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  • Als die Friedensträume zerstört wurden

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  • Als die Friedensträume zerstört wurden
  • Erwachet! 1992
Erwachet! 1992
g92 8. 1. S. 32

Als die Friedensträume zerstört wurden

WAHRSCHEINLICH erwartete kaum jemand, daß das Jahr 1914 kein gewöhnliches Jahr würde. In den vorangegangenen Jahren hatte die Zukunft so vielversprechend ausgesehen wie noch nie. Die Wissenschaft machte im Kampf gegen Krankheiten ständig Fortschritte. Und der Krieg? Die vatikanische Zeitung L’Osservatore Romano schrieb im Februar 1991, daß es vor 1914 „eine kräftige öffentliche Meinung [gab], die glaubte, sie hätte den Krieg in die fernsten Abstellräume geschichtlicher Erinnerung verbannt“ und der Mensch lebe endlich in einer Epoche, „in der der Krieg von den Völkern und Regierungen geächtet war“.

Das Jahr 1914 und die darauffolgenden Jahre brachten für die selbstzufriedene Menschheit jedoch schreckliche Überraschungen mit sich. Die erste war ein Krieg — der sogenannte Große Krieg von 1914 bis 1918, der sämtliche Friedensträume zerstörte. L’Osservatore Romano sprach davon als von dem „ersten großen Blutbad der modernen Geschichte, bei dem unter anderem die Erfindungen einer Technik eingesetzt wurden, von denen die großen Wissenschaftler der vorausgehenden Generationen geglaubt haben, sie würden friedlichen Zielen dienen“. Der Krieg machte die Wissenschaft als Friedensstifter zum Gespött; denn gerade sie machte es möglich, daß der Krieg zu einem beispiellosen Massenmorden wurde.

Und als der Massenmord des Krieges zu Ende war, begann ein anderer Massenmord. Die spanische Grippe der Jahre 1918/19 forderte über 20 Millionen Todesopfer — weit mehr als der Große Krieg selbst. Man traf verzweifelte Maßnahmen; die Krankheit zu verbreiten galt in manchen Ländern als Verbrechen. Personen, die in der Öffentlichkeit niesten, wurden verhaftet. Alles umsonst! Die Krankheit glich einem Orkan, der unaufhaltsam über die Erde fegt, bis er sich ausgetobt hat. Ganze Städte wurden ausgelöscht. Die Leichen stapelten sich in den Leichenhallen der Städte.

Durch die Wende, die 1914 eintrat, geriet die Menschheit ins Wanken. Ihre Träume von einem Sieg über Krieg und Krankheit und von einem durch menschliche Weisheit herbeigeführten Weltfrieden waren jämmerlich zerstört worden. Als es immer schlimmer wurde und der Große Krieg durch seinen Mammutnachfolger, den Zweiten Weltkrieg, zum Ersten Weltkrieg degradiert wurde, als Krankheiten, Armut, Hunger und Gesetzlosigkeit in der ganzen Welt epidemische Ausmaße anzunehmen begannen, erkannten Historiker allmählich, daß 1914 ein großer Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit war.

Im Gegensatz zur Weltöffentlichkeit hatten die Internationalen Bibelforscher (wie Jehovas Zeugen damals genannt wurden) schon lange erwartet, daß das Jahr 1914 ein Schlüsseldatum sein würde. Und in den Jahren seither waren Jehovas Zeugen nicht überrascht, als sie die Welt in den hoffnungslosen Sumpf hinabsinken sahen, in dem sie sich heute befindet. Biblische Prophezeiungen haben ihnen geholfen, diesen Werdegang vorauszusehen und die Hoffnung auf eine herrliche Zukunft zu entwickeln. Wie war das möglich? Wenn Jehovas Zeugen Sie das nächste Mal besuchen, könnten Sie sie ja darüber befragen. Oder Sie können an die Herausgeber dieser Zeitschrift schreiben.

[Bildnachweis auf Seite 32]

Nach einem Bild von Franklin Booth

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