Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • g93 22. 2. S. 18-20
  • Wenn ein Zahnersatz notwendig wird

Kein Video für diese Auswahl verfügbar.

Beim Laden des Videos ist ein Fehler aufgetreten.

  • Wenn ein Zahnersatz notwendig wird
  • Erwachet! 1993
  • Zwischentitel
  • Ähnliches Material
  • Warum Zahnersatz?
  • Im Vergleich
  • Die Zähne und dein Kind
    Erwachet! 1971
  • Erhalte dir deine Zähne
    Erwachet! 1982
  • Ist Zähneknirschen das Problem?
    Erwachet! 1998
  • Ein dauerhaft strahlendes Lächeln — Wie?
    Erwachet! 2005
Hier mehr
Erwachet! 1993
g93 22. 2. S. 18-20

Wenn ein Zahnersatz notwendig wird

FALSCHE Zähne, oftmals Gegenstand dummer Witze, sind für viele Träger gar nicht zum Lachen. Wer keine Probleme mit seinen natürlichen Zähnen hat, den interessiert das Thema Zahnersatz wahrscheinlich weniger. Doch selbst dem, der solche Probleme nicht kennt, kann dieser Artikel helfen, gesunde Zähne nicht als selbstverständlich zu betrachten und entschlossen zu sein, sie gesund zu erhalten — soweit es von ihm abhängt.

Warum muß jedoch manch einer, der glaubt, er würde seine Zähne gewissenhaft pflegen, feststellen, daß sie sich trotzdem lockern? Man kann jeden Zahnarzt fragen: Nach dem 30. Lebensjahr sind Erkrankungen des Zahnhalteapparats (parodontale Erkrankungen) die häufigste Ursache von Zahnverlusten. Natürlich kann man auch Zähne durch Unfälle oder durch Karies verlieren.

Aber ist ein Zahnersatz wirklich nötig, wenn man einige oder alle Zähne verloren hat?a Wieso scheinen manche ohne Zahnersatz auszukommen? Ist ein Zahnersatz einfach nur eines von vielen gewinnbringenden Produkten, die der Allgemeinheit aufgeschwatzt werden?

Warum Zahnersatz?

Zur Beantwortung dieser Fragen wollen wir uns einmal die Funktionsweise unserer Zähne anschauen. Sie sind nicht nur für unser Aussehen wichtig. Beim Kauen wird die Nahrung zerkleinert, so daß sich die Verdauungssäfte mit den Nahrungsteilchen vermischen können und der Körper in der Lage ist, die Nährstoffe aufzunehmen. Sind jedoch nur wenige oder gar keine Zähne vorhanden, wird die Nahrung ungenügend zermahlen. Selbst ein sehr harter Kieferkamm kann das nicht richtig bewerkstelligen. Das ist der Grund, warum Menschen ohne Zähne, die versuchen, die Nahrung mit Kaffee, Tee oder anderen Getränken hinunterzuspülen, häufig unter Verdauungsstörungen leiden. Selbst das Fehlen von nur ein paar Zähnen schränkt die Kost des Betreffenden ein, weil harte und faserreiche Nahrung, die verstärktes Kauen erfordert, gewöhnlich gemieden wird.

Die Zähne brauchen wir auch zum Sprechen, eine Funktion, an die wir selten denken, solange wir alle Zähne besitzen. Sie unterstützen die Zunge und die Lippen beim Formen von Sprachlauten, die zum Verstehen notwendig sind. Manche Laute wie zum Beispiel Verschlußlaute können ohne Zähne nicht richtig geformt werden. Falls wir schon einmal jemandem zugehört haben, der keine Zähne hatte, ist uns das bestimmt aufgefallen. Daher muß jemand mit künstlichen Zähnen erst einmal seine Zunge daran gewöhnen, damit die Laute wieder korrekt geformt werden. Das mag zwar etwas Zeit kosten, aber die Ergebnisse sind gewöhnlich besser als ganz ohne Zähne.

Wie steht es für Zahnersatzträger mit dem Singen und dem Spielen bestimmter Instrumente? Solche Tätigkeiten stellen normalerweise keine größeren Probleme dar, wenn der Zahnersatz entsprechend angepaßt wird. Sänger, viele Schauspieler, Blasinstrumentspieler, Prediger und so manche Fotomodelle könnten ohne Zähne ihren Beruf kaum oder gar nicht ausüben.

Auch die äußere Erscheinung wird durch Zahnlosigkeit beeinflußt. Das weiche Gewebe um den Mund herum zieht sich zusammen, und Kinn und Nase nähern sich, wodurch der Betreffende älter aussieht, als er in Wirklichkeit ist. Das kann jemandes Selbstvertrauen angreifen und bei einigen sogar zu psychologischen Störungen führen.

Allein der Verlust eines einzigen Zahnes kann in schweren Schäden des Zahnbogens resultieren. Unsere Zähne sind wie die Steine in einem Rundbogen voneinander abhängig. Daher kann der Verlust eines „Nachbarn“ eine Verschiebung der anderen Zähne bewirken. Durch diese Bewegung können zwischen den verbleibenden Zähnen Zwischenräume entstehen, in denen sich im Zahnfleischbereich Nahrungsreste festsetzen, was oftmals zu Entzündungen führt. Auch die Ausrichtung der Zähne kann beeinträchtigt werden mit Kauproblemen als Folge.

