APOSTELGESCHICHTE*
1 Den ersten Bericht, o Theọphilus+, habe ich über alle Dinge verfaßt, die Jesus zu tun und auch zu lehren anfing,+ 2 bis zu dem Tag, an dem er hinaufgenommen wurde,+ nachdem er durch heiligen Geist den von ihm auserwählten Aposteln Auftrag gegeben hatte.+ 3 Diesen zeigte er sich auch, nachdem er gelitten hatte, durch viele sichere Beweise als lebend,+ indem er vierzig Tage hindurch von ihnen gesehen wurde und von den Dingen über das Königreich Gottes redete.+ 4 Und während er mit ihnen zusammenkam, gab er ihnen die Weisung: „Entfernt euch nicht von Jerusalem,+ sondern wartet weiterhin auf das, was der Vater verheißen hat,+ worüber ihr von mir hörtet; 5 denn Johạnnes taufte zwar mit Wasser, ihr aber werdet nicht viele Tage nach diesem in heiligem Geist+ getauft werden.“
6 Als sie nun zusammengekommen waren, gingen sie daran, ihn zu fragen: „Herr*, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich+ wieder her?“ 7 Er sprach zu ihnen: „Es ist nicht eure Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte*+ Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt* gesetzt hat;+ 8 aber ihr werdet Kraft+ empfangen, wenn der heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet Zeugen*+ von mir sein sowohl in Jerusalem+ als auch in ganz Judạ̈a und Samạria+ und bis zum entferntesten Teil* der Erde.“+ 9 Und nachdem er diese Dinge gesagt hatte, wurde er, während sie zuschauten, emporgehoben+, und eine Wolke nahm ihn auf, von ihren Augen hinweg.+ 10 Und als sie unverwandt zum Himmel schauten, während er hinfuhr,+ siehe, da standen zwei Männer in weißen*+ Kleidern neben ihnen, 11 und sie sprachen: „Männer von Galilạ̈a, warum steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird so kommen, in derselben Weise,+ wie ihr ihn in den Himmel* habt gehen sehen.“
12 Dann kehrten sie von einem Berg, welcher Ölberg genannt wird, der nahe bei Jerusalem liegt, eine Sabbat-Tagereise* [davon] entfernt,+ nach Jerusalem zurück.+ 13 Als sie nun hineingekommen waren, begaben sie sich in das Obergemach+ hinauf, wo sie sich aufhielten, Petrus wie auch Johạnnes und Jakobus und Andreas, Philịppus und Thomas, Bartholomạ̈us und Matthạ̈us, Jakobus, [der Sohn] des Alphạ̈us, und Sịmon, der Eiferer,* und Judas, [der Sohn] des Jakobus.+ 14 Diese alle verharrten einmütig im Gebet,+ zusammen mit einigen Frauen+ und Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.+
15 In diesen Tagen nun erhob sich Petrus inmitten der Brüder (es war eine Menge von insgesamt etwa hundertzwanzig Personen)* und sagte: 16 „Männer, Brüder, es war notwendig, daß das Schriftwort erfüllt werde,+ das der heilige Geist+ durch den Mund Davids über Judas vorhergesagt hatte,+ der denen, die Jesus festnahmen, zum Wegweiser wurde,+ 17 denn er war zu uns gezählt worden+ und erlangte einen Anteil an diesem Dienst.+ 18 (Dieser nun erwarb+ sich mit dem Lohn für Ungerechtigkeit+ ein Feld, und kopfüber stürzend,*+ barst er krachend mitten entzwei, und alle seine Eingeweide wurden verschüttet. 19 Es wurde auch allen Bewohnern Jerusalems bekannt, so daß jenes Feld in ihrer Sprache Akeldạma, das heißt Blutfeld, genannt wurde.) 20 Denn es steht im Buch der Psalmen geschrieben: ‚Möge sein Unterkunftsort öde werden, und möge niemand darin wohnen‘+ und: ‚Sein Aufsichtsamt* übernehme ein anderer.‘+ 21 Es ist daher notwendig, daß von den Männern, die während der ganzen Zeit mit uns zusammenkamen, in der der Herr Jesus bei uns ein und aus ging,*+ 22 angefangen von der durch Johạnnes vollzogenen Taufe+ bis zu dem Tag, an dem er von uns weg hinaufgenommen wurde,+ einer von diesen mit uns Zeuge seiner Auferstehung werde.“+
23 Da stellten sie zwei auf, Joseph, genannt Barsạbbas, der den Beinamen Jụstus hatte, und Matthias. 24 Und sie beteten und sprachen: „Du, o Jehova*, der du das Herz aller kennst,+ bezeichne, welchen du von diesen beiden Männern erwählt hast, 25 damit er den Platz dieses Dienstes und Apostelamtes einnehme,+ von dem Judas abgewichen ist, um an seinen eigenen Ort zu gehen.“ 26 Da warfen sie Lose+ über sie, und das Los fiel auf Matthias; und er wurde den elf+ Aposteln zugezählt.
2 Während nun der Tag des Pfingst[festes]+ seinen Verlauf nahm, waren sie alle am gleichen Ort beisammen, 2 und plötzlich entstand vom Himmel her ein Geräusch wie das einer dahinstürmenden starken Brise, und es erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.+ 3 Und Zungen wie von Feuer+ wurden ihnen sichtbar und wurden verteilt, und auf jeden von ihnen setzte sich eine, 4 und sie alle wurden mit heiligem Geist+ erfüllt und fingen an, in verschiedenen Zungen zu reden,+ so wie der Geist ihnen gewährte, sich zu äußern.
5 Nun wohnten in Jerusalem Juden,+ ehrfurchtsvolle Männer+ aus jeder Nation von denen unter dem Himmel. 6 Als nun dieses Geräusch entstand, kam die Menge zusammen und wurde fassungslos, weil ein jeder sie in seiner eigenen Sprache reden hörte. 7 In der Tat, sie waren erstaunt und begannen sich zu wundern und zu sagen: „Seht, sind nicht alle diese, die reden, Galilạ̈er+? 8 Und doch, wie kommt es, daß jeder von uns seine eigene Sprache hört, in der wir geboren wurden? 9 Pạrther und Meder+ und Elamịter+ und die Bewohner von Mesopotạmien und Judạ̈a+ und Kappadọzien+, Pọntus+ und dem [Bezirk] Asien+ 10 und Phrỵgien+ und Pamphỵlien+, Ägypten und den Gegenden Lịbyens, das gegen Kyrẹne hin liegt, und aus Rom Zugezogene, sowohl Juden als auch Proselyten*+, 11 Kreter+ und Ạraber+, wir hören sie in unseren Zungen über die großen Dinge Gottes reden.“ 12 Ja, sie staunten alle und waren in Verlegenheit und sagten zueinander: „Was hat das zu bedeuten?“ 13 Andere jedoch spotteten über sie und begannen zu sagen: „Sie sind voll süßen Weins.“+
14 Petrus aber stand mit den Elf+ auf und erhob seine Stimme und äußerte sich vor ihnen wie folgt: „Männer von Judạ̈a und all ihr Bewohner von Jerusalem,+ dies sei euch kund, und schenkt meinen Reden Gehör. 15 Diese [Leute] sind wirklich nicht betrunken,+ wie ihr vermutet, denn es ist die dritte Stunde* des Tages. 16 Im Gegenteil, dies ist das, was durch den Propheten Jọel gesagt wurde: 17 ‚ „Und in den letzten Tagen“, spricht Gott, „werde ich etwas von meinem Geist*+ auf Fleisch von jeder Art* ausgießen, und eure Söhne und eure Töchter werden prophezeien, und eure jungen Männer werden Visionen sehen, und eure alten Männer* werden Träume haben;+ 18 und sogar auf meine Sklaven und auf meine Sklavinnen will ich in jenen Tagen etwas von meinem Geist ausgießen, und sie werden prophezeien.+ 19 Und ich will Wunder geben im Himmel droben und Zeichen auf der Erde unten, Blut und Feuer und Rauchdunst;+ 20 die Sonne+ wird in Finsternis verwandelt werden und der Mond in Blut, ehe der große und glanzvolle Tag Jehovas* gekommen sein wird.+ 21 Und jeder, der den Namen Jehovas* anruft, wird gerettet werden.“ ‘+
22 Männer von Israel, hört diese Worte: Jesus, den Nazarẹner+, einen Mann, den Gott euch, wie ihr selbst wißt, durch Machttaten+ und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer Mitte getan hat,+ öffentlich zeigte, 23 diesen [Mann] habt ihr als einen nach dem festgesetzten Beschluß und Vorherwissen Gottes Überlieferten+ durch die Hand Gesetzloser an einen Pfahl geheftet und umgebracht.+ 24 Gott aber hat ihn zur Auferstehung+ gebracht, indem er die Wehen des Todes löste,+ denn es war unmöglich, daß er von ihm festgehalten wurde.+ 25 David sagt nämlich mit Bezug auf ihn: ‚Ich hatte Jehova* beständig vor meinen Augen; denn er steht zu meiner Rechten, damit ich niemals erschüttert werde.+ 26 Deswegen wurde mein Herz fröhlich, und meine Zunge frohlockte. Und auch mein Fleisch wird in Hoffnung wohnen;+ 27 denn du wirst meine Seele im Hạdes* nicht verlassen, noch wirst du zugeben, daß dein Loyalgesinnter die Verwesung sehe.+ 28 Du hast mir die Wege des Lebens kundgetan, du wirst mich mit Fröhlichkeit erfüllen mit deinem Angesicht.‘+
29 Männer, Brüder, es sei erlaubt, mit Freimut der Rede von David, dem Familienhaupt, zu euch zu reden, daß er sowohl starb+ als auch begraben wurde, und seine Gruft ist bis auf diesen Tag unter uns. 30 Weil er nun ein Prophet war und wußte, daß Gott* ihm mit einem Eid geschworen hatte, er werde jemand von der Frucht seiner Lenden* auf seinen Thron setzen,+ 31 hat er vorausschauend von der Auferstehung des Christus geredet, daß er weder im Hạdes verlassen wurde, noch daß sein Fleisch die Verwesung sah.+ 32 Diesen Jesus hat Gott zur Auferstehung gebracht, von welcher Tatsache wir alle Zeugen sind.+ 33 Da er nun zur Rechten* Gottes erhöht worden ist+ und den verheißenen heiligen Geist vom Vater empfangen hat,+ hat er das ausgegossen, was ihr seht und hört. 34 Tatsächlich ist David nicht in die Himmel aufgefahren,+ sondern er sagt selbst: ‚Jehova* sprach zu meinem Herrn: „Setze dich zu meiner Rechten,+ 35 bis ich deine Feinde als Schemel deiner Füße hinlege.“ ‘+ 36 Daher erkenne das ganze Haus Israel mit Gewißheit, daß Gott ihn sowohl zum Herrn+ als auch zum Christus gemacht hat, diesen Jesus, den ihr an den Pfahl* brachtet.“+
37 Als sie das nun hörten, ging es ihnen wie ein Stich durchs Herz,+ und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: „Männer, Brüder, was sollen wir tun?“+ 38 Petrus [sagte] zu ihnen: „Bereut+, und jeder von euch lasse sich im Namen+ Jesu Christi zur Vergebung+ eurer Sünden taufen+, und ihr werdet als freie Gabe+ den heiligen Geist empfangen. 39 Denn die Verheißung+ gehört euch und euren Kindern und all denen, die in der Ferne sind,+ so viele Jehova*, unser Gott, zu sich rufen mag.“+ 40 Und mit vielen anderen Worten legte er ein gründliches Zeugnis ab und ermahnte sie fortwährend, indem er sprach: „Laßt euch aus dieser verkehrten Generation retten.“+ 41 Somit wurden diejenigen, die sein Wort von Herzen annahmen, getauft,+ und an jenem Tag wurden ungefähr dreitausend Seelen hinzugetan.+ 42 Und sie widmeten sich weiterhin der Lehre der Apostel und dem Anteilhaben* [miteinander],+ dem Einnehmen von Mahlzeiten*+ und den Gebeten+.
43 In der Tat, jede Seele wurde von Furcht befallen, und es geschahen von nun an durch die Apostel viele Wunder und Zeichen.+ 44 Alle aber, die gläubig wurden, waren beisammen und hatten alles gemeinsam,+ 45 und sie verkauften ihre Besitztümer+ und ihr Eigentum und verteilten den [Erlös] unter alle, so wie jemand Bedürfnis hatte.+ 46 Und Tag für Tag waren sie fortgesetzt einmütig im Tempel anwesend,+ und sie nahmen ihre Mahlzeiten in Privathäusern* ein und nahmen mit großer Freude+ und Aufrichtigkeit des Herzens Speise zu sich, 47 priesen Gott und erlangten Gunst beim ganzen Volk.+ Gleichzeitig fuhr Jehova* fort, täglich solche zu ihnen hinzuzufügen+, die gerettet werden.+
3 Petrus und Johạnnes nun gingen zu der Stunde des Gebets, der neunten Stunde,*+ in den Tempel hinauf, 2 und ein gewisser Mann, der vom Schoß seiner Mutter an+ lahm war, wurde herbeigetragen, und man setzte ihn täglich nahe bei der Tempeltür, die die Schöne+ genannt wurde, hin, damit er von denen, die in den Tempel eintraten, Gaben der Barmherzigkeit erbitte.+ 3 Als er Petrus und Johạnnes, die gerade in den Tempel hineingehen wollten, erblickte, begann er um Gaben der Barmherzigkeit+ zu bitten. 4 Doch schaute ihn Petrus mit Johạnnes unverwandt an+ und sprach: „Sieh uns an!“ 5 Da richtete er seine Aufmerksamkeit auf sie, in der Erwartung, etwas von ihnen zu erhalten. 6 Petrus aber sagte: „Silber und Gold besitze ich nicht, doch was ich habe, das gebe ich dir:+ Im Namen Jesu Christi, des Nazarẹners+, geh umher!“+ 7 Dabei faßte er ihn bei der rechten Hand+ und richtete ihn auf. Augenblicklich wurden seine Fußsohlen und seine Knöchel fest;+ 8 und er sprang auf,+ stand da und begann umherzugehen, und er trat mit ihnen in den Tempel ein,+ ging umher und sprang und pries Gott. 9 Und alle Leute+ erblickten ihn, wie er umherging und Gott pries. 10 Außerdem erkannten sie in ihm den Mann, der um Gaben der Barmherzigkeit willen gewöhnlich am Schönen+ Tor des Tempels saß, und sie wurden mit Staunen und Entzücken+ erfüllt über das, was ihm widerfahren war.
11 Da sich nun der Mann zu Petrus und Johạnnes hielt, liefen alle Leute, außer sich vor Staunen, bei ihnen an dem Ort zusammen, der Sạlomos Säulenhalle+ genannt wurde. 12 Als Petrus das sah, sprach er zum Volk: „Männer von Israel, warum wundert ihr euch hierüber, oder warum schaut ihr uns unverwandt an, als hätten wir durch unsere eigene Kraft oder Gottergebenheit bewirkt, daß er gehen kann?+ 13 Der Gott Abrahams und Ịsa·aks und Jakobs,+ der Gott unserer Vorväter, hat seinen Knecht+, Jesus, verherrlicht+, den ihr eurerseits ausgeliefert+ und vor dem Angesicht des Pilạtus verleugnet habt, als er beschlossen hatte, ihn freizulassen.+ 14 Ja, ihr habt den Heiligen und Gerechten+ verleugnet, und ihr habt gebeten, daß man euch einen Mann, einen Mörder+, schenke, 15 wogegen ihr den Hauptvermittler des Lebens getötet habt.+ Gott aber hat ihn von den Toten auferweckt, von welcher Tatsache wir Zeugen sind.+ 16 Demzufolge hat sein Name, durch [unseren] Glauben an seinen Namen, diesen Mann, den ihr seht und kennt, stark gemacht, und der Glaube, der durch ihn kommt, hat dem Mann diese vollständige Gesundheit vor euer aller Augen gegeben. 17 Und nun, Brüder, ich weiß, daß ihr aus Unwissenheit+ gehandelt habt wie auch eure Vorsteher+. 18 Doch auf diese Weise hat Gott das erfüllt, was er durch den Mund aller Propheten zuvor angekündigt hatte, daß sein Christus leiden würde.+
19 Bereut+ daher und kehrt um+, damit eure Sünden ausgelöscht werden,+ so daß Zeiten* der Erquickung+ von der Person* Jehovas* kommen mögen 20 und er den für euch bestimmten Christus sende, Jesus, 21 den allerdings der Himmel bei sich behalten* muß+ bis zu den Zeiten der Wiederherstellung+ aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten+ der alten Zeit geredet hat. 22 In der Tat, Moses hat gesagt: ‚Einen Propheten gleich mir wird euch Jehova* Gott aus der Mitte eurer Brüder erwecken.+ Auf ihn sollt ihr hören gemäß all den Dingen, die er zu euch redet.+ 23 Wahrlich, jede Seele,* die auf jenen Propheten nicht hört, wird aus der Mitte des Volkes ausgerottet werden.‘+ 24 Und alle Propheten, ja von Samuel an und die nachfolgenden, so viele geredet haben, haben auch diese Tage deutlich verkündet.+ 25 Ihr seid die Söhne+ der Propheten und des Bundes, den Gott mit euren Vorvätern geschlossen hat, indem er zu Abraham sagte: ‚Und in deinem Samen* werden alle Familien der Erde gesegnet werden.‘+ 26 Gott sandte seinen Knecht, nachdem er ihn erweckt hatte, zuerst+ zu euch, um euch zu segnen, indem er einen jeden von euch von euren bösen Taten abwendet.“
4 Während nun die [beiden]* zum Volk redeten, traten die Oberpriester und der Hauptmann des Tempels+ und die Sadduzạ̈er+ auf sie zu, 2 verärgert darüber, daß sie das Volk lehrten und in dem Fall Jesu die Auferstehung von den Toten deutlich verkündeten;+ 3 und sie legten Hand an sie und setzten sie bis zum nächsten Tag in Gewahrsam,+ denn es war schon Abend. 4 Viele aber von denen, die der Rede zugehört hatten, wurden gläubig,+ und die Zahl der Männer belief sich auf etwa fünftausend.+
5 Am nächsten Tag geschah es, daß sich in Jerusalem ihre Vorsteher und älteren Männer* und Schriftgelehrten versammelten+ 6 (auch Ạnnas+, der Oberpriester, und Kaiphas+ und Johạnnes und Alexander und so viele zu der Verwandtschaft des Oberpriesters gehörten), 7 und sie stellten sie in ihre Mitte und begannen sich zu erkundigen: „Durch welche Kraft oder in wessen Namen habt ihr dies getan?“+ 8 Darauf sprach Petrus, mit heiligem Geist erfüllt,+ zu ihnen:
„Vorsteher des Volkes und ältere Männer, 9 wenn wir heute zufolge einer guten Tat verhört werden, die wir einem leidenden Menschen erwiesen haben,+ nämlich darüber, durch wen dieser Mann gesund gemacht* worden sei, 10 so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel kund, daß im Namen Jesu Christi, des Nazarẹners+, den ihr an den Pfahl* gebracht habt,+ den Gott aber von den Toten auferweckt hat,+ ja durch ihn* dieser Mann hier gesund vor euch steht. 11 Dieser ist ‚der Stein, der von euch Bauleuten verächtlich behandelt wurde, der das Haupt der Ecke geworden ist‘.+ 12 Überdies gibt es in keinem anderen Rettung, denn es gibt keinen anderen Namen+ unter dem Himmel, der unter [den] Menschen gegeben worden ist, durch den wir gerettet werden sollen.“+
13 Als sie nun den Freimut des Petrus und Johạnnes sahen und bemerkten, daß sie ungelehrte und gewöhnliche Menschen waren,+ wunderten sie sich. Und sie begannen sie als solche zu erkennen, die mit Jesus gewesen waren;+ 14 und da sie den Menschen, der geheilt worden war, bei ihnen stehen sahen,+ wußten sie nichts zu entgegnen.+ 15 Daher geboten sie ihnen, sich aus dem Saal des Sanhedrịns hinauszubegeben, und sie begannen, sich miteinander zu beraten, 16 und sagten: „Was sollen wir mit diesen Menschen tun?+ Denn ein bemerkenswertes Zeichen ist wirklich durch sie geschehen, eines, das allen Bewohnern Jerusalems offenbar geworden ist;+ und wir können es nicht leugnen. 17 Dessenungeachtet wollen wir ihnen, damit es sich unter dem Volk nicht noch weiter ausbreite, unter Drohungen sagen, daß sie überhaupt nicht mehr aufgrund dieses Namens zu irgendeinem Menschen reden sollen.“+
18 Darauf riefen sie sie und geboten ihnen, sich nirgends aufgrund des Namens Jesu zu äußern oder zu lehren. 19 In Erwiderung aber sagten Petrus und Johạnnes zu ihnen: „Ob es in den Augen Gottes gerecht ist, eher auf euch zu hören als auf Gott, urteilt selbst. 20 Wir aber, wir können nicht aufhören, von den Dingen zu reden, die wir gesehen und gehört haben.“+ 21 Als man ihnen dann weiter gedroht hatte, ließ man sie frei, weil man keinen Grund fand, aus dem man sie hätte bestrafen können, und wegen des Volkes,+ denn sie alle verherrlichten Gott wegen des Geschehenen; 22 denn der Mensch, an dem dieses Zeichen der Heilung geschehen war, war über vierzig Jahre alt.
23 Nach ihrer Freilassung begaben sie sich zu den Ihrigen+ und berichteten die Dinge, die die Oberpriester und die älteren Männer zu ihnen gesagt hatten. 24 Als sie das hörten, erhoben sie ihre Stimme einmütig zu Gott+ und sprachen:
„Souveräner+ Herr,* du bist es, der den Himmel und die Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat+ 25 und der durch heiligen Geist durch den Mund unseres Vorvaters David, deines Knechtes, gesagt hat:+ ‚Warum brachen die Nationen in Tumulte aus und sannen die Völker auf leere Dinge?+ 26 Die Könige der Erde stellten sich auf, und die Herrscher rotteten sich zusammen wie e i n [Mann] gegen Jehova* und gegen seinen Gesalbten.‘*+ 27 Desgleichen waren in Wahrheit in dieser Stadt Herodes und auch Pọntius Pilạtus+ mit [Menschen der] Nationen und mit Völkern Israels gegen deinen heiligen+ Knecht Jesus versammelt, den du gesalbt hast,*+ 28 um die Dinge zu tun, die zu geschehen deine Hand und [dein] Rat vorherbestimmt hatten.+ 29 Und nun, Jehova*, beachte ihre Drohungen,+ und gewähre deinen Sklaven, daß sie dein Wort fortgesetzt mit allem Freimut reden,+ 30 während du deine Hand zum Heilen ausstreckst und während durch den Namen+ deines heiligen Knechtes+ Jesus Zeichen und Wunder+ geschehen.“
31 Und als sie flehentlich gebetet hatten, wurde die Stätte, an der sie versammelt waren, erschüttert;+ und sie wurden allesamt mit dem heiligen Geist erfüllt+ und redeten das Wort Gottes mit Freimut.+
32 Überdies war die Menge der Gläubiggewordenen e i n Herz und e i n e Seele,+ und kein einziger sagte, daß irgend etwas von seinem Besitz sein eigen sei; sondern sie hatten alles gemeinsam.+ 33 Auch fuhren die Apostel mit großer Kraft fort, das Zeugnis von der Auferstehung des Herrn Jesus auszurichten;+ und unverdiente Güte ruhte in hohem Maße auf ihnen allen. 34 In der Tat, nicht einer unter ihnen litt Not;+ denn alle, die Besitzer von Feldern oder Häusern waren, verkauften sie gewöhnlich und brachten den Wert der verkauften Dinge, 35 und sie legten ihn jeweils zu den Füßen der Apostel nieder.+ Darauf wurde einem jeden zugeteilt+, so wie er bedürftig war. 36 So geschah es, daß Joseph, dem die Apostel den Beinamen Bạrnabas+ gaben, was übersetzt Sohn des Trostes bedeutet, ein Levịt, gebürtig von Zypern, 37 der ein Stück Land besaß, es verkaufte und das Geld brachte und es zu den Füßen der Apostel niederlegte.+
5 Ein gewisser Mann jedoch mit Namen Ananịas verkaufte zusammen mit Sapphịra, seiner Frau, ein Besitztum 2 und behielt insgeheim etwas von dem Preis, wovon auch seine Frau wußte, und er brachte nur einen Teil und legte ihn zu den Füßen der Apostel nieder.+ 3 Petrus aber sprach: „Ananịas, warum hast du dich vom Satan+ so dreist machen lassen,* dem heiligen Geist+ gegenüber ein falsches Spiel zu treiben+ und von dem Preis des Feldes insgeheim etwas zurückzubehalten? 4 Blieb es nicht dein, solange es bei dir blieb, und war es nicht, nachdem es verkauft war, weiter in deiner Gewalt? Warum beschlossest du eine solche Tat in deinem Herzen? Du hast ein falsches Spiel getrieben,+ [und dies] nicht Menschen, sondern Gott gegenüber.“+ 5 Als Ananịas diese Worte hörte, fiel er nieder und verschied.+ Und große Furcht+ kam über alle, die davon hörten. 6 Die jüngeren Männer aber standen auf, hüllten ihn in Tücher+ und trugen ihn hinaus und begruben ihn.
