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Die Ruhe bewahren und Böses mit Gutem besiegenDer Wachtturm 2010 | 15. Juni
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Die Ruhe bewahren und Böses mit Gutem besiegen
„Rächt euch nicht selbst, Geliebte“, sondern besiegt „das Böse stets mit dem Guten“ (RÖM. 12:19, 21).
1, 2. Durch welches vorbildliche Verhalten zeichnete sich eine Reisegruppe von Zeugen Jehovas aus?
EINE Reisegruppe aus 34 Zeugen Jehovas war auf dem Weg zur Bestimmungsübergabe eines Zweigbüros, als sich nach einem Tankstopp auf einem entlegenen Flughafen der Weiterflug wegen technischer Probleme verzögerte. Statt einer Stunde wie geplant verbrachten sie schließlich 44 Stunden an diesem Ort, wo es nicht genug zu essen und zu trinken gab und so gut wie keine sanitären Anlagen — eine echte Strapaze! Viele Mitreisende regten sich furchtbar auf und bedrohten das Personal. Unsere Brüder und Schwestern dagegen blieben gelassen.
2 Schließlich kamen sie gerade rechtzeitig an ihrem Reiseziel an, um den abschließenden Teil des Programms mitzubekommen. Obwohl übermüdet, blieben sie nach Schluss noch da und genossen die angenehme Gesellschaft ihrer Glaubensbrüder. Später erfuhren sie, dass man ihre beispielhafte Geduld und Selbstbeherrschung durchaus registriert hatte. Einer der anderen Mitreisenden äußerte sich der Fluggesellschaft gegenüber nämlich wie folgt: „Sie können sich bei den 34 Christen an Bord bedanken, dass den anderen nicht die Sicherungen durchgebrannt sind!“
Wir leben in einer aggressiven Welt
3, 4. (a) Wie und seit wann wird die Menschheit von Zorn und gewalttätigem Verhalten geplagt? (b) Hätte Kain seinen Zorn beherrschen können? Bitte erkläre es.
3 In dem bösen System von heute stehen die Menschen derart unter Druck, dass sich in vielen Wut und Aggressionen aufstauen (Pred. 7:7). Das schürt nicht selten Hass, der dann womöglich in Gewalt umschlägt. Als Folge toben Kriege zwischen Nationen und Volksgruppen, aber auch die Familie ist oft Schauplatz gewaltsam ausgetragener Konflikte. Bei alldem handelt es sich keineswegs um ein neuartiges Phänomen. Eifersüchtige Wut veranlasste Kain, den ersten Sohn Adams und Evas, seinen jüngeren Bruder Abel umzubringen — und das, obwohl Jehova ihn eindringlich aufgefordert hatte, seine Gefühle zu beherrschen, und ihm dafür seinen Segen zusicherte. (Lies 1. Mose 4:6-8.)
4 Kain hatte zwar die Unvollkommenheit geerbt, konnte aber trotzdem frei entscheiden. Er hätte seinen Zorn durchaus beherrschen können. Deshalb gab es für sein Gewaltverbrechen auch keine Entschuldigung. Wir müssen uns ebenfalls davor hüten, in Zorn zu geraten und uns dadurch zu einem gewalttätigen Verhalten hinreißen zu lassen, auch wenn die Unvollkommenheit uns das nicht gerade leicht macht. Zudem bringt das Leben in den heutigen „kritischen Zeiten“ starke negative Einflussfaktoren mit sich, die den Druck noch erhöhen (2. Tim. 3:1). Knappe Kassen zum Beispiel sorgen für erhebliche emotionale Belastung. So sehen Polizeibehörden und Einrichtungen der Familienfürsorge einen Zusammenhang zwischen der Finanzkrise und der Zunahme von Wutausbrüchen und häuslicher Gewalt.
5, 6. Welche Denkweise der heutigen Welt könnte auf uns abfärben?
5 Erschwerend kommt hinzu, dass viele, mit denen man im Alltag zu tun hat, „eigenliebig“ sind — also nur sich selbst lieben — sowie „hochmütig“ und sogar „brutal“. Nur allzu leicht können solche schlechten Charakterzüge auf uns abfärben und uns anfälliger dafür machen, zornig zu werden (2. Tim. 3:2-5). In Filmen und Fernsehsendungen wird Rache ja sogar oft als etwas Ehrenhaftes dargestellt und Gewalt als normales und legitimes Mittel, Probleme zu lösen. Der Handlungsverlauf ist häufig so angelegt, dass der Zuschauer den Moment regelrecht herbeisehnt, wo der Schurke seine „verdiente Strafe“ bekommt — meist ein gewaltsamer Tod durch die Hand des Filmhelden.
