Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • g95 8. 2. S. 18-19
  • Wann Ehelosigkeit eine Gabe ist

Kein Video für diese Auswahl verfügbar.

Beim Laden des Videos ist ein Fehler aufgetreten.

  • Wann Ehelosigkeit eine Gabe ist
  • Erwachet! 1995
  • Zwischentitel
  • Ähnliches Material
  • Ein Hindernis, das dem Glück im Weg steht?
  • Jeder hat seine eigene Gabe
  • Unverheiratet und doch glücklich
    Erwachet! 1973
  • Die Ehelosigkeit kann ein Segen sein
    Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1977
  • Schöpfe die Vorteile deiner Ehelosigkeit voll aus
    Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 2011
  • ‘Schafft dafür Raum’
    Unser Königreichsdienst 2003
Hier mehr
Erwachet! 1995
g95 8. 2. S. 18-19

Was sagt die Bibel?

Wann Ehelosigkeit eine Gabe ist

„ICH bin einsam“, klagt eine Christin, die seit einigen Jahren Witwe ist. „Ich wünsche mir einen Partner. Beschäftigt zu sein hilft mir etwas. Freunde zu haben ist auch eine Hilfe. Aber ich will einfach wieder heiraten.“

Wenn man gern heiraten möchte, aber die Suche nach einem Ehepartner nicht erfolgreich verläuft, dann empfindet man die Ehelosigkeit nicht gerade als eine Gabe — man fühlt sich vielleicht eher so, als sei man negativen Gefühlen völlig ausgeliefert, die einen ermüden und deprimieren. Oder aber jemand ist alleinerziehend und muß ganz allein die Verantwortung dafür tragen, den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden.

Das sind Gründe, weshalb man es nicht als eine Gabe ansehen mag, unverheiratet zu sein. Manche betrachten die Ehelosigkeit jedoch als etwas sehr Kostbares und entscheiden sich ganz bewußt dafür, allein zu leben. Ist die Ehelosigkeit denn nun eine Gabe? Wenn ja, wann ist sie es, und aus welchen Gründen? Was sagt die Bibel dazu?

Ein Hindernis, das dem Glück im Weg steht?

Die Ehe kann eine Quelle großer Freude sein (Sprüche 5:18, 19). Einige „sind davon überzeugt, daß der Weg zu Glück und Erfüllung nur am Traualtar vorbeiführt“, wird in der Los Angeles Times festgestellt. Ist der Trauschein der einzige „Fahrschein ins Glück“?

Gemäß der Los Angeles Times sagte Ruth Luban, eine Expertin auf dem Gebiet der Psychohygiene, dazu folgendes: „Es wird Frauen [und Männer] überraschen, festzustellen, welch ein erfülltes Leben sie doch führen können, sobald sie aufhören, ihr Leben gewissermaßen so lange auf Eis zu legen, bis ein Mann [oder eine Frau] sie endlich aus ihrem Singledasein erlöst.“ Nein, die Ehelosigkeit steht einem glücklichen und erfüllten Leben nicht im Weg. So manch ein Geschiedener wird einräumen, daß der Weg zum Glück nicht automatisch über eine Ehe führt. Wahres Glück resultiert aus einem guten Verhältnis zu Gott. Daher kann ein Christ glücklich sein, ganz gleich, ob er alleinstehend oder verheiratet ist (Psalm 84:12; 119:1, 2).

Marie Edwards und Eleanor Hoover weisen in ihrem Buch The Challenge of Being Single darauf hin, daß außer selbstverursachten Hürden noch ein anderes Hindernis dem Glück im Weg stehen kann — gesellschaftlicher Druck. Wie sie sagen, „wird allgemein vorausgesetzt, daß jemand, der nicht verheiratet ist, unter tiefsitzendem Unbehagen und düsterer Stimmung leidet. ... Mit dem stimmt ganz einfach etwas nicht.“

Selbst wohlmeinende Freunde können, ohne es zu wollen, Alleinlebenden hart zusetzen, indem sie sie mit Fragen bedrängen wie: „Und wann heiratest du?“ oder: „Wie kommt’s, daß so ein gutaussehender Mann wie du noch keine Frau gefunden hat?“ Auch wenn solche Bemerkungen im Scherz gesagt sein mögen, können sie wie ‘Schwertstiche’ sein und die Gefühle anderer verletzen oder sie in Verlegenheit bringen (Sprüche 12:18).

Jeder hat seine eigene Gabe

Der Apostel Paulus war unverheiratet, als er seine Missionsreisen unternahm. Lag das daran, daß er ein Gegner der Ehe war? Wohl kaum. Er war alleinstehend, weil er es sich erwählt hatte, „um der guten Botschaft willen“ ledig zu bleiben (1. Korinther 7:7; 9:23).