7 Nach einer Zwischenzeit von etwa drei Stunden trat nun seine Frau herein, die nicht wußte, was geschehen war. 8 Petrus sprach zu ihr: „Sag mir, habt ihr [beiden] das Feld für so viel verkauft?“ Sie sagte: „Ja, für so viel.“ 9 Da [sprach] Petrus zu ihr: „Warum seid ihr [beiden] übereingekommen, den Geist Jehovas* auf die Probe zu stellen?+ Siehe! Die Füße derer, die deinen Mann begraben haben, sind an der Tür, und sie werden dich hinaustragen.“ 10 Da fiel sie augenblicklich zu seinen Füßen nieder und verschied.+ Als die jungen Männer hereinkamen, fanden sie sie tot, und sie trugen sie hinaus und begruben sie neben ihrem Mann. 11 Infolgedessen kam große Furcht über die ganze Versammlung* und über alle, die von diesen Dingen hörten.
12 Überdies geschahen durch die Hände der Apostel weiterhin viele Zeichen und Wunder unter dem Volk;+ und sie waren alle einmütig in Sạlomos Säulenhalle+. 13 Allerdings hatte kein einziger von den anderen den Mut, sich ihnen anzuschließen;+ trotzdem hielt das Volk sie hoch.+ 14 Mehr als das, fortwährend wurden solche, die an den Herrn glaubten, hinzugetan, sowohl Mengen von Männern als auch von Frauen,+ 15 so daß sie die Kranken sogar auf die breiten Straßen hinausbrachten und sie dort auf kleine Betten und Tragbahren legten, damit, wenn Petrus vorbeikäme, wenigstens sein Schatten auf einen von ihnen falle.+ 16 Auch kam die Menge unaufhörlich aus den Städten rings um Jerusalem her zusammen und brachte Kranke und Leute, die von unreinen Geistern beunruhigt wurden, und sie wurden allesamt geheilt.
17 Der Hohepriester aber und alle, die mit ihm waren, die damals bestehende Sekte der Sadduzạ̈er, erhoben sich und wurden mit Eifersucht+ erfüllt, 18 und sie legten Hand an die Apostel und brachten sie an den öffentlichen Ort des Gewahrsams.+ 19 In der Nacht aber öffnete Jehovas* Engel+ die Türen des Gefängnisses,+ führte sie heraus und sprach: 20 „Geht eures Weges, und stellt euch im Tempel hin, und fahrt fort, dem Volk alle Worte über dieses Leben zu sagen.“+ 21 Nachdem sie dies gehört hatten, begaben sie sich bei Tagesanbruch in den Tempel und begannen zu lehren.
Als nun der Hohepriester und die, die bei ihm waren, angekommen waren, riefen sie den Sanhedrịn zusammen und die ganze Versammlung der älteren Männer* der Söhne Israels,+ und sie schickten ins Gefängnis, um sie herbeiführen zu lassen. 22 Als aber die Beamten dorthin kamen, fanden sie sie nicht im Gefängnis. Da kehrten sie zurück und erstatteten Bericht, 23 indem sie sprachen: „Das Gefängnis fanden wir mit allen Sicherheitsvorkehrungen verschlossen, und die Wachtposten standen an den Türen, aber als wir aufmachten, fanden wir niemand darin.“ 24 Als nun der Hauptmann des Tempels und die Oberpriester diese Worte hörten, gerieten sie dieser Dinge wegen in Verlegenheit darüber, was daraus werden sollte.+ 25 Es traf aber jemand ein und berichtete ihnen: „Seht! Die Männer, die ihr ins Gefängnis gesetzt habt, stehen im Tempel und lehren das Volk.“+ 26 Da ging der Hauptmann mit seinen Beamten hin und machte sich daran, sie zu holen, doch ohne Gewalt, da sie befürchteten+, vom Volk gesteinigt zu werden.
27 Sie brachten sie also herbei und stellten sie in den Saal des Sanhedrịns. Und der Hohepriester befragte sie 28 und sprach: „Wir haben euch ausdrücklich befohlen+, nicht mehr weiter aufgrund dieses Namens zu lehren, und dennoch, seht, ihr habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt,+ und ihr seid entschlossen, das Blut+ dieses Menschen über uns zu bringen.“ 29 Als Antwort sagten Petrus und die [anderen] Apostel: „Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen.+ 30 Der Gott unserer Vorväter hat Jesus auferweckt+, den ihr ums Leben gebracht habt, indem ihr ihn an einen Stamm* hängtet.+ 31 Diesen hat Gott als Hauptvermittler+ und Retter+ zu seiner Rechten erhöht,+ um Israel [Gelegenheit zur] Reue+ und Vergebung der Sünden zu geben.+ 32 Und wir sind Zeugen dieser Dinge,+ und desgleichen ist es der heilige Geist,+ den Gott denen gegeben hat, die ihm als [dem] Herrscher gehorchen.“
33 Als sie das hörten, fühlten sie sich zutiefst verletzt und wollten sie umbringen.+ 34 Doch stand jemand im Sanhedrịn auf, ein Pharisäer namens Gamạliel+, ein Gesetzeslehrer, der beim ganzen Volk geachtet war, und gab den Befehl, die Männer für eine kleine Weile hinauszutun.+ 35 Und er sprach zu ihnen: „Männer von Israel,+ nehmt euch in acht, was ihr hinsichtlich dieser Menschen zu tun beabsichtigt. 36 Zum Beispiel stand vor diesen Tagen Theudas auf, der sich für etwas Besonderes ausgab,+ und eine Anzahl Männer, etwa vierhundert, schlossen sich seiner Partei an.+ Er wurde aber umgebracht, und alle, die ihm gehorchten, wurden zerstreut und wurden zunichte. 37 Nach ihm, in den Tagen der Einschreibung+, stand Judas, der Galilạ̈er, auf, und er zog Leute hinter sich her. Und doch kam dieser um, und alle, die ihm gehorchten, wurden weithin zerstreut. 38 Und so sage ich euch unter den gegenwärtigen Umständen: Steht ab von diesen Menschen, und laßt sie gehen (denn wenn dieses Unterfangen oder dieses Werk von Menschen ist, wird es umgestürzt werden;+ 39 wenn es aber von Gott ist,+ werdet ihr sie nicht stürzen können);+ andernfalls mögt ihr vielleicht als solche erfunden werden, die in Wirklichkeit gegen Gott kämpfen.“+ 40 Da hörten sie auf ihn, und sie riefen die Apostel herein, peitschten sie aus+ und befahlen ihnen, nicht mehr aufgrund des Namens Jesu+ zu reden, und ließen sie gehen.
41 Diese nun gingen aus dem Sanhedrịn hinweg, voll Freude,+ weil sie für würdig erachtet worden waren, um seines Namens willen in Unehre zu kommen.+ 42 Und jeden Tag fuhren sie im Tempel und von Haus zu Haus*+ ununterbrochen fort, zu lehren+ und die gute Botschaft über den Christus, Jesus, zu verkündigen.*+
6 Als nun in diesen Tagen die Jünger an Zahl zunahmen, entstand ein Murren der griechisch sprechenden+ Juden* gegen die hebräisch sprechenden Juden*, weil ihre Witwen bei der täglichen Austeilung* übersehen wurden.+ 2 Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zu sich und sprachen: „Es gefällt uns nicht, daß wir das Wort Gottes zurückstellen, um [Speise] an Tische auszuteilen.*+ 3 Darum, Brüder, sucht euch aus eurer Mitte sieben Männer aus,+ die ein [gutes] Zeugnis haben und mit Geist und Weisheit erfüllt sind,+ damit wir sie über dieses notwendige Geschäft setzen können; 4 wir aber werden uns dem Gebet und dem Dienst am Wort widmen.“+ 5 Und das Wort gefiel der ganzen Menge, und man wählte Stẹphanus aus, einen Mann voll Glaubens und heiligen Geistes,+ und Philịppus+ und Prọchorus und Nikạnor und Tịmon und Parmẹnas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiọchia; 6 und man stellte sie vor die Apostel, und nachdem diese gebetet hatten, legten sie ihnen die Hände+ auf.
7 Infolgedessen wuchs das Wort Gottes weiterhin,+ und die Zahl der Jünger mehrte sich in Jerusalem fortgesetzt sehr;+ und eine große Menge Priester+ begann dem Glauben gehorsam+ zu sein.
8 Stẹphanus nun, voll Gunst und Kraft, tat große Wunder und Zeichen+ unter dem Volk. 9 Es standen aber gewisse Männer von denen aus der sogenannten Synagoge der Freigelassenen* auf und von den Kyrenạ̈ern und Alexandrịnern+ und von denen aus Zilịzien+ und Asien, um mit Stẹphanus zu disputieren; 10 und doch konnten sie sich nicht gegen die Weisheit+ und den Geist, mit dem er redete, behaupten.+ 11 Dann stifteten sie heimlich Männer an zu sagen:+ „Wir haben gehört, daß er Lästerreden+ gegen Moses und Gott führt.“ 12 Und sie wiegelten das Volk sowie die älteren Männer* und die Schriftgelehrten auf, und plötzlich über ihn herfallend, packten sie ihn und führten ihn zum Sanhedrịn.+ 13 Und sie stellten falsche Zeugen auf,+ die sprachen: „Dieser Mensch läßt nicht davon ab, Reden gegen diese heilige Stätte und gegen das GESETZ zu führen.+ 14 Zum Beispiel haben wir ihn sagen hören, daß dieser Jesus, der Nazarẹner, diese Stätte niederreißen und die Bräuche, die uns Moses überliefert hat, ändern werde.“
15 Und als alle, die im Sanhedrịn saßen, ihn unverwandt anschauten,+ sahen sie, daß sein Gesicht wie das Gesicht eines Engels war.+
7 Aber der Hohepriester sprach: „Verhalten sich diese Dinge so?“ 2 Er sagte: „Männer, Brüder und Väter, hört! Der Gott der Herrlichkeit+ erschien unserem Vorvater Abraham, als er in Mesopotạmien war, ehe er in Hạran Wohnsitz nahm,+ 3 und er sprach zu ihm: ‚Zieh aus deinem Land und von deinen Verwandten weg, und komm her in das Land, das ich dir zeigen werde.‘+ 4 Da zog er aus dem Land der Chaldạ̈er aus und nahm in Hạran Wohnsitz. Und von dort ließ ihn [Gott]*, nachdem sein Vater gestorben war,+ in dieses Land übersiedeln, in dem ihr jetzt wohnt.+ 5 Und doch gab er ihm keinen Erbbesitz darin, nein, nicht einen Fußbreit;+ aber er verhieß, als er noch kein Kind hatte,+ es ihm und seinem Samen*+ nach ihm zum Besitz zu geben.+ 6 Überdies sprach Gott in dem Sinne, daß seine Nachkommen ansässige Fremdlinge+ in einem fremden Land sein würden+ und daß [man] sie versklaven und [sie] vierhundert Jahre lang niederdrücken würde.+ 7 ‚Und diese Nation, der sie wie Sklaven dienen werden, werde ich richten‘,+ sprach Gott, ‚und nach diesen Dingen werden sie ausziehen und werden mir an dieser Stätte heiligen Dienst darbringen.‘*+
8 Auch gab er ihm einen Bund der Beschneidung;+ und so wurde er der Vater von Ịsa·ak+ und beschnitt ihn am achten Tag,+ und Ịsa·ak von Jakob und Jakob von den zwölf Familienhäuptern.+ 9 Und die Familienhäupter wurden eifersüchtig+ auf Joseph und verkauften ihn nach Ägypten.+ Doch Gott war mit ihm,+ 10 und er befreite ihn aus allen seinen Drangsalen und gab ihm in den Augen Pharaos, des Königs von Ägypten, Gunst und Weisheit. Und er setzte ihn zum Regenten über Ägypten und sein ganzes Haus ein.+ 11 Es kam aber eine Hungersnot über ganz Ägypten und Kạnaan, ja eine große Drangsal; und unsere Vorväter fanden keine Nahrungsmittel.+ 12 Jakob hörte aber, daß es in Ägypten Lebensmittel gebe,+ und er sandte unsere Vorväter zum ersten Mal hin.+ 13 Und beim zweiten Mal gab sich Joseph seinen Brüdern zu erkennen;+ und der Familienstamm Josephs wurde dem Pharao bekannt.+ 14 Dann sandte Joseph hin und rief Jakob, seinen Vater, und alle seine Verwandten [von jenem Ort] herbei,+ in der Zahl von fünfundsiebzig Seelen.*+ 15 Jakob zog nach Ägypten* hinab.+ Und er starb+ und ebenso unsere Vorväter,+ 16 und sie wurden nach Sịchem*+ überführt und wurden in die Gruft gelegt,+ die Abraham um einen Preis von den Söhnen Hạmors* in Sịchem mit Silbergeld gekauft hatte.+
17 Als nun die Zeit der [Erfüllung der] Verheißung nahte, die Gott dem Abraham offen verkündet hatte, wuchs das Volk und mehrte sich in Ägypten,+ 18 bis ein anderer König über Ägypten aufstand, der Joseph nicht kannte.+ 19 Dieser wandte Staatslist gegen unsere Rasse* an+ und zwang die Väter zu Unrecht, ihre Kindlein auszusetzen, damit sie nicht am Leben bleiben sollten.+ 20 In dieser besonderen Zeit wurde Moses geboren,+ und er war schön vor Gott.*+ Und drei Monate lang wurde er im Haus [seines] Vaters ernährt. 21 Als er aber ausgesetzt wurde, nahm ihn die Tochter Pharaos auf und zog ihn als ihren eigenen Sohn auf.+ 22 Infolgedessen wurde Moses in aller Weisheit+ der Ägypter unterwiesen. In der Tat, er war machtvoll in seinen Worten+ und Taten.
23 Als nun die Zeit seines vierzigsten Jahres voll wurde, stieg in seinem Herzen [der Gedanke] auf, bei seinen Brüdern, den Söhnen Israels, eine Besichtigung vorzunehmen.+ 24 Und als er einen erblickte, der ungerecht behandelt wurde, verteidigte er ihn und rächte den Mißhandelten, indem er den Ägypter niederschlug.+ 25 Er meinte, seine Brüder würden begreifen, daß Gott ihnen durch seine Hand Rettung verschaffe,+ aber sie begriffen [es] nicht. 26 Und als sie am nächsten Tag stritten, erschien er bei ihnen und versuchte, sie in Frieden+ zusammenzubringen, indem er sprach: ‚Männer, ihr seid Brüder. Warum behandelt ihr einander ungerecht?‘+ 27 Derjenige aber, der seinem Nächsten unrecht tat, stieß ihn weg und sagte: ‚Wer hat dich zum Herrscher und Richter über uns gesetzt?+ 28 Du willst mich doch nicht etwa ebenso umbringen, wie du gestern den Ägypter umgebracht hast?‘+ 29 Auf dieses Wort hin ergriff Moses die Flucht und wurde ein ansässiger Fremdling im Land Mịdian,+ wo er der Vater zweier Söhne wurde.+
30 Und als vierzig Jahre voll geworden waren, erschien ihm in der Wildnis des Berges Sịnai ein Engel* in der Feuerflamme eines Dornbusches.+ 31 Als Moses es nun sah, verwunderte er sich über den Anblick.+ Doch als er näher trat, um nachzusehen, kam Jehovas* Stimme: 32 ‚Ich bin der Gott deiner Vorväter, der Gott Abrahams und Ịsa·aks und Jakobs.‘+ Da erzitterte Moses und wagte nicht, [es] weiter zu untersuchen. 33 Jehova* sprach zu ihm: ‚Nimm die Sandalen von deinen Füßen, denn der Ort, auf dem du stehst, ist heiliger Boden.+ 34 Bestimmt habe ich die schlechte Behandlung meines Volkes, das in Ägypten ist, gesehen,+ und ich habe ihr Seufzen gehört,+ und ich bin herabgekommen, um sie zu befreien.+ Und nun, komm, ich will dich nach Ägypten senden.‘+ 35 Diesen Moses, den sie verleugnet hatten, indem sie sprachen: ‚Wer hat dich zum Herrscher und Richter gesetzt?‘,+ diesen hat Gott durch die Hand des Engels, der ihm im Dornbusch erschien, als Herrscher und auch als Befreier* gesandt+. 36 Dieser Mann führte sie hinaus,+ indem er in Ägypten+ und im Roten Meer+ und vierzig Jahre+ lang in der Wildnis Wunder und Zeichen tat.
37 Dieser ist der Moses, der zu den Söhnen Israels sprach: ‚Einen Propheten gleich mir wird Gott* euch aus der Mitte eurer Brüder erwecken.‘+ 38 Dieser ist es,+ der dann inmitten der Versammlung+ in der Wildnis bei dem Engel+ war, der auf dem Berg Sịnai zu ihm und zu unseren Vorvätern redete, und er empfing lebendige, heilige Aussprüche+, um sie euch zu geben. 39 Unsere Vorväter wollten ihm aber nicht gehorsam werden, sondern sie stießen ihn von sich+ und kehrten in ihrem Herzen nach Ägypten zurück,+ 40 indem sie zu Aaron sagten: ‚Mache uns Götter, damit sie vor uns hergehen. Denn dieser Moses, der uns aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, wir wissen nicht, was ihm widerfahren ist.‘+ 41 Da machten sie in jenen Tagen ein Kalb+ und brachten ein Schlachtopfer zu dem Götzen hinauf und begannen sich der Werke ihrer Hände zu erfreuen.+ 42 Da wandte sich Gott ab und gab sie dahin,+ dem Heer des Himmels heiligen Dienst darzubringen, so wie es im Buch der Propheten geschrieben steht:+ ‚Ihr habt doch nicht etwa mir vierzig Jahre lang in der Wildnis Opfertiere und Schlachtopfer dargebracht, o Haus Israel?+ 43 Sondern das Zelt des Mọloch+ und den Stern+ des Gottes Rẹphan habt ihr aufgenommen, die Figuren, die ihr gemacht habt, um sie anzubeten. Demzufolge will ich euch über Babylon* hinaus wegführen+.‘
44 Unsere Vorväter hatten das Zelt des Zeugnisses* in der Wildnis, so wie er ihnen Weisung gegeben hatte, als er zu Moses redete, es nach dem Muster* zu machen, das er gesehen hatte.+ 45 Und unsere Vorväter, die es übernahmen, brachten es auch mit Jọsua*+ in das Land hinein, das die Nationen in Besitz hatten,+ die Gott vor unseren Vorvätern her ausstieß.+ Hier blieb es bis zu den Tagen Davids. 46 Er fand Gunst+ in den Augen Gottes und bat um [das Vorrecht], dem Gott Jakobs eine Wohnstätte+ zu verschaffen*. 47 Sạlomo aber baute ihm ein Haus.+ 48 Doch der Höchste wohnt nicht in Häusern*, die mit Händen gemacht sind,+ so wie der Prophet sagt: 49 ‚ „Der Himmel ist mein Thron,+ und die Erde ist der Schemel meiner Füße.+ Was für ein Haus wollt ihr mir bauen?“ spricht Jehova*. „Oder welches ist die Stätte meiner Ruhe?+ 50 Hat nicht meine Hand alle diese Dinge gemacht?“ ‘+
51 [Ihr] Halsstarrigen* und an Herz und Ohren Unbeschnittenen,+ ständig widersteht ihr dem heiligen Geist; wie eure Vorväter getan haben, so tut ihr.+ 52 Welchen von den Propheten haben eure Vorväter nicht verfolgt?+ Ja, sie töteten+ die, die über das Kommen des Gerechten+ im voraus Ankündigung machten, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid,+ 53 ihr, die ihr das GESETZ empfingt, wie es von Engeln übermittelt wurde,*+ es aber nicht gehalten habt.“
54 Als sie nun diese Dinge hörten, fühlten sie sich in ihrem Herzen zutiefst verletzt,+ und sie begannen mit den Zähnen gegen ihn zu knirschen*+. 55 Er aber, voll heiligen Geistes, schaute unverwandt zum Himmel empor und erblickte die Herrlichkeit Gottes und Jesus, zur Rechten Gottes stehend,+ 56 und er sprach: „Siehe! Ich sehe die Himmel aufgetan+ und den Menschensohn+, zur Rechten Gottes stehend.“+ 57 Darauf schrien sie mit lauter Stimme und hielten sich mit den Händen die Ohren zu+ und stürmten einmütig auf ihn los. 58 Und nachdem sie ihn aus der Stadt hinausgetrieben hatten,+ begannen sie ihn mit Steinen zu bewerfen.+ Und die Zeugen+ legten ihre äußeren Kleider zu den Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus genannt wurde.+ 59 Und sie fuhren fort, Stẹphanus zu steinigen, während er flehte* und sprach: „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf.“+ 60 Darauf beugte er seine Knie und rief mit lauter Stimme: „Jehova*, rechne ihnen diese Sünde nicht zu!“+ Und nachdem er dies gesagt hatte, entschlief er [im Tod].
8 Saulus seinerseits stimmte seiner Ermordung zu.+
An jenem Tag setzte eine große Verfolgung+ gegen die Versammlung ein, die in Jerusalem war; alle, ausgenommen die Apostel, wurden in die Gegenden von Judạ̈a und Samạria zerstreut+. 2 Den Stẹphanus aber trugen ehrfurchtsvolle Männer zur Bestattung,+ und sie hielten eine große Klage+ um ihn. 3 Saulus jedoch begann gegen die Versammlung zu wüten. Er drang in ein Haus nach dem anderen ein, und sowohl Männer als auch Frauen fortschleppend, lieferte er sie jeweils ins Gefängnis ein.+
4 Diejenigen indes, die zerstreut worden waren, gingen durch das Land und verkündigten die gute Botschaft des Wortes.+ 5 Philịppus seinerseits ging in die Stadt Samạria+ hinab und begann ihnen den Christus zu predigen. 6 Die Volksmengen achteten einmütig auf das, was Philịppus sagte, während sie zuhörten und auf die Zeichen blickten, die er tat. 7 Denn viele hatten unreine Geister+, und diese pflegten mit lauter Stimme zu schreien und auszufahren. Außerdem wurden viele Gelähmte+ und Lahme geheilt. 8 So kam es, daß in jener Stadt sehr viel Freude herrschte.+
9 Nun befand sich in der Stadt ein gewisser Mann namens Sịmon, der vorher magische Künste+ getrieben und die Nation von Samạria in Staunen versetzt hatte, indem er sagte, er selbst sei ein Großer.+ 10 Und sie alle, vom Geringsten bis zum Größten, gaben acht auf ihn und sagten: „Dieser Mann ist die Kraft Gottes, die man die Große nennen kann.“ 11 So gaben sie acht auf ihn, weil er sie schon eine geraume Weile durch seine magischen Künste in Staunen versetzt hatte. 12 Als sie aber Philịppus glaubten, der die gute Botschaft vom Königreich Gottes+ und vom Namen Jesu Christi verkündigte, ließen sie sich taufen, sowohl Männer als auch Frauen.+ 13 Sịmon selbst wurde ebenfalls gläubig, und nachdem er getauft worden war, stand er Philịppus+ ständig zu Diensten; und er staunte, als er die Zeichen und großen Machttaten geschehen sah.
14 Als die Apostel in Jerusalem hörten, daß Samạria das Wort Gottes angenommen habe,+ sandten sie Petrus und Johạnnes zu ihnen; 15 und diese gingen hinab und beteten für sie, damit sie heiligen Geist empfingen.+ 16 Denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren nur im Namen des Herrn Jesus getauft worden.+ 17 Dann legten sie ihnen die Hände auf,+ und von da an empfingen sie heiligen Geist.
