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  • Die Harmonie bewahren zwischen Ältesten und Dienstamtgehilfen
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w94 15. 8. S. 26-29

Die Harmonie bewahren zwischen Ältesten und Dienstamtgehilfen

KURZ nach Pfingsten 33 u. Z. entstand in der neugegründeten Christenversammlung eine Notlage. Man hatte die Betreuung bedürftiger Witwen organisiert. Doch es dauerte nicht lange, da „entstand ein Murren der griechisch sprechenden Juden gegen die hebräisch sprechenden Juden, weil ihre Witwen bei der täglichen Austeilung übersehen wurden“ (Apostelgeschichte 6:1).

Diese Klagen kamen den Aposteln zu Ohren. „Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zu sich und sprachen: ‚Es gefällt uns nicht, daß wir das Wort Gottes zurückstellen, um Speise an Tische auszuteilen. Darum, Brüder, sucht euch aus eurer Mitte sieben Männer aus, die ein gutes Zeugnis haben und mit Geist und Weisheit erfüllt sind, damit wir sie über dieses notwendige Geschäft setzen können‘“ (Apostelgeschichte 6:2, 3).

Das verdeutlicht ein wichtiges organisatorisches Prinzip innerhalb der Christenversammlung. Einige verantwortliche Männer werden dazu gebraucht, sich der Routinearbeiten anzunehmen, während andere sich den gewichtigeren geistigen Belangen widmen. Das war schon früher so. Im alten Israel waren Aaron und seine Nachkommen zu Priestern ernannt worden, um Gott Opfer darzubringen. Doch Jehova erteilte die Anweisung, daß die Leviten sie unterstützen sollten, indem sie sich „um alle Geräte des Zeltes der Zusammenkunft“ kümmerten (4. Mose 3:5 -10). In ähnlicher Weise werden Aufseher heute von Dienstamtgehilfen unterstützt.

Die Rolle der Ältesten und der Dienstamtgehilfen

Sowohl an Älteste als auch an Dienstamtgehilfen stellt die Bibel hohe Anforderungen (1. Timotheus 3:1-10, 12, 13; Titus 1:6-9). Sie sind keine Konkurrenten, sondern arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin — die Erbauung der Versammlung. (Vergleiche Epheser 4:11-13.) Dessenungeachtet gibt es einige Unterschiede in den Aufgaben, die sie in der Versammlung wahrnehmen. In 1. Petrus 5:2 wird Aufsehern gesagt: „Hütet die Herde Gottes, die in eurer Obhut ist, nicht aus Zwang, sondern freiwillig; auch nicht aus Liebe zu unehrlichem Gewinn, sondern voll Eifer.“ Sie legen Gott Rechenschaft darüber ab, wie sie dieser heiligen Verantwortung nachkommen (Hebräer 13:17).

Wie verhält es sich mit Dienstamtgehilfen? Die Heilige Schrift fordert von ihnen nicht, ebenso lehrfähig zu sein. Ihre Pflichten unterscheiden sich in gewisser Hinsicht von denen der Ältesten. Im ersten Jahrhundert u. Z. gab es zweifellos viele Dinge, die der Aufmerksamkeit bedurften, aber mehr materieller Art waren und immer wiederkehrten und routinemäßig abgewickelt werden konnten; dazu mag der Kauf von Material für das Abschreiben der Bibelbücher oder sogar das Abschreiben selbst gehört haben.

Auch heute nehmen sich Dienstamtgehilfen einer ganzen Reihe von wichtigen Aufgaben in der Versammlung an, indem sie sich beispielsweise um die Versammlungskonten und die Gebiete kümmern, die Zeitschriften und Bücher ausgeben und für die Instandhaltung des Königreichssaals sorgen. Manche Dienstamtgehilfen, die dazu befähigt sind, werden sogar für Lehraufgaben herangezogen und leiten mitunter Versammlungsbuchstudien, behandeln Programmpunkte in der Dienstzusammenkunft und halten öffentliche Vorträge.

