochland des heutigen Iran: der Elburs (südlich des Kaspischen Meeres) und das Sagrosgebirge (im Südosten zum Persischen Golf hin). Sie werden von lang gestreckten fruchtbaren Tälern mit bewaldeten Hängen durchzogen. In den Tälern herrscht ein gemäßigtes Klima, dagegen wird es in den trockenen, windgepeitschten Hochlandregionen im Winter bitterkalt. Daran grenzt die spärlich besiedelte Wüstenregion des Hochlands. Etwa in diesem Gebiet östlich von Mesopotamien entstand das Medo-Persische Reich.

      Die Meder waren im nördlichen Teil des Hochlands beheimatet, breiteten sich später jedoch nach Armenien und Zilizien aus. Die Perser dagegen bevölkerten den südwestlichen Teil des Hochlands östlich des Tigristals. Mitte des 6. Jahrhunderts v. u. Z. vereinigten sich unter Cyrus diese beiden Königreiche und bildeten die medo-persische Weltmacht.

      Cyrus nahm 539 v. u. Z. Babylon ein. Sein Reich dehnte sich im Osten bis nach Indien aus. Im Westen schloss es letztendlich Ägypten und das Gebiet der heutigen Türkei ein. Daniel beschrieb das Medo-Persische Reich passenderweise als einen raubgierigen „Bären“, der ‘viel Fleisch fraß’ (Da 7:5). Cyrus begründete eine humane, tolerante Herrschaft. Das Reich teilte er in Provinzen ein, die jeweils einem Satrapen unterstanden, gewöhnlich einem Perser. Und diesem unterstand ein einheimischer Statthalter. Den Volksgruppen im Reich wurde empfohlen, ihr Brauchtum und ihre Religion beizubehalten.

      Dieser Politik entsprechend ließ Cyrus die Juden nach Jerusalem zurückkehren, damit sie die wahre Anbetung wiederherstellen und die Stadt wieder aufbauen konnten, wie Esra und Nehemia es beschrieben. Wählten die Juden, die sich in großer Anzahl auf die Reise machten, wie einst Abraham den Weg am Euphrat entlang bis Karkemisch, oder nahmen sie vielleicht die kürzere Route über Tadmor und Damaskus? Die Bibel sagt nichts darüber. (Siehe Seite 6, 7.) Auch in anderen Teilen des Reiches ließen sich schließlich Juden nieder, wie zum Beispiel im Nildelta und sogar noch weiter südlich. Ein ansehnlicher Teil blieb in Babylon, was erklärt, warum Jahrhunderte später der Apostel Petrus dorthin reiste (1Pe 5:13). Durch das Medo-Persische Reich kam es also dazu, dass später im Griechischen und danach im Römischen Reich an vielen Orten Juden lebten.

      Nach der Einnahme Babylons machten die Medo-Perser die Stadt, in der es im Sommer sengend heiß war, zu einem Verwaltungszentrum. Susa, die ehemalige elamitische Hauptstadt, war eine der Königsstädte. Später erhob dort König Ahasverus (anscheinend Xerxes I.) Esther zur Königin und vereitelte eine Verschwörung gegen Gottes Volk, das aus dem ganzen Reich ausgerottet werden sollte. Zwei weitere medo-persische Hauptstädte waren Ekbatana (mehr als 1900 Meter hoch gelegen und daher im Sommer sehr angenehm) und Pasargadae (ebenso hoch gelegen, etwa 650 Kilometer weiter südlich).

      Wie endete die medo-persische Weltmacht? In ihrer Glanzzeit bekämpfte sie die Aufstände, zu denen Griechen an der Reichsgrenze im Nordwesten angestiftet hatten. Griechenland war damals in rivalisierende Stadtstaaten aufgespalten. In den entscheidenden Schlachten bei Marathon und bei Salamis kämpften diese jedoch gemeinsam gegen die persischen Streitkräfte und besiegten sie. Das ebnete den Weg für ein geeintes Griechenland, das Medo-Persien überlegen war.