6 Statt zu einem Verhalten aufzufordern, wie Jehova es sich wünscht, wird durch diese Propaganda systematisch der „Geist der Welt“ und ihres zornigen Herrschers, des Teufels, verbreitet (1. Kor. 2:12; Eph. 2:2; Offb. 12:12). Dieser Geist appelliert an sündhafte Neigungen und steht in krassem Gegensatz zu Gottes heiligem Geist und seiner Frucht. Eben nicht mit gleicher Münze heimzuzahlen, wenn man provoziert wird, gehört ja zu den Grundlehren des Christentums überhaupt. (Lies Matthäus 5:39, 44, 45.) Wie können wir es schaffen, diese Lehre Jesu im Alltag noch besser auszuleben?
Gute und schlechte Beispiele
7. Was passierte, als Simeon und Levi ihren Zorn nicht beherrschten?
7 In der Bibel finden wir sehr viel Rat dazu, wie man seinen Zorn beherrschen kann. Außerdem berichtet sie über konkrete Beispiele dafür, wie es sich auswirkt, wenn einem das gelingt beziehungsweise nicht gelingt. Denken wir nur daran, wie sich Simeon und Levi, zwei Söhne Jakobs, an Sichem rächten, als sie erfuhren, dass er ihre Schwester Dina vergewaltigt hatte. Sie „fühlten sich verletzt und wurden sehr zornig“ (1. Mo. 34:7). Die anderen Söhne Jakobs griffen anschließend Sichems Heimatstadt an, plünderten sie und führten die Frauen und Kinder gefangen weg. Dabei dürfte es ihnen nicht nur um Dina gegangen sein, sondern auch um ihren verletzten Stolz. Nach ihrem Empfinden hatte Sichem sie und ihren Vater Jakob in ihrer Ehre gekränkt. Wie aber dachte Jakob über ihr Verhalten?
8. Was verrät der Bericht über Simeon und Levi darüber, wie Rache zu bewerten ist?
8 Was Dina durchgemacht hatte, muss auch ihrem Vater sehr nahegegangen sein. Trotzdem verurteilte er Simeon und Levi dafür, dass sie sich gerächt hatten. Die beiden versuchten ihr Verhalten mit den Worten zu rechtfertigen: „Sollte jemand unsere Schwester wie eine Prostituierte behandeln?“ (1. Mo. 34:31). Doch das war nicht das letzte Wort in der Angelegenheit, denn nicht nur Jakob war über sie entrüstet. Viele Jahre später sagte er voraus, wegen ihres gewalttätigen Zornausbruchs würden ihre Nachkommen unter die übrigen Stämme Israels zerstreut. (Lies 1. Mose 49:5-7.) Mit ihrem unbeherrschten Zorn hatten sie außer ihrem Vater also auch Jehova Gott gegen sich aufgebracht.
9. Wann hätte David beinahe seinem Zorn freien Lauf gelassen?
9 Ganz anders verhielt sich König David. Er hatte oft Gelegenheit, sich zu rächen, tat es aber nicht (1. Sam. 24:3-7). Nur einmal hätte er sich von seinem Zorn beinahe dazu hinreißen lassen: als Davids Männer vom reichen Nabal, dessen Herden und Hirten sie zuvor beschützt hatten, übel beschimpft wurden. Vielleicht traf ihn diese Beleidigung gerade wegen seiner Männer besonders hart. Jedenfalls machte er sich auf den Weg, an Nabal und seiner Hausgemeinschaft blutige Rache zu nehmen. Währenddessen informierte ein junger Mann Nabals kluge Frau Abigail über den Vorfall und flehte sie an, etwas zu unternehmen. Sofort stellte sie ein großzügiges Geschenk zusammen und ritt David entgegen. Demütig entschuldigte sie sich für das unverschämte Auftreten ihres Mannes und appellierte an Davids Gottesfurcht. Er kam daraufhin zur Vernunft und segnete Abigail, weil sie ihn davon zurückgehalten hatte, Blutschuld auf sich zu laden (1. Sam. 25:2-35).
Wie Christen eingestellt sein sollten
10. Wie sollten Christen zu Rache eingestellt sein?
10 Eines zeigen die Beispiele von Simeon und Levi sowie von David und Abigail sehr deutlich: Unbändiger Zorn und Gewalt werden von Jehova nicht toleriert, wer sich dagegen um Frieden bemüht, wird von ihm gesegnet. Der Apostel Paulus schrieb: „Wenn möglich, haltet, soweit es von euch abhängt, mit allen Menschen Frieden. Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt dem Zorn Raum; denn es steht geschrieben: ‚Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht Jehova.‘ Doch ‚wenn dein Feind hungrig ist, speise ihn; wenn er durstig ist, gib ihm etwas zu trinken; denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt häufen‘. Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse stets mit dem Guten“ (Röm. 12:18-21).a
