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Erwachet! 1998
g98 8. 6. S. 8-11

Das Ende aller Armut in Sicht

WAS meinte Jesus, als er sagte: „Die Armen habt ihr allezeit bei euch.“ (Matthäus 26:11)? Wollte er damit sagen, die Armut würde für immer bestehen und es würde nie eine Lösung geben?

Jesus wußte, daß es so lange Armut geben würde, wie das gegenwärtige System der Menschenherrschaft existiert. Er wußte auch, daß keine Form der menschlichen Regierung und keinerlei wirtschaftliches oder soziales System Armut auf Dauer beseitigen könnte. Und die Geschichte gibt ihm recht.

In den Jahrtausenden der menschlichen Geschichte hat man jede Regierungsform und jedes wirtschaftliche und soziale System ausprobiert, ohne die Armut ausmerzen zu können. Trotz des Fortschritts in der Wissenschaft, der Technik und der Medizin ist es eine unleugbare Tatsache, daß die Zahl der Menschen, die in der Armut gefangen sind, weltweit stetig steigt.

Jesus war sich der vielen Faktoren, die Armut hervorrufen, sehr wohl bewußt. Dazu zählen Hungersnöte, Dürren, das Eindringen feindlicher Heere, eine schlechte Regierung, Mißwirtschaft, Unterdrückung der Armen und Schwachen durch die Reichen und Mächtigen, Unfälle, Krankheiten und der Tod von Ehemännern und Vätern, die verarmte Waisen und Witwen hinterlassen. Außerdem wußte er, daß man sich und seine Familie durch Laster wie Faulheit, Trunksucht, Glücksspiel und Drogensucht selbst in Armut stürzen kann.

Als Jesus daher sagte: „Die Armen habt ihr allezeit bei euch“, wollte er damit sagen, es stehe nicht in der Macht der gegenwärtigen Welt, Armut auszumerzen. Er meinte, solange das bestehende System der Menschenherrschaft existiere, würde es auch arme Menschen geben.

Armut ist zwar ein altes Problem, dennoch sollten wir nicht schlußfolgern, Jesus oder seinem himmlischen Vater seien arme Menschen gleichgültig, noch sollten wir aus den Worten Jesu schließen, daß Armut nie enden wird. Denn die Aussage der Bibel zu diesem Thema ist eindeutig.

Armut und das mosaische Gesetz

Ziehen wir als Beispiel einmal das Gesetz heran, das Gott der Nation Israel in alter Zeit durch Moses gab. In diesem Gesetz war beispielsweise festgelegt, daß jede israelitische Familie im Land Kanaan ein Erbe erhielt (5. Mose 11:8-15; 19:14). Ausgenommen hiervon waren nur die Leviten, denen kein Land zugewiesen wurde. Angesichts ihrer besonderen Aufgaben im Tempel war jedoch für ihren Unterhalt gesorgt: Sie erhielten den Zehnten von dem Ertrag des Landes (4. Mose 18:20, 21, 24).

Die Bestimmungen über den Erbbesitz im mosaischen Gesetz garantierten, daß das Land innerhalb der Familie oder des Stammes blieb (4. Mose 27:8-11). Selbst wenn jemand sein Land verkaufte, gehörte es dem neuen Besitzer nur vorübergehend, denn nach einer bestimmten Zeit wurde das Land wieder an die Familie des ursprünglichen Besitzers zurückgegeben.

Für diejenigen, die aus diversen Gründen verarmten, vielleicht, weil sie ihr Land heruntergewirtschaftet oder ihre Mittel verschleudert hatten, war im Gesetz das Recht verankert, auf den Feldern und in den Obst- und Weingärten anderer Nachlese zu halten (3. Mose 23:22). Außerdem konnte ein in Not geratener Israelit zinsfrei Geld borgen. Es galt also damals, Armen gegenüber freigebig zu sein (2. Mose 22:25).

Jesus lagen arme Menschen am Herzen

Als Jesus Jahrhunderte später auf die Erde kam, war auch er freigebig, so wie er es von seinem Vater, Jehova, gelernt hatte. Er war an Menschen, die in materieller Hinsicht arm waren, persönlich interessiert. Er und seine Jünger hatten eine gemeinsame Kasse, aus der sie bedürftigen Israeliten etwas zukommen ließen (Johannes 12:5-8).