      Unter Serubbabel machten sich fast 50 000 Männer auf die 800 oder 1600 Kilometer lange Reise nach Jerusalem (je nach Route). Wirtschaftlich befanden sich die repatriierten Juden in einer äußerst schwierigen Lage. Ihr Land hatte 70 Jahre verödet dagelegen. Nach und nach führten sie die wahre Anbetung wieder ein. Sie bauten den Altar wieder auf und brachten Jehova darauf Schlachtopfer dar. Im Herbst des Jahres 537 v. u. Z. feierten sie das Laubhüttenfest (Jer 25:11; 29:10). Dann legten die Heimkehrer die Grundlage für das Haus Jehovas.

      BIBELBÜCHER AUS DIESER ZEIT:

      Daniel

      Haggai

      Sacharja

      Esther

      Die Psalmen (ein Teil)

      1. und 2. Chronika

      Esra

      Nehemia

      Maleachi

      [Karte auf Seite 24]

      (Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)

      Medo-Persisches Reich

      A2 MAKEDONIEN

      A2 THRAKIEN

      A4 Kyrene

      A4 LIBYEN

      B2 Byzanz

      B2 LYDIEN

      B3 Sardes

      B4 Memphis (Noph)

      B4 ÄGYPTEN

      B5 No-Amon (Theben)

      B5 Syene

      C3 ZILIZIEN

      C3 Tarsus

      C3 Issos

      C3 Karkemisch

      C3 Tadmor

      C3 SYRIEN

      C3 Sidon

      C3 Damaskus

      C3 Tyrus

      C4 Jerusalem

      D2 Phasis

      D2 ARMENIEN

      D3 ASSYRIEN

      D3 Ninive

      D4 Babylon

      E3 MEDIEN

      E3 Ekbatana (Achmetha)

      E3 HYRKANIEN

      E4 Susa

      E4 ELAM

      E4 Pasargadae

      E4 Persepolis

      E4 PERSIEN

      F3 PARTHIEN

      F4 DRANGIANIEN

      G2 Marakanda (Samarkand)

      G3 SOGDIEN

      G3 BAKTRIEN

      G3 ARIA

      G4 ARACHOSIEN

      G4 GEDROSIEN

      H5 INDIEN

      [Andere Orte]

      A2 GRIECHENLAND

      A3 Marathon

      A3 Athen

      A3 Salamis

      C1 SKYTHIEN

      C4 Elath (Eloth)

      C4 Tema

      D4 ARABIEN

      [Berge/Gebirge]

      E3 ELBURS

      E4 SAGROSGEBIRGE

      [Gewässer]

      B3 Mittelmeer (Großes Meer)

      C2 Schwarzes Meer

      C5 Rotes Meer

      E2 Kaspisches Meer

      E4 Persischer Golf

      [Flüsse]

      B4 Nil

      C3 Euphrat

      D3 Tigris

      H4 Indus

      [Bild auf Seite 24]

      Um Babylon zu erreichen, musste Cyrus mit seinem Heer das Sagrosgebirge überqueren

      [Bild auf Seite 25]

      Oben: Das Tor des Xerxes in Persepolis

      [Bild auf Seite 25]

      Kleines Bild: Grabmal des Cyrus in Pasargadae

  • Griechenland und Rom beeinflussen die Juden
    „Das gute Land sehen“
    • Griechenland und Rom beeinflussen die Juden

      Griechisches Reich

      DAS ausgedehnte Griechische Reich hatte seinen Ursprung in den Bergen Makedoniens. Von dort orientierte sich Alexander im Alter von Anfang 20 nach Osten. Im Jahr 334 v. u. Z. führte er sein Heer über den Hellespont (die Dardanellen), die Meerenge zwischen Europa und Asien. Wie ein dahineilender „Leopard“ zogen die Griechen unter Alexander von Sieg zu Sieg (Da 7:6). Am Granikos, in der Nähe von Troja, gewann Alexander die Oberhand über die Perser und bei Issos schlug er sie entscheidend.

      Die Griechen überfielen Syrien und Phönizien und nahmen nach 7-monatiger Belagerung Tyrus ein (Hes 26:4, 12). Jerusalem wurde von Alexander verschont, aber Gasa eroberte er (Sach 9:5). In Ägypten gründete er Alexandria, das sich zu einem Zentrum des Handels und der Gelehrsamkeit entwickelte. Erneut durchzog er das Land der Verheißung und errang wieder einen großen Sieg über die Perser bei Gaugamela in der Nähe der Ruinen von Ninive.