18 Als nun Sịmon sah, daß der Geist durch Händeauflegen der Apostel gegeben wurde, bot er ihnen Geld an,+ 19 indem er sprach: „Gebt auch mir diese Gewalt, damit jeder, dem ich die Hände auflege, heiligen Geist empfange.“ 20 Petrus aber sprach zu ihm: „Dein Silber gehe mit dir zugrunde, weil du dachtest, durch Geld in den Besitz der freien Gabe Gottes zu gelangen.+ 21 Du hast weder Anteil noch Anrecht an dieser Sache, denn dein Herz ist in den Augen Gottes nicht gerade.+ 22 Bereue daher deine Schlechtigkeit, und flehe zu Jehova,*+ daß dir, wenn möglich, das Trachten deines Herzens vergeben werde; 23 denn ich sehe, du bist eine giftige Galle+ und eine Fessel* der Ungerechtigkeit.“+ 24 Als Antwort sagte Sịmon: „Ihr Männer, fleht für mich+ zu Jehova*, daß nichts von dem, was ihr gesagt habt, über mich komme.“
25 Als sie nun das Zeugnis gründlich abgelegt und das Wort Jehovas* geredet hatten, kehrten sie nach Jerusalem zurück, und sie verkündeten dann die gute Botschaft vielen Dörfern der Samarịter.+
26 Jehovas* Engel+ aber redete zu Philịppus, indem er sprach: „Mache dich auf, und geh südwärts, auf die Straße, die von Jerusalem nach Gạsa hinabführt.“ (Das ist eine Wüstenstraße.) 27 Da machte er sich auf und ging, und siehe, ein äthiopischer+ Eunuch+, ein Machthaber unter Kandạke, der Königin der Äthiopier, der über ihren ganzen Schatz [gesetzt] war. Er war nach Jerusalem gekommen, um anzubeten,+ 28 doch kehrte er zurück, und auf seinem Wagen sitzend, las er laut den Propheten Jesaja.+ 29 Da sagte der Geist+ zu Philịppus: „Tritt hinzu, und schließ dich diesem Wagen an.“ 30 Philịppus lief nebenher und hörte ihn laut den Propheten Jesaja lesen, und er sprach: „Verstehst du wirklich, was du liest?“ 31 Er sagte: „Wie könnte ich es denn je, wenn mich nicht jemand anleitet?“ Und er bat Philịppus inständig, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen. 32 Die Stelle der Schrift nun, die er laut las, war diese: „Wie ein Schaf wurde er zur Schlachtung geführt, und wie ein Lamm, das vor seinem Scherer stumm ist, so tut er seinen Mund nicht auf.+ 33 Während seiner Erniedrigung wurde das Gericht von ihm weggenommen.+ Wer wird die Einzelheiten seiner Generation* erzählen? Denn sein Leben wird von der Erde weggenommen.“+
34 Als Antwort sagte der Eunuch zu Philịppus: „Ich bitte dich: Von wem sagt dies der Prophet? Von sich selbst oder von einem anderen?“ 35 Philịppus öffnete seinen Mund,+ und mit diesem Schriftwort anfangend,+ verkündigte er ihm die gute Botschaft über Jesus. 36 Als sie nun auf der Straße dahinzogen, kamen sie an ein gewisses Gewässer, und der Eunuch sprach: „Siehe! Ein Gewässer; was hindert mich, getauft zu werden?“+ 37* —— 38 Damit gebot er, daß der Wagen halte, und sie stiegen beide in das Wasser hinab, sowohl Philịppus als auch der Eunuch; und er taufte ihn. 39 Als sie aus dem Wasser heraufgekommen waren, führte Jehovas* Geist den Philịppus eilends hinweg,+ und der Eunuch sah ihn nicht mehr, denn er zog freudig seines Weges weiter. 40 Es fand sich aber, daß Philịppus in Ạschdod* war, und er zog durch das Gebiet und verkündigte+ allen Städten weiterhin die gute Botschaft, bis er nach Cäsarẹa kam.+
9 Saulus aber, der immer noch Drohung und Mord+ gegen die Jünger des Herrn schnaubte,+ ging zum Hohenpriester 2 und erbat sich von ihm Briefe an die Synagogen in Damạskus, um alle, die er finden würde, sowohl Männer wie Frauen, die zum WEG* gehörten,+ gebunden nach Jerusalem zu bringen.
3 Als er sich nun auf seiner Reise Damạskus näherte, umblitzte ihn plötzlich ein Licht vom Himmel,+ 4 und er fiel zu Boden und hörte eine Stimme, die zu ihm sagte: „Saulus, Saulus, warum verfolgst du mich?“+ 5 Er sagte: „Wer bist du, Herr?“ Er sprach: „Ich bin Jesus, den du verfolgst.+ 6 Doch steh auf+ und geh in die Stadt hinein, und es wird dir gesagt werden, was du tun sollst.“ 7 Die Männer nun, die mit ihm reisten,+ standen sprachlos da,+ da sie zwar den Schall einer Stimme+ hörten, aber niemand sahen. 8 Saulus jedoch erhob sich vom Boden, und obwohl seine Augen geöffnet waren, sah er nichts.+ Da führten sie ihn an der Hand und geleiteten ihn nach Damạskus. 9 Und drei Tage lang sah er nichts,+ und er aß und trank auch nicht.
10 In Damạskus befand sich ein gewisser Jünger namens Ananịas,+ und der Herr sprach in einer Vision zu ihm: „Ananịas!“ Er sagte: „Hier bin ich, Herr.“ 11 Der Herr sprach zu ihm: „Steh auf, geh in die Straße, die man die Gerade nennt, und such im Haus des Judas einen Mann namens Saulus aus Tạrsus.+ Denn siehe, er betet, 12 und in einer Vision* hat er einen Mann namens Ananịas eintreten und ihm die Hände auflegen sehen, damit er wieder sehend werde.“+ 13 Ananịas aber antwortete: „Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, wieviel Schaden er deinen Heiligen in Jerusalem zugefügt hat. 14 Und hier hat er die Befugnis von den Oberpriestern, alle, die deinen Namen anrufen,+ in Fesseln zu legen.“ 15 Aber der Herr sprach zu ihm: „Geh hin, denn dieser Mann ist mir ein auserwähltes Gefäß+, um meinen Namen sowohl zu den Nationen+ als auch zu Königen+ und den Söhnen Israels zu tragen. 16 Denn ich werde ihm deutlich zeigen, wieviel er für meinen Namen leiden muß.“+
17 Da ging Ananịas hin und kam in das Haus, und er legte ihm die Hände auf und sprach: „Saulus, Bruder, der Herr, der Jesus, der dir auf der Straße, auf der du kamst, erschienen ist, hat mich hergesandt, damit du wieder sehend und mit heiligem Geist erfüllt werdest.“+ 18 Und sogleich fiel es ihm wie Schuppen* von den Augen, und er konnte wieder sehen, und er stand auf und wurde getauft, 19 und er nahm Speise zu sich und kam zu Kräften.+
Er verblieb einige Tage bei den Jüngern in Damạskus+ 20 und begann sogleich, in den Synagogen Jesus zu predigen,+ daß dieser der Sohn Gottes ist. 21 Alle aber, die ihn hörten, entsetzten sich und sprachen: „Ist das nicht der Mann, der unter denen in Jerusalem, die diesen Namen anrufen, eine Verheerung anrichtete+ und gerade zu dem Zweck hierhergekommen war, sie gebunden zu den Oberpriestern zu führen?“+ 22 Saulus jedoch erwarb sich fortwährend noch mehr Kraft und brachte die Juden, die in Damạskus wohnten, in Verwirrung, als er folgerichtig bewies, daß dieser der Christus ist.+
23 Als nun ziemlich viele Tage zu Ende gingen, hielten die Juden zusammen Rat, um ihn umzubringen.+ 24 Saulus erfuhr aber von ihrem Anschlag gegen ihn. Tag und Nacht bewachten sie indes sorgfältig auch die Tore, um ihn umzubringen.+ 25 Da nahmen ihn seine Jünger und ließen ihn nachts durch eine Lücke in der Mauer hinab, indem sie ihn in einem Korb hinunterließen.+
26 Als er in Jerusalem ankam,+ suchte er sich den Jüngern anzuschließen; aber sie alle fürchteten sich vor ihm, denn sie glaubten nicht, daß er ein Jünger sei. 27 Da kam ihm Bạrnabas zu Hilfe+ und führte ihn zu den Aposteln, und er erzählte ihnen eingehend, wie er auf dem Weg den Herrn gesehen hatte+ und daß er zu ihm geredet habe+ und wie er in Damạskus+ freimütig im Namen Jesu geredet hatte. 28 Und er war weiterhin bei ihnen, ging in Jerusalem ein und aus* und redete freimütig im Namen des Herrn;+ 29 und er redete und disputierte mit den griechisch sprechenden Juden*. Diese aber unternahmen Versuche, ihn umzubringen.+ 30 Als die Brüder dies herausfanden, brachten sie ihn nach Cäsarẹa hinab und sandten ihn nach Tạrsus weg.+
31 Nun trat die Versammlung+ in ganz Judạ̈a und Galilạ̈a und Samạria tatsächlich in eine Zeitspanne des Friedens ein und wurde erbaut; und da sie in der Furcht Jehovas*+ wandelte und den Trost des heiligen Geistes+ hatte, mehrte sie sich beständig.
32 Als nun Petrus alle [Gegenden] durchwanderte, kam er auch zu den Heiligen hinab, die in Lỵdda wohnten.+ 33 Dort fand er einen gewissen Menschen namens Änẹas, der acht Jahre flach auf seinem Tragbett gelegen hatte, da er gelähmt war. 34 Und Petrus sagte zu ihm:+ „Änẹas, Jesus Christus macht dich gesund.+ Steh auf, und mache dir dein Bett!“ Und sogleich stand er auf. 35 Und alle, die Lỵdda und die [Ebene von] Schạron*+ bewohnten, sahen ihn, und sie wandten sich dem Herrn zu.+
36 In Jọppe+ aber war eine gewisse Jüngerin namens Tabịtha, was übersetzt Dọrkas* heißt. Sie war überströmend an guten Taten+ und Gaben der Barmherzigkeit, die sie spendete. 37 In jenen Tagen aber geschah es, daß sie krank wurde und starb. Da wusch man sie und legte sie in ein Obergemach. 38 Weil nun Lỵdda nahe bei Jọppe lag,+ sandten die Jünger, als sie hörten, daß Petrus in dieser Stadt sei, zwei Männer zu ihm, um [ihn] inständig zu bitten: „Zögere bitte nicht,* bis zu uns herzukommen.“ 39 Da machte sich Petrus auf und ging mit ihnen. Und als er angekommen war, führte man ihn in das Obergemach hinauf; und alle Witwen traten weinend zu ihm und zeigten viele innere Kleider und äußere Kleider+, die Dọrkas jeweils gemacht hatte, während sie bei ihnen war.+ 40 Petrus aber sandte jedermann hinaus,+ und seine Knie beugend, betete er, und sich dem Körper zuwendend, sagte er: „Tabịtha*, steh auf!“ Sie öffnete ihre Augen, und als sie Petrus erblickte, setzte sie sich auf.+ 41 Er gab ihr die Hand und richtete sie auf,+ und er rief die Heiligen und die Witwen und stellte sie lebend dar.+ 42 Das wurde in ganz Jọppe bekannt, und viele kamen zum Glauben an den Herrn.+ 43 Eine Reihe von Tagen blieb er in Jọppe+ bei einem gewissen Sịmon, einem Gerber.+
10 Nun war in Cäsarẹa ein gewisser Mann namens Kornẹlius, ein Offizier*+ der sogenannten italischen Abteilung+, 2 ein [gott]ergebener Mann+, der mit allen seinen Hausgenossen Gott fürchtete+, und er gab dem Volk viele Gaben der Barmherzigkeit+ und flehte unablässig zu Gott.+ 3 Etwa um die neunte Stunde*+ des Tages sah er in einer Vision+ deutlich einen Engel+ Gottes bei sich eintreten, der zu ihm sprach: „Kornẹlius!“ 4 Der Mann schaute ihn unverwandt an und sagte, von Furcht ergriffen: „Was ist es, Herr?“ Er sprach zu ihm: „Deine Gebete+ und Gaben der Barmherzigkeit sind zur Erinnerung vor Gott emporgestiegen.+ 5 So sende nun Männer nach Jọppe, und laß einen gewissen Sịmon holen, der den Beinamen Petrus hat. 6 Dieser ist bei einem gewissen Sịmon, einem Gerber, der ein Haus am Meer hat, zu Gast.“+ 7 Sobald der Engel, der zu ihm geredet hatte, weggegangen war, rief er zwei seiner Hausknechte und einen [gott]ergebenen Soldaten von denen, die ihm ständig zu Diensten standen,+ 8 und er erzählte ihnen alles und sandte sie nach Jọppe.+
9 Als sie am nächsten Tag ihre Reise fortsetzten und sich der Stadt näherten, stieg Petrus um die sechste Stunde* auf das Dach+ des Hauses, um zu beten.+ 10 Er wurde aber sehr hungrig und wollte essen. Während man etwas herrichtete, fiel er in einen Trancezustand+ 11 und sah den Himmel geöffnet+ und eine Art Gefäß herabkommen gleich einem großen Leinentuch, das an seinen vier Zipfeln auf die Erde herabgelassen wurde; 12 und es waren alle Arten vierfüßiger und kriechender Tiere der Erde und Vögel des Himmels darin.+ 13 Und eine Stimme erging an ihn: „Steh auf, Petrus, schlachte* und iß!“+ 14 Petrus aber sagte: „Nicht doch, Herr, denn ich habe niemals etwas Verunreinigtes und Unreines gegessen.“+ 15 Und die Stimme [redete] wieder zu ihm, zum zweiten Mal: „Hör du auf, die Dinge verunreinigt+ zu nennen, die Gott gereinigt hat.“ 16 Dies geschah ein drittes Mal, und sogleich wurde das Gefäß in den Himmel hinaufgenommen.+
17 Als nun Petrus wegen der Bedeutung der Vision, die er gehabt hatte, innerlich in großer Verlegenheit war, siehe, da hatten sich die Männer, die Kornẹlius gesandt hatte, nach Sịmons Haus erkundigt und standen dort am Tor.+ 18 Und sie riefen und erkundigten sich, ob Sịmon, der den Beinamen Petrus habe, dort zu Gast sei. 19 Während Petrus in seinem Sinn über die Vision nachdachte, sprach der Geist+: „Siehe! Drei* Männer suchen dich. 20 Doch mache dich auf, steig hinab, und begib dich mit ihnen auf den Weg, ohne irgendwie zu zweifeln, denn ich habe sie gesandt.“+ 21 Da stieg Petrus zu den Männern hinab und sagte: „Seht! Ich bin es, den ihr sucht. Aus welchem Grund seid ihr hier?“ 22 Sie sprachen: „Kornẹlius, ein Offizier, ein Mann, der gerecht ist und Gott fürchtet+ und bei der ganzen Nation der Juden in gutem Ruf+ steht, wurde von Gott durch einen heiligen Engel angewiesen,* dich in sein Haus kommen zu lassen und das, was du zu sagen hast, zu hören.“ 23 Daher rief er sie herein und nahm sie gastlich auf.
Am folgenden Tag stand er auf und ging mit ihnen weg, und einige von den Brüdern, die aus Jọppe waren, gingen mit ihm. 24 Am Tag danach traf er in Cäsarẹa ein. Kornẹlius erwartete sie natürlich und hatte seine Verwandten und vertrauten Freunde zusammengerufen. 25 Als Petrus eintrat, kam ihm Kornẹlius entgegen, fiel ihm zu Füßen und huldigte ihm. 26 Petrus aber hob ihn auf und sprach: „Steh auf; ich selbst bin auch ein Mensch.“+ 27 Und während er sich mit ihm unterhielt, ging er hinein und fand viele Leute versammelt, 28 und er sprach zu ihnen: „Ihr wißt wohl, daß es einem Juden nicht erlaubt ist, sich einem Menschen von einer anderen Rasse anzuschließen oder sich ihm zu nähern;+ und doch hat Gott mir gezeigt, daß ich keinen Menschen verunreinigt oder unrein nennen sollte.+ 29 Infolgedessen bin ich wirklich ohne Widerrede gekommen, als nach mir gesandt wurde. Daher erkundige ich mich nach dem Grund, aus dem ihr mich habt holen lassen.“
30 Demgemäß sagte Kornẹlius: „Vor vier Tagen, von dieser Stunde an gerechnet, betete ich zur neunten Stunde* in meinem Haus,+ als, siehe, ein Mann in hellglänzendem Gewand+ vor mir stand 31 und sprach: ‚Kornẹlius, dein Gebet ist erhört und deiner Gaben der Barmherzigkeit ist vor Gott gedacht worden.+ 32 Sende daher nach Jọppe, und laß Sịmon rufen, der den Beinamen Petrus hat.+ Dieser ist in dem Haus Sịmons, eines Gerbers, das am Meer liegt, zu Gast.‘+ 33 Daher sandte ich sogleich zu dir, und du hast gut getan hierherzukommen. Und so sind wir zu dieser Zeit alle vor Gott anwesend, um alles zu hören, was zu sagen dir von Jehova* geboten worden ist.“+
34 Darauf tat Petrus den Mund auf und sprach: „Bestimmt merke ich, daß Gott nicht parteiisch ist,+ 35 sondern daß für ihn in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist.+ 36 Er hat den Söhnen Israels das Wort gesandt,+ um ihnen die gute Botschaft des Friedens+ durch Jesus Christus zu verkündigen: Dieser ist der Herr von allen [anderen].+ 37 Ihr wißt, wovon nach der Taufe, die Johạnnes predigte, in ganz Judạ̈a, angefangen von Galilạ̈a, die Rede war,+ 38 nämlich von Jesus, der von Nạzareth war, wie Gott ihn mit heiligem Geist+ und Kraft salbte, und er ging durchs Land und tat Gutes und machte alle gesund, die vom Teufel bedrückt wurden;+ denn Gott war mit ihm.+ 39 Und wir sind Zeugen all der Dinge, die er im Land der Juden und auch in Jerusalem tat; aber sie brachten ihn auch um, indem sie ihn an einen Stamm* hängten.+ 40 Diesen hat Gott am dritten Tag auferweckt und ihn offenbar werden lassen,+ 41 nicht dem ganzen Volk, sondern den von Gott zuvor bestimmten Zeugen,+ uns, die wir mit ihm aßen und tranken,+ nachdem er von den Toten auferstanden war. 42 Auch befahl er uns, dem Volk zu predigen+ und ein gründliches Zeugnis davon abzulegen, daß dies derjenige ist, der von Gott dazu verordnet ist, Richter der Lebenden und der Toten zu sein.+ 43 Ihn betreffend legen alle Propheten Zeugnis ab,+ daß jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen Vergebung der Sünden erlangt.“+
44 Während Petrus noch von diesen Dingen redete, fiel der heilige Geist auf alle, die das Wort hörten.+ 45 Und die Treuen, die mit Petrus gekommen waren, die zu den Beschnittenen gehörten, staunten, weil die freie Gabe des heiligen Geistes auch auf Leute aus den Nationen ausgegossen wurde.+ 46 Denn sie hörten sie in Zungen reden und Gott verherrlichen.+ Da ergriff Petrus das Wort: 47 „Kann jemand das Wasser verwehren, so daß diese nicht getauft würden,+ die den heiligen Geist ebenso empfangen haben wie wir?“ 48 Hierauf gebot er, daß sie im Namen Jesu Christi getauft würden.+ Dann baten sie ihn, einige Tage dazubleiben.
11 Nun hörten die Apostel und die Brüder, die in Judạ̈a waren, daß auch Leute aus den Nationen+ das Wort Gottes angenommen hatten. 2 Als daher Petrus nach Jerusalem hinaufkam, begannen die [Verfechter] der Beschneidung+ mit ihm zu streiten, 3 indem sie sagten, er sei in das Haus von Männern gegangen, die nicht beschnitten waren, und habe mit ihnen gegessen. 4 Darauf fing Petrus an und erklärte ihnen dann die Einzelheiten, indem er sprach:
5 „Ich war in der Stadt Jọppe und betete, und in einem Trancezustand hatte ich eine Vision; eine Art Gefäß kam herab gleich einem großen Leinentuch, das an seinen vier Zipfeln vom Himmel herabgelassen wurde, und es kam direkt zu mir her. 6 Während ich unverwandt hineinschaute, gewahrte ich und sah vierfüßige Tiere der Erde und wilde Tiere und kriechende Tiere und Vögel des Himmels.+ 7 Auch hörte ich eine Stimme zu mir sagen: ‚Steh auf, Petrus, schlachte und iß!‘+ 8 Ich sagte indes: ‚Nicht doch, Herr, denn niemals ist etwas Verunreinigtes oder Unreines in meinen Mund gekommen.‘+ 9 Das zweite Mal antwortete die Stimme vom Himmel: ‚Hör du auf, die Dinge verunreinigt zu nennen, die Gott gereinigt hat.‘+ 10 Dies geschah ein drittes Mal, und alles wurde wieder in den Himmel hinaufgezogen.+ 11 Und siehe, in diesem Augenblick standen drei Männer vor dem Haus, in dem wir uns befanden, die aus Cäsarẹa zu mir gesandt worden waren.+ 12 Da hieß mich der Geist+, mit ihnen zu gehen, ohne irgendwie zu zweifeln. Es gingen aber auch diese sechs Brüder mit mir, und wir traten in das Haus des Mannes ein.+
13 Er berichtete uns, wie er den Engel in seinem Haus hatte stehen sehen, welcher sprach: ‚Sende Männer nach Jọppe, und laß Sịmon, der den Beinamen Petrus hat, holen,+ 14 und er wird das zu dir reden, wodurch du und alle deine Hausgenossen gerettet werden können.‘+ 15 Als ich aber zu reden anfing, fiel der heilige Geist ebenso auf sie, wie er zu Anfang auch auf uns gefallen war.+ 16 Da kam mir der Ausspruch des Herrn in den Sinn, als er gesagt hatte: ‚Johạnnes seinerseits taufte mit Wasser,+ ihr aber werdet in heiligem Geist getauft werden.‘+ 17 Wenn Gott ihnen also die gleiche freie Gabe verliehen hat, wie er sie auch uns verlieh, die wir an den Herrn Jesus Christus gläubig geworden sind,+ wer war ich denn, daß ich Gott hätte hindern können?“+
18 Als sie nun diese Dinge hörten, beruhigten+ sie sich, und sie verherrlichten Gott+ und sprachen: „Nun, dann hat Gott auch den Menschen von den Nationen die [Gelegenheit zur] Reue gewährt, die zum Leben gereicht.“+
19 Deshalb zogen die, die durch die Drangsal zerstreut+ worden waren, welche wegen Stẹphanus entstand, bis nach Phönịzien+ und Zypern+ und Antiọchia, redeten das Wort jedoch zu niemand als nur zu den Juden.+ 20 Doch gab es unter ihnen einige Männer aus Zypern und Kyrẹne, die nach Antiọchia kamen und zu den griechisch sprechenden Leuten* zu reden begannen,+ indem sie die gute Botschaft vom Herrn Jesus verkündigten.+ 21 Überdies war die Hand Jehovas*+ mit ihnen, und eine große Zahl, die gläubig wurde, wandte sich dem Herrn zu.+
22 Der Bericht über sie kam der Versammlung, die in Jerusalem war, zu Ohren, und sie entsandte Bạrnabas+ bis nach Antiọchia. 23 Als er angekommen war und die unverdiente Güte+ Gottes wahrnahm, freute+ er sich und begann alle zu ermuntern, nach dem Vorsatz ihres Herzens im Herrn zu verharren;+ 24 denn er war ein guter Mann und voll heiligem Geist und Glauben. Und eine beträchtliche Volksmenge wurde für den Herrn hinzugefügt.+ 25 Da ging er weg nach Tạrsus+, um gründlich nach Saulus zu suchen,+ 26 und nachdem er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiọchia. So kam es, daß sie ein ganzes Jahr lang mit ihnen in der Versammlung zusammenkamen und eine beträchtliche Volksmenge lehrten, und es war zuerst in Antiọchia, daß die Jünger durch göttliche Vorsehung Christen* genannt* wurden.+
27 In diesen Tagen nun kamen Propheten+ von Jerusalem nach Antiọchia herab. 28 Einer von ihnen namens Ạgabus+ stand auf und ging daran, durch den Geist anzuzeigen, daß eine große Hungersnot über die ganze bewohnte Erde zu kommen im Begriff sei,+ die dann in der Zeit des Claudius tatsächlich eintrat. 29 Da bestimmten die Jünger, daß jeder von ihnen, so wie er es sich leisten konnte,+ den in Judạ̈a wohnenden Brüdern als Dienstleistung eine Unterstützung+ sende; 30 und das taten sie, indem sie es durch die Hand des Bạrnabas und Saulus an die älteren Männer* sandten.+
12 Um jene besondere Zeit legte der König Herodes* Hand an einige von denen, die zur Versammlung gehörten, um sie zu mißhandeln+. 2 Er brachte Jakobus, den Bruder des Johạnnes,+ mit dem Schwert um.+ 3 Als er sah, daß es den Juden gefiel,+ ließ er auch Petrus festnehmen. (Es waren gerade die Tage der ungesäuerten Brote.+) 4 Und nachdem er ihn ergriffen hatte, setzte er ihn ins Gefängnis+ und übergab ihn zur Bewachung vier sich ablösenden Trupps von je vier Soldaten, da er beabsichtigte, ihn nach dem Passah+ dem Volk vorzuführen. 5 Infolgedessen wurde Petrus im Gefängnis behalten; aber die Versammlung betete+ fortgesetzt inbrünstig für ihn zu Gott.