11. Wie lernte eine Schwester, besser mit ihrem Ärger umzugehen?
11 Ist dieser Rat praxistauglich? Auf jeden Fall. Dazu ein Beispiel: Eine Schwester redete sich bei einem Ältesten ihren Ärger über ihre neue Chefin von der Seele. Sie war ziemlich aufgebracht, weil sie sich unfreundlich und unfair behandelt fühlte, und wollte eigentlich kündigen. Der Bruder empfahl ihr, nichts zu überstürzen. Ihm war nicht entgangen, dass sie durch ihre Reaktion auf die schlechte Behandlung nur noch Öl ins Feuer gegossen hatte (Tit. 3:1-3). Er führte ihr vor Augen, dass es ihr nicht erspart bleiben würde, ihre Reaktion zu überdenken, selbst wenn sie irgendwann eine andere Arbeit finden würde. Er empfahl ihr, sich an das zu halten, was Jesus uns lehrte, und die Vorgesetzte doch so zu behandeln, wie sie selbst gern behandelt werden wollte. (Lies Lukas 6:31.) Die Schwester räumte ein, es sei immerhin einen Versuch wert. Und tatsächlich: Nach einiger Zeit wurde die Chefin zugänglicher und bedankte sich sogar bei der Schwester für ihre gute Arbeit.
12. Wieso kann es uns besonders wehtun, wenn wir mit Glaubensbrüdern aneinandergeraten?
12 Bekommen wir solche Schwierigkeiten mit Außenstehenden, sind wir meist nicht sonderlich überrascht. Uns ist klar: In der von Satan beherrschten Welt muss man sich darauf einstellen, unfair behandelt zu werden, und darf sich vom schlechten Verhalten anderer nicht aus der Fassung bringen lassen (Ps. 37:1-11; Pred. 8:12, 13; 12:13, 14). Viel schwerer kann es uns treffen, wenn wir mit jemand in der Versammlung aneinandergeraten. Eine Schwester erzählt: „Einsehen zu müssen, dass Jehovas Diener auch nicht vollkommen sind — damit hatte ich am meisten zu kämpfen, als ich in die Wahrheit kam.“ Wer aus einer kalten, herzlosen Welt in die Christenversammlung kommt, wünscht sich natürlich, dass darin alle liebevoll miteinander umgehen. Handelt dann jemand gedankenlos oder gar unchristlich und hat womöglich auch noch ein Dienstamt, kann uns das ganz schön verletzen oder aus der Fassung bringen. „Wie kann so was unter Dienern Jehovas denn nur vorkommen?!“, fragen wir uns dann vielleicht. Nur: So was ist sogar unter gesalbten Christen in den Tagen der Apostel vorgekommen (Gal. 2:11-14; 5:15; Jak. 3:14, 15). Wie gehen wir denn am besten mit so einer Situation um?
13. Warum sollten wir uns anstrengen, Differenzen beizulegen, und wie schaffen wir das?
13 „Ich habe gelernt, für jeden, der mir wehgetan hat, zu beten“, erklärt die gerade erwähnte Schwester. „Das hilft immer!“ Wir haben ja schon gelesen, dass Jesus uns gelehrt hat, für die zu beten, die uns verfolgen (Mat. 5:44). Sollten wir da nicht erst recht für unsere Glaubensbrüder beten? Wie ein Vater sich wünscht, dass sich seine Kinder lieb haben, wünscht sich Jehova, dass seine Diener auf der Erde gut miteinander auskommen. Wir freuen uns doch darauf, einmal in Frieden und Glück für immer zusammenzuleben, und Jehova bringt uns heute bei, wie das geht. Er möchte, dass wir alle zusammen an dem großartigen Werk mitarbeiten, das er heute durchführen lässt. Ist es da nicht am besten, wenn wir uns anstrengen, Probleme aus der Welt zu schaffen, über Verfehlungen einfach hinwegzugehen und unseren Weg gemeinsam fortzusetzen? (Lies Sprüche 19:11.) Wir wollen uns doch, wenn Schwierigkeiten entstehen, nicht von unseren Brüdern zurückziehen, sondern einander viel lieber helfen, mitten unter Gottes Volk zu bleiben — wohlbehütet und geborgen in den „ewigen Armen“ Jehovas! (5. Mo. 33:27, Bruns).