      Alexander wandte sich südwärts und nahm die persischen Hauptstädte Babylon, Susa und Persepolis ein. Dann rückte er eilends durch persisches Gebiet bis an den Indus im heutigen Pakistan vor. In nur 8 Jahren eroberte Alexander einen Großteil der damals bekannten Welt. Doch 323 v. u. Z. starb er im Alter von 32 Jahren in Babylon an Malaria (Da 8:8).

      Im Land der Verheißung machte sich ein starker hellenistischer Einfluss bemerkbar. Hier ließen sich einige Kriegsveteranen Alexanders nieder. Im 1. Jahrhundert gab es in diesem Gebiet sogar einen Bund griechischsprachiger Städte (Dekapolis) (Mat 4:25; Mar 7:31). Die Hebräischen Schriften waren inzwischen in Griechisch erhältlich. Koine (die griechische Gemeinsprache) diente als Verkehrssprache der Ausbreitung der christlichen Lehre.

      Das Römische Reich

      Was ging im Westen vor sich? Rom — entstanden aus Einzelsiedlungen am Tiber — gewann an Bedeutung. Mit seiner schlagkräftigen Kriegsmaschinerie und der zentralisierten politischen Macht gelang Rom schließlich die schnelle Eroberung der von Alexanders vier Generälen beherrschten Gebiete. Im Jahr 30 v. u. Z. war das Römische Reich eindeutig tonangebend — damit erschien das ‘furchteinflößende Tier’, das Daniel in einer Vision gesehen hatte (Da 7:7).

      Römisches Reich

      Das Römische Reich erstreckte sich von Britannien bis Nordafrika, vom Atlantik bis zum Persischen Golf. Das Mittelmeer nannten die Römer „Mare nostrum“ (Unser Meer), weil es von römischem Staatsgebiet umgeben war.

      Rom übte auch Einfluss auf die Juden aus, da ihr Land zum Römischen Reich gehörte (Mat 8:5-13; Apg 10:1, 2). Jesu Taufe und Tod fielen in die Regierungszeit von Kaiser Tiberius. Einige römische Herrscher verfolgten die Christen erbittert, konnten die wahre Anbetung aber nicht besiegen. Nach 1300 Jahren erlag das Reich germanischen Stämmen im Norden und nomadischen Eindringlingen im Osten.

      [Karte auf Seite 26]

      (Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)

      Griechisches Reich

      Nach Alexander wurde das riesige Reich von vier seiner Generäle beherrscht

      ▪ Kassander

      ▫ Lysimachos

      ○ Ptolemaios I.

      • Seleukos I.

      A2 ▪ GRIECHENLAND

      A2 ▪ Athen

      A2 ▪ ACHAIA

      A3 ○ Kyrene

      A3 ○ LIBYEN

      B2 ▫ Byzanz

      B3 ○ ZYPERN

      B4 ○ No-Amon (Theben)

      C3 Palmyra (Tadmor)

      C3 ○ Gerasa

      C3 ○ Philadelphia

      C3 ○ Jerusalem

      C5 ○ Syene

      G2 • Alexandria Margiana

      Alexanders Route

      A2 ▪ MAKEDONIEN

      A2 ▪ Pella

      A2 ▫ THRAKIEN

      B2 ▫ Troja

      B2 ▫ Sardes

      B2 ▫ Ephesus

      B2 ▫ Gordion

      C2 ▫ Ankyra

      C3 • Tarsus

      C3 • Issos

      C3 • Antiochia (Syrien)