6 Als Herodes nun im Begriff war, ihn vorzuführen, schlief Petrus in jener Nacht, mit zwei Ketten gebunden, zwischen zwei Soldaten, und Wachtposten vor der Tür verwahrten das Gefängnis. 7 Doch siehe, Jehovas* Engel stand da,+ und ein Licht leuchtete in der Gefängniszelle. Er stieß Petrus in die Seite und weckte ihn,+ indem er sprach: „Steh schnell auf!“ Und seine Ketten fielen+ ihm von den Händen. 8 Der Engel+ sprach zu ihm: „Gürte dich, und binde deine Sandalen um.“ Er tat es. Schließlich sagte er zu ihm: „Wirf dein äußeres Kleid+ um, und folge mir nach.“ 9 Und er ging hinaus und folgte ihm nach, aber er wußte nicht, daß das, was durch den Engel geschah, Wirklichkeit war. In der Tat, er meinte, eine Vision zu haben.+ 10 Sie gingen durch die erste Wache und die zweite und gelangten an das eiserne Tor, das in die Stadt führte, und dieses öffnete sich ihnen von selbst.+ Und nachdem sie hinausgegangen waren, schritten sie e i n e Straße weiter, und der Engel schied sogleich von ihm. 11 Und als Petrus zu sich kam, sagte er: „Jetzt weiß ich tatsächlich, daß Jehova* seinen Engel ausgesandt+ und mich aus der Hand des Herodes und von all dem befreit+ hat, was das Volk der Juden erwartete.“
12 Und nachdem er es sich überlegt hatte, begab er sich zum Haus der Maria, der Mutter des Johạnnes, der den Beinamen Markus hatte,+ wo ziemlich viele versammelt waren und beteten. 13 Als er an die Tür des Torweges klopfte, kam ein Dienstmädchen namens Rhọde heraus, um auf den Ruf zu hören, 14 und als sie die Stimme des Petrus erkannte, öffnete sie vor Freude das Tor nicht, sondern lief hinein und berichtete, daß Petrus vor dem Torweg stehe. 15 Sie sagten zu ihr: „Du bist von Sinnen!“ Sie aber beteuerte ihnen, daß es so sei. Da begannen sie zu sagen: „Es ist sein Engel.“+ 16 Petrus aber blieb dort und klopfte. Als sie öffneten, sahen sie ihn und waren erstaunt. 17 Er aber winkte+ ihnen mit der Hand, zu schweigen, und sagte ihnen im einzelnen, wie Jehova* ihn aus dem Gefängnis herausgebracht hatte, und er sprach: „Berichtet diese Dinge Jakobus+ und den Brüdern.“ Darauf ging er hinaus und begab sich an einen anderen Ort.
18 Als es nun Tag wurde,+ entstand unter den Soldaten eine nicht geringe Aufregung darüber, was wohl aus Petrus geworden sei. 19 Herodes+ ließ ihn fleißig suchen, und als man ihn nicht fand, verhörte er die Wachtposten und gebot, sie [zur Bestrafung] abzuführen;+ und er ging von Judạ̈a nach Cäsarẹa hinab und verbrachte einige Zeit dort.
20 Nun war er in Kampfesstimmung gegen die Leute von Tỵrus und Sịdon. Da kamen sie einmütig* zu ihm, und nachdem sie Blạstus, der über das Schlafgemach des Königs gesetzt war, überredet hatten, begannen sie um Frieden zu bitten, weil ihr Land von dem des Königs mit Nahrung+ versorgt wurde. 21 An einem festgesetzten Tag jedoch kleidete sich Herodes in ein Königsgewand und setzte sich auf den Richterstuhl und begann ihnen eine öffentliche Ansprache zu halten. 22 Das versammelte Volk seinerseits begann zu schreien: „Eines Gottes Stimme und nicht eines Menschen!“+ 23 Da schlug ihn der Engel Jehovas* augenblicklich,+ weil er nicht Gott die Ehre gab;+ und er wurde von Würmern zerfressen und verschied.
24 Das Wort+ Jehovas* aber wuchs weiterhin und breitete sich aus.+
25 Nachdem nun Bạrnabas+ und Saulus den Dienst der Unterstützung+ in Jerusalem völlig ausgeführt hatten, kehrten sie zurück und nahmen Johạnnes+ mit sich, der den Beinamen Markus hatte.
13 Nun befanden sich in der Ortsversammlung in Antiọchia Propheten+ und Lehrer: Bạrnabas und auch Sịmeon, genannt Nịger, und Lụcius+ von Kyrẹne und Mạnaën, der mit Herodes, dem Bezirksherrscher,* erzogen worden war, und Saulus. 2 Während sie Jehova* öffentlich dienten+ und fasteten, sprach der heilige Geist: „Sondert mir von allen Personen Bạrnabas und Saulus+ für das Werk aus, zu dem ich sie berufen habe.“ 3 Da fasteten und beteten sie und legten ihnen die Hände+ auf und ließen sie gehen.
4 Demgemäß begaben sich diese Männer, vom heiligen Geist ausgesandt, nach Seleukịa hinab, und von dort fuhren sie nach Zypern ab. 5 Und in Sạlamis angekommen, begannen sie das Wort Gottes in den Synagogen der Juden zu verkündigen. Sie hatten auch Johạnnes+ zum Gehilfen.
6 Als sie die ganze Insel bis nach Pạphos durchzogen hatten, trafen sie einen gewissen Mann, einen Zauberer, einen falschen Propheten+, einen Juden mit Namen Bar-Jẹsus, 7 und er befand sich bei dem Prokonsul* Sẹrgius Paulus, einem intelligenten Mann. Dieser rief Bạrnabas und Saulus zu sich und suchte ernstlich, das Wort Gottes zu hören. 8 Doch Ẹlymas, der Zauberer (so wird sein Name tatsächlich übersetzt), begann ihnen zu widerstehen,+ indem er den Prokonsul vom Glauben abzuhalten suchte. 9 Saulus, der auch Paulus* heißt, wurde mit heiligem Geist erfüllt, schaute ihn unverwandt an 10 und sprach: „O du, der du von jeder Art Trug und jeder Art Schurkerei erfüllt bist, du Sohn des Teufels,+ du Feind alles dessen, was gerecht ist, wirst du nicht aufhören, die rechten Wege Jehovas* zu verdrehen? 11 Nun denn, siehe, Jehovas* Hand kommt über dich, und du wirst blind sein und wirst das Sonnenlicht eine Zeitlang nicht sehen.“ Da fiel augenblicklich dichter Nebel und Finsternis auf ihn, und er ging umher und suchte Leute, die ihn an der Hand führen sollten.+ 12 Als dann der Prokonsul+ sah, was sich begeben hatte, wurde er gläubig, so sehr erstaunt war er über die Lehre Jehovas*.
13 Von Pạphos stachen die Männer zusammen mit Paulus nun in See und kamen nach Pẹrge in Pamphỵlien+. Johạnnes+ aber schied von ihnen und kehrte nach Jerusalem zurück.+ 14 Sie aber zogen von Pẹrge aus weiter und kamen nach Antiọchia in Pisịdien, und sie gingen am Sabbattag in die Synagoge+ und setzten sich. 15 Nach der Vorlesung des GESETZES+ und der PROPHETEN sandten die Vorsteher+ der Synagoge zu ihnen und ließen ihnen sagen: „Männer, Brüder, wenn ihr irgendein Wort der Ermunterung für das Volk habt, so sagt es.“ 16 Da stand Paulus auf, winkte+ mit der Hand und sprach:
„Männer, Israeliten und ihr [anderen], die ihr Gott fürchtet, hört!+ 17 Der Gott dieses Volkes Israel erwählte unsere Vorväter, und er erhöhte das Volk während ihrer Fremdlingschaft im Land Ägypten und führte sie mit erhobenem Arm von dort hinaus.+ 18 Und während einer Zeitspanne von ungefähr vierzig Jahren+ ertrug er ihr Gebaren in der Wildnis. 19 Nachdem er sieben Nationen im Land Kạnaan vernichtet hatte, verteilte er das Land durch das Los unter sie:+ 20 all das während ungefähr vierhundertfünfzig Jahren.
Und nach diesen Dingen* gab er ihnen Richter bis zum Propheten Samuel.+ 21 Doch von da an verlangten sie einen König,+ und Gott gab ihnen Saul, den Sohn des Kisch, einen Mann aus dem Stamm Bẹnjamin,+ für vierzig Jahre. 22 Und nachdem er ihn weggetan hatte,+ erweckte er ihnen David zum König,+ von dem er Zeugnis ablegte und sprach: ‚Ich habe David gefunden, den Sohn Ịsaïs,+ einen Mann, der meinem Herzen angenehm ist,+ der alles, was ich begehre, tun wird.‘+ 23 Aus der Nachkommenschaft+ dieses [Mannes] hat Gott seiner Verheißung gemäß für Israel einen Retter,+ Jesus, gebracht, 24 nachdem Johạnnes+ vor dessen Auftreten+ dem ganzen Volk Israel öffentlich [die] Taufe [als Symbol] der Reue gepredigt hatte. 25 Während aber Johạnnes seinen Lauf erfüllte, sprach er: ‚Was vermutet ihr, wer ich bin? Ich bin es nicht.* Doch seht, nach mir kommt einer, dem die Sandalen von seinen Füßen loszubinden ich nicht würdig bin.‘+
26 Männer, Brüder, ihr Söhne vom Geschlecht Abrahams, und die [anderen] unter euch, die Gott fürchten, uns ist das Wort von dieser Rettung gesandt worden.+ 27 Denn die Bewohner Jerusalems und ihre Vorsteher erkannten diesen nicht,+ doch als sie als Richter auftraten, erfüllten sie die Dinge, die von den PROPHETEN geäußert worden sind+ und die jeden Sabbat vorgelesen werden, 28 und obwohl sie keine Ursache fanden [, ihn] zu töten,+ verlangten sie von Pilạtus, daß er hingerichtet werde.+ 29 Als sie nun alles, was über ihn geschrieben steht, vollbracht hatten,+ nahmen sie ihn vom Stamm* herab+ und legten ihn in eine Gedächtnisgruft.+ 30 Gott aber auferweckte ihn von den Toten;+ 31 und während vieler Tage wurde er für die sichtbar, die mit ihm aus Galilạ̈a nach Jerusalem hinaufgegangen waren, die nun seine Zeugen vor dem Volk sind.+
32 Und so verkünden wir euch die gute Botschaft von der Verheißung, die an die Vorväter erging,+ 33 welche Gott uns, ihren* Kindern, gänzlich dadurch erfüllt hat, daß er Jesus auferstehen ließ,+ wie es auch im zweiten Psalm geschrieben steht: ‚Du bist mein Sohn, heute bin ich dein Vater geworden.‘+ 34 Und diese Tatsache, daß er ihn von den Toten zur Auferstehung brachte, dazu bestimmt, nicht mehr zur Verwesung zurückzukehren, hat er auf diese Weise dargelegt: ‚Ich will euch die dem David [zugesagten] liebenden Gütigkeiten verleihen, die zuverlässig sind.‘+ 35 Daher sagt er auch in einem anderen Psalm: ‚Du wirst nicht zulassen, daß dein Loyalgesinnter die Verwesung sieht.‘+ 36 Denn David+ einerseits diente in seiner eigenen Generation dem ausdrücklichen Willen Gottes und entschlief [im Tode] und wurde zu seinen Vorvätern gelegt und sah die Verwesung.+ 37 Andererseits sah der, den Gott auferweckt hat, die Verwesung nicht.+
38 Darum sei euch kund, Brüder, daß euch durch diesen Vergebung der Sünden verkündigt wird+ 39 und daß von allen Dingen, von denen ihr durch das Gesetz Mose nicht schuldlos gesprochen werden konntet,+ jeder, der glaubt, durch diesen schuldlos gesprochen wird.+ 40 Seht daher zu, daß das nicht über euch komme, was in den PROPHETEN gesagt ist: 41 ‚Seht es, ihr Verächter, und wundert euch darüber, und schwindet dahin; denn ich wirke ein Werk in euren Tagen, ein Werk, das ihr gewiß nicht glauben werdet, auch wenn es euch jemand im einzelnen erzählt.‘ “+
42 Als sie nun hinausgingen, begannen die Leute inständig zu bitten, daß diese Dinge am folgenden Sabbat zu ihnen geredet würden.+ 43 Nachdem nun die Synagogenversammlung aufgelöst worden war, folgten viele von den Juden und von den Proselyten, die [Gott] anbeteten,* Paulus und Bạrnabas,+ die, indem sie zu ihnen redeten, sie anzuspornen+ begannen, in der unverdienten Güte Gottes zu verharren.+
44 Am nächsten Sabbat versammelte sich nahezu die ganze Stadt, um das Wort Jehovas* zu hören.+ 45 Als die Juden die Volksmengen erblickten, wurden sie mit Eifersucht+ erfüllt und begannen dem von Paulus Geredeten lästernd zu widersprechen.+ 46 Da redeten Paulus und Bạrnabas mit Freimut, indem sie sagten: „Es war notwendig, daß das Wort Gottes zuerst zu euch geredet wurde.+ Da ihr es von euch stoßt+ und euch selbst des ewigen Lebens nicht für würdig erachtet, siehe, so wenden wir uns den Nationen zu.+ 47 In der Tat, Jehova* hat uns in diesen Worten geboten: ‚Ich habe dich zu einem Licht der Nationen gesetzt,+ damit du zur Rettung seist bis zum äußersten Ende* der Erde.‘ “+
48 Als die von den Nationen das hörten, begannen sie sich zu freuen und das Wort Jehovas* zu verherrlichen,+ und alle, die zum ewigen Leben richtig eingestellt waren, wurden gläubig.+ 49 Ferner wurde das Wort Jehovas* weiterhin durch das ganze Land getragen.+ 50 Die Juden+ aber hetzten die angesehenen Frauen auf, die [Gott] anbeteten,* und die prominenten Männer der Stadt, und sie erregten eine Verfolgung+ gegen Paulus und Bạrnabas und trieben sie aus ihren Grenzen hinaus. 51 Diese schüttelten den Staub von ihren Füßen gegen sie ab+ und begaben sich nach Ikọnion. 52 Und die Jünger wurden fortgesetzt mit Freude+ und heiligem Geist erfüllt.
14 In Ikọnion+ nun gingen sie zusammen in die Synagoge+ der Juden und redeten auf eine Weise, daß eine große Menge Juden und auch Griechen+ gläubig wurden. 2 Die Juden aber, die nicht glaubten, erregten+ die Seelen der Leute der Nationen und beeinflußten sie zum Bösen gegen die Brüder.+ 3 Daher brachten sie eine geraume Zeit damit zu, freimütig aufgrund der Ermächtigung Jehovas* zu reden, der Zeugnis für das Wort seiner unverdienten Güte gab, indem er Zeichen und Wunder durch ihre Hände geschehen ließ.+ 4 Die Menge der Stadt war indes gespalten, und einige waren für die Juden, andere aber für die Apostel. 5 Als nun sowohl von seiten der Leute aus den Nationen als auch von den Juden samt deren Vorstehern ein heftiger Versuch unternommen wurde, sie schmählich zu behandeln und sie mit Steinen zu bewerfen,+ 6 flohen+ sie, als sie davon unterrichtet wurden, in die Städte Lykaọniens, Lỵstra und Dẹrbe, und die Umgegend; 7 und dort verkündigten sie weiter die gute Botschaft.+
8 Nun saß da in Lỵstra ein gewisser Mann, der an seinen Füßen behindert und vom Schoß seiner Mutter an lahm war,+ und er war noch gar nie umhergegangen. 9 Dieser Mann hörte Paulus reden, der, als er ihn unverwandt anschaute und sah, daß er den Glauben+ hatte, gesund gemacht zu werden,* 10 mit lauter Stimme sprach: „Stell dich aufrecht auf deine Füße.“ Und er sprang auf und begann umherzugehen.+ 11 Und als die Volksmengen sahen, was Paulus getan hatte, erhoben sie ihre Stimme und sagten auf lykaọnisch: „Die Götter+ sind wie Menschen geworden und sind zu uns herabgekommen!“ 12 Und sie nannten Bạrnabas dann Zeus*, Paulus aber Hẹrmes*, da er der Wortführer war. 13 Und der Priester des Zeus, dessen [Tempel]* sich vor der Stadt befand, brachte Stiere und Kränze an die Tore und wollte mit den Volksmengen Schlachtopfer+ darbringen.
14 Als jedoch die Apostel Bạrnabas und Paulus davon hörten, zerrissen sie ihre äußeren Kleider und sprangen hinaus unter die Volksmenge, wobei sie ausriefen 15 und sagten: „Männer, warum tut ihr das? Auch wir sind Menschen+ und haben die gleichen Gebrechen+ wie ihr und verkündigen euch die gute Botschaft, damit ihr euch von diesen nichtigen+ Dingen abwendet zu dem lebendigen Gott hin,+ der den Himmel und die Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat.+ 16 In den vergangenen Generationen ließ er alle Nationen ihre [eigenen] Wege gehen,+ 17 obwohl er sich allerdings nicht ohne Zeugnis gelassen hat, indem er Gutes tat,+ da er euch Regen+ vom Himmel und fruchtbare Zeiten gab und euer Herz mit Speise und Fröhlichkeit erfüllte.“+ 18 Und trotzdem hielten sie dadurch, daß sie dies sagten, die Volksmengen kaum davon zurück, ihnen Schlachtopfer darzubringen.
19 Es trafen aber Juden aus Antiọchia und Ikọnion ein und überredeten die Volksmengen,+ und sie steinigten Paulus und schleppten ihn zur Stadt hinaus, in der Meinung, er sei tot.+ 20 Als ihn aber die Jünger umringten, stand er auf und ging in die Stadt hinein. Und am nächsten Tag ging er mit Bạrnabas fort nach Dẹrbe+. 21 Und nachdem sie die gute Botschaft jener Stadt verkündet und ziemlich viele zu Jüngern gemacht hatten,+ kehrten sie nach Lỵstra und nach Ikọnion und nach Antiọchia zurück, 22 stärkten die Seelen der Jünger,+ indem sie sie ermunterten, im Glauben zu bleiben, und [sagten]: „Wir müssen durch viele Drangsale in das Königreich Gottes eingehen.“+ 23 Überdies setzten sie in jeder Versammlung ältere Männer+ für sie ein,* und indem sie unter Fasten beteten,+ vertrauten sie sie Jehova* an,+ an den sie gläubig geworden waren.
24 Und sie gingen durch Pisịdien und kamen nach Pamphỵlien+, 25 und nachdem sie das Wort* in Pẹrge geredet hatten, gingen sie nach Attạlia hinab. 26 Und von dort fuhren sie ab nach Antiọchia+, wo sie für das Werk, das sie völlig durchgeführt hatten, der unverdienten Güte Gottes anvertraut worden waren.+
27 Als sie angekommen waren und die Versammlung zusammengebracht hatten, begannen sie die vielen Dinge zu erzählen+, die Gott durch sie getan hatte, und daß er den Nationen die Tür zum Glauben* geöffnet habe.+ 28 Da verbrachten sie nicht wenig Zeit bei den Jüngern.
15 Und gewisse Männer kamen aus Judạ̈a herab+ und begannen die Brüder zu lehren: „Wenn ihr euch nicht nach dem Brauch des Moses beschneiden+ laßt,+ könnt ihr nicht gerettet werden.“ 2 Als aber kein geringer Zwiespalt und Wortstreit zwischen ihnen und Paulus und Bạrnabas entstanden war, ordnete man an, daß Paulus und Bạrnabas und einige andere von ihnen wegen dieses Wortstreites zu den Aposteln und den älteren Männern* nach Jerusalem hinaufgehen sollten.+
3 Nachdem also diese Männer von der Versammlung ein Stück Weges das Geleit erhalten hatten,+ zogen sie weiter, sowohl durch Phönịzien als auch durch Samạria, und erzählten eingehend von der Bekehrung* der Leute aus den Nationen,+ und sie bereiteten allen Brüdern große Freude.+ 4 Als sie in Jerusalem eintrafen, wurden sie von der Versammlung und den Aposteln und den älteren Männern freundlich aufgenommen,+ und sie berichteten die vielen Dinge, die Gott durch sie getan hatte.+ 5 Doch einige derer von der Sekte der Pharisäer, die gläubig geworden waren, erhoben sich von ihren Sitzen und sprachen: „Es ist notwendig, daß man sie beschneide+ und ihnen gebiete, das Gesetz Mose zu halten.“+
6 Da versammelten sich die Apostel und die älteren Männer, um diese Angelegenheit zu erwägen.+ 7 Nachdem man nun viel disputiert+ hatte, stand Petrus auf und sprach zu ihnen: „Männer, Brüder, ihr wißt wohl, daß Gott von frühen Tagen an die Wahl unter euch getroffen hat, daß durch meinen Mund Leute aus den Nationen das Wort der guten Botschaft hören und glauben sollten;+ 8 und Gott, der das Herz kennt,+ legte Zeugnis ab, indem er ihnen den heiligen Geist gab,+ so wie er [ihn] auch uns gegeben hat. 9 Und er hat gar keinen Unterschied zwischen uns und ihnen gemacht,+ sondern hat ihr Herz durch Glauben gereinigt.+ 10 Nun denn, warum stellt ihr Gott auf die Probe, indem ihr den Jüngern ein Joch+ auf den Nacken legt, das weder unsere Vorväter noch wir tragen konnten?+ 11 Im Gegenteil, wir vertrauen, daß wir durch die unverdiente Güte+ des Herrn Jesus auf dieselbe Weise gerettet werden wie auch jene.“+
12 Daraufhin schwieg die ganze Menge, und sie begann auf Bạrnabas und Paulus zu hören, als sie von den vielen Zeichen und Wundern erzählten, die Gott unter den Nationen durch sie getan hatte.+ 13 Nachdem sie ausgeredet hatten, antwortete Jakobus, indem er sprach: „Männer, Brüder, hört mich an.+ 14 Sịmeon*+ hat ausführlich erzählt, wie Gott erstmals seine Aufmerksamkeit den Nationen zuwandte, um aus ihnen ein Volk für seinen Namen herauszunehmen.+ 15 Und damit stimmen die Worte der PROPHETEN überein, so wie geschrieben steht: 16 ‚Nach diesen Dingen werde ich zurückkehren und die Hütte* Davids, die verfallen ist, wieder aufbauen; und ich werde ihre Trümmer wieder aufbauen und sie wieder aufrichten,+ 17 damit die, die von den Menschen übrigbleiben, zusammen mit Leuten aus allen Nationen, Leuten, die nach meinem Namen genannt sind,* Jehova* ernstlich suchen, spricht Jehova*, der diese Dinge tut,+ 18 die seit alters bekannt sind.‘*+ 19 Meine Entscheidung ist deshalb, daß man die von den Nationen, die zu Gott umkehren, nicht beunruhige,+ 20 sondern ihnen schreibe, daß sie sich von Dingen enthalten*, die durch Götzen befleckt sind,+ und von Hurerei*+ und von Erwürgtem*+ und von Blut*+. 21 Denn seit alten Zeiten* hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen wird.“+
22 Da befanden es die Apostel und die älteren Männer* zusammen mit der ganzen Versammlung für gut, Männer aus ihrer Mitte auszuwählen und sie mit Paulus und Bạrnabas nach Antiọchia zu senden, nämlich Judas, der Barsạbbas+ genannt wurde, und Sịlas, führende Männer unter den Brüdern; 23 und durch ihre Hand schrieben sie:
„Die Apostel und die älteren Männer, Brüder, den Brüdern in Antiọchia+ und Syrien und Zilịzien,+ die aus den Nationen sind: Grüße! 24 Da wir gehört haben, daß einige aus unserer Mitte euch durch Reden beunruhigt haben,+ indem sie eure Seele zu erschüttern suchten, obwohl wir ihnen keine Anweisungen gaben,+ 25 sind wir zur vollen Übereinstimmung*+ gekommen und haben es für gut befunden, Männer auszuwählen, um sie zusammen mit unseren Geliebten, Bạrnabas und Paulus,+ zu euch zu senden, 26 Menschen, die ihre Seele* für den Namen unseres Herrn Jesus Christus hingegeben haben.+ 27 Wir senden daher Judas und Sịlas+, damit sie dieselben Dinge auch mündlich berichten.+ 28 Denn der heilige Geist+ und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde+ aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge: 29 euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden,+ sowie von Blut+ und von Erwürgtem*+ und von Hurerei*+. Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt,+ wird es euch gutgehen. Bleibt gesund!“*
30 Als man somit diese Männer ziehen ließ, gingen sie nach Antiọchia hinab, und sie versammelten die Menge und übergaben ihnen den Brief.+ 31 Nachdem sie ihn gelesen hatten, freuten sie sich über die Ermunterung.+ 32 Und da Judas und Sịlas selbst auch Propheten+ waren, ermunterten sie die Brüder mit manchem Vortrag und stärkten sie.+ 33 Als sie dann eine Zeitlang [dort] zugebracht hatten, wurden sie von den Brüdern in Frieden+ zu denen entlassen, die sie ausgesandt hatten. 34* —— 35 Paulus und Bạrnabas indes verweilten eine Zeitlang in Antiọchia+ und lehrten und verkündigten mit noch vielen anderen die gute Botschaft vom Wort Jehovas.*+
36 Nach einigen Tagen nun sagte Paulus zu Bạrnabas: „Vor allem laß uns zurückkehren und die Brüder in jeder der Städte besuchen, in denen wir das Wort Jehovas* verkündigt haben, um zu sehen, wie es ihnen geht.“+ 37 Bạrnabas seinerseits war entschlossen, auch Johạnnes mitzunehmen, der Markus genannt wurde.+ 38 Paulus aber hielt es nicht für richtig, diesen mitzunehmen, da er von Pamphỵlien aus von ihnen weggegangen war+ und sich nicht mit ihnen an das Werk begeben hatte. 39 Dadurch gab es einen heftigen Zornausbruch, so daß sie sich voneinander trennten; und Bạrnabas+ nahm Markus mit und segelte nach Zypern weg.+ 40 Paulus erwählte sich Sịlas+ und begab sich auf den Weg, nachdem er von den Brüdern der unverdienten Güte Jehovas* anvertraut worden war.+ 41 Er ging jedoch durch Syrien und Zilịzien und stärkte die Versammlungen.+
16 So gelangte er nach Dẹrbe und auch nach Lỵstra.+ Und siehe, dort befand sich ein gewisser Jünger namens Timọtheus+, der Sohn einer gläubigen Jüdin, aber eines griechischen Vaters, 2 und er stand bei den Brüdern in Lỵstra und Ikọnion in gutem Ruf. 3 Paulus drückte den Wunsch aus, daß dieser mit ihm ausziehe, und er nahm ihn und beschnitt+ ihn der Juden wegen, die sich an jenen Orten befanden, denn sie allesamt wußten, daß sein Vater ein Grieche war. 4 Als sie nun durch die Städte reisten, überbrachten sie denen, die dort waren, die zu beachtenden Verordnungen, welche von den Aposteln und älteren Männern*, die sich in Jerusalem befanden, beschlossen worden waren.+ 5 Die Versammlungen wurden daher tatsächlich im Glauben weiterhin befestigt+ und nahmen von Tag zu Tag an Zahl zu.