Zu allen sanft zu sein kann viel bewirken
14. Was können wir den Spaltungsversuchen des Teufels entgegensetzen?
14 Um uns vom Predigen der guten Botschaft abzuhalten, legen Satan und die Dämonen alles darauf an, in glückliche Familien oder Versammlungen einen Keil hineinzutreiben. Sie versuchen gezielt, Unfrieden zu säen, weil sie wissen, wie viel Schaden sich durch Spaltungen anrichten lässt (Mat. 12:25). Um ihrem bösen Einfluss etwas entgegenzusetzen, ist es wichtig, dass wir den Rat des Paulus beachten: „Ein Sklave des Herrn aber hat es nicht nötig, zu streiten, sondern muss gegen alle sanft sein“ (2. Tim. 2:24). Denken wir immer daran: Wir kämpfen „nicht gegen Blut und Fleisch, sondern . . . gegen die bösen Geistermächte“. Damit wir diesen Kampf gewinnen, müssen wir die geistige Waffenrüstung einsetzen, zu der auch die „Ausrüstung der guten Botschaft des Friedens“ gehört (Eph. 6:12-18).
15. Wie sollten wir mit bösartigen Angriffen umgehen?
15 Dazu kommen bösartige Angriffe, die Feinde Jehovas auf sein friedliches Volk starten. Einige werden buchstäblich handgreiflich, andere verleumden uns in den Medien oder vor Gericht. Jesus bereitete seine Nachfolger auf so etwas ausdrücklich vor (Mat. 5:11, 12). Wie sollten wir damit umgehen? Wir dürfen nie „Böses mit Bösem“ vergelten, weder in Worten noch in Taten (Röm. 12:17; lies 1. Petrus 3:16).
16, 17. Mit welcher schwierigen Situation wurde eine Versammlung konfrontiert?
16 Auf welche Weise uns der Teufel auch angreift: Besiegen wir „das Böse stets mit dem Guten“, werfen wir auf jeden Fall ein gutes Licht auf Jehova. Ein Beispiel: Auf einer Pazifikinsel mietete eine Versammlung einen Saal für das Gedächtnismahl. Als die Verantwortlichen einer Kirche davon erfuhren, forderten sie ihre Gemeindemitglieder auf, sich genau zu der geplanten Uhrzeit in dem Saal zu einem Gottesdienst zu versammeln. Der örtliche Polizeichef ordnete jedoch an, die Kirche müsse den Saal um diese Zeit für Jehovas Zeugen frei machen. Als es dann aber so weit war, begann die Kirche mit ihrem Gottesdienst vor der zahlreich erschienenen Gemeinde.
17 Während sich die Polizei darauf vorbereitete, den Saal zu räumen, kam der Kirchenvorsteher zu einem der Ältesten und fragte: „Ja haben Sie denn für heute Abend etwas Besonderes geplant?“ Der Bruder erklärte ihm, dass sie das Gedächtnismahl abhalten wollten, worauf er erwiderte: „Ach, das hab ich gar nicht gewusst!“ Darauf warf ein Polizist ein: „Aber das haben wir Ihnen doch heute Morgen ausdrücklich gesagt!“ Der Mann wandte sich wieder dem Ältesten zu und fragte mit einem süffisanten Lächeln auf den Lippen: „Was werden Sie jetzt tun? Der Saal ist voll mit unseren Leuten. Werden Sie uns von der Polizei verjagen lassen?“ Raffiniert hatte er die Sache so gedreht, dass unsere Brüder plötzlich wie die Verfolger dastanden. Was tun?
18. Wie gingen die Brüder mit der Provokation um, und wozu führte das?
18 Die Brüder boten an, dass die Kirche einen halbstündigen Gottesdienst abhalten könne, und danach würden Jehovas Zeugen den Saal nutzen. Der Gottesdienst dauerte zwar länger, aber nachdem die Gemeindemitglieder schließlich alle gegangen waren, konnte das Gedächtnismahl stattfinden. Tags darauf setzte die Regierung einen amtlichen Untersuchungsausschuss ein. Nach Prüfung der Sachlage ordnete der Ausschuss an, die Kirche müsse öffentlich erklären, dass nicht Jehovas Zeugen das Problem verursacht hatten, sondern der Kirchenvorsteher. Außerdem bedankte sich der Ausschuss bei unseren Brüdern, weil sie diese heikle Situation mit so viel Geduld entschärft hatten. Es zahlte sich also wirklich aus, dass sie sich bemühten, „mit allen Menschen Frieden zu halten“.
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Gewinnende Worte helfen, gut miteinander auszukommenDer Wachtturm 2010 | 15. Juni
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Gewinnende Worte helfen, gut miteinander auszukommen
„Eure Rede sei stets gefällig [oder: gewinnend]“ (KOL. 4:6).
1, 2. Was bewirkte ein Bruder durch gewinnende Worte?
„IM Haus-zu-Haus-Dienst“, so berichtet ein Bruder, „wurde ein Mann im Lauf unseres Gesprächs sehr ärgerlich. Ich versuchte ganz ruhig, ihm etwas aus der Bibel zu zeigen, aber er wurde so wütend, dass seine Lippen bebten und er am ganzen Körper anfing zu zittern. Auch seine Frau und seine Kinder schimpften auf mich ein, und mir wurde klar, dass ich besser gehen sollte. Ich versicherte ihnen, dass ich in friedlicher Absicht gekommen war und mich auch in Frieden wieder verabschieden wollte. Ich verwies noch kurz auf Galater 5:22 und 23, wo von Liebe, Milde, Selbstbeherrschung und Frieden die Rede ist, und ging dann weiter.