      C3 ○ Tyrus

      C4 ○ Gasa

      B4 ○ ÄGYPTEN

      B4 ○ Memphis

      B4 ○ Alexandria

      A4 ○ Oase Siwa

      B4 ○ Memphis

      C4 ○ Gasa

      C3 ○ Tyrus

      C3 ○ Damaskus

      C3 • Aleppo

      D3 • Nisibis

      D3 • Gaugamela

      D3 • Babylon

      E3 • Susa

      E4 • PERSIEN

      E4 • Persepolis

      E4 • Pasargadae

      E3 • MEDIEN

      E3 • Ekbatana

      E3 • Rhagai

      E3 • Hekatompylos

      F3 • PARTHIEN

      G3 • ARIA

      G3 • Alexandria Areion

      G3 • Alexandria Prophthasia

      F4 • DRANGIANIEN

      G4 • ARACHOSIEN

      G4 • Alexandria Arachosion

      H3 • Kabul

      G3 • Drapsaka

      H3 • Alexandria Oxiane

      G3 • Drapsaka

      G3 • BAKTRIEN

      G3 • Baktra

      G2 • Derbent

      G2 • SOGDIEN

      G2 • Marakanda

      G2 • Buchara

      G2 • Marakanda

      H2 • Alexandria Eschate

      G2 • Marakanda

      G2 • Derbent

      G3 • Baktra

      G3 • BAKTRIEN

      G3 • Drapsaka

      H3 • Kabul

      H3 • Taxila

      H5 • INDIEN

      H4 • Alexandria

      G4 • GEDROSIEN

      F4 • Pura

      E4 • PERSIEN

      F4 • Alexandria

      F4 • KARMANIEN

      E4 • Pasargadae

      E4 • Persepolis

      E3 • Susa

      D3 • Babylon

      [Andere Orte]

      A3 KRETA

      D4 ARABIEN

      [Gewässer]

      B3 Mittelmeer

      C5 Rotes Meer

      E4 Persischer Golf

      G5 Arabisches Meer

      [Flüsse]

      B4 Nil

      D3 Euphrat

      D3 Tigris

      G4 Indus

      [Karte auf Seite 27]

      (Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)

      Römisches Reich

      A1 BRITANNIEN

      A3 SPANIEN

      B1 GERMANIEN

      B2 GALLIEN

      B2 ITALIEN

      B2 Rom

      B3 Karthago

      C2 ILLYRIEN

      C3 GRIECHENLAND

      C3 Actium

      C3 Kyrene

      D2 Byzanz (Konstantinopel)

      D3 KLEINASIEN

      D3 Ephesus

      D3 Aleppo

      D3 Antiochia (Syrien)

      D3 Damaskus

      D3 Gerasa (Dscharasch)

      D3 Jerusalem

      D3 Alexandria

      D4 ÄGYPTEN

      [Gewässer]

      A2 Atlantischer Ozean

      C3 Mittelmeer

      D2 Schwarzes Meer

      D4 Rotes Meer

      [Bild auf Seite 26]

      Ptolemaios II. nannte das wieder aufgebaute Rabba Philadelphia. Ruinen eines großen römischen Theaters sind noch zu sehen.

      [Bild auf Seite 27]

      Gerasa (Dscharasch), eine Stadt der Dekapolis

      [Bild auf Seite 27]

      Römerstraßen, wie diese in der Nähe von Aleppo, durchzogen Europa, Nordafrika und den Nahen Osten. Christen benutzten diese Straßen, um die biblische Wahrheit zu verbreiten.

  • Jesus „im Land der Juden“
    „Das gute Land sehen“
    • Jesus „im Land der Juden“

      Land der Verheißung (zur Zeit Jesu)

      ALS der Apostel Petrus im Haus des Kornelius Zeugnis von Christus gab, erwähnte er, was Jesus „im Land der Juden und auch in Jerusalem“ getan hatte (Apg 10:39). In welchen Gegenden führte Jesus wohl seinen Epoche machenden Dienst durch?

      Zum „Land der Juden“ gehörte Judäa, wo Jesus auch im Werk Gottes tätig war (Luk 4:44). Nach seiner Taufe hielt sich Jesus 40 Tage in der Wildnis von Juda (oder Judäa) auf, einer unfruchtbaren, öden Gegend, in der Rebellen und Banditen hausten (Luk 10:30). Später begab sich Jesus von Judäa aus nach Norden und predigte in der Nähe von Sychar einer Samariterin (Joh 4:3-7).