6 Außerdem zogen sie durch Phrỵgien und das Land Galạtien,+ weil* ihnen vom heiligen Geist verwehrt wurde, das Wort in dem [Bezirk] Asien zu reden. 7 Als sie ferner nach Mỵsien hinabkamen, bemühten sie sich, nach Bithỵnien+ zu gelangen, aber der Geist Jesu ließ es ihnen nicht zu. 8 Da zogen sie an Mỵsien vorbei und kamen nach Trọas+ hinab. 9 Und während der Nacht hatte Paulus eine Vision+: Ein gewisser mazedọnischer Mann stand da und bat ihn inständig und sprach: „Komm herüber nach Mazedọnien, und hilf uns!“ 10 Sobald er nun die Vision gehabt hatte, suchten wir nach Mazedọnien zu gelangen,+ da wir folgerten, daß Gott uns gerufen habe, um ihnen die gute Botschaft zu verkündigen.*
11 Daher stachen wir von Trọas in See und kamen in gerader Fahrt nach Samothrạke, am folgenden Tag aber nach Neạpolis 12 und von dort nach Philịppi+, einer Kolonie, die die bedeutendste Stadt des Bezirks Mazedọnien ist.+ In dieser Stadt hielten wir uns einige Tage auf. 13 Und am Sabbattag gingen wir zum Tor hinaus an einen Fluß, wo wir eine Gebetsstätte vermuteten; und wir setzten uns nieder und begannen zu den Frauen zu reden, die zusammengekommen waren. 14 Und eine gewisse Frau namens Lỵdia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatịra+ und eine Anbeterin Gottes, hörte zu, und Jehova* öffnete ihr das Herz+ weit, um den Dingen, die Paulus redete, Aufmerksamkeit zu schenken. 15 Als sie und ihre Hausgenossen nun getauft worden waren,+ bat sie inständig: „Wenn ich nach eurem Urteil Jehova* treu bin, so tretet in mein Haus ein und haltet euch da auf.“+ Und sie nötigte uns dazu.+
16 Und als wir zur Gebetsstätte gingen, geschah es, daß uns ein gewisses Dienstmädchen begegnete, das einen Geist+, einen Wahrsagerdämon+, hatte.* Sie brachte gewöhnlich ihren Herren viel Gewinn+ ein, indem sie die Kunst der Voraussage betrieb. 17 Dieses [Mädchen] folgte Paulus und uns beständig und rief die Worte aus:+ „Diese Menschen sind Sklaven Gottes, des Höchsten, die euch den Weg der Rettung verkündigen.“ 18 Das setzte sie viele Tage hindurch fort. Schließlich wurde Paulus dessen überdrüssig+ und wandte sich um und sprach zu dem Geist: „Ich befehle dir im Namen Jesu Christi, aus ihr auszufahren!“+ Und er fuhr in derselben Stunde aus.+
19 Als nun ihre Herren sahen, daß ihre Hoffnung auf Gewinn dahin war,+ ergriffen sie Paulus und Sịlas und schleppten sie auf den Marktplatz* vor die Vorsteher+ 20 und führten sie vor die Magistrate und sprachen: „Diese Menschen, die Juden sind, beunruhigen+ unsere Stadt sehr, 21 und sie verkündigen Bräuche,+ die anzunehmen oder auszuüben uns nicht erlaubt ist, da wir Römer sind.“ 22 Und die Volksmenge erhob sich insgesamt gegen sie; und nachdem ihnen die Magistrate die äußeren Kleider heruntergerissen hatten, gaben sie Befehl, sie mit Ruten zu schlagen.+ 23 Nachdem sie ihnen viele Schläge versetzt hatten,+ warfen sie sie ins Gefängnis und befahlen dem Gefängnisaufseher, sie sicher zu verwahren.+ 24 Weil er diesen Befehl erhielt, warf er sie in das innere Gefängnis+ und schloß ihre Füße in den Stock.+
25 Um Mitternacht+ aber beteten Paulus und Sịlas und lobsangen Gott;+ ja, die Gefangenen hörten sie. 26 Da geschah plötzlich ein großes Erdbeben, so daß die Grundmauern des Gefängnisses erschüttert wurden. Auch wurden augenblicklich alle Türen geöffnet, und die Fesseln aller wurden gelöst.+ 27 Als der Gefängnisaufseher aus dem Schlaf aufwachte und die Gefängnistüren offenstehen sah, zog er sein Schwert und wollte sich umbringen,+ da er meinte, die Gefangenen seien entflohen.+ 28 Paulus aber rief mit lauter Stimme und sprach: „Tu dir kein Leid an,+ denn wir sind alle hier!“ 29 Da forderte er Lichter und sprang hinein und fiel zitternd vor Paulus und Sịlas nieder.+ 30 Und er führte sie hinaus und sagte: „Ihr Herren, was muß ich tun+, um gerettet zu werden?“ 31 Sie sprachen: „Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden,+ du und deine Hausgenossen.“+ 32 Und sie redeten das Wort Jehovas* zu ihm samt all denen, die in seinem Haus waren.+ 33 Und er nahm sie in jener Stunde der Nacht mit und wusch ihnen ihre Striemen ab; und sie wurden allesamt, er und die Seinen, unverzüglich getauft.+ 34 Und er brachte sie in sein Haus und ließ ihnen den Tisch decken, und er freute sich sehr mit all seinen Hausgenossen, jetzt, da er zum Glauben an Gott gekommen war.
35 Als es Tag wurde, sandten die Magistrate+ die Amtsdiener und ließen sagen: „Laß diese Männer frei.“ 36 Da berichtete der Gefängnisaufseher dem Paulus ihre Worte: „Die Magistrate haben Männer hergeschickt, damit ihr [beiden] freigelassen werdet. Kommt daher jetzt heraus, und zieht hin in Frieden.“ 37 Paulus aber sprach zu ihnen: „Sie haben uns, ohne daß wir verurteilt waren, öffentlich ausgepeitscht, uns Menschen, die Römer sind,+ und uns ins Gefängnis geworfen; und jetzt treiben sie uns heimlich hinaus? Nicht doch, sondern sie sollen selbst herkommen und uns herausführen.“ 38 Da berichteten die Amtsdiener diese Worte den Magistraten. Diese gerieten in Furcht, als sie hörten, daß die Männer Römer seien.+ 39 Demzufolge kamen sie und redeten ihnen zu, und nachdem sie sie herausgeführt hatten, baten sie sie, aus der Stadt fortzugehen. 40 Sie aber kamen aus dem Gefängnis heraus und begaben sich in das Haus der Lỵdia, und als sie die Brüder sahen, sprachen sie ihnen Mut zu+ und gingen fort.
17 Nun zogen sie durch Amphịpolis und Apollọnia und kamen nach Thessalọnich+, wo es eine Synagoge der Juden gab. 2 So ging dann Paulus nach seiner Gewohnheit+ zu ihnen hinein und unterredete sich an drei Sabbaten mit ihnen anhand der Schriften,+ 3 indem er durch Hinweise erklärte und bewies, daß es für den Christus notwendig war, zu leiden+ und von den Toten aufzuerstehen,+ und [sprach]: „Dieser ist der Christus,+ dieser Jesus, den ich euch verkündige.“ 4 Als Ergebnis wurden einige von ihnen gläubig+ und gesellten sich zu Paulus und Sịlas,+ dazu eine große Menge der Griechen, die [Gott] anbeteten, und nicht wenige von den prominenten Frauen.
5 Die Juden aber, die eifersüchtig wurden,+ nahmen einige böse Männer mit sich, Müßiggänger vom Marktplatz, und bildeten eine Pöbelrotte und gingen daran, die Stadt in Aufruhr zu bringen.+ Und sie überfielen das Haus Jạsons+ und suchten sie dann zum Pöbelhaufen herauszubringen. 6 Als sie sie nicht fanden, schleppten sie Jạson und gewisse Brüder zu den Stadtvorstehern* und schrien: „Diese, die die bewohnte Erde aufgewiegelt+ haben, sind auch hier anwesend, 7 und Jạson hat sie gastfreundlich aufgenommen. Und alle diese handeln gegen die Verordnungen+ Cäsars*, indem sie sagen, ein anderer sei König,+ Jesus.“ 8 Ja, sie versetzten die Volksmenge und die Stadtvorsteher in Aufregung, als sie diese Dinge hörten; 9 und erst nachdem sie sich von Jạson und den anderen eine genügende Bürgschaft* hatten geben lassen, ließen sie sie gehen.
10 Sogleich sandten die Brüder sowohl Paulus wie Sịlas bei Nacht+ nach Berọ̈a weg, und als diese [dort] angekommen waren, begaben sie sich in die Synagoge der Juden. 11 Diese nun waren edler gesinnt als die in Thessalọnich, denn sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften+ sorgfältig forschten+, ob sich diese Dinge so verhielten.+ 12 Daher wurden viele von ihnen gläubig, ebenso nicht wenige von den angesehenen+ griechischen Frauen und Männern. 13 Als aber die Juden von Thessalọnich erfuhren, daß auch in Berọ̈a das Wort Gottes von Paulus verkündigt werde, kamen sie auch dorthin, um die Massen zu reizen+ und in Aufregung zu versetzen.+ 14 Da sandten die Brüder Paulus sogleich weg, damit er sich bis zum Meer begebe;+ aber sowohl Sịlas als auch Timọtheus blieben dort zurück. 15 Die jedoch, die Paulus geleiteten, brachten ihn bis nach Athen, und nachdem sie für Sịlas und Timọtheus+ Befehl erhalten hatten, so schnell wie möglich zu ihm zu kommen, reisten sie ab.
16 Während nun Paulus in Athen auf sie wartete, wurde sein Geist in ihm erregt,+ als er sah, daß die Stadt voll Götzen war. 17 Infolgedessen begann er sich in der Synagoge mit den Juden+ und den anderen Leuten, die [Gott] anbeteten, und jeden Tag auf dem Marktplatz+ mit denen zu unterreden, die gerade da waren. 18 Aber sowohl gewisse von den epikurẹischen wie auch von den stọischen Philosophen+ ließen sich auf einen Wortwechsel mit ihm ein, und einige sagten: „Was will dieser Schwätzer* denn sagen?“+ Andere: „Er scheint ein Verkündiger ausländischer Gottheiten* zu sein.“ Das war, weil er die gute Botschaft von Jesus und der Auferstehung verkündigte.+ 19 Da ergriffen sie ihn und führten ihn zum Areopạg* und sagten: „Können wir erfahren, was das für eine neue Lehre+ ist, von der du redest? 20 Denn du führst gewisse Dinge ein, die unseren Ohren fremd sind. Daher möchten wir wissen, was das bedeuten soll.“+ 21 In der Tat, alle Athener und die dort zugezogenen Ausländer verbrachten ihre Mußezeit mit nichts anderem als nur [damit], etwas Neues zu erzählen oder anzuhören. 22 Paulus stand nun in der Mitte des Areopạgs+ und sprach:
„Männer von Athen! Ich sehe, daß ihr in allen Dingen mehr als andere der Furcht vor Gottheiten+ hingegeben* zu sein scheint. 23 Als ich zum Beispiel umherging und eure Gegenstände der Verehrung aufmerksam betrachtete, fand ich auch einen Altar, auf dem die Inschrift steht: ‚Einem unbekannten Gott‘. Das nun, dem ihr unwissentlich Gottergebenheit erweist, dies verkündige ich euch. 24 Der Gott, der die Welt und alles, was darin ist, gemacht hat, dieser, der der Herr des Himmels und der Erde ist,+ wohnt nicht in Tempeln*, die mit Händen gemacht sind,+ 25 noch wird er von Menschenhänden bedient, als ob er etwas benötigte,+ da er selbst allen [Personen] Leben+ und Odem+ und alles gibt. 26 Und er hat aus e i n e m [Menschen]+ jede Nation+ der Menschen gemacht, damit sie auf der ganzen Erdoberfläche wohnen,+ und er verordnete die bestimmten Zeiten+ und die festgesetzten Wohngrenzen der [Menschen],+ 27 damit sie Gott suchen,+ ob sie ihn wohl tastend fühlen und wirklich finden mögen,+ obwohl er tatsächlich einem jeden von uns nicht fern ist. 28 Denn durch ihn* haben wir Leben und bewegen uns und existieren,+ wie auch einige* von euren Dichtern+ gesagt haben: ‚Denn wir sind auch sein Geschlecht.‘
29 Da wir nun Gottes Geschlecht+ sind, sollten wir nicht meinen, das GÖTTLICHE WESEN*+ sei gleich dem Gold oder Silber oder Stein, gleich einem Gebilde der Kunst und Findigkeit des Menschen.+ 30 Wohl hat Gott über die Zeiten solcher Unwissenheit hinweggesehen,+ doch läßt er jetzt den Menschen sagen, daß sie alle überall bereuen sollten.+ 31 Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde* in Gerechtigkeit richten+ will durch einen Mann, den er [dazu] bestimmt hat, und er hat allen Menschen eine Gewähr* [dafür] gegeben, indem er ihn von den Toten zur Auferstehung+ gebracht hat.“
32 Als sie nun von einer Auferstehung der Toten hörten, begannen einige zu spotten,+ während andere sagten: „Wir wollen dich hierüber noch ein andermal hören.“ 33 So ging Paulus aus ihrer Mitte hinweg, 34 doch schlossen sich ihm einige Männer an und wurden gläubig, unter ihnen auch Dionỵsius, ein Richter des Areopạg-Gerichts,*+ und eine Frau mit Namen Damạris und andere außer ihnen.
18 Nach diesen Dingen reiste er von Athen ab und kam nach Korinth. 2 Und er fand einen gewissen Juden namens Ạquila+, gebürtig aus Pọntus, der erst kurz zuvor aus Italien+ gekommen war, und dessen Frau Priscịlla, weil Claudius+ befohlen hatte, daß alle Juden aus Rom wegziehen sollten. Somit begab er sich zu ihnen, 3 und weil er gleichen Handwerks war, hielt er sich bei ihnen auf, und sie arbeiteten,+ denn sie waren dem Handwerk nach Zeltmacher. 4 Er pflegte aber jeden Sabbat in der Synagoge+ eine Ansprache zu halten und Juden und Griechen* zu überzeugen.
5 Als nun Sịlas+ und auch Timọtheus+ von Mazedọnien herabkamen, begann sich Paulus eingehend mit dem Wort zu beschäftigen, indem er den Juden Zeugnis gab, um zu beweisen, daß Jesus der Christus ist.+ 6 Als sie sich aber fortwährend widersetzten und auf lästerliche Weise redeten,+ schüttelte er seine Kleider aus+ und sprach zu ihnen: „Euer Blut+ komme über euer Haupt. Ich bin rein.+ Von nun an will ich zu den Leuten der Nationen gehen.“+ 7 Demgemäß ging er von dort weg und begab sich in das Haus eines Mannes namens Tịtius Jụstus, eines Anbeters Gottes, dessen Haus an die Synagoge angrenzte. 8 Krịspus+ aber, der Synagogenvorsteher, kam zum Glauben an den Herrn, ebenso alle seine Hausgenossen. Und viele von den Korịnthern, die hörten, wurden gläubig und wurden getauft. 9 Außerdem sprach der Herr in der Nacht durch eine Vision zu Paulus:+ „Fürchte dich nicht, sondern fahre fort zu reden, und schweige nicht, 10 denn ich bin mit dir,+ und keiner wird dich angreifen, um dir Schaden zuzufügen; denn ich habe viel Volk in dieser Stadt.“ 11 Da hielt er sich dort ein Jahr und sechs Monate auf und lehrte das Wort Gottes unter ihnen.
12 Als nun Gạllio Prokonsul*+ von Achạia* war, erhoben sich die Juden einmütig gegen Paulus und führten ihn vor den Richterstuhl+ 13 und sagten: „Im Widerspruch zum Gesetz führt+ dieser die Menschen zu einer anderen Überzeugung in der Gottesanbetung.“ 14 Als aber Paulus gerade den Mund öffnen wollte, sagte Gạllio zu den Juden: „Wenn tatsächlich irgendein Unrecht oder ein boshafter Schurkenstreich vorläge, ihr Juden, so würde ich euch mit Grund geduldig ertragen. 15 Wenn es sich aber um Streitfragen über Worte und Namen+ und das Gesetz+ unter euch handelt, so müßt ihr selbst zusehen. Ich wünsche nicht, Richter dieser Dinge zu sein.“ 16 Damit trieb er sie vom Richterstuhl weg. 17 Da ergriffen sie alle den Synagogenvorsteher Sọsthenes+ und begannen ihn vor dem Richterstuhl zu schlagen. Gạllio aber kümmerte sich gar nicht um diese Dinge.
18 Nachdem sich aber Paulus noch ziemlich viele Tage dort aufgehalten hatte, sagte er den Brüdern Lebewohl und schiffte sich nach Syrien ein und mit ihm Priscịlla und Ạquila, da er sich in Kenchrẹä*+ das Haupthaar hatte kurz schneiden lassen,+ denn er hatte ein Gelübde. 19 So kamen sie in Ẹphesus an, und er ließ sie dort zurück; er selbst aber ging in die Synagoge+ und unterredete sich mit den Juden. 20 Obwohl sie ihn wiederholt baten, längere Zeit dazubleiben, willigte er nicht ein, 21 sondern sagte Lebewohl+ und sprach zu ihnen: „Wenn Jehova* will, werde ich wieder zu euch zurückkehren.“+ Und er stach von Ẹphesus in See 22 und kam nach Cäsarẹa hinab. Und er ging hinauf* und begrüßte die Versammlung und ging nach Antiọchia hinab.
23 Und als er einige Zeit dort zugebracht hatte, brach er auf und ging von Ort zu Ort durch das Land Galạtien+ und Phrỵgien+ und stärkte+ alle Jünger.
24 Nun traf ein gewisser Jude namens Apọllos+, von Alexạndria gebürtig, ein beredter Mann, in Ẹphesus ein; und er war in den Schriften gut bewandert.+ 25 Dieser [Mann] war über den Weg Jehovas* mündlich unterwiesen worden, und glühend im Geist,+ ging er daran, die Dinge über Jesus auf richtige Weise zu reden und zu lehren, doch war ihm nur die Taufe+ des Johạnnes bekannt. 26 Und dieser [Mann] fing an, in der Synagoge freimütig zu reden. Als Priscịlla und Ạquila+ ihn hörten, nahmen sie ihn zu sich und erklärten ihm den Weg Gottes noch genauer. 27 Da er ferner nach Achạia hinübergehen wollte, schrieben die Brüder den Jüngern und ermahnten sie, ihn freundlich aufzunehmen. Als er nun dorthin kam, leistete er denen, die durch [Gottes*] unverdiente Güte+ gläubig geworden waren, große Hilfe+; 28 denn eindringlich und gründlich bewies er öffentlich, daß die Juden im Unrecht waren, indem er anhand der Schriften zeigte,+ daß Jesus der Christus sei.+
19 Im Laufe der Ereignisse zog Paulus, während sich Apọllos+ in Korinth befand, durch das Landesinnere und kam nach Ẹphesus+ hinab und fand einige Jünger vor; 2 und er sprach zu ihnen: „Habt ihr heiligen Geist empfangen,+ als ihr gläubig wurdet?“ Sie sagten zu ihm: „Nun, wir haben nicht einmal gehört, daß es heiligen Geist gibt.“+ 3 Da sagte er: „In was seid ihr denn getauft worden?“ Sie sprachen: „In die Taufe des Johạnnes.“+ 4 Paulus sagte: „Johạnnes taufte mit der Taufe [als Symbol] der Reue,+ indem er dem Volk sagte, daß sie an den glauben sollten, der nach ihm komme,+ das heißt an Jesus.“ 5 Als sie das gehört hatten, wurden sie im Namen des Herrn Jesus getauft.+ 6 Und als Paulus ihnen die Hände+ aufgelegt hatte, kam der heilige Geist über sie, und sie begannen in Zungen zu reden und zu prophezeien.+ 7 Insgesamt waren es etwa zwölf Männer.
8 Er ging in die Synagoge+ und sprach mit Freimut drei Monate hindurch, indem er Ansprachen hielt und mit Überzeugung vom Königreich+ Gottes redete. 9 Als sich aber einige verhärteten und nicht glaubten+ und vor der Menge nachteilig vom WEG+ redeten, zog er sich von ihnen zurück+ und sonderte die Jünger von ihnen ab+ und hielt in [dem Hörsaal] der Schule des Tyrạnnus täglich Ansprachen.* 10 Das geschah zwei Jahre lang,+ so daß alle, die in dem [Bezirk] Asien wohnten,+ sowohl Juden als auch Griechen, das Wort des Herrn hörten.
11 Und Gott vollbrachte durch die Hände des Paulus weiterhin außergewöhnliche Machttaten,+ 12 so daß man von seinem Leib weg sogar Tücher und Schürzen zu den Leidenden brachte,+ und die Krankheiten wichen von ihnen, und die bösen Geister fuhren aus.+ 13 Aber gewisse von den umherziehenden Juden, die Dämọnen auszutreiben pflegten,+ unternahmen es ebenfalls, den Namen des Herrn Jesus+ über denen auszusprechen, die von bösen Geistern besessen waren, indem sie sagten: „Ich befehle+ dir feierlich bei Jesus, den Paulus predigt.“ 14 Nun waren da sieben Söhne eines gewissen Skẹva, eines jüdischen Oberpriesters, die das taten. 15 Als Antwort sprach jedoch der böse Geist zu ihnen: „Ich kenne Jesus,+ und Paulus ist mir bekannt;+ wer aber seid ihr?“ 16 Darauf sprang der Mensch, in dem der böse Geist war, auf sie los,+ erlangte die Herrschaft über einen nach dem anderen* und gewann die Oberhand über sie, so daß sie nackt und verwundet aus jenem Haus flohen. 17 Das wurde allen bekannt, sowohl den Juden als auch den Griechen, die in Ẹphesus wohnten; und Furcht+ befiel sie alle, und der Name des Herrn Jesus wurde weiterhin verherrlicht.+ 18 Und viele von denen, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten+ und berichteten offen ihre Taten. 19 Ja, eine ganze Anzahl von denen, die magische+ Künste getrieben hatten, trugen ihre Bücher zusammen und verbrannten sie vor allen. Und man rechnete den Wert derselben zusammen und fand, daß sie fünfzigtausend Stück Silber wert waren. 20 So wuchs das Wort Jehovas* fortwährend mit Macht und gewann die Oberhand.+
21 Als diese Dinge nun vollendet worden waren, beschloß Paulus in seinem Geist, daß er, nachdem er durch Mazedọnien+ und Achạia gegangen sei, nach Jerusalem ziehen würde,+ und sagte: „Nachdem ich dorthin gekommen bin, muß ich auch Rom sehen.“+ 22 Da sandte er zwei von denen, die ihm dienten, Timọtheus+ und Erạstus+, nach Mazedọnien, er selbst aber verblieb noch eine Zeitlang in dem [Bezirk] Asien.