Nachdem Jesus getötet worden war, zeigten die Christen dasselbe Interesse an armen Menschen, indem sie insbesondere ihre minderbemittelteren Glaubensbrüder und -schwestern materiell unterstützten (Römer 15:26). Wahre Christen heute sind in gleicher Weise liebevoll umeinander besorgt.

Obwohl in der Bibel voller Mitgefühl über die Opfer von Unterdrückung gesprochen wird, rügt sie natürlich diejenigen, die aus Faulheit sozusagen ‘ihr eigenes Fleisch essen’ (Prediger 4:1, 5). Der Apostel Paulus schrieb: „Wenn jemand nicht arbeiten will, soll er auch nicht essen“ (2. Thessalonicher 3:10). Auch wer sein Geld für Drogen, Tabak oder Alkohol verschleudert, kann in Armut geraten. Sie ist dann die Folge seines eigenen schlechten Handelns; er ‘erntet, was er gesät hat’ (Galater 6:7).

Sicherheit heute

Wie die Bibel zeigt, ist Gott besonders an der Lage derer interessiert, die sich bemühen, seinen Willen zu tun. Gemäß Psalm 37:25 erklärte David zum Beispiel: „Ein junger Mann bin ich gewesen, ich bin auch alt geworden, und doch habe ich keinen Gerechten gänzlich verlassen gesehen noch seine Nachkommen nach Brot suchen.“ Gerechtgesinnten Menschen wird zwar kein Reichtum versprochen, aber gemäß diesem Text würde Gott dafür sorgen, daß sie genügend materielle Mittel zum Überleben hätten. Und in Vers 28 desselben Psalms heißt es: „Jehova liebt das Recht, und er wird seine Loyalgesinnten nicht verlassen.“

Jesus zeigte sein Interesse an den Armen jedoch nicht nur dadurch, daß er sie während seines irdischen Lebens materiell unterstützte. Er garantierte ihnen, daß Gott sowohl in der Gegenwart als auch in der Zukunft für ihre grundlegendsten Bedürfnisse sorgen würde, solange sie versuchen würden, den Willen Gottes zu tun. Er sagte:

„Beobachtet aufmerksam die Vögel des Himmels, denn sie säen nicht, noch ernten sie, noch sammeln sie etwas in Vorratshäuser ein; dennoch ernährt sie euer himmlischer Vater. Seid ihr nicht mehr wert als sie? ... Auch hinsichtlich der Kleidung, weshalb macht ihr euch Sorgen? Lernt eine Lektion von den Lilien des Feldes, wie sie wachsen; sie mühen sich nicht ab, noch spinnen sie; doch sage ich euch, daß nicht einmal Salomo in all seiner Herrlichkeit wie eine von diesen bekleidet war. Wenn nun Gott die Pflanzen des Feldes, die heute stehen und morgen in den Ofen geworfen werden, so kleidet, wird er nicht vielmehr euch kleiden, ihr Kleingläubigen? Darum macht euch nie Sorgen und sprecht: ‚Was sollen wir essen?‘ oder: ‚Was sollen wir trinken?‘ oder: ‚Was sollen wir anziehen?‘ ... Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr all diese Dinge benötigt“ (Matthäus 6:26-32).

Zum Schluß richtete Jesus an seine Nachfolger den dringenden Appell: „So fahrt denn fort, zuerst das Königreich [Gottes] und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese anderen Dinge werden euch hinzugefügt werden“ (Matthäus 6:33). Diese Worte sind wirklich ermutigend für Menschen, die arm sind, sich aber bemühen, Gottes Willen zu tun. Interessanterweise zeigte Jesus außerdem, daß das Königreich Gottes das Wichtigste im Leben seiner Nachfolger sein sollte. Er wußte: Erst wenn Gottes himmlisches Königreich die Herrschaft über die ganze Erde übernimmt, wird die Armut beseitigt sein — erst dann und nur dann!

Nicht für immer bei uns

Jesus vermittelte also eine herrliche Zukunftshoffnung. Als er sagte: „Die Armen habt ihr allezeit bei euch“, dachte er demnach an das Leben unter dem bestehenden System der Menschenherrschaft. Er bezog sich nicht auf das Leben unter der künftigen Herrschaft des himmlischen Königreiches Gottes. In der Bibel wird vorhergesagt: „Nicht immer wird der Arme vergessen sein, noch wird die Hoffnung der Sanftmütigen jemals vergehen“ (Psalm 9:18). Als König des Königreiches Gottes wird Christus Jesus es nicht dulden, daß jemand versucht, seine Mitmenschen auszubeuten oder zu unterdrücken.