      Aus den Evangelien geht hervor, dass sich Jesus auf Galiläa konzentrierte. Zu den jährlichen Festen begab er sich zwar in den Süden nach Jerusalem, doch die ersten beiden Jahre seines Dienstes verbrachte er größtenteils im nördlichen Teil des Landes der Verheißung (Joh 7:2-10; 10:22, 23). Zum Beispiel erläuterte er in der Nähe des Galiläischen Meeres und auch auf diesem See viele bemerkenswerte Lehren und wirkte beeindruckende Wunder. Er beruhigte das sturmgepeitschte Meer und wandelte sogar darauf. Vom Boot aus predigte er Volksmengen am steinigen Seeufer. Seine ersten engeren Nachfolger stammten aus umliegenden Fischer- und Bauerndörfern (Mar 3:7-12; 4:35-41; Luk 5:1-11; Joh 6:16-21; 21:1-19).

      Jesu Stützpunkt für seinen Dienst in Galiläa war das am Galiläischen Meer gelegene Kapernaum, „seine eigene Stadt“ (Mat 9:1). Unweit davon, an einem Hang, hielt er die berühmte Bergpredigt. Gelegentlich fuhr er mit dem Boot von Kapernaum nach Magadan, Bethsaida oder zu anderen nahe gelegenen Orten.

      Man beachte: Jesu „eigene Stadt“ lag nicht allzu weit entfernt von Nazareth, wo er aufwuchs, von Kana, wo er Wasser in Wein verwandelte, von Nain, wo er den Sohn einer Witwe auferweckte, und von Bethsaida, wo er durch ein Wunder 5000 Männer speiste und einen Blinden wieder sehend machte.

      Nach dem Passah des Jahres 32 u. Z. besuchte Jesus die phönizischen Hafenstädte Tyrus und Sidon im Norden. Dann dehnte er seinen Dienst auf einige der 10 hellenistischen Städte der so genannten Dekapolis aus. Jesus befand sich in der Nähe von Cäsarea Philippi (F2), als Petrus ihn als Messias bezeichnete. Bald danach fand die Umgestaltung statt, vielleicht auf dem Hermon. Später predigte Jesus in der Gegend von Peräa jenseits des Jordan (Mar 7:24-37; 8:27 bis 9:2; 10:1; Luk 13:22, 33).

      Die letzte Woche auf der Erde verbrachte Jesus mit seinen Jüngern nahe bei und in Jerusalem, der „Stadt des großen Königs“ (Mat 5:35). In der Nähe gelegene Orte wie Emmaus, Bethanien, Bethphage und Bethlehem sind auf der Karte verzeichnet (Luk 2:4; 19:29; 24:13; siehe den Kartenausschnitt „Jerusalem und Umgebung“ auf Seite 18).

      [Karte auf Seite 29]

      (Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)

      Land der Verheißung (zur Zeit Jesu)

      Das Land in den Tagen Jesu

      Städte der Dekapolis

      E5 Hippos

      E6 Pella

      E6 Skythopolis

      F5 Gadara

      F7 Gerasa

      G5 Dion

      G9 Philadelphia

      H1 Damaskus

      H4 Raphana

      I5 Kanatha

      Hauptstraßen (Siehe gedruckte Ausgabe)

      Übliche Route von Galiläa nach Jerusalem (Siehe gedruckte Ausgabe)

      Route von Galiläa nach Jerusalem durch Peräa (Siehe gedruckte Ausgabe)

      A11 Gasa

      B6 Cäsarea

      B8 Joppe

      B9 Lydda

      B12 Beerscheba

      C4 Ptolemais

      C8 SAMARIA

      C8 Antipatris

      C8 Arimathia

      C9 Emmaus

      C10 JUDÄA

      C11 Hebron

      C12 IDUMÄA

      D1 Sidon

      D2 Tyrus

      D3 PHÖNIZIEN

      D4 GALILÄA

      D4 Kana

      D5 Sepphoris

      D5 Nazareth

      D5 Nain

      D7 Samaria

      D7 Sychar

      D9 Ephraim

      D9 Bethphage

      D9 Jerusalem

      D9 Bethanien

      D10 Bethlehem

      D10 Herodion

      D10 WILDNIS VON JUDÄA

      D12 Masada

      E4 Chorazin

      E4 Bethsaida

      E4 Kapernaum

      E4 Magadan

      E5 Tiberias

      E5 Hippos

      E6 Bethanien? (jenseits des Jordan)

      E6 Skythopolis

      E6 Pella

      E6 Salim

      E6 Änon

      E9 Jericho

      F1 ABILENE

      F2 Cäsarea Philippi

      F4 Gamala

      F5 Abila?