23 Um jene besondere Zeit entstand eine nicht geringe Störung+ wegen des WEGES.*+ 24 Denn ein gewisser Mann namens Demẹtrius, ein Silberschmied, der Silberschreine* der Ạrtemis* herstellte, verschaffte den Handwerkern einen nicht geringen Gewinn;+ 25 und er versammelte sie und diejenigen, die an solchen Dingen arbeiteten,+ und sprach: „Männer! Ihr wißt wohl, daß wir aus diesem Geschäft unseren Wohlstand haben.+ 26 Auch seht und hört ihr, wie dieser Paulus nicht nur in Ẹphesus+, sondern nahezu in dem ganzen [Bezirk] Asien eine beträchtliche Menge Volks überredet und zu einer anderen Meinung umgestimmt hat, indem er sagt, das seien keine Götter, die mit Händen+ gemacht seien. 27 Überdies besteht nicht nur die Gefahr, daß diese unsere Beschäftigung in Verruf kommen wird, sondern auch, daß der Tempel der großen Göttin Ạrtemis+ für nichts geachtet werde, und selbst ihre herrliche Größe, die von dem ganzen [Bezirk] Asien und der bewohnten Erde angebetet wird, steht im Begriff, herabgesetzt und zu nichts zu werden.“ 28 Als die Leute das hörten und voller Wut wurden, begannen sie zu schreien und zu sagen: „Groß ist die Ạrtemis der Ẹpheser!“
29 Da wurde die Stadt mit Verwirrung erfüllt, und sie stürmten einmütig ins Theater, wobei sie die Mazedọnier Gạjus und Aristạrchus,+ Reisegefährten des Paulus, mitschleppten. 30 Paulus seinerseits war bereit, sich hinein, unter das Volk, zu begeben, aber die Jünger ließen es nicht zu. 31 Auch einige Mitglieder der Kommission für Festlichkeiten und Spiele*, die ihm freundlich gesinnt waren, sandten zu ihm und ließen ihn bitten, sich nicht ins Theater hineinzuwagen. 32 Tatsache ist, daß einige dies und andere das schrien;+ denn die Versammlung war in Verwirrung, und die meisten von ihnen kannten den Grund nicht, weswegen man zusammengekommen war. 33 Da brachten sie zusammen Alexander aus der Volksmenge heraus, da die Juden ihn vorschoben; und Alexander winkte mit der Hand und wollte vor dem Volk seine Verteidigungsrede halten. 34 Als sie aber erkannten, daß er ein Jude war, schrien sie alle wie aus e i n e m Mund etwa zwei Stunden lang: „Groß+ ist die Ạrtemis der Ẹpheser!“
35 Als schließlich der Stadtschreiber die Volksmenge beruhigt+ hatte, sprach er: „Männer von Ẹphesus, wer von den Menschen weiß wirklich nicht, daß die Stadt der Ẹpheser die Tempelhüterin der großen Ạrtemis und des vom Himmel gefallenen* Bildes ist? 36 Da diese Dinge also unbestreitbar sind, geziemt es sich, daß ihr Ruhe bewahrt und nicht übereilt handelt.+ 37 Denn ihr habt diese Männer hergebracht, die weder Tempelräuber noch Lästerer unserer Göttin sind. 38 Wenn daher Demẹtrius+ und die Kunsthandwerker mit ihm eine Klage gegen jemand haben, so werden Gerichtstage+ abgehalten, und es sind Prokonsuln+ da; laßt sie gegeneinander Klagen vorbringen. 39 Wenn ihr aber nach etwas forscht, das darüber hinausgeht, muß* es in einer gesetzmäßigen Versammlung entschieden werden. 40 Denn wir sind wirklich in Gefahr, wegen der heutigen Angelegenheit des Aufstandes beschuldigt zu werden, da keine einzige Ursache besteht, die uns erlaubt, einen Grund für diese unordentliche Pöbelrotte anzugeben.“ 41 Und als er diese Dinge gesagt hatte,+ entließ er die Versammlung+.
20 Nachdem sich nun der Aufruhr gelegt hatte, ließ Paulus die Jünger holen, und als er sie ermuntert und von ihnen Abschied genommen hatte,+ trat er die Reise nach Mazedọnien+ an. 2 Nachdem er diese Gegenden durchzogen und diejenigen, die dort waren, mit manchem Wort ermuntert hatte,+ kam er nach Griechenland. 3 Und als er drei Monate dort zugebracht hatte und im Begriff stand, sich nach Syrien einzuschiffen, entschloß er sich, weil von den Juden ein Anschlag+ auf ihn geplant war, durch Mazedọnien zurückzukehren. 4 Es begleiteten ihn Sọpater+, der Sohn des Pỵrrhus aus Berọ̈a, von den Thessalọnichern Aristạrchus+ und Sekụndus und Gạjus aus Dẹrbe und Timọtheus+ und aus dem [Bezirk] Asien Tỵchikus+ und Trọphimus+. 5 Diese gingen weiter und warteten in Trọas+ auf uns; 6 wir aber stachen nach den Tagen der ungesäuerten Brote+ von Philịppi aus in See, und wir kamen innerhalb von fünf Tagen zu ihnen nach Trọas+; und dort verbrachten wir sieben Tage.
7 Am ersten Tag+ der Woche, als wir zu einem Mahl* versammelt waren, begann Paulus ihnen eine Ansprache zu halten, da er am nächsten Tag abreisen wollte; und er dehnte seine Rede bis Mitternacht aus. 8 Es waren nun ziemlich viele Lampen in dem Obergemach+, wo wir versammelt waren. 9 Ein gewisser junger Mann namens Eutychus, der am Fenster saß, fiel in einen tiefen Schlaf, während Paulus weiterredete, und im Schlaf zusammensinkend, fiel er vom dritten Stockwerk hinunter und wurde tot aufgehoben. 10 Paulus aber ging die Treppe hinab, warf sich über ihn+ und umfaßte ihn und sprach: „Hört auf, Lärm zu machen, denn seine Seele* ist in ihm.“+ 11 Dann ging er nach oben und begann das Mahl* und nahm Speise zu sich, und nachdem er sich noch eine geraume Weile, bis zum Anbruch des Tages, [mit ihnen] unterhalten hatte, reiste er schließlich ab. 12 Da nahmen sie den Knaben lebend mit fort und waren über die Maßen getröstet.
13 Wir nun begaben uns voraus zum Schiff und fuhren nach Ạssos ab, wo wir Paulus an Bord zu nehmen beabsichtigten, denn nachdem er diesbezügliche Anweisungen gegeben hatte, beabsichtigte er selbst, zu Fuß zu gehen. 14 Als er uns dann in Ạssos einholte, nahmen wir ihn an Bord und kamen nach Mitylẹne; 15 und [nachdem wir] von dort am folgenden Tag abgefahren [waren], trafen wir Chịos gegenüber ein, am nächsten Tag aber legten wir in Sạmos an, und am Tag darauf trafen wir in Milẹt ein. 16 Paulus hatte nämlich beschlossen, an Ẹphesus vorbeizufahren,+ um keine Zeit in dem [Bezirk] Asien zu verbringen; denn er beeilte sich, um, wenn es ihm möglich wäre, am Tag des Pfingst[festes] in Jerusalem+ zu sein.
17 Von Milẹt aus sandte er jedoch nach Ẹphesus und rief die älteren Männer*+ der Versammlung herbei. 18 Als sie bei ihm eintrafen, sagte er zu ihnen: „Ihr wißt wohl, wie ich vom ersten Tag an, da ich den [Bezirk] Asien+ betrat, die ganze Zeit bei euch gewesen bin,+ 19 indem ich als ein Sklave+ für den Herrn mit der größten Demut+ und unter Tränen und Prüfungen diente, die mir zufolge der Anschläge+ der Juden widerfuhren; 20 wobei ich mich nicht davon zurückhielt, euch alles, was nützlich war, kundzutun und euch öffentlich und von Haus+ zu Haus* zu lehren+. 21 Doch legte ich gründlich Zeugnis ab,+ sowohl vor Juden als auch vor Griechen, in bezug auf Reue+ gegenüber Gott und Glauben an unseren Herrn Jesus. 22 Und nun seht, im Geist gebunden,+ ziehe ich nach Jerusalem, obwohl ich nicht weiß, was mir dort widerfahren wird, 23 außer daß mir der heilige Geist+ von Stadt zu Stadt immer wieder bezeugt, indem er sagt, daß Fesseln und Drangsale meiner warten.+ 24 Dessenungeachtet schätze ich meine Seele* nicht als teuer ein für mich,+ wenn ich nur meinen Lauf vollenden kann+ und den Dienst+, den ich vom Herrn Jesus empfangen+ habe, [nämlich] gründlich Zeugnis abzulegen für die gute Botschaft von der unverdienten Güte Gottes.+
25 Und nun seht, ich weiß, daß ihr alle, unter denen ich, das Königreich* predigend*, umhergegangen bin, mein Angesicht nicht mehr sehen werdet. 26 Darum rufe ich euch am heutigen Tag auf, zu bezeugen, daß ich rein bin vom Blut+ aller Menschen, 27 denn ich habe nicht zurückgehalten, euch den ganzen Rat+ Gottes mitzuteilen. 28 Gebt acht+ auf euch selbst+ und auf die ganze Herde,+ in welcher euch der heilige Geist zu Aufsehern*+ ernannt hat, um die Versammlung Gottes* zu hüten,+ die er mit dem Blut+ seines eigenen [Sohnes]* erkauft hat. 29 Ich weiß, daß nach meinem Weggang bedrückende Wölfe+ bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden, 30 und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen und verdrehte Dinge reden,+ um die Jünger hinter sich her wegzuziehen.+
31 Bleibt daher wach, und behaltet im Sinn, daß ich drei Jahre+ lang Nacht und Tag nicht aufgehört habe, einen jeden unter Tränen ernstlich zu ermahnen.+ 32 Und nun vertraue ich euch Gott* und dem Wort seiner unverdienten Güte an,+ das euch zu erbauen+ und euch unter allen Geheiligten das Erbe zu geben vermag.+ 33 Ich habe niemandes Silber oder Gold oder Gewand begehrt.+ 34 Ihr selbst wißt, daß diese Hände meinen Bedürfnissen wie auch denen derjenigen gedient haben,+ die bei mir waren. 35 Ich habe euch in allen Dingen vor Augen geführt, daß ihr, indem ihr so angestrengt arbeitet,+ den Schwachen beistehen+ und die Worte des Herrn Jesus im Sinn behalten sollt, der selbst gesagt hat: ‚Beglückender ist Geben+ als Empfangen.‘ “
36 Und als er diese Dinge gesagt hatte, kniete+ er mit ihnen allen nieder und betete. 37 In der Tat, da brachen alle in ziemlich starkes Weinen aus, und sie fielen Paulus um den Hals+ und küßten+ ihn zärtlich, 38 denn das Wort, das er geredet hatte, daß sie sein Angesicht+ nicht mehr sehen würden, hatte sie besonders schmerzlich berührt. Dann geleiteten+ sie ihn zum Schiff.
21 Als wir uns nun von ihnen losgerissen hatten und in See stachen, liefen wir in gerader Fahrt und kamen nach Kos, am nächsten [Tag] aber nach Rhọdos und von da nach Pạtara. 2 Und als wir ein Schiff gefunden hatten, das nach Phönịzien hinüberfuhr, gingen wir an Bord und fuhren ab. 3 Als wir die [Insel] Zypern+ in Sicht bekamen, ließen wir sie links hinter uns und segelten nach Syrien+ weiter und legten in Tỵrus an, denn dort sollte das Schiff [seine] Fracht+ ausladen. 4 Durch Nachforschung fanden wir die Jünger und blieben sieben Tage hier. Aber durch den Geist+ sagten sie Paulus wiederholt, er solle Jerusalem nicht betreten. 5 Als wir dann die Tage vollendet hatten, zogen wir aus und begaben uns auf den Weg; sie alle zusammen aber mit den Frauen und Kindern geleiteten uns bis vor die Stadt hinaus. Und nachdem wir am Strand niedergekniet+ waren und gebetet hatten, 6 sagten wir einander Lebewohl+ und stiegen in das Schiff, sie aber kehrten nach Hause zurück.
7 Dann vollendeten wir die Seereise von Tỵrus aus und kamen in Ptolemạis an, und wir begrüßten die Brüder und hielten uns einen Tag bei ihnen auf. 8 Am nächsten Tag brachen wir auf und kamen in Cäsarẹa+ an, und wir kehrten im Haus des Evangeliumsverkündigers* Philịppus ein, der einer von den sieben Männern war,+ und wir hielten uns bei ihm auf. 9 Dieser Mann hatte vier Töchter, Jungfrauen, die prophezeiten.+ 10 Während wir aber eine Reihe von Tagen dablieben, kam von Judạ̈a ein gewisser Prophet namens Ạgabus+ herab, 11 und er kam zu uns und nahm den Gürtel des Paulus, band sich Füße und Hände und sagte: „So spricht der heilige Geist: ‚Den Mann, dem dieser Gürtel gehört, werden die Juden auf diese Weise in Jerusalem binden+ und in die Hände der Leute der Nationen ausliefern+.‘ “ 12 Als wir das nun hörten, begannen wir und auch die von jenem Ort ihn inständig zu bitten, nicht nach Jerusalem hinaufzugehen.+ 13 Da antwortete Paulus: „Was tut ihr da, indem ihr weint+ und mich im Herzen schwach macht?+ Seid versichert: Ich bin bereit, mich nicht nur binden zu lassen, sondern in Jerusalem für den Namen des Herrn Jesus auch zu sterben.“+ 14 Als er sich nicht überreden ließ, beruhigten wir uns mit den Worten: „Der Wille+ Jehovas* geschehe.“
15 Nach diesen Tagen nun machten wir uns reisefertig und begaben uns auf den Weg nach Jerusalem hinauf.+ 16 Aber auch einige von den Jüngern aus Cäsarẹa+ gingen mit uns, um uns zu dem Mann zu bringen, bei dem wir zu Gast sein sollten, einem gewissen Mnạson aus Zypern, einem von den ersten Jüngern. 17 Als wir nach Jerusalem kamen,+ nahmen uns die Brüder freudig auf.+ 18 Am folgenden [Tag] aber ging Paulus mit uns zu Jakobus+ hinein; und alle älteren Männer* waren anwesend*. 19 Und er begrüßte sie und begann einen eingehenden Bericht+ über die Dinge zu geben, die Gott durch seinen Dienst unter den Nationen getan hatte.+
20 Nachdem sie dies gehört hatten, begannen sie Gott zu verherrlichen, und sie sagten zu ihm: „Du siehst, Bruder, wie viele Tausende* es unter den Juden gibt, die gläubig sind; und sie alle sind Eiferer für das GESETZ.+ 21 Sie haben aber das Gerücht über dich gehört, daß du alle Juden unter den Nationen Abfall* von Moses gelehrt hättest,+ indem du ihnen sagtest, sie sollten weder ihre Kinder beschneiden+ noch den [feierlichen] Bräuchen gemäß wandeln. 22 Was also ist diesbezüglich zu tun? Auf jeden Fall werden sie hören, daß du angekommen bist. 23 So tu denn das, was wir dir sagen: Es sind vier Männer bei uns, die ein Gelübde auf sich haben. 24 Nimm diese Männer mit,+ und reinige dich mit ihnen gemäß den Zeremonien, und trage für sie die Kosten,+ damit sie sich das Haupt scheren lassen können.+ Und so wird jedermann wissen, daß an den Gerüchten, die über dich mitgeteilt wurden, nichts ist, sondern daß du ordentlich wandelst, indem du selbst auch das GESETZ hältst.+ 25 Was die Gläubigen aus den Nationen betrifft, so haben wir unsere Entscheidung gefällt und hingesandt*, daß sie sich bewahren sollten vor dem, was Götzen geopfert worden ist,+ wie auch vor Blut+ und Erwürgtem*+ und vor Hurerei+.“
26 Da nahm Paulus die Männer am nächsten Tag mit und reinigte sich mit ihnen gemäß den Zeremonien+ und ging in den Tempel, um die Tage anzumelden, die für die zeremonielle Reinigung erfüllt+ werden mußten, bis die Opfergabe+ für einen jeden von ihnen dargebracht werden sollte.+
27 Als nun die sieben+ Tage nahezu abgelaufen waren, begannen die Juden aus Asien, als sie ihn im Tempel sahen, die ganze Volksmenge in Verwirrung zu bringen,+ und sie legten Hand an ihn 28 und schrien: „Männer von Israel, helft! Das ist der Mensch, der überall jedermann gegen das Volk und das GESETZ und diese Stätte lehrt,+ und was noch mehr ist, er hat sogar Griechen in den Tempel gebracht und hat diese heilige Stätte entweiht.“+ 29 Sie hatten nämlich vorher Trọphimus+, den Ẹpheser, in der Stadt bei ihm gesehen, meinten aber, Paulus habe ihn in den Tempel gebracht. 30 Und die ganze Stadt wurde in Aufruhr versetzt,+ und es entstand ein Volksauflauf; und man ergriff Paulus und schleppte ihn aus dem Tempel hinaus.+ Und sogleich wurden die Türen geschlossen. 31 Und während man ihn zu töten suchte, kam die Meldung zum Befehlshaber* der Abteilung hinauf, daß ganz Jerusalem in Verwirrung sei;+ 32 und er nahm sogleich Soldaten und Offiziere* und lief zu ihnen hinab.+ Als sie den Militärbefehlshaber+ und die Soldaten erblickten, hörten sie auf, Paulus zu schlagen.
33 Dann trat der Militärbefehlshaber herzu und ergriff ihn und befahl, daß er mit zwei Ketten gefesselt werde;+ und er erkundigte sich, wer er denn sei und was er getan habe. 34 Doch einige in der Volksmenge begannen dies und andere das zu rufen.+ Als er somit wegen des Tumultes selbst nichts Bestimmtes erfahren konnte, gebot er, daß man ihn in die Kaserne bringe.+ 35 Als er aber auf die Treppe kam, ereignete es sich, daß er wegen des gewaltsamen Andrangs der Volksmenge von den Soldaten getragen wurde; 36 denn die Menge des Volkes folgte nach und schrie: „Hinweg mit ihm!“*+
37 Und gerade als Paulus in die Kaserne hineingeführt werden sollte, sagte er zum Militärbefehlshaber: „Ist es mir erlaubt, dir etwas zu sagen?“ Er sprach: „Kannst du Griechisch sprechen? 38 Bist du denn nicht der Ägypter, der vor diesen Tagen einen Aufstand erregte+ und die viertausend Dolchmänner* in die Wildnis hinausführte?“ 39 Da sagte Paulus: „Ich bin in Tat und Wahrheit ein Jude+ aus Tạrsus+ in Zilịzien, ein Bürger einer nicht unbekannten Stadt. So bitte ich dich denn, erlaube mir, zum Volk zu reden.“ 40 Nachdem er Erlaubnis gegeben hatte, winkte+ Paulus, auf der Treppe stehend, mit der Hand dem Volk. Als ein großes Schweigen eintrat, wandte er sich in der hebräischen+ Sprache an sie und sagte:
22 „Männer, Brüder+ und Väter, hört jetzt meine Verteidigung+ vor euch an!“ 2 (Als sie nun hörten, daß er sich in der hebräischen Sprache an sie wandte,+ wurden sie noch stiller, und er sprach:) 3 „Ich bin ein Jude,+ in Tạrsus in Zilịzien geboren,+ aber in dieser Stadt zu den Füßen Gamạliels erzogen,+ nach der Strenge+ des GESETZES der Vorväter unterwiesen, war ich ebenso ein Eiferer+ für Gott, wie ihr es alle heute seid. 4 Und ich verfolgte diesen WEG bis auf den Tod,+ indem ich sowohl Männer als auch Frauen band und Gefängnissen+ übergab, 5 wie mir das sowohl der Hohepriester als auch die ganze Versammlung der älteren Männer*+ bezeugen können. Von ihnen verschaffte ich mir auch Briefe+ an die Brüder in Damạskus, und ich ging hin, um auch die, die sich dort befanden, gebunden nach Jerusalem zu führen, damit sie bestraft würden.
6 Als ich aber hinreiste und mich Damạskus näherte, da umblitzte mich um die Mittagszeit plötzlich aus dem Himmel ein großes Licht,+ 7 und ich fiel zu Boden und hörte eine Stimme zu mir sagen: ‚Saulus, Saulus, warum verfolgst du mich?‘+ 8 Ich antwortete: ‚Wer bist du, Herr?‘ Und er sprach zu mir: ‚Ich bin Jesus, der Nazarẹner, den du verfolgst.‘+ 9 Die Männer nun, die bei mir waren,+ sahen zwar das Licht, hörten aber die Stimme dessen nicht, der zu mir redete.*+ 10 Darauf sagte ich: ‚Was soll* ich tun,+ Herr?‘ Der Herr sprach zu mir: ‚Steh auf, geh deines Weges nach Damạskus, und dort wird zu dir über alles gesprochen werden, was dir zu tun verordnet ist.‘+ 11 Da ich aber wegen der Herrlichkeit jenes Lichts nichts sehen konnte, kam ich, an der Hand derer geführt, die bei mir waren, in Damạskus an.+
12 Ananịas nun, ein gewisser Mann, ehrfurchtsvoll gemäß dem GESETZ, der bei allen dort wohnenden Juden in gutem Ruf+ stand, 13 kam zu mir und sagte, bei mir stehend, zu mir: ‚Saulus, Bruder, werde wieder sehend!‘*+ Und zur selben Stunde schaute ich zu ihm auf. 14 Er sprach: ‚Der Gott unserer Vorväter+ hat dich erwählt,+ seinen Willen kennenzulernen und den Gerechten+ zu sehen+ und die Stimme aus seinem Mund zu hören,+ 15 denn du sollst ihm vor allen Menschen ein Zeuge von den Dingen sein, die du gesehen und gehört hast.+ 16 Und nun, warum zögerst du? Steh auf, laß dich taufen,+ und wasch+ deine Sünden ab, indem du seinen Namen anrufst.‘*+
17 Als ich aber nach Jerusalem zurückgekehrt war+ und im Tempel betete, geriet ich in einen Trancezustand*+ 18 und sah ihn, der zu mir sprach: ‚Beeil dich, und geh schnell aus Jerusalem hinaus, denn man wird dein Zeugnis über mich nicht annehmen.‘+ 19 Und ich sagte: ‚Herr, sie selbst wissen wohl, daß ich es war, der diejenigen, die an dich glauben, jeweils ins Gefängnis bringen+ und in einer Synagoge nach der anderen auspeitschen ließ;+ 20 und als das Blut deines Zeugen Stẹphanus+ vergossen wurde, stand ich selbst auch dabei und gab meine Zustimmung+ und bewachte die äußeren Kleider derer, die ihn umbrachten.‘ 21 Und dennoch sagte er zu mir: ‚Geh deines Weges, denn ich werde dich zu Nationen in die Ferne senden.‘ “+
22 Sie hatten ihm nun bis zu diesem Wort zugehört, und sie erhoben ihre Stimme und sprachen: „Weg von der Erde mit einem solchen [Menschen], denn es gehörte sich nicht, daß er lebte!“+ 23 Und weil sie schrien und ihre äußeren Kleider herumwarfen und Staub in die Luft schleuderten,+ 24 befahl der Militärbefehlshaber*, daß er in die Kaserne geführt werde, und sagte, er solle unter Geißelung verhört werden, damit man genau erfahre, um welcher Ursache willen sie derart gegen ihn schrien.+ 25 Als sie ihn jedoch zum Peitschen* ausgestreckt hatten, sagte Paulus zu dem Offizier*, der dort stand: „Ist es euch Männern erlaubt, einen Menschen, der Römer ist, zu geißeln,+ und [dies] unverurteilt?“ 26 Als nun der Offizier das hörte, begab er sich zum Militärbefehlshaber, erstattete Bericht und sprach: „Was beabsichtigst du zu tun? Dieser Mensch ist nämlich ein Römer.“ 27 Da trat der Militärbefehlshaber herzu und sprach zu ihm: „Sag mir: Bist du ein Römer+?“ Er sagte: „Ja.“ 28 Der Militärbefehlshaber erwiderte: „Ich habe [mir] dieses Bürgerrecht mit einer großen Summe [Geld] erkauft.“ Paulus sagte: „Ich aber habe [es] sogar von Geburt.“*+
29 Sogleich traten daher die Männer, die im Begriff waren, ihn unter Folterung zu verhören, von ihm zurück; und der Militärbefehlshaber geriet in Furcht, als er feststellte, daß er ein Römer sei+ und daß er ihn gebunden hatte.