2 Später sprach ich in den Häusern auf der gegenüberliegenden Straßenseite vor und sah die Familie auf der Vordertreppe sitzen. Plötzlich riefen sie mich zu sich. Mir war etwas mulmig, aber der Mann hatte einen Krug mit frischem Wasser und bot mir ein Glas an. Er entschuldigte sich, weil er so grob zu mir gewesen war, und lobte mich für meinen starken Glauben. Dann gingen wir im Guten auseinander.“
3. Warum dürfen wir uns nicht von der Aggressivität anderer anstecken lassen?
3 In einer Welt, in der alle enorm unter Druck stehen, muss man immer damit rechnen, auf aggressive Menschen zu treffen, auch im Predigtdienst. Gerade dann ist es wichtig, „Milde“ und „tiefen Respekt“ zu zeigen (1. Pet. 3:15). Hätte sich der Bruder von dem unfreundlichen, zornigen Verhalten des Mannes anstecken lassen und hätte selbst die Fassung verloren, wäre es ihm wohl kaum gelungen, ihn zu besänftigen. Im Gegenteil, der Mann wäre wahrscheinlich noch wütender geworden. Aber weil sich der Bruder beherrschte und auf gewinnende Weise redete, ging die Sache so gut aus.
Wodurch werden Worte gewinnend?
4. Warum sind gewinnende Worte so wichtig?
4 Ob wir es mit Außenstehenden zu tun haben, mit Glaubensbrüdern oder mit unseren Angehörigen — wir können nicht darauf verzichten, den Rat des Apostels Paulus zu beherzigen: „Eure Rede sei stets gefällig [oder: gewinnend], mit Salz gewürzt“ (Kol. 4:6). Solche geschmackvollen, passenden Worte sind eine Grundvoraussetzung für eine gute Kommunikation und ein friedliches Miteinander.
5. (a) Was ist mit guter Kommunikation nicht gemeint? (b) Wie lässt sich das veranschaulichen?
5 Ist mit guter Kommunikation gemeint, dass man mit allem, was man denkt und fühlt, in einem x-beliebigen Moment herausplatzt? Nein, schon gar nicht, wenn man ärgerlich ist! Wie die Bibel zeigt, ist es kein Zeichen von Stärke, sondern von Schwäche, seinem Ärger freien Lauf zu lassen. (Lies Sprüche 25:28; 29:11.) Moses war zu seiner Zeit „bei Weitem der sanftmütigste aller Menschen“, und doch ließ er sich einmal vom rebellischen Verhalten der Israeliten derart provozieren, dass er die Beherrschung verlor und Jehova nicht die gebührende Ehre gab. Er brachte nur allzu deutlich zum Ausdruck, was er empfand, aber Jehova war darüber alles andere als erfreut. Nach 40 Jahren als Führer der Israeliten blieb es Moses wegen dieses Fehlers verwehrt, sie in das Land der Verheißung zu bringen (4. Mo. 12:3; 20:10, 12; Ps. 106:32).
6. Was ist damit gemeint, Worte verständig einzusetzen?
6 Die Bibel empfiehlt, mit Worten zurückhaltend zu sein und sie verständig oder wohlüberlegt einzusetzen. Sie sagt zum Beispiel: „Bei der Menge von Worten fehlt Übertretung nicht, wer aber seine Lippen in Schach hält, handelt verständig“ (Spr. 10:19; 17:27). Damit ist natürlich nicht gemeint, dass man nie den Mund aufmacht, sondern dass man die Zunge auf gewinnende, liebenswürdige Weise gebraucht, um zu heilen, statt andere damit zu verletzen. (Lies Sprüche 12:18; 18:21.)
„Eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden“
7. Was sollte auf keinen Fall aus unserem Mund kommen, und warum nicht?
7 Unsere Lippen in Schach zu halten und auf gewinnende Worte zu achten ist aber nicht nur im Umgang mit Arbeitskollegen oder im Predigtdienst wichtig, sondern auch in der Versammlung und zu Hause. Wer seinem Ärger einfach Luft macht, ohne sich über die Auswirkungen auf Gesundheit, Psyche und sogar den Glauben — sowohl bei sich selbst als auch bei anderen — Gedanken zu machen, kann einen ziemlichen Scherbenhaufen anrichten (Spr. 18:6, 7). Feindselige Gefühle sind ein Zeichen unserer inneren unvollkommenen Beschaffenheit, und wir müssen sie in den Griff bekommen. Ausfallend zu werden, andere zu verspotten, zu verachten oder ihnen mit gehässiger Wut zu begegnen ist grundverkehrt (Kol. 3:8; Jak. 1:20). Das kann die kostbare Freundschaft zu anderen Menschen wie auch zu Jehova ruinieren. Jesus lehrte, „dass jeder, der seinem Bruder fortgesetzt zürnt, dem Gerichtshof Rechenschaft wird geben müssen; wer immer aber ein unaussprechliches Wort der Verachtung an seinen Bruder richtet, wird dem höchsten Gerichtshof Rechenschaft geben müssen, während jeder, der sagt: ‚Du verächtlicher Tor!‘, der feurigen Gehenna verfallen sein wird“ (Mat. 5:22).