      F5 Gadara

      F7 PERÄA

      F7 Gerasa

      G3 ITURÄA

      G5 Dion

      G6 DEKAPOLIS

      G9 Philadelphia

      H1 Damaskus

      H3 TRACHONITIS

      H4 Raphana

      H12 ARABIEN

      I5 Kanatha

      [Berge]

      D7 Berg Ebal

      D7 Berg Gerisim

      F2 Berg Hermon

      [Gewässer]

      B6 Mittelmeer (Großes Meer)

      E4 Galiläisches Meer

      E10 Salzmeer (Totes Meer)

      [Flüsse]

      E7 Jordan

      [Quellen und Brunnen]

      D7 Jakobs Quelle

      [Bild auf Seite 28]

      Das Galiläische Meer. Links im Vordergrund ist Kapernaum zu sehen. Die Blickrichtung ist südwestwärts über die Ebene von Genezareth.

      [Bild auf Seite 28]

      Die Samariter beteten auf dem Berg Gerisim an. Im Hintergrund liegt der Berg Ebal.

  • Jerusalem und der Tempel der Tage Jesu
    „Das gute Land sehen“
    • Jerusalem und der Tempel der Tage Jesu

      Jerusalem/Tempel des Herodes

      SCHON bald nach seiner Geburt wurde Jesus von Joseph und Maria mit in die Stadt genommen, auf die sein himmlischer Vater seinen Namen gelegt hatte: Jerusalem (Luk 2:22-39). Im Alter von 12 Jahren war Jesus bei der Passahfeier anwesend und erstaunte die Lehrer im Tempel durch sein ausgezeichnetes Verständnis (Luk 2:41-51). Die Arbeiten am Tempelkomplex im Rahmen des Bauprogramms von Herodes dem Großen erstreckten sich über ‘sechsundvierzig Jahre’ (Joh 2:20).

      Während seines Dienstes besuchte Jesus Feste in Jerusalem, wo er oftmals größere Menschenmengen belehrte. Zweimal trieb er Geldwechsler und Kaufleute aus dem Tempelvorhof (Mat 21:12; Joh 2:13-16).

      Nördlich vom Tempel, am Teich Bethzatha, heilte der Sohn Gottes einen Mann, der schon 38 Jahre krank war. Einen Blinden, dem er das Augenlicht schenkte, wies er an, sich im Teich von Siloam im Süden der Stadt zu waschen (Joh 5:1-15; 9:1, 7, 11).

      Jesus war mit Lazarus, Maria und Martha befreundet und besuchte sie oftmals in Bethanien, ‘ungefähr drei Kilometer’ östlich von Jerusalem (Joh 11:1, 18, Fn.; 12:1-11; Luk 10:38-42; 19:29; siehe „Jerusalem und Umgebung“, Seite 18). Wenige Tage vor seinem Tod wählte er den Weg über den Ölberg nach Jerusalem. Stellen wir uns vor, wie Jesus stehen blieb, im Westen die Stadt sah und über sie weinte (Luk 19:37-44). Er könnte einen ähnlichen Blick gehabt haben, wie auf der nächsten Seite oben zu sehen ist. Auf einem Eselsfüllen ritt er durch eines der Osttore in Jerusalem ein. Eine große Menschenmenge jubelte ihm als künftigem König Israels zu (Mat 21:9-12).

      An verschiedenen Orten innerhalb und außerhalb Jerusalems spielte sich vor Jesu Tod Bedeutsames ab: im Garten Gethsemane, wo Jesus betete, im Saal des Sanhedrins, im Haus des Kaiphas, im Palast des Statthalters Pilatus und schließlich auf Golgotha (Mar 14:32; 14:53 bis 15:1, 16, 22; Joh 18:1, 13, 24, 28).

      Nach seiner Auferstehung erschien Jesus in Jerusalem und Umgebung (Luk 24:1-49). Vom Ölberg aus fuhr er dann in den Himmel auf (Apg 1:6-12).