30 Da er nun am nächsten Tag mit Bestimmtheit erfahren wollte, weswegen er eigentlich von den Juden angeklagt wurde, machte er ihn los und gebot den Oberpriestern und dem ganzen Sanhedrịn zusammenzukommen. Und er brachte Paulus hinab und stellte ihn unter sie.+
23 Paulus schaute den Sanhedrịn unverwandt an und sprach: „Männer, Brüder, ich habe mich mit einem vollkommen reinen Gewissen+ vor Gott bis zum heutigen Tag betragen.“ 2 Darauf befahl der Hohepriester Ananịas den neben ihm Stehenden, ihn auf den Mund zu schlagen+. 3 Da sagte Paulus zu ihm: „Gott wird dich schlagen, du getünchte+ Wand. Sitzt du da, um mich gemäß dem GESETZ zu richten,+ und befiehlst gleichzeitig, in Übertretung des GESETZES,+ mich zu schlagen?“ 4 Die Dabeistehenden sagten: „Beschimpfst du den Hohenpriester Gottes?“ 5 Und Paulus sagte: „Ich wußte nicht, Brüder, daß er Hoherpriester ist. Denn es steht geschrieben: ‚Du sollst von einem Vorsteher deines Volkes nicht nachteilig reden.‘ “+
6 Als nun Paulus merkte, daß der eine Teil Sadduzạ̈er+, der andere aber Pharisäer waren, rief er darauf im Sanhedrịn aus: „Männer, Brüder, ich bin ein Pharisäer,+ ein Sohn von Pharisäern. Wegen der Hoffnung auf die Auferstehung+ der Toten werde ich gerichtet.“+ 7 Weil er das sagte, entstand ein Zwiespalt+ zwischen den Pharisäern und den Sadduzạ̈ern, und die Menge wurde gespalten. 8 Die Sadduzạ̈er+ sagen nämlich, es gebe weder eine Auferstehung+ noch Engel, noch Geist, die Pharisäer aber verkünden all dies* öffentlich. 9 Da brach ein lautes Geschrei+ aus, und einige Schriftgelehrte von der Partei der Pharisäer standen auf und begannen, heftig zu streiten, und sagten: „Wir finden nichts Unrechtes an diesem Menschen;+ wenn aber ein Geist oder ein Engel zu ihm geredet hat —“+ 10 Als nun der Zwiespalt groß wurde, befürchtete der Militärbefehlshaber, Paulus könnte von ihnen in Stücke gerissen werden, und er gebot der Truppe+, hinabzugehen und ihn aus ihrer Mitte herauszureißen und ihn in die Kaserne zu bringen.+
11 In der folgenden Nacht aber stand der Herr bei ihm+ und sprach: „Sei guten Mutes!+ Denn so, wie du über die Dinge mich betreffend in Jerusalem ein gründliches Zeugnis+ abgelegt hast, so sollst du auch in Rom Zeugnis ablegen.“+
12 Als es nun Tag wurde, machten die Juden eine Verschwörung+ und banden sich mit einem Fluch,+ indem sie sagten, sie würden weder essen noch trinken, bis sie Paulus getötet hätten.+ 13 Es waren mehr als vierzig Männer, die diese Verschwörung unter Eid machten; 14 und sie gingen zu den Oberpriestern+ und den älteren Männern* und sprachen: „Wir haben uns mit einem Fluch feierlich gebunden, keinen Bissen Speise zu uns zu nehmen, bis wir Paulus getötet haben. 15 Erklärt daher ihr nun, zusammen mit dem Sanhedrịn, dem Militärbefehlshaber, warum er ihn zu euch herabbringen sollte, als ob ihr beabsichtigen würdet, die Sache ihn betreffend genauer festzustellen.+ Ehe er aber näher kommt, werden wir uns bereit halten, ihn umzubringen.“+
16 Aber der Sohn der Schwester des Paulus hörte, daß sie auf der Lauer lagen,+ und er kam und begab sich in die Kaserne und berichtete es Paulus. 17 Da rief Paulus einen der Offiziere zu sich und sagte: „Führ diesen jungen Mann zum Militärbefehlshaber, denn er hat ihm etwas zu berichten.“ 18 Daher nahm ihn dieser Mann und führte ihn zum Militärbefehlshaber und sagte: „Der Gefangene Paulus rief mich zu sich und bat mich, diesen jungen Mann zu dir zu führen, da er dir etwas zu sagen hat.“ 19 Der Militärbefehlshaber nahm ihn+ bei der Hand und zog sich zurück und begann sich, als sie allein waren, zu erkundigen: „Was hast du mir denn zu berichten?“ 20 Er sagte: „Die Juden sind übereingekommen, dich zu bitten, Paulus morgen zum Sanhedrịn herabzubringen, als ob sie beabsichtigten, etwas Genaueres über ihn zu erfahren.+ 21 Vor allen Dingen laß dich nicht von ihnen überreden, denn mehr als vierzig Männer von ihnen lauern ihm auf,+ und sie haben sich mit einem Fluch gebunden, weder zu essen noch zu trinken, bis sie ihn umgebracht haben;+ und sie sind jetzt bereit und warten auf deine Zusage.“ 22 Daher ließ der Militärbefehlshaber den jungen Mann gehen, nachdem er ihm die Weisung gegeben hatte: „Plaudere vor niemandem aus, daß du mir diese Dinge angezeigt hast.“
23 Und er ließ gewisse zwei von den Offizieren kommen und sagte: „Haltet zweihundert Soldaten zum Marsch bis nach Cäsarẹa bereit, ferner siebzig Reiter und zweihundert Speerträger, zur dritten Stunde* der Nacht. 24 Sorgt auch für Lasttiere, um Paulus darauf reiten zu lassen und ihn sicher zu Felix, dem Statthalter, hinzubringen.“ 25 Und er schrieb einen Brief in dieser Form:
26 „Claudius Lỵsias an Seine Exzellenz, den Statthalter Felix+: Grüße! 27 Dieser Mann wurde von den Juden ergriffen und von ihnen beinahe umgebracht, doch da kam ich plötzlich mit einer Truppe und befreite ihn,+ weil ich erfuhr, daß er ein Römer sei.+ 28 Und da ich mich über die Ursache, weswegen sie ihn anklagten, vergewissern wollte, brachte ich ihn in ihren Sanhedrịn hinab.*+ 29 Ich fand, daß er wegen gewisser Fragen ihres GESETZES angeklagt wird,+ doch nicht einer einzigen Sache beschuldigt ist, die Tod oder Fesseln verdient.+ 30 Weil mir aber enthüllt worden ist, daß ein Anschlag+ gegen den Mann geplant werde, sende ich ihn sofort zu dir und gebiete den Anklägern, sich vor dir gegen ihn auszusprechen.“+
31 Deshalb nahmen diese Soldaten+ Paulus gemäß ihren Befehlen und brachten ihn bei Nacht nach Antịpatris. 32 Am nächsten Tag ließen sie die Reiter mit ihm weitergehen, und sie kehrten in die Kaserne zurück. 33 Die [Reiter] kamen nach Cäsarẹa+ und händigten den Brief dem Statthalter aus und übergaben ihm auch Paulus. 34 Da las er [den Brief] und erkundigte sich, aus welcher Provinz er sei, und als er feststellte+, daß er aus Zilịzien+ sei, 35 sagte er: „Ich werde dich gründlich verhören, wenn auch deine Ankläger eingetroffen sind.“+ Und er gebot, ihn im prätorischen Palast des Herodes unter Bewachung zu halten.
24 Fünf Tage später kam der Hohepriester Ananịas+ mit einigen älteren Männern* und einem öffentlichen Redner, einem gewissen Tertụllus, herab, und sie erstatteten beim Statthalter+ gegen Paulus Anzeige.+ 2 Als Tertụllus gerufen worden war, fing er an, ihn anzuklagen, indem er sprach:
„Da wir sehen, daß wir uns durch dich großen Friedens+ erfreuen und daß durch deine Vorsorge Reformen in dieser Nation durchgeführt werden, 3 nehmen wir das jederzeit und auch überall, Exzellenz+ Felix, mit der größten Dankbarkeit entgegen. 4 Um dich aber nicht weiter aufzuhalten, bitte ich dich dringend, uns in deiner Freundlichkeit kurz Gehör zu schenken. 5 Wir haben nämlich diesen Mann als eine Pest+ befunden, der unter allen Juden auf der ganzen bewohnten Erde Aufstände+ erregt, und als einen Vorkämpfer* der Sekte* der Nazarẹner+, 6 als einen, der auch den Tempel zu entweihen versucht hat+ und den wir festgenommen haben. 7* —— 8 Durch ein Verhör kannst du selbst von ihm über alle diese Dinge Kenntnis erhalten, deren wir ihn anklagen.“
9 Darauf beteiligten sich auch die Juden am Angriff, indem sie behaupteten, daß sich diese Dinge so verhielten. 10 Und als der Statthalter dem Paulus einen Wink gab zu reden, antwortete dieser:
„Da ich wohl weiß, daß diese Nation dich seit vielen Jahren als Richter gehabt hat, bin ich bereit, zu meiner Verteidigung+ über die Dinge, die mich betreffen, zu sprechen, 11 da du in der Lage bist, herauszufinden, daß es für mich nicht mehr als zwölf Tage her ist, seitdem ich hinaufging, um in Jerusalem anzubeten+; 12 und sie haben mich weder im Tempel+ beim Diskutieren mit jemandem gefunden noch [dabei], daß ich einen Pöbelauflauf+ verursacht hätte, weder in den Synagogen noch woanders in der Stadt. 13 Auch können sie dir die Dinge nicht beweisen+, deren sie mich gerade jetzt anklagen. 14 Doch gebe ich vor dir dies zu, daß ich gemäß dem Weg, den sie eine ‚Sekte‘ nennen, dem Gott meiner Vorväter in dieser Weise heiligen Dienst darbringe,*+ da ich alles glaube, was im GESETZ+ dargelegt ist und in den PROPHETEN geschrieben steht; 15 und ich habe die Hoffnung+ zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, daß es eine Auferstehung*+ sowohl der Gerechten+ als auch der Ungerechten+ geben wird. 16 In dieser Hinsicht übe ich mich wirklich fortgesetzt, das Bewußtsein zu haben,+ daß ich keinen Verstoß gegen Gott und Menschen begehe. 17 So bin ich denn nach einer Reihe von Jahren hergekommen, um meiner Nation Gaben der Barmherzigkeit und Opfergaben zu bringen.+ 18 Während ich mich dieser Dinge annahm, haben sie mich, den Zeremonien gemäß gereinigt, im Tempel gefunden,+ doch weder mit einer Volksmenge noch mit Tumult. Da waren aber gewisse Juden aus dem [Bezirk] Asien, 19 die vor dir anwesend sein und Anklage gegen mich erheben müßten, wenn sie etwas gegen mich haben sollten.+ 20 Oder laß die [Männer] hier selbst sagen, welches Unrecht sie gefunden haben, als ich vor dem Sanhedrịn stand, 21 außer hinsichtlich dieses e i n e n Ausrufs, den ich tat, als ich unter ihnen stand: ‚Wegen der Auferstehung der Toten werde ich heute vor euch gerichtet!‘ “+
22 Felix+ jedoch, der die Dinge diesen WEG betreffend ziemlich genau kannte,+ begann die [Männer] hinzuhalten und sagte: „Sobald Lỵsias+, der Militärbefehlshaber,* herabkommt, werde ich diese Dinge euch betreffend entscheiden.“ 23 Und er befahl dem Offizier*, daß der Mann dabehalten werde und ihm eine gewisse Erleichterung [der Haft] zuteil werden solle und daß man niemandem von den Seinen verbiete, ihm Dienste zu leisten.+
24 Einige Tage später erschien Felix+ mit seiner Frau Drusịlla, die eine Jüdin+ war, und er ließ Paulus holen und hörte ihn über den Glauben an Christus Jesus an.+ 25 Als er aber über Gerechtigkeit+ und Selbstbeherrschung+ und das kommende Gericht+ redete, geriet Felix in Furcht und antwortete: „Für jetzt geh hin, ich werde dich aber, wenn ich eine gelegene Zeit finde, wieder holen lassen.“ 26 Zugleich hoffte er jedoch, daß ihm von Paulus Geld+ gegeben werde. Deswegen ließ er ihn noch häufiger rufen und unterhielt sich mit ihm.+ 27 Als aber zwei Jahre verflossen waren, bekam Felix den Pọrcius Fẹstus zum Nachfolger; und weil Felix die Gunst+ der Juden erlangen wollte, ließ er Paulus gebunden zurück.
25 Daher ging Fẹstus, nachdem er die [Regierung über die] Provinz* angetreten+ hatte, drei Tage später von Cäsarẹa nach Jerusalem hinauf;+ 2 und die Oberpriester und die prominenten Männer der Juden machten bei ihm Anzeige+ gegen Paulus. Somit begannen sie ihn inständig zu bitten, 3 indem sie es sich als eine Gunst gegen den [Mann] erbaten, daß er ihn nach Jerusalem holen lasse, da sie ihm einen Hinterhalt legten,+ um ihn unterwegs umzubringen. 4 Fẹstus antwortete jedoch, daß Paulus in Cäsarẹa verwahrt bleibe und daß er selbst binnen kurzem nach dort abreisen werde. 5 „Mögen also diejenigen, die unter euch an der Macht sind“, so sagte er, „mit mir hinabkommen und ihn anklagen,+ wenn etwas Ungehöriges an dem Mann ist.“
6 Nachdem er dann nicht mehr als acht oder zehn Tage unter ihnen zugebracht hatte, ging er nach Cäsarẹa hinab, und am nächsten Tag setzte er sich auf den Richterstuhl+ und befahl, daß man Paulus hereinbringe. 7 Als er eintraf, umringten ihn die Juden, die von Jerusalem herabgekommen waren, und erhoben viele und schwere Beschuldigungen gegen ihn,+ für die sie keine Beweise vorbringen konnten.
8 Paulus aber sagte zu [seiner] Verteidigung: „Ich habe mich weder gegen das GESETZ der Juden noch gegen den Tempel,+ noch gegen Cäsar* irgendwie versündigt.“+ 9 Fẹstus, der die Gunst+ der Juden erlangen wollte, sagte in Erwiderung zu Paulus: „Wünschst du nach Jerusalem hinaufzugehen und dort dieser Dinge wegen vor mir gerichtet zu werden?“+ 10 Paulus aber sprach: „Ich stehe vor dem Richterstuhl Cäsars+, wo ich gerichtet werden muß. Ich habe den Juden kein Unrecht getan,+ wie auch du sehr wohl feststellst. 11 Wenn ich einerseits wirklich ein Missetäter+ bin und etwas begangen habe, was den Tod verdient,+ so bitte ich mich nicht vom Tod los; wenn andererseits nichts an dem ist, dessen mich diese [Männer] anklagen, so kann mich ihnen als Gunsterweisung niemand übergeben. Ich berufe mich auf Cäsar!“+ 12 Da erwiderte Fẹstus, nachdem er mit der Versammlung der Räte gesprochen hatte: „Auf Cäsar hast du dich berufen; zu Cäsar sollst du gehen.“
13 Nun trafen nach Verlauf einiger Tage der König Agrịppa* und Bernịce* in Cäsarẹa ein, um Fẹstus einen Höflichkeitsbesuch abzustatten. 14 Da sie mehrere Tage dort verbrachten, legte Fẹstus dem König die Dinge vor, die Paulus betrafen, indem er sprach:
„Da ist ein gewisser Mann, der von Felix als Gefangener zurückgelassen wurde, 15 und als ich in Jerusalem war, machten die Oberpriester und die älteren Männer* der Juden Anzeige+ ihn betreffend und forderten seine Verurteilung. 16 Ich erwiderte ihnen jedoch, daß es nicht dem römischen Verfahren entspreche, irgendeinen Menschen auszuliefern, um jemandem eine Gunst zu erweisen, bevor der Angeklagte seine Ankläger+ von Angesicht zu Angesicht vor sich habe und eine Gelegenheit erhalte, zu seiner Verteidigung hinsichtlich der Klage zu sprechen. 17 Als sie daher zusammen hierherkamen, zögerte ich nicht, sondern setzte mich am nächsten Tag auf den Richterstuhl und gebot, den Mann hereinzubringen. 18 Die Ankläger traten auf, brachten [aber] keine Beschuldigung+ vor bezüglich der schlimmen Dinge, die ich ihn betreffend vermutet hatte. 19 Sie hatten einfach einige Streitsachen mit ihm wegen ihrer eigenen Anbetung+ der Gottheit* und wegen eines gewissen Jesus, der tot sei, von dem Paulus aber immer wieder behauptete, er sei am Leben.+ 20 Da ich wegen des Wortstreites hinsichtlich dieser Dinge ratlos war, fragte ich, ob er nach Jerusalem hinaufgehen und dort wegen dieser Sache gerichtet werden möchte.+ 21 Als Paulus aber Berufung einlegte,+ um bis zur Entscheidung des Augụstus* dabehalten zu werden, gebot ich, ihn zu verwahren, bis ich ihn zu Cäsar hinaufsenden würde.“
22 Hierauf [sagte] Agrịppa zu Fẹstus: „Ich möchte den Menschen auch selbst hören.“+ „Morgen“, sagte er, „sollst du ihn hören.“ 23 Daher kamen am nächsten Tag Agrịppa und Bernịce mit großem Gepränge+ und traten in den Audienzsaal, zusammen mit Militärbefehlshabern* und auch den vornehmsten Männern der Stadt, und als Fẹstus den Befehl dazu gab, wurde Paulus hereingebracht. 24 Und Fẹstus sprach: „König Agrịppa und alle ihr mit uns anwesenden Männer! Ihr seht diesen Mann, dessentwegen sich die ganze Menge der Juden zusammen sowohl in Jerusalem als auch hier an mich gewandt hat mit dem Geschrei, er dürfe nicht länger leben.+ 25 Ich habe aber bemerkt, daß er nichts begangen hat, was den Tod verdient.+ Als somit dieser [Mann] sich selbst auf den Augụstus berief+, entschied ich, ihn hinzusenden. 26 Ich habe aber ihn betreffend nichts Bestimmtes, um es [meinem]* Herrn zu schreiben. Darum habe ich ihn euch und besonders dir, König Agrịppa, vorgeführt, damit ich nach erfolgtem Gerichtsverhör+ etwas zu schreiben habe. 27 Denn es scheint mir unvernünftig zu sein, einen Gefangenen hinzusenden, ohne auch die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen anzugeben.“
26 Agrịppa+ sprach zu Paulus: „Es ist dir erlaubt, für dich selbst zu reden.“ Da streckte Paulus seine Hand aus+ und begann seine Verteidigungsrede:+
2 „Ich erachte mich glücklich, König Agrịppa, daß ich mich heute vor dir wegen all der Dinge, deren ich von den Juden angeklagt+ bin, verteidigen darf, 3 besonders da du über alle Bräuche wie auch Streitfragen unter den Juden bestens Bescheid weißt.+ Deshalb bitte ich dich, mich mit Geduld anzuhören.
4 In der Tat, was den Lebenswandel+ von Jugend auf betrifft, den ich von Anfang an inmitten meiner Nation und in Jerusalem geführt habe, wissen alle Juden, 5 die mich von früher her, von Anbeginn, gekannt haben, wenn sie es nur zu bezeugen wünschen, daß ich nach der strengsten Sekte+ unserer Form der Anbetung* als ein Pharisäer gelebt habe.+ 6 Und doch stehe ich jetzt wegen der Hoffnung+ auf die Verheißung+, die von Gott an unsere Vorväter ergangen war, vor Gericht, 7 obwohl unsere zwölf Stämme zur Erfüllung dieser Verheißung zu gelangen hoffen, indem sie ihm inbrünstig Nacht und Tag heiligen Dienst darbringen.*+ Dieser Hoffnung wegen werde ich von Juden, o König, angeklagt+.
8 Warum wird es unter euch als unglaublich beurteilt, daß Gott die Toten auferweckt?+ 9 Ich für meinen Teil dachte wirklich bei mir selbst, daß ich viele gegnerische Taten gegen den Namen Jesu, des Nazarẹners, begehen müßte, 10 was ich in Jerusalem dann auch getan habe, und viele der Heiligen habe ich in Gefängnisse eingeschlossen,+ wozu ich von den Oberpriestern Befugnis erhalten hatte;+ und wenn sie hingerichtet werden sollten, gab ich meine Stimme* gegen sie ab. 11 Und in allen Synagogen+ suchte ich sie oft durch Bestrafung zum Widerruf zu zwingen; und über die Maßen gegen sie rasend, ging ich so weit, sie sogar in auswärtigen Städten zu verfolgen.
12 Als ich bei diesen Bemühungen mit Befugnissen und im Auftrag der Oberpriester nach Damạskus reiste,+ 13 sah ich unterwegs, o König, zur Mittagszeit ein Licht, heller als der Glanz der Sonne, das vom Himmel her mich und die, welche mit mir reisten, umblitzte.+ 14 Und als wir alle zu Boden gefallen waren, hörte ich eine Stimme in der hebräischen Sprache zu mir sagen: ‚Saulus, Saulus, warum verfolgst du mich? Fortgesetzt gegen die Stacheln auszuschlagen macht es hart für dich.‘+ 15 Ich aber sagte: ‚Wer bist du, Herr?‘ Und der Herr sprach: ‚Ich bin Jesus, den du verfolgst.+ 16 Trotzdem, erheb dich, und stell dich auf deine Füße.+ Denn dazu habe ich mich dir sichtbar gemacht, um dich zum Diener und Zeugen+ sowohl der Dinge zu erwählen, die du gesehen hast, als auch der Dinge, die ich dich in bezug auf mich sehen lassen werde, 17 während ich dich von [diesem] Volk und von den Nationen befreie, zu denen ich dich sende,+ 18 um ihnen die Augen zu öffnen+ und zu veranlassen, daß sie von der Finsternis+ zum Licht+ und von der Gewalt des Satans+ zu Gott umkehren, so daß sie Vergebung der Sünden+ und ein Erbe+ unter denen empfangen, die durch [ihren] Glauben an mich geheiligt+ sind.‘
19 Infolgedessen, König Agrịppa, wurde ich dem himmlischen Anblick nicht ungehorsam,+ 20 sondern brachte denen in Damạskus+ zuerst und denen in Jerusalem+ und im ganzen Land Judạ̈a und den Nationen+ die Botschaft, daß sie bereuen und zu Gott umkehren sollten, indem sie Werke verrichten, die der Reue* entsprechen.+ 21 Dieser Dinge wegen ergriffen mich die Juden im Tempel und versuchten, mich ums Leben zu bringen.+ 22 Weil ich aber die Hilfe+ erlangt habe, die von Gott kommt, gebe ich bis zu diesem Tag weiterhin Zeugnis, sowohl vor klein als groß, indem ich aber nichts sage außer dem, wovon die Propheten+ sowie Moses+ erklärt haben, daß es geschehen werde, 23 [nämlich] daß der Christus leiden müsse,+ und als der erste, der von den Toten auferstehen+ sollte,* werde er sowohl diesem Volk als auch den Nationen+ Licht+ verkündigen.“
24 Als er nun diese Dinge zu seiner Verteidigung sagte, sprach Fẹstus mit lauter Stimme: „Du wirst wahnsinnig,+ Paulus! Die große Gelehrsamkeit treibt dich zum Wahnsinn!“ 25 Paulus aber sagte: „Ich werde nicht wahnsinnig, Exzellenz Fẹstus, sondern ich rede Worte der Wahrheit und eines gesunden Sinnes. 26 In Wirklichkeit weiß der König, zu dem ich mit Freimut der Rede spreche, wohl von diesen Dingen; denn ich bin überzeugt, daß nicht eines von diesen Dingen seiner Kenntnis entgeht, denn dieses ist nicht in einem Winkel getan worden.+ 27 Glaubst du den PROPHETEN, König Agrịppa? Ich weiß, daß du glaubst.“+ 28 Agrịppa aber sagte zu Paulus: „In kurzem würdest du mich überreden, ein Christ* zu werden.“ 29 Darauf sagte Paulus: „Ich möchte vor Gott wünschen, daß über kurz oder lang nicht nur du, sondern auch alle, die mich heute hören, solche Menschen würden, wie auch ich bin, mit Ausnahme dieser Fesseln.“
30 Und der König stand auf und auch der Statthalter und Bernịce und die bei ihnen saßen. 31 Doch als sie sich zurückzogen, begannen sie miteinander zu reden und sagten: „Dieser Mensch treibt nichts, was Tod oder Fesseln verdient.“+ 32 Überdies sagte Agrịppa zu Fẹstus: „Dieser Mensch hätte freigelassen werden können, wenn er sich nicht auf Cäsar* berufen+ hätte.“
27 Als nun entschieden war, daß wir nach Italien abfahren sollten,+ übergab man dann Paulus mit einigen anderen Gefangenen einem Offizier* namens Julius von der Abteilung des Augụstus. 2 Wir gingen an Bord eines Schiffes aus Adramỵttium, das im Begriff war, nach Orten längs der Küste des [Bezirks] Asien zu fahren, und fuhren ab, wobei Aristạrchus+, ein Mazedọnier aus Thessalọnich, bei uns war. 3 Und am nächsten Tag legten wir in Sịdon an, und Julius behandelte Paulus auf menschenfreundliche Weise*+ und erlaubte ihm, zu seinen Freunden zu gehen und sich [ihrer] Fürsorge zu erfreuen.+
4 Und von dort stachen wir in See und segelten unter dem [Schutz von] Zypern, weil Gegenwind wehte; 5 und wir fuhren durch das offene Meer, Zilịzien und Pamphỵlien entlang, und legten im Hafen von Mỵra in Lỵzien an. 6 Dort aber fand der Offizier ein Schiff* aus Alexạndria+ vor, das nach Italien fuhr, und er veranlaßte uns, es zu besteigen. 7 Als wir dann eine Reihe von Tagen langsam weiterfuhren und mit Mühe nach Knịdos kamen, weil der Wind uns nicht vorwärts kommen ließ, segelten wir bei Salmọne unter dem [Schutz von] Kreta, 8 und in mühsamer Fahrt entlang seiner Küste kamen wir zu einem gewissen Ort, Schönhafen genannt, in dessen Nähe die Stadt Lasẹa war.