Paulus besaß die Kraft, von der Ehe Abstand zu nehmen, doch räumte er ein, daß nicht jeder so sein kann wie er. „Jeder [hat] seine eigene Gabe von Gott, der eine auf diese, der andere auf jene Weise“ (1. Korinther 7:7).

Die Ehelosigkeit kann den Weg zum Glück bahnen, auch wenn es vielleicht nicht der Weg ist, den man ursprünglich einschlagen wollte. Sicherlich ist die Ehe eine der vielen Gaben Jehovas. Doch gibt die Bibel zu verstehen, daß auch die Ehelosigkeit eine „Gabe“ sein kann — wenn man dafür „Raum schaffen kann“ (Matthäus 19:11, 12; 1. Korinther 7:36-39). Was sind denn einige der Vorteile der Ehelosigkeit?

Paulus sagte, Ehepaare seien darum besorgt, ihrem Partner ‘wohlzugefallen’, wohingegen Unverheiratete „um die Dinge des Herrn besorgt“ seien. Das hebt hervor, worin einer der größten Vorteile besteht: Es ist die Möglichkeit, Jehova zu dienen, „ohne sich ablenken zu lassen“ (1. Korinther 7:32-35).

Damit will die Bibel nicht sagen, daß Ledige überhaupt keine Ablenkungen kennen. Wer für eine Familie zu sorgen hat, ist aber im allgemeinen mehr abgelenkt als ein Alleinstehender, denn wer allein lebt, muß bei seinen Entscheidungen nur auf eine einzige Person Rücksicht nehmen, nämlich auf sich selbst. Als Gott beispielsweise Abraham anwies, Haran zu verlassen und in das Land Kanaan zu ziehen, „nahm Abram Sarai, seine Frau, und Lot, den Sohn seines Bruders, und alle Habe, die sie angesammelt hatten, und die Seelen, die sie in Haran erworben hatten, und sie machten sich auf den Weg“ (1. Mose 12:5). Auch wenn Abrahams Familienverhältnisse ihn nicht zurückhielten, verbrachte er zweifellos beträchtliche Zeit damit, seine Hausgemeinschaft für diese Mission gut vorzubereiten.

Man vergleiche den Aufbruch Abrahams mit dem des Apostels Paulus. Als Paulus und Silas die gute Botschaft in Thessalonich verkündigten, schlossen sich viele zu einer Pöbelrotte zusammen. Noch in der gleichen Nacht wurden Paulus und Silas von den Brüdern nach Beröa weggesandt. Bei einer anderen Gelegenheit erhielt Paulus in Troas eine Vision, in der er aufgefordert wurde: „Komm herüber nach Mazedonien, und hilf uns!“ Gleich darauf machte er sich auf nach Mazedonien. Offensichtlich kam es Paulus zugute, daß er keine Frau hatte, denn mit einer Familie wäre es weitaus schwieriger gewesen, sich so schnell auf veränderte Situationen einzustellen (Apostelgeschichte 16:8-10; 17:1-15).

Ein anderer Vorteil der Ehelosigkeit liegt in der größeren persönlichen Entscheidungsfreiheit. Wenn man allein lebt, hat man es in der Regel leichter, zu entscheiden, wo man wohnt, was und wann man ißt oder auch wann man zu Bett geht. Diese Freiheit erstreckt sich ebenfalls auf religiöse Betätigungen. Es steht einem mehr Zeit zur Verfügung, Gottes Wort für sich persönlich zu studieren, am öffentlichen Predigtdienst teilzunehmen und Gelegenheiten zu ergreifen, anderen eine Hilfe zu sein.

Unabhängig davon, ob man umständehalber oder aus eigener Wahl alleinstehend ist, man sollte fest entschlossen sein, die Zeit weise zu nutzen. Man wird ein glücklicheres Leben führen, wenn man den Stand der Ehelosigkeit dafür nutzt, anderen zu helfen (Apostelgeschichte 20:35). Wer unbedingt heiraten möchte, sollte sich nicht von negativen Gefühlen beherrschen lassen und sein Leben auch nicht so leben, als sei er nur ein halber Mensch, bloß weil der oder die „Richtige“ noch nicht aufgetaucht ist. Hält man sich im Dienst Jehovas beschäftigt, wird man, wie Paulus sagte, die Ehelosigkeit als eine Gabe sehen können.

    Deutsche Publikationen (1950-2025)
    Abmelden
    Anmelden
    • Deutsch
    • Teilen
    • Einstellungen
    • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
    • Nutzungsbedingungen
    • Datenschutzerklärung
    • Datenschutzeinstellungen
    • JW.ORG
    • Anmelden
    Teilen