Im Vergleich

Der wesentliche Unterschied zwischen natürlichen und künstlichen Zähnen besteht darin, daß die natürlichen fest im Kieferknochen verwurzelt sind. Dadurch sind sie weit besser in der Lage, die Nahrung in kleinste Teile zu schneiden, zu reißen und zu mahlen. Die unteren Zähne üben bei ihrer Bewegung gegen die oberen Zähne eine stark mahlende und scherende Funktion aus.

Totalprothesen hingegen liegen nur locker dem Zahnfleisch auf. Sie werden allein durch Adhäsion und Muskelkraft der Wangen und der Zunge an ihrem Platz gehalten. Da Zahnprothesen nicht wie natürliche Zähne verankert sind, können sie sich leicht lösen.

Aus diesem Grund sind Zahnprothesen von Person zu Person unterschiedlich effektiv. Kein Zahnersatz kommt an die natürlichen Zähne heran. Form und Größe des Kiefers, die Art der Schleimhaut und sogar die Einstellung des Trägers zu der Prothese zusammen mit seiner Fähigkeit, den Umgang damit zu erlernen — all das entscheidet über den Nutzen und die Wirksamkeit des Zahnersatzes. Das größte Problem bei einer Prothese ist ihr mangelhafter Sitz. Doch was das Aussehen betrifft, so können Prothesen hergestellt werden, die von den natürlichen Zähnen nicht zu unterscheiden sind.

Manchmal ist allerdings erst ein Zahnersatz notwendig, um dem Träger zu verdeutlichen, wie weise durchdacht und praktisch die natürlichen Zähne sind. Menschen können nur eine schwache Kopie davon anfertigen, die nie an die fantastische Effizienz des Originals heranreicht.

Für manche mag es erforderlich sein, ernsthaft über einen partiellen oder totalen Zahnersatz nachzudenken. Jeder muß natürlich seine eigene Entscheidung treffen, doch ist es vielleicht angebracht, einige Vorteile zu betrachten. Ein Zahnersatz beugt möglichen Verdauungsstörungen vor, trägt zu einer ausreichenden Nährstoffversorgung bei und verbessert die Aussprache. Und er kann wirklich das Aussehen positiv verändern.

Obwohl viele Zahnprothesenträger über den Verlust ihrer natürlichen Zähne klagen, so hat doch die Entwicklung von künstlichen Zähnen einiges dazu beigetragen, daß sich weltweit Millionen von Menschen zufriedener und wohler fühlen.

[Fußnote]

a In diesem Artikel bezieht sich „Zahnersatz“ auf spezielle Anfertigungen zum Ersatz verlorener Zähne. Wenn alle natürlichen Zähne fehlen, ist eine Totalprothese notwendig. Sind jedoch noch einige Zähne vorhanden, kann eine partielle Prothese verwandt werden. Der vorliegende Artikel konzentriert sich auf Totalprothesen und herausnehmbare partielle Prothesen.

[Kasten auf Seite 19]

Die Zahnarztkosten reduzieren

DEM Besuch eines Zahnarztes oder eines Kieferorthopäden folgt oft eine hohe Rechnung. Einige wissenschaftliche Erkenntnisse können jedoch, bei den Kindern angewandt, helfen, die Kosten zu reduzieren.

„Die hohe Rate von Zahnfehlstellungen und Kieferanomalien unter den Amerikanern ist“, so die New York Times, „möglicherweise eine Folge der überfeinerten Nahrung.“ Die Theorie besagt, daß eine Ernährung, die kräftiges Kauen erfordert, „das Wachstum des Kiefers fördert (wodurch genügend Raum für die Zähne entsteht und eine Zusammendrängung vermieden wird), für die richtige Stellung der bleibenden Zähne sorgt und das harmonische Wachsen von Gesicht und Mundhöhle unterstützt“.

Man hat versucht, diese Theorie zu erhärten, indem man Affen entweder mit harter oder mit weicher Nahrung fütterte. Mit welchem Ergebnis? Die Tiere, die harte Nahrung bekamen, hatten weit weniger „orthodontische Anomalien“. Es ist daher sehr gut möglich, daß eine „kauzwingende“ Ernährung der Kinder im Endeffekt zu niedrigeren Zahnarztrechnungen führt. Ein weiterer Schritt in diese Richtung ist es, den Kindern zu helfen, sich regelmäßig die Zähne zu putzen und mit Zahnseide die Zahnzwischenräume zu säubern.

[Bild auf Seite 20]

Unsere Zähne sind voneinander abhängig. Ohne „Nachbarn“, die sie auf ihrem Platz stützen, verschieben sie sich oft und verursachen an anderen Zähnen Schäden.

    Deutsche Publikationen (1950-2025)
    Abmelden
    Anmelden
    • Deutsch
    • Teilen
    • Einstellungen
    • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
    • Nutzungsbedingungen
    • Datenschutzerklärung
    • Datenschutzeinstellungen
    • JW.ORG
    • Anmelden
    Teilen