Arbeiten Älteste und Dienstamtgehilfen harmonisch zusammen, dann wird auf ausgewogene Weise für die Bedürfnisse der Versammlung — die geistigen wie die organisatorischen — gesorgt. Die Glieder der Versammlung sind dann freudig, stark und geistig produktiv. Vergessen wir nicht, was Paulus an Gesalbte in Ephesus schrieb: „Der ganze Leib [bewirkt], harmonisch zusammengefügt und durch jedes Gelenk, welches gibt, was nötig ist, zum Zusammenwirken veranlaßt, gemäß der Funktion jedes einzelnen Gliedes in gebührendem Maß, das Wachstum des Leibes zu dessen Erbauung in Liebe“ (Epheser 4:16).

Älteste und Dienstamtgehilfen müssen sich bemühen, eine derartige Harmonie zu entwickeln — das heißt Übereinstimmung, Einklang, Zusammenarbeit und Einheit. Allerdings stellt sich solch eine Harmonie nicht automatisch ein. Sie muß gepflegt und sorgfältig bewahrt werden.

Was Älteste tun können

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung besteht darin, anzuerkennen, daß das Verhältnis eines Ältesten zu einem Dienstamtgehilfen nicht dem eines Herrn zu seinem Sklaven oder eines Arbeitgebers zu seinem Arbeitnehmer entspricht. Echte Harmonie herrscht dort, wo Älteste in Dienstamtgehilfen ihre Mitdiener für Gott sehen (Vergleiche 1. Korinther 3:6 -9.) „In Ehrerbietung komme einer dem anderen zuvor“, so heißt es in Römer 12:10. Älteste hüten sich deshalb davor, Dienstamtgehilfen auf eine Weise zu behandeln, die herablassend oder erniedrigend wirken könnte. Sie fördern positive Eigeninitiative, statt sie zu unterdrücken. Dienstamtgehilfen respektvoll zu behandeln führt gewöhnlich dazu, daß ihre guten Eigenschaften am besten zur Geltung gebracht werden, und hilft ihnen, ihre Arbeit in der Versammlung mit Freude zu verrichten.

Älteste sollten überdies im Sinn behalten, daß ihr Auftrag, die Herde Gottes zu hüten, die in ihrer Obhut ist, auch die Brüder einschließt, die als Dienstamtgehilfen dienen. Zwar wird von diesen verantwortungsbewußten Männern erwartet, daß sie reife Christen sind. Dennoch benötigen sie wie alle anderen, die zur Herde gehören, von Zeit zu Zeit persönliche Aufmerksamkeit. Älteste sollten ein starkes Interesse an der geistigen Entwicklung der Dienstamtgehilfen haben.

Als zum Beispiel der Apostel Paulus den jungen Mann Timotheus kennenlernte, erkannte er sofort, welches Potential in Timotheus steckte, und „drückte den Wunsch aus, daß dieser mit ihm ausziehe“ (Apostelgeschichte 16:3). Timotheus diente Paulus als Reisegefährte und erhielt infolgedessen eine außerordentlich wertvolle Schulung. Ja, Paulus konnte Jahre später an Christen in Korinth schreiben: „Deswegen sende ich Timotheus zu euch, da er mein geliebtes und treues Kind im Herrn ist; und er wird euch an meine Methoden in Verbindung mit Christus Jesus erinnern“ (1. Korinther 4:17).

Ihr Ältesten, habt ihr schon damit begonnen, das volle Potential der Dienstamtgehilfen eurer Versammlung zu erschließen? Helft ihr ihnen, Fortschritte zu machen, indem ihr sie persönlich im öffentlichen Reden und im Erforschen der Bibel schult? Habt ihr solche, die dazu befähigt sind, eingeladen, euch bei Hirtenbesuchen zu begleiten? Geht ihr mit ihnen in den Predigtdienst? In Jesu Gleichnis von den Talenten sagte der Herr zu seinen treuen Sklaven: „Wohlgetan, du guter und treuer Sklave!“ (Matthäus 25:23). Bist du ähnlich großzügig, wenn es darum geht, Dienstamtgehilfen zu loben, die bescheiden ihren Aufgaben auf vortreffliche Weise nachkommen? (Vergleiche Sprüche 3:27.) Falls nicht, werden sie das Gefühl haben, ihre Arbeit werde nicht geschätzt?