Jesus machte die Herrschaft des himmlischen Königreiches Gottes zum zentralen Thema seiner Lehrtätigkeit (Matthäus 4:17). Unter der Königreichsherrschaft werden die Verhältnisse auf der Erde ein Spiegelbild der Verhältnisse im Himmel sein. Deshalb lehrte Jesus seine Nachfolger beten: „Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde“ (Matthäus 6:10).

Wie wird das vor sich gehen? Gottes Vorsatz besteht darin, das gesamte bestehende System der Menschenherrschaft zu vernichten und es durch seine himmlische Königreichsregierung zu ersetzen. In der Prophezeiung in Daniel 2:44 heißt es: „In den Tagen dieser [momentan bestehenden] Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das nie zugrunde gerichtet werden wird. Und das Königreich selbst wird an kein anderes Volk [keinen weiteren menschlichen Herrscher] übergehen. Es wird alle diese [bestehenden] Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende bereiten, und selbst wird es für unabsehbare Zeiten bestehen.“

In der neuen Welt unter der Herrschaft des Königreiches Gottes wird die ganze Erde in ein Paradies umgewandelt werden, in dem es an nichts fehlt und wo von Armut nichts mehr zu spüren ist. Es ist interessant, wie einige biblische Prophezeiungen die Verhältnisse beschreiben, die dann herrschen werden:

„Jehova der Heerscharen wird bestimmt für alle Völker ... ein Festmahl von Wein, der auf den Hefen stehengelassen wurde, von Gerichten, reich an Öl, mit Mark gefüllt [machen]“ (Jesaja 25:6). „Es wird Fülle an Getreide auf der Erde geben; auf dem Gipfel der Berge wird Überfluß sein“ (Psalm 72:16). „Regengüsse des Segens wird es geben. Und der Baum des Feldes soll seinen Fruchtertrag geben, und das Land selbst wird seinen Ertrag geben, und sie werden sich auf ihrem Boden tatsächlich in Sicherheit befinden“ (Hesekiel 34:26, 27). „Die Erde selbst wird bestimmt ihren Ertrag geben; Gott, unser Gott, wird uns segnen“ (Psalm 67:6). „Die Wildnis und die wasserlose Gegend werden frohlocken, und die Wüstenebene wird voller Freude sein und blühen wie der Safran“ (Jesaja 35:1).

Außerdem wird in Micha 4:4 verheißen: „Sie werden tatsächlich sitzen, jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, und da wird niemand sein, der sie aufschreckt.“ Alle werden ein eigenes Heim haben: „Sie werden gewiß Häuser bauen und sie bewohnen ... Sie werden nicht bauen und ein anderer es bewohnen“ (Jesaja 65:21, 22). Kein Wunder, daß Jesus denjenigen, die an seine Lehren glaubten, versprechen konnte: „Du wirst mit mir im Paradies sein“ (Lukas 23:43).

Ja, Gottes inspiriertes Wort lehrt ganz klar, daß die Armut eines Tages vollständig ausgemerzt werden wird. Die Zeit dafür naht, denn wie die biblischen Prophezeiungen zeigen, sind für diese Welt die „letzten Tage“ angebrochen, in denen „kritische Zeiten“ herrschen, „mit denen man schwer fertig wird“ (2. Timotheus 3:1-5, 13). Das gegenwärtige System der Dinge wird bald ein für allemal beseitigt werden, und die Armut wird auf Dauer ausgemerzt sein — nicht durch menschliche Bemühungen, sondern durch einen göttlichen Eingriff. Der König Jesus Christus „wird den Armen befreien, der um Hilfe ruft, auch den Niedergedrückten und jeden, der keinen Helfer hat. Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen, und die Seelen der Armen wird er retten“ (Psalm 72:12, 13).

[Bild auf Seite 8, 9]

In Gottes neuer Welt wird es für alle gute Wohnbedingungen und Nahrung in Hülle und Fülle geben

[Bild auf Seite 10]

In der neuen Welt wird es nie wieder hungernde Kinder geben

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