8. (a) Wann kann es nötig werden, über unsere Gefühle zu sprechen? (b) Wie sollten wir dabei vorgehen?
8 Es kann natürlich auch vorkommen, dass wir uns gezwungen sehen, eine Sache offen anzusprechen. Vielleicht hat ein Bruder etwas gesagt oder getan, was dich so aufwühlt, dass du nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kannst. Lass dann aber auf keinen Fall zu, dass sich feindselige Gefühle in dir breitmachen (Spr. 19:11). Hat dich jemand verärgert, dann bring zuerst deine Gefühle wieder unter Kontrolle und unternimm dann das Nötige, um die Sache aus der Welt zu schaffen. Paulus schrieb: „Lasst die Sonne nicht über eurer gereizten Stimmung untergehen.“ Lässt dir eine Sache wirklich keine Ruhe, dann sprich sie freundlich und zu einem passenden Zeitpunkt an. (Lies Epheser 4:26, 27, 31, 32.) Sprich dich mit deinem Bruder offen aus, aber auf gewinnende Weise und mit dem Ziel, dich wieder zu versöhnen (3. Mo. 19:17; Mat. 18:15).
9. Warum sollten wir unsere Gefühle unter Kontrolle bringen, bevor wir jemand auf etwas ansprechen?
9 Besonders sorgfältig solltest du dabei allerdings darauf achten, den richtigen Moment abzupassen. Es gibt „eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden“ (Pred. 3:1, 7). Und nicht zu vergessen: „Das Herz des Gerechten sinnt nach, um zu antworten“ (Spr. 15:28). Das kann durchaus heißen, dass man mit einem klärenden Gespräch ein wenig warten muss. Solange man nämlich noch auf hundertachtzig ist, kann das sonst schnell ins Gegenteil umschlagen. Andererseits ist es aber auch nicht klug, zu lange zu warten.
Liebenswürdige Gesten fördern ein freundschaftliches Verhältnis
10. Wieso lässt sich das Verhältnis zu anderen durch liebenswürdige Gesten verbessern?
10 Gewinnende Worte und gute Kommunikation sind ein Schlüssel zu einem dauerhaft freundschaftlichen Verhältnis. Umgekehrt genauso: Alles, was man für ein besseres Verhältnis zu anderen tut, kann die Kommunikation mit ihnen erleichtern. Geht man mit liebenswürdigen Gesten aufrichtig auf jemand zu — sucht nach Gelegenheiten, ihm zu helfen, macht ihm ein liebes Geschenk oder lädt ihn ein —, kann das die Gesprächsbereitschaft deutlich steigern. Vielleicht häuft man damit sogar im übertragenen Sinn „feurige Kohlen“ auf ihn, bringt also seine guten Seiten zum Vorschein, sodass es leichter fällt, sich auszusprechen (Röm. 12:20, 21).
11. Was unternahm Jakob, um sich mit Esau zu versöhnen, und wie ging es aus?
11 Jakob war sich dessen bewusst. Sein Zwillingsbruder Esau war so wütend auf ihn gewesen, dass Jakob befürchten musste, er würde ihn umbringen. Deshalb war er geflohen. Nach vielen Jahren kehrte er dann zurück. Esau kam ihm mit 400 Männern entgegen. Jakob betete zu Jehova um Hilfe und schickte dann Esau Hunderte von Tieren als großzügiges Geschenk. Das funktionierte. Esau war davon ganz gerührt, und als die beiden aufeinandertrafen, rannte er Jakob entgegen und umarmte ihn (1. Mo. 27:41-44; 32:6, 11, 13-15; 33:4, 10).
Durch gewinnende Worte Mut machen
12. Warum ist es wichtig, wie wir mit unseren Brüdern reden?
12 Als Christen dienen wir nicht Menschen, sondern Jehova Gott. Trotzdem ist es nur natürlich, wenn wir uns wünschen, dass andere gut über uns denken. Mit gewinnenden Worten machen wir es unseren Brüdern und Schwestern leichter, ihre Bürden zu tragen. Harte Kritik dagegen macht ihnen ihre Last nur unnötig schwer und kann sogar bewirken, dass sie sich fragen, ob Jehova überhaupt noch mit ihnen zufrieden ist. Deshalb: Bemühen wir uns doch aufrichtig darum, ihnen durch das, was wir sagen, Mut zu machen und weiterzuhelfen — ihnen zu vermitteln, „was immer zur Erbauung gut ist, wie es nötig sein mag, damit es den Hörern förderlich sei“ (Eph. 4:29).