Ebenfalls unerläßlich für eine harmonische Zusammenarbeit ist gute Kommunikation. (Vergleiche Sprüche 15:22.) Willkürlich oder wahllos sollte man Aufgaben weder übertragen noch jemand davon entbinden. Die Ältesten sollten unter Gebet besprechen, wie die Fähigkeiten eines Bruders am besten in der Versammlung eingesetzt werden können. (Vergleiche Matthäus 25:15.) Wird einem Bruder eine Aufgabe gegeben, sollte er gründlich darin unterwiesen werden, was im einzelnen von ihm erwartet wird. „Wenn keine geschickte Lenkung da ist“, heißt es warnend in Sprüche 11:14, „kommt das Volk zu Fall.“

Es wäre nicht ratsam, einem Bruder lediglich mitzuteilen, er solle die Kontenführung, die Zeitschriften- oder die Literaturabteilung von einem anderen übernehmen. Manchmal wird einem neuernannten Dienstamtgehilfen ein Stapel fehlerhafter oder unvollständiger Unterlagen hinterlassen. Wie entmutigend! „Laßt ... alle Dinge anständig und nach Anordnung geschehen“, lautet die Anweisung aus 1. Korinther 14:40. Älteste sollten die Initiative ergreifen, Brüder zu schulen, indem sie sie mit den Verfahrensweisen in der Versammlung vertraut machen und selbst dadurch ein Beispiel geben, daß sie sich an diese halten. Zum Beispiel haben die Ältesten dafür zu sorgen, daß alle drei Monate die Versammlungskonten geprüft werden. Vernachlässigt man eine solch wichtige Vorkehrung, können sich Schwierigkeiten einstellen, und womöglich wird die Achtung der Dienstamtgehilfen vor Anweisungen der Organisation untergraben.

Nehmen wir aber einmal an, ein Bruder kümmert sich anscheinend nicht genügend um eine bestimmte Aufgabe. Statt den Betreffenden ohne viel Federlesens von seiner Aufgabe zu entbinden, sollten die Ältesten die Angelegenheit mit ihm besprechen. Vielleicht ist mangelnde Schulung die Ursache des Problems. Fällt es dem Bruder weiterhin schwer, seiner Aufgabe nachzukommen, könnten sie überlegen, ob er eine andere Aufgabe gut bewältigen würde.

Älteste können auch zur Harmonie beitragen, indem sie Demut bekunden. In Philipper 2:3 werden Christen aufgefordert, ‘nichts aus Streitsucht oder aus Ichsucht zu tun, sondern in Demut die anderen höher zu achten als sich selbst’. Demnach sollte sich ein Ältester bemühen, kooperativ zu sein, wenn ein Ordner ihn bittet, in einem bestimmten Teil des Saals Platz zu nehmen, und nicht denken, er habe es nicht nötig zu gehorchen, weil er ja schließlich ein Ältester sei. Vielleicht beachtet der Ordner einfach die Empfehlung, sich im Saal nicht immer auf denselben Platz zu setzen, obgleich er daran denken sollte, daß es keine Regel gibt, nach der alle so vorgehen müßten.a Ein Ältester wird es vermeiden, unnötigerweise Entscheidungen in Angelegenheiten umzustoßen, die einem Dienstamtgehilfen übertragen wurden.

Dienstamtgehilfen tragen zur Harmonie bei

„Dienstamtgehilfen müssen ebenfalls ernsthaft sein“, bemerkte der Apostel Paulus (1. Timotheus 3:8). Nehmen sie ihre Aufgaben — als Teil ihres heiligen Dienstes — ernst, trägt das wesentlich dazu bei, Spannungen zu vermeiden. Widmest du dich als Dienstamtgehilfe deinen Aufgaben mit Begeisterung? (Römer 12:7, 8). Hast du dich intensiv mit deinen Pflichten auseinandergesetzt, um die nötigen Fertigkeiten dafür zu entwickeln? Kann man sich auf dich verlassen? Zeigst du eine bereitwillige Einstellung, wenn es um Aufgaben geht? Ein Dienstamtgehilfe in einem afrikanischen Land nimmt drei verschiedene Aufgaben in der Versammlung wahr. Wie denkt er darüber? „Na ja, das bedeutet einfach zusätzlich harte Arbeit“, sagt er, „und harte Arbeit bringt einen nicht um.“ Ja, wer sich aufopfert, ist am glücklichsten (Apostelgeschichte 20:35).