      [Diagramm auf Seite 31]

      (Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)

      Jerusalem/Tempel des Herodes

      Merkmale des Tempelgebiets

      1 Allerheiligstes

      2 Heiliges

      3 Brandopferaltar

      4 Gegossenes Meer

      5 Vorhof der Priester

      6 Vorhof Israels

      7 Vorhof der Frauen

      8 Vorhof der Heiden

      9 Absperrung (Soreg)

      10 Königliche Säulenhalle

      11 Säulenhalle Salomos

      TEMPEL

      Tor

      Vorhof der Priester

      Tor

      Allerheiligstes

      Brandopferaltar

      Heiliges

      Vorhof Israels

      Vorhof der Frauen

      Gegossenes Meer

      Tor

      Säulenhalle Salomos

      Absperrung (Soreg)

      Vorhof der Heiden

      Tor

      Königliche Säulenhalle

      Tore

      Burg Antonia

      Brücke

      Saal des Sanhedrins?

      TYROPÖONTAL

      Teich von Siloam

      Aquädukt

      Haus des Kaiphas?

      Palast des Statthalters

      Golgotha?

      Golgotha?

      Teich Bethzatha

      Garten Gethsemane?

      ÖLBERG

      KIDRONTAL

      Gihonquelle

      En-Rogel

      HINNOMTAL (GEHENNA)

      [Bilder auf Seite 30]

      Blick nach Osten über das heutige Jerusalem: (A) Tempelgebiet, (B) Garten Gethsemane, (C) Ölberg, (D) Wildnis Juda, (E) Totes Meer

      [Bild auf Seite 31]

      Blick vom Ölberg nach Westen (zur Zeit Jesu)

  • Das Christentum breitet sich bis in ferne Länder aus
    „Das gute Land sehen“
    • Das Christentum breitet sich bis in ferne Länder aus

      AUF dem Ölberg unweit von Bethanien erteilte Jesus den Auftrag für ein Predigtwerk, das die Weltgeschichte entscheidend beeinflusste. Nur etwa 3 Kilometer westlich vom Ölberg sollte es beginnen: in Jerusalem. Die Botschaft sollte im nahen Judäa sowie in Samaria verbreitet werden und schließlich den „entferntesten Teil der Erde“ erreichen (Apg 1:4, 8, 12).

      Nicht lange nachdem Jesus von diesem Werk gesprochen hatte, kamen Juden und Proselyten aus dem ganzen Römischen Reich zum Pfingstfest — aus Gebieten, die in der Karte (unten) verzeichnet sind. Der Apostel Petrus predigte ihnen an jenem Tag und legte so die Grundlage für eine rasche Verbreitung des Christentums (Apg 2:9-11).

      Ausbreitung des Christentums

      Schon bald setzte in Jerusalem eine Verfolgung ein und Christi Nachfolger wurden zerstreut. Petrus und Johannes kümmerten sich um die Samariter, die die gute Botschaft angenommen hatten (Apg 8:1, 4, 14-16). Nachdem Philippus auf einer Wüstenstraße, die „von Jerusalem nach Gasa“ führte, einem Äthiopier Zeugnis gegeben hatte, verbreitete sich das Christentum nach Afrika (Apg 8:26-39). Etwa zur selben Zeit zeigten sich Früchte der Botschaft in Lydda, das in der Scharonebene liegt, und in der Hafenstadt Joppe (Apg 9:35, 42). Von dort ging Petrus nach Cäsarea, wo er dem römischen Offizier Kornelius sowie dessen Angehörigen und Freunden half, geistgesalbte Christen zu werden (Apg 10:1-48).

      Die Reisen des Paulus

      Paulus, ein ehemaliger Verfolger, wurde der Apostel für die Nationen. Auf dem Landweg und zu Schiff unternahm er drei Missionsreisen und eine Reise nach Rom. Zusammen mit anderen verbreitete er die gute Botschaft in bedeutenden Zentren des Römischen Reiches. Paulus nahm sich vor, nach Spanien zu reisen (siehe Seite 2), und Petrus gelangte durch seinen Dienst bis nach Babylon weit im Osten (1Pe 5:13). Ja, unter der aktiven Führerschaft Christi verbreiteten seine Nachfolger das Christentum bis in ferne Länder. Um 60/61 u. Z. war die gute Botschaft „in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, gepredigt worden“ (Kol 1:6, 23). Seither ist diese gute Botschaft buchstäblich „bis zum entferntesten Teil der Erde“ getragen worden.

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