13. Woran sollten Älteste denken, wenn sie (a) Rat geben? (b) Briefe schreiben?
13 Älteste sind besonders aufgefordert, „sanft“ zu sein und die „Herde“ Gottes liebevoll zu umsorgen (1. Thes. 2:7, 8). Müssen sie Rat geben, wollen sie das „mit Milde“ tun, selbst wenn ihr Gegenüber nicht besonders freundlich gesinnt ist (2. Tim. 2:24, 25). Auch im Briefverkehr mit anderen Ältestenschaften oder dem Zweigbüro achten sie darauf, sich immer liebenswürdig auszudrücken. Im Sinn von Matthäus 7:12 bleiben sie stets freundlich und taktvoll.
Sich in der Familie liebenswürdig ausdrücken
14. Wozu ermahnte Paulus Ehemänner? Warum?
14 Nicht selten unterschätzen wir, wie stark unsere Worte, unser Gesichtsausdruck und unsere Körpersprache auf andere wirken. Manchen Männern zum Beispiel ist gar nicht richtig bewusst, wie sehr sich Frauen das, was sie ihnen sagen, zu Herzen nehmen. Eine Schwester erzählt: „Es macht mir richtig Angst, wenn mein Mann ärgerlich auf mich ist und laut wird.“ Harte Worte können eine Frau viel schwerer treffen als einen Mann und ihr noch lange nachgehen — besonders dann, wenn sie von jemand kommen, den sie liebt und achten möchte (Luk. 2:19). Paulus ermahnte Ehemänner: „Liebt eure Frauen weiterhin, und lasst euch nicht gegen sie erbittern“ (Kol. 3:19).
15. Warum sollte ein Mann seine Frau sanft behandeln?
15 Warum ein Mann seine Frau sanft behandeln sollte — wie „ein schwächeres Gefäß“ —, veranschaulichte ein seit Langem verheirateter Bruder einmal folgendermaßen: „Hält man eine zarte, kostbare Vase in der Hand, darf man nicht zu fest zupacken, sonst bekommt sie womöglich einen Sprung. Selbst wenn sich das reparieren lässt, bleibt der Sprung wahrscheinlich sichtbar.“ Dann sagte er: „Redet ein Mann zu streng mit seiner Frau, kann er sie damit tief treffen. Dadurch kann das Verhältnis zueinander einen dauerhaften ‚Sprung‘ abbekommen.“ (Lies 1. Petrus 3:7.)
16. Wie kann eine Frau ihre Familie „aufbauen“?
16 Auch auf Männer kann das, was andere sagen, ermutigend oder entmutigend wirken — gerade wenn es von der eigenen Frau kommt. „Eine verständige Ehefrau“, auf die ihr Mann wirklich vertrauen kann, nimmt auf seine Gefühle Rücksicht, wie sie sich das ja auch von ihm wünscht (Spr. 19:14; 31:11). Ihr Einfluss wirkt sich maßgeblich auf die ganze Familie aus — positiv oder aber negativ. „Die wahrhaft weise Frau hat ihr Haus aufgebaut, aber die törichte reißt es mit ihren eigenen Händen nieder“ (Spr. 14:1).
17. (a) In welchem Ton sollten junge Leute mit ihren Eltern reden? (b) In welchem Ton sollten Erwachsene mit jungen Leuten reden? Warum?
17 Genauso wichtig ist ein liebenswürdiger Umgangston zwischen Eltern und Kindern (Mat. 15:4). Behalten wir im Gespräch mit Jüngeren ihre Bedürfnisse und Gefühle im Sinn, wird es uns nicht so schnell passieren, dass wir sie „zum Zorn reizen“ oder „provozieren“ (Kol. 3:21; Eph. 6:4, Fn.). Sogar wenn Kinder eine Zurechtweisung brauchen, sollten Eltern oder Älteste respektvoll mit ihnen reden. Damit machen sie es ihnen leichter, sich zu korrigieren und Jehova nahezubleiben. Wie verheerend wäre es dagegen, würden wir ihnen den Eindruck vermitteln, wir hätten sie aufgegeben, und sie dadurch am Ende von sich selbst denken, sie wären ein hoffnungsloser Fall! Junge Leute erinnern sich später vielleicht nicht an jeden Rat, den sie bekommen haben. Aber woran sie sich auf jeden Fall erinnern, ist der Ton, in dem man mit ihnen geredet hat!