Du kannst auch wesentlich zur Harmonie beitragen, wenn du uneingeschränkt mit den Ältesten zusammenarbeitest. „Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig“, heißt es in Hebräer 13:17, „denn sie wachen beständig über eure Seelen als solche, die Rechenschaft ablegen werden, damit sie dies mit Freude und nicht mit Seufzen tun mögen, denn das wäre euch zum Schaden.“ Zugegeben, die Ältesten sind unvollkommene Männer, und es könnte ein leichtes sein, sie zu kritisieren. Doch eine kritische Einstellung erzeugt Mißtrauen. Sie kann dir deine Freude verderben und sich negativ auf andere in der Versammlung auswirken. Deshalb gab der Apostel Petrus den Rat: „Ihr jüngeren Männer, seid den älteren Männern untertan. Ihr alle aber, gürtet euch mit Demut gegeneinander ... Erniedrigt euch daher unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch zur gegebenen Zeit erhöhe“ (1. Petrus 5:5, 6).

Dieser Rat ist ganz besonders dann angebracht, wenn du denkst, man habe dich bei Dienstvorrechten übersehen. Vielleicht hast du ‘nach dem Amt eines Aufsehers gestrebt’, bist aber nicht ernannt worden (1. Timotheus 3:1). Demut kann dir helfen, „eine wartende Haltung“ beizubehalten (Klagelieder 3:24). Statt den Ältesten zu grollen — was unweigerlich deine Zusammenarbeit mit ihnen beeinträchtigen würde —, frage sie doch, auf welchen Gebieten du dich verbessern könntest. Deine aufrichtige Bereitschaft, Rat anzunehmen und zu befolgen, wird zweifellos als ein Zeichen für dein geistiges Wachstum angesehen werden.

Gottgefällige Demut und Bescheidenheit können es einem Dienstamtgehilfen ermöglichen, trotz außergewöhnlicher Fähigkeiten oder gewisser Vorteile aufgrund seiner Ausbildung oder sozialen Herkunft ausgeglichen zu bleiben. Wie verlockend könnte es ihm erscheinen, die Ältesten in den Schatten zu stellen oder die Aufmerksamkeit auf seine eigenen Fähigkeiten zu lenken! In Sprüche 11:2 werden wir daran erinnert, daß ‘Weisheit bei den Bescheidenen ist’. Ein bescheidener Bruder ist sich seiner Grenzen bewußt. Er ist bereit, still im Hintergrund zu arbeiten und seine Fähigkeiten einzusetzen, um die Ältesten zu unterstützen. Bescheidenheit hilft ihm auch erkennen, daß er zwar, vom weltlichen Standpunkt aus gesehen, vielleicht über großes Wissen verfügt, ihm aber auf den wichtigen Gebieten der Weisheit und des Unterscheidungsvermögens in geistiger Hinsicht noch viel fehlt — Eigenschaften, in denen ihm die Ältesten womöglich weit voraus sind (1. Korinther 1:26 bis 2:13; Philipper 1:9).

Ohne Frage spielen Älteste und Dienstamtgehilfen eine sehr wichtige Rolle. Gemeinsam können sie wesentlich dazu beitragen, daß alle in der Versammlung erbaut werden. Dazu müssen sie aber harmonisch zusammenarbeiten, ‘mit aller Demut und Milde, mit Langmut, einander in Liebe ertragend, sich ernstlich bemühend, die Einheit des Geistes in dem vereinigenden Band des Friedens zu bewahren’ (Epheser 4:2, 3).

[Fußnote]

a Siehe Wachtturm vom 15. August 1992, Seite 12.

[Bilder auf Seite 27]

Älteste betrachten Dienstamtgehilfen nicht als Untergebene, sondern als ihre Mitdiener für Gott

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