Gewinnende Worte kommen von Herzen
18. Wie können wir uns von schädlichen Gedanken und Gefühlen befreien?
18 Um mit Zorn richtig umzugehen und ruhig zu bleiben, ist es nicht damit getan, einfach nur keine Miene zu verziehen. Es reicht nicht, starke negative Gefühle lediglich zu unterdrücken. Wer nach außen hin ruhig bleiben will, innerlich aber vor Wut kocht, der reibt sich auf. Er gleicht einem Autofahrer, der gleichzeitig aufs Gaspedal und auf die Bremse tritt. Der Wagen wird dadurch überstrapaziert und wahrscheinlich beschädigt. Lass also nicht zu, dass sich Wut in dir aufstaut und du irgendwann explodierst. Bitte Jehova um Hilfe dabei, dich von diesen schädlichen Gefühlen befreien zu können. Lass seinen Geist auf dich wirken, damit es dir gelingt, stattdessen so zu denken und zu fühlen, wie er es sich von dir wünscht. (Lies Römer 12:2; Epheser 4:23, 24.)
19. Wie kann man vermeiden, dass es in heiklen Situationen zu einem Schlagabtausch kommt?
19 Unternimm konkret etwas, deine Gefühle im Griff zu behalten. Merkst du, wie sich in einer Situation die Emotionen aufschaukeln und es in dir zu brodeln beginnt, kann es helfen, dich zurückzuziehen, bis du dich wieder beruhigt hast (Spr. 17:14). Wird jemand, mit dem du dich unterhältst, plötzlich wütend, dann gib dir besonders viel Mühe, liebenswürdig mit ihm zu sprechen. Denk daran: „Eine Antwort, wenn milde, wendet Grimm ab, aber ein Wort, das Schmerz verursacht, lässt Zorn aufkommen“ (Spr. 15:1). Egal wie sanft die Stimme klingt — mit einer spitzen oder aggressiven Bemerkung gießt man nur unnötig Öl ins Feuer (Spr. 26:21). Droht wegen irgendetwas dein Temperament mit dir durchzugehen, dann sei „langsam zum Reden, langsam zum Zorn“. Bitte Jehova um Hilfe durch seinen Geist, damit keine verletzenden Worte über deine Lippen kommen, sondern nur gewinnende Worte (Jak. 1:19).
Von Herzen vergeben
20, 21. (a) Was kann uns helfen, anderen zu vergeben? (b) Warum müssen wir vergeben?
20 Leider hat niemand von uns seine Zunge vollkommen unter Kontrolle (Jak. 3:2). Auch wenn wir alle uns noch so viel Mühe geben — manchmal wird sogar unseren Angehörigen und unseren Glaubensbrüdern etwas herausrutschen, was uns wehtut. Statt dann schnell beleidigt zu sein, wäre es besser, zu hinterfragen, woran es liegen könnte, dass ihnen das passiert ist. (Lies Prediger 7:8, 9.) Hatten sie gerade Stress? Stecken Ängste dahinter? Ging es ihnen nicht gut? Haben sie mit etwas zu kämpfen, wovon du nichts weißt?
21 Das sind zwar keine Entschuldigungen dafür, zu explodieren. Aber ziehen wir solche Faktoren mit in Betracht, verstehen wir vielleicht besser, warum jemand manchmal etwas sagt oder tut, was er besser nicht gesagt oder getan hätte. Und dann fällt es uns leichter, es einfach zuzudecken. Schließlich hat jeder von uns schon einmal andere verletzt. Und wir hoffen, dass sie nachsichtig waren und uns vergeben haben (Pred. 7:21, 22). Jesus hat gesagt, wenn wir möchten, dass Jehova uns vergibt, dann müssen wir anderen auch vergeben (Mat. 6:14, 15; 18:21, 22, 35). Wir sollten also schnell bereit sein, uns zu entschuldigen, und genauso schnell vergeben, damit die Liebe — das „vollkommene Band der Einheit“ — in der Familie und der Versammlung nicht geschwächt wird (Kol. 3:14).
22. Warum ist es alle Mühe wert, auf gewinnende Worte zu achten?
22 Je näher wir dem Ende des heutigen aggressiven Systems kommen, desto stärker werden wahrscheinlich unsere Freude und unsere Einheit unter Beschuss geraten. Aber wenn wir die praxiserprobten Lebensregeln aus Gottes Wort in unseren Alltag übertragen, wird es uns gelingen, unsere Zunge zum Guten zu gebrauchen, statt damit Schaden anzurichten. Wir kommen dann in der Versammlung und in der Familie viel besser miteinander aus, und durch unser Beispiel werfen wir ein gutes Licht auf unseren „glücklichen Gott“, Jehova (1. Tim. 1:11).
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