9 Da geraume Zeit verflossen und die Schiffahrt nun gewagt war, weil sogar die Fastenzeit [des Sühnetages]*+ schon vorüber war, machte Paulus eine Empfehlung, 10 indem er zu ihnen sprach: „Männer, ich bemerke, daß die Schiffahrt mit Schaden und großem Verlust verbunden sein wird, nicht nur für die Fracht und das Schiff, sondern auch für unsere Seelen.“*+ 11 Der Offizier jedoch achtete eher auf das, was der Steuermann und der Schiffseigentümer sagten, als auf das, was Paulus sagte. 12 Weil nun der Hafen zum Überwintern ungeeignet war, rieten die meisten, von dort auszulaufen, um womöglich zum Überwintern bis nach Phọ̈nix, einem Hafen von Kreta, zu gelangen, der sich gegen Nordosten und gegen Südosten öffnet.*
13 Als überdies der Südwind sanft wehte, dachten sie, sie hätten ihren Vorsatz so gut wie verwirklicht, und sie lichteten die Anker und begannen nahe der Küste von Kreta entlangzufahren. 14 Nach nicht langer Zeit aber stürzte ein Sturmwind+, der sogenannte Euroạquilo*, auf [die Insel] herab. 15 Da das Schiff fortgerissen wurde und nicht mit dem Bug gegen den Wind gehalten werden konnte, gaben wir [uns] preis und trieben dahin. 16 Nun liefen wir unter [dem Schutz] einer kleinen Insel, Kauda genannt, hin, und doch waren wir kaum imstande, das Beiboot+ [am Heck] in unsere Gewalt zu bekommen. 17 Nachdem sie es aber an Bord heraufgezogen hatten, begannen sie Hilfsmittel zu gebrauchen, um das Schiff zu untergürten; und da sie befürchteten, auf die Sỵrte* aufzulaufen, ließen sie die Ausrüstung herunter und wurden so dahingetrieben. 18 Weil wir aber durch den Sturm heftig hin und her gerissen wurden, begannen sie am folgenden [Tag], das Schiff zu erleichtern+; 19 und am dritten [Tag] warfen sie eigenhändig die Schiffsausrüstung fort.
20 Als nun viele Tage weder Sonne noch Sterne erschienen und kein geringer Sturm+ auf uns lastete, begann schließlich alle Hoffnung auf unsere Rettung abgeschnitten zu werden. 21 Und als man sich lange der Speise enthalten hatte, stand Paulus dann in ihrer Mitte auf+ und sprach: „Männer, ihr hättet wirklich meinen Rat annehmen und von Kreta nicht in See auslaufen und euch diesen Schaden und Verlust zuziehen sollen.+ 22 Dennoch empfehle ich euch nun, guten Mutes zu sein, denn es wird von euch keine Seele* verlorengehen, nur das Schiff. 23 Denn diese Nacht stand ein Engel+ des Gottes, dem ich angehöre und dem ich heiligen Dienst darbringe,*+ bei mir 24 und sprach: ‚Fürchte dich nicht, Paulus. Du sollst vor Cäsar treten,+ und siehe, Gott hat dir alle, die mit dir fahren, geschenkt.‘ 25 Seid daher guten Mutes, ihr Männer, denn ich glaube Gott,+ daß es genauso sein wird, wie es mir gesagt worden ist. 26 Wir müssen indes an einer gewissen Insel+ stranden.“
27 Als nun die vierzehnte Nacht hereinbrach und wir auf [dem Meer] der Ạdria* hin und her getrieben wurden, begannen die Seeleute um Mitternacht zu vermuten, daß man in die Nähe von Land komme. 28 Und sie loteten und fanden eine Tiefe von zwanzig Faden*; da fuhren sie eine kurze Strecke weiter und loteten wieder und fanden [noch] fünfzehn Faden. 29 Und da wir befürchteten, daß wir irgendwo auf die Felsen auflaufen könnten, warf man vom Heck vier Anker aus und begann zu wünschen, daß es Tag werde. 30 Als aber die Seeleute aus dem Schiff zu entrinnen suchten und das Beiboot unter dem Vorwand, sie wollten vom Bug Anker auswerfen, in das Meer hinabließen, 31 sprach Paulus zu dem Offizier und den Soldaten: „Wenn diese Männer nicht im Schiff bleiben, könnt ihr nicht gerettet werden.“+ 32 Da hieben die Soldaten die Taue des Beibootes+ durch und ließen es hinabfallen.
33 Nun, gerade vor Tagesanbruch, begann Paulus alle ohne Ausnahme zu ermuntern, etwas Speise zu sich zu nehmen, indem er sagte: „Heute ist der vierzehnte Tag, an dem ihr gewacht habt und ohne Essen geblieben seid, da ihr nichts zu euch genommen habt. 34 Darum ermuntere ich euch, etwas Speise zu euch zu nehmen, denn dies ist im Interesse eurer Sicherheit; denn keinem von euch wird ein Haar+ vom Haupt verlorengehen.“ 35 Nachdem er das gesagt hatte, nahm auch er ein Brot, dankte+ Gott vor ihnen allen und brach es und fing an zu essen. 36 Da wurden sie alle fröhlich und begannen etwas Speise zu sich zu nehmen. 37 Nun waren wir im ganzen zweihundertsechsundsiebzig* Seelen* im Schiff. 38 Als sie sich mit Speise gesättigt hatten, begannen sie das Schiff dadurch zu erleichtern+, daß sie den Weizen über Bord ins Meer warfen.
39 Als es endlich Tag wurde, konnten sie das Land nicht erkennen, aber sie bemerkten eine gewisse Bucht mit einem Strand, und sie waren entschlossen, das Schiff wenn möglich auf diesen auflaufen zu lassen.+ 40 Da hieben sie die Anker ab und ließen sie ins Meer fallen, zugleich lösten sie die Riemen der Steuerruder, und nachdem sie das Vorsegel vor den Wind gehißt hatten, hielten sie auf den Strand zu. 41 Als sie auf eine Sandbank auffuhren, die auf beiden Seiten vom Meer umspült war, ließen sie das Schiff auflaufen, und der Bug blieb stecken und saß unbeweglich fest, das Heck aber begann gewaltsam in Stücke zu brechen.+ 42 Darauf faßten die Soldaten den Entschluß, die Gefangenen zu töten, damit keiner wegschwimmen und entrinnen könnte. 43 Der Offizier aber wollte Paulus sicher durchbringen und hielt sie von ihrem Vorhaben zurück. Und er gebot denen, die schwimmen konnten, sich ins Meer zu werfen und als erste an Land zu gelangen, 44 und die übrigen sollten dies teils auf Planken, teils auf gewissen Dingen vom Schiff tun. Und so kam es, daß alle sicher an Land gebracht wurden.+
28 Und als wir in Sicherheit gelangt waren, erfuhren wir, daß die Insel Malta* hieß.+ 2 Und die fremdsprachigen Leute* erwiesen uns eine außergewöhnliche Menschenfreundlichkeit*+, denn sie zündeten ein Feuer an und nahmen uns alle wegen des fallenden Regens und wegen der Kälte hilfreich auf.+ 3 Als Paulus aber ein Bündel Reisig zusammenraffte und es aufs Feuer legte, fuhr infolge der Hitze eine Otter heraus und heftete sich an seine Hand. 4 Als die fremdsprachigen Leute das giftige Tier an seiner Hand hängen sahen, begannen sie zueinander zu sagen: „Bestimmt ist dieser Mensch ein Mörder, und obwohl er vom Meer aus in Sicherheit gelangt ist, ließ ihn das Rachegericht nicht weiterleben.“ 5 Er aber schüttelte das giftige Tier ins Feuer ab und erlitt keinen Schaden.+ 6 Sie jedoch erwarteten, daß er eine Entzündung bekomme und anschwellen oder plötzlich tot umfallen werde. Nachdem sie eine lange Weile gewartet hatten und ihm nichts Schlimmes widerfahren sahen, änderten sie ihre Meinung und begannen zu sagen, er sei ein Gott.+
7 In der Nähe jenes Ortes nun besaß der Erste der Insel namens Pụblius Ländereien; und er nahm uns gastfreundlich auf und bewirtete uns drei Tage lang wohlwollend. 8 Es geschah aber, daß der Vater des Pụblius an Fieber und Ruhr daniederlag, und Paulus ging zu ihm hinein und betete, legte ihm die Hände+ auf und machte ihn gesund.+ 9 Nachdem dies geschehen war, begannen auch die übrigen Leute auf der Insel, die Krankheiten hatten, zu ihm zu kommen, und wurden geheilt.+ 10 Und sie ehrten uns auch mit vielen Gaben, und bei unserer Abfahrt beluden sie uns mit Dingen für unsere Bedürfnisse.
11 Drei Monate später fuhren wir ab, [und zwar] in einem Schiff von Alexạndria+, das auf der Insel überwintert hatte und als Bugfigur die „Söhne des Zeus“* trug. 12 Und wir liefen in Syrakụs in den Hafen ein und blieben drei Tage, 13 und von dort fuhren wir im Bogen und kamen nach Rhẹgion. Und tags darauf setzte ein Südwind ein, und wir gelangten am zweiten Tag nach Putẹoli*. 14 Hier fanden wir Brüder, die uns inständig baten, sieben Tage bei ihnen zu bleiben; und so kamen wir Rom näher. 15 Und von dort kamen uns die Brüder, als sie die Nachricht über uns hörten, bis zu dem Marktplatz des Ạppius* und den Drei Schenken* entgegen, und als Paulus sie erblickte, dankte er Gott und faßte Mut.+ 16 Als wir schließlich in Rom einzogen, wurde es Paulus erlaubt+, für sich zu bleiben mit dem Soldaten, der ihn bewachte.
17 Drei Tage später aber rief er die, welche die Ersten der Juden waren, zusammen. Als sie zusammengekommen waren, sagte er dann zu ihnen: „Männer, Brüder, obwohl ich nichts gegen das Volk oder die Bräuche unserer Vorväter getan habe,+ bin ich als Gefangener von Jerusalem her in die Hände der Römer ausgeliefert worden.+ 18 Und diese wollten mich, nachdem sie mich verhört hatten,+ freilassen,+ weil keine Ursache des Todes+ bei mir vorlag. 19 Als aber die Juden fortwährend dagegen redeten, war ich genötigt, mich auf Cäsar* zu berufen+, nicht aber so, als hätte ich meine Nation wegen irgendeiner [Sache] anzuklagen. 20 Deswegen habe ich wirklich inständig gebeten, euch sehen und sprechen zu können, denn wegen der Hoffnung+ Israels umgibt mich diese Kette.“+ 21 Sie sagten zu ihm: „Wir haben weder Briefe über dich aus Judạ̈a erhalten, noch hat irgendeiner von den eingetroffenen Brüdern etwas Böses über dich berichtet oder geredet. 22 Wir denken aber, daß es angebracht ist, von dir zu hören, was deine Gedanken sind, denn in der Tat, was diese Sekte+ betrifft, ist uns bekannt, daß ihr überall widersprochen wird.“+
23 Sie verabredeten nun einen Tag mit ihm, und sie kamen in größerer Anzahl zu ihm in seine Unterkunft. Und er erklärte ihnen die Sache, indem er von dem Königreich Gottes gründlich Zeugnis ablegte+ und sie sowohl anhand des Gesetzes Mose+ als auch der PROPHETEN+ von morgens bis abends in bezug auf Jesus zu überzeugen suchte. 24 Und einige begannen dem, was gesagt wurde, zu glauben+; andere glaubten nicht.+ 25 Weil sie also miteinander uneins waren, begannen sie wegzugehen, während Paulus diese e i n e Bemerkung machte:
„Treffend hat der heilige Geist durch Jesaja, den Propheten, zu euren Vorvätern geredet, 26 indem er sprach: ‚Geh zu diesem Volk und sprich: „Hörend werdet ihr hören, aber keineswegs verstehen; und schauend werdet ihr schauen, doch keineswegs sehen.+ 27 Denn das Herz dieses Volkes ist unempfänglich geworden*, und mit ihren Ohren haben sie gehört, ohne darauf einzugehen, und sie haben ihre Augen geschlossen, damit sie ja nicht mit ihren Augen sehen und mit ihren Ohren hören und mit ihrem Herzen verstehen und umkehren und ich sie heile.“ ‘+ 28 Daher sei euch kund, daß dieses, das Mittel, durch das Gott rettet,* zu den Nationen gesandt worden ist;+ sie werden bestimmt darauf hören.“+ 29* ——
30 Dann blieb er zwei ganze Jahre in seinem eigenen gemieteten Haus,+ und er nahm alle freundlich auf, die zu ihm hereinkamen, 31 predigte* ihnen das Königreich Gottes und lehrte sie ungehindert und mit dem größten Freimut der Rede die Dinge, die den Herrn Jesus Christus betreffen.+
Wtl.: „Taten [der] Apostel“. Gr.: Práxẹis Apostólōn.
Od.: „Gebieter“.
Od.: „bestimmte Zeiten“. Gr.: kairoús.
Wtl.: „Gewalt“. Gr.: exousíai (sprich: exusía).
„Zeugen“. Gr.: mártyres; lat.: tẹstes.
„Entferntesten Teil“. Od.: „äußersten Ende“. Gr.: es·chátou; J17,18,22(hebr.): qezéh. Siehe Jer 25:31, 33, Fnn. Vgl. Mat 12:42, Fn.
Od.: „leuchtenden (glänzenden)“.
„[In den] Himmel“. Gr.: ouranón; lat.: caelum; J17(hebr.): haschschamájemah, „himmelwärts“.
Nach rabbinischen Quellen, die sich auf Jos 3:4 stützen, entsprach dies ca. 2 000 Ellen (890 m).
„Der Eiferer“. Siehe Luk 6:15, Fn.
Od.: „(die Anzahl Personen betrug insgesamt etwa hundertzwanzig)“.
Od.: „und angeschwollen“.
„[Und: ‚Sein] Aufsichtsamt [. . .‘]“. Gr.: episkopḗn; J17,18(hebr.): uphequddathṓ, „und: ‚Sein Aufsichtsamt [. . .‘]“. Siehe 2Kö 11:18, Fn.
„Ein und aus ging“. Od.: „seine Tätigkeit ausübte (ausführte)“.
Siehe Anh. 1D.
Od.: „Bekehrte“.
D. h. etwa 9 Uhr morgens, da vom Sonnenaufgang an gezählt wurde.
Od.: „[meiner] wirksamen Kraft“. Gr.: pneumatos; lat.: Spịritu; J17,18,22(hebr.): ruchí, „meinem Geist“. Siehe 1Mo 1:2, Fn. („Kraft“).
Od.: „auf alles Fleisch“. Gr.: epí pásan sárka; lat.: sụper ọmnem cạrnem; J17,18,22(hebr.): ʽal-kol-baßár.
Od.: „Ältesten“. Gr.: presbýteroi.
Siehe Anh. 1D.
Siehe Anh. 1D.
Siehe Anh. 1D.
„Hades“, אAB; J7,8,11-18,22: „Scheol“. Siehe Anh. 4B.
„Gott“, אAB; J7,8,10: „Jehova“.
Od.: „einen seiner Nachkommen (Nachkommenschaft)“.
Od.: „durch die Rechte“.
Siehe Anh. 1D.
Siehe Anh. 5C.
Siehe Anh. 1D.
Od.: „der Gemeinschaft“.
Wtl.: „dem Brechen des Brotes“.
Od.: „von Haus zu Haus“. Gr.: katʼ óikon. Siehe 5:42, Fn. („Haus“).
Siehe Anh. 1D.
D. h. etwa 15 Uhr, da vom Sonnenaufgang an gezählt wurde.
Od.: „bestimmte Zeiten“. Gr.: kairói.
Wtl.: „von [dem] Angesicht“.
Siehe Anh. 1D.
Od.: „aufnehmen“.
„Jehova“, J7,8,10-18,20,22-24,28 u. LXXP. Fouad Inv. 266 in 5Mo 18:15; gr.: Kýrios. Siehe Anh. 1D.
Od.: „irgendeine Seele“.
Od.: „deiner Nachkommenschaft (deinen Nachkommen)“.
„Die [beiden]“. Wtl.: „sie“.
Od.: „Ältesten“. Gr.: tous presbytérous.
„Gesund gemacht“. Od.: „gerettet“.
Siehe Anh. 5C.
Od.: „in diesem Namen“.
„Souveräner Herr“. Gr.: Déspota; lat.: Dọmine; J17,18(hebr.): ʼAdhonáj. Siehe Anh. 1E.
Siehe Anh. 1D.
Od.: „Christus“.
Od.: „du zum Christus gemacht hast“. Gr.: échrisas.
Siehe Anh. 1D.
Siehe Anh. 1D.
Wtl.: „Ekklesia“. Gr.: ekklēsían; lat.: ecclẹsia; J17,18(hebr.): haqqahál, „die . . . Versammlung“.
Siehe Anh. 1D.
Od.: „und den ganzen Senat“.
Wtl.: „je Haus“. Gr.: katʼ óikon. Die Präposition katá wird hier mit Akk. Sg. in distributivem Sinn gebraucht. R. C. H. Lenski kommentiert in seinem Werk The Interpretation of The Acts of the Apostles [Die Auslegung der Apostelgeschichte], Minneapolis (USA), 1961 Apg 5:42 wie folgt: „Für keinen Augenblick ließen die Apostel in ihrem gesegneten Werk nach. ‚Jeden Tag‘ fuhren sie fort, und dies offen ‚im Tempel‘, wo der Sanhedrin und die Tempelpolizei sie sehen und hören konnten, und natürlich auch κατ’ οἶκον, was distributiv zu verstehen ist, ‚von Haus zu Haus‘, nicht einfach adverbial, ‚zu Hause‘.“ Im EWNT, Bd. 2, Sp. 625 heißt es unter katá: „(distributiv:) Apg 2, 46 u. 5, 42 κατ’ οἶκον ‚(Haus für Haus) . . .‘ “ In dem Werk Traditionsgeschichtliche Untersuchungen zu den synoptischen Evangelien von H. Schürmann, 1968 findet man auf S. 335 in Verbindung mit Apg 5:42 u. 20:20 ebenfalls die Wiedergabe: „. . . von Haus zu Haus“.
Od.: „das Evangelium . . . zu verkündigen“. Gr.: euaggelizómenoi (sprich: euangelizómenoi); lat.: evangelizạntes, „. . . zu evangelisieren“.
Wtl.: „der Hellenisten“. Gr.: tōn Hellēnistṓn; lat.: Graecọrum.
Wtl.: „die Hebräer“. Gr.: tous Ebráious; lat.: Hebraeos.
Od.: „beim . . . Dienst“. Gr.: en tēi diakoníai (sprich: en tē diakonía); lat.: in ministẹrio.
Od.: „[um Tischen] zu dienen“. Gr.: diakonéin; lat.: ministrạre.
Wtl.: „Libertiner“. Arm: „Libyer“.
„Älteren Männer“. Od.: „Ältesten“. Gr.: presbytérous.
Wtl.: „[ließ] er [ihn]“, bezieht sich auf „Gott der Herrlichkeit“ in V. 2.
Od.: „seiner Nachkommenschaft“, „seinen Nachkommen“.
„Werden . . . heiligen Dienst darbringen“. Gr.: latreusousin; J17,18,22(hebr.): wejaʽavdhúni, „und sie werden mir . . . dienen (mich . . . verehren, anbeten)“. Siehe 2Mo 3:12, Fn.
Siehe 1Mo 46:20, 27, Fnn.
„Nach Ägypten“ fehlt in B.
„Sichem“, SyhJ17,18,22; אAB: „Sychem“.
Wtl.: „Hemors“.
„Rasse“. Gr.: génos; verschieden von geneá, „Generation“, wie in Mat 24:34.
Od.: „außergewöhnlich schön“. Gr.: astéios tōi theṓi (sprich: tō theṓ). Vgl. Jon 3:3, Fn. („große“).
„Ein Engel“, P74אABCVg; DSyp: „ein Engel [des] Herrn“; J7,8,10-17,28: „Jehovas Engel“.
Siehe Anh. 1D.
Siehe Anh. 1D.
Od.: „und Erlöser“. Gr.: kai lytrōtḗn; lat.: et redẹmptorem; J17(hebr.): weghoʼél.
„Gott“, אABVg; CSyp: „der Herr, Gott“; J7,8,10-17: „Jehova, euer Gott“; J28: „Jehova Gott“.
Gr.: Babylṓnos; J17,18,22(hebr.): meháleʼah leVavél, „über Babel hinaus“.
Od.: „die Stiftshütte des Zeugnisses“.
Od.: „Vorbild“. Gr.: týpon.
„Jehoschua“, J17,18,22; אAB: „Jesus“.
Od.: „finden“.
Od.: „in Dingen“, „an Stätten“.
Siehe Anh. 1D.
Od.: „Widerspenstigen (Verstockten, Steifnackigen)“.
Wtl.: „das ‚Gesetz‘ in Anordnungen (Übermittlungen) von Engeln hinein . . .“ J17: „das Gesetz durch die Hände der Aufträge der Engel . . .“; lat.: lẹgem in dispositiọnem angelọrum, „das Gesetz nach Anordnung von Engeln . . .“ In 2Ch 23:18 gebraucht Vg iụxta dispositiọnem als Wiedergabe des hebr. Ausdrucks für „durch die Hände“.
Od.: „[die Zähne . . .] zu fletschen“.
Od.: „anrief“, „betete“.
Siehe Anh. 1D.
„Jehova“, J18,22,23; gr.: tou kyríou; VgSyp: „Gott“. Siehe Anh. 1D.
„Du bist in einer giftigen Galle und einer Fessel“, D*Vg.
„Jehova“, J7,8,10,13,15-18,22,23; אAB(gr.): ton kýrion; DVgHss.Syh,p: „Gott“. Siehe Anh. 1D.
„Jehovas“, J7,8,10,17,18; אBCD(gr.): tou kyríou; P74ASyp: „Gottes“. Siehe Anh. 1D.
Siehe Anh. 1D.
Od.: „Lebensweise“.
In P45,74אABCVgSyp fehlt V. 37; ItVgcArm: „Philippus sagte zu ihm: ,Wenn du mit deinem ganzen Herzen glaubst, ist es zulässig.‘ In Erwiderung sagte er: ‚Ich glaube, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist.‘ “
Siehe Anh. 1D.
„Aschdod“, J17,18,22; אAB: „Azotus“.
„Zum Weg“. Gr.: tēs hodoú.
„In einer Vision“, BCSyh,pArm; fehlt in P74אAVg.
D. h., was wie Schuppen aussah.
Od.: „führte . . . sein alltägliches Leben“.
Wtl.: „den Hellenisten“. J17: „den griechischen Juden“.
Siehe Anh. 1D.
„Scharon“, J17,18,22; אAB: „Saron“.
„Dorkas“ (gr.) entspricht „Tabitha“ (aram.); beide Namen bedeuten „Gazelle“.
Od.: „Säume . . . nicht“.
Siehe V. 36, Fn.
Od.: „Zenturio“, d. h. ein Befehlshaber über 100 Soldaten.
D. h. etwa 15 Uhr, da vom Sonnenaufgang an gezählt wurde.
D. h. etwa 12 Uhr, da vom Sonnenaufgang an gezählt wurde.
Od.: „opfere“.
„Drei“, P74אACVgSyp; B: „Zwei“.
„Wurde von Gott . . . angewiesen“, אAB; J18: „wurde von Jehova . . . angewiesen“.
Siehe V. 3, Fn.
„Jehova“, J17,18,23; P45אABC(gr.): tou kyríou; P74DSyp: „Gott“. Siehe Anh. 1D.
Od.: „Baum“. Siehe Anh. 5C.
„Griechisch sprechenden Leuten“. Wtl.: „Hellenisten“. AD*: „Griechen“.
Siehe Anh. 1D.
„Christen“. Gr.: Chrịstianoús; lat.: Chrịstiạni; J17,18,22(hebr.): Meschichijjím, „Messianisten“.
Od.: „[als Christen] bezeichnet“.
Od.: „Ältesten“. Gr.: presbytérous.
D. h. Herodes Agrippa I.
Siehe Anh. 1D.
Siehe Anh. 1D.
Siehe Anh. 1D.
Od.: „präsentierten sie sich [. . . vor ihm]“. Wtl.: „waren sie . . . daneben (dabei)“.
Siehe Anh. 1D.
„Jehovas“, J7,8,10,23; B(gr.): tou kyríou; P74אADSyp: „Gottes“. Siehe Anh. 1D.
Wtl.: „dem Tetrarchen (Vierfürsten)“, einem Regionalfürsten für den Kaiser.
Siehe Anh. 1D.
Ein Provinzstatthalter für den römischen Senat.
Bedeutet möglicherweise „Klein“, „Gering“. Gr.: Paulos.
Siehe Anh. 1D.
Siehe Anh. 1D.
Siehe Anh. 1D.
„Während ungefähr vierhundertfünfzig Jahren. Und nach diesen Dingen“, P74אABCVg.
Od.: „Was ihr vermutet, das ich sei, bin ich nicht.“
Od.: „Baum“. Siehe Anh. 5C.
„Uns, ihren“, Syp; P74אABC*DVg: „unseren“.
„Die Gott anbeteten (fürchteten)“, Syp; J18: „die Jehova fürchteten“.
„Jehovas“, J17,22; P74אABc(gr.): tou kyríou; B*CSyh,p: „Gottes“. Siehe Anh. 1D.
Siehe Anh. 1D.
„Äußersten Ende“. Od.: „entferntesten Teil“. Gr.: es·chátou. Siehe 1:8, Fn. („Teil“).
„Jehovas“, J7,8,10,13,15-17,22,23; P45,74אAC(gr.): tou kyríou; BD: „Gottes“. Siehe Anh. 1D.
Siehe Anh. 1D.
„Die Gott anbeteten (fürchteten)“, Syp; J7,8,10,18: „die Jehova fürchteten“.
Siehe Anh. 1D.
Od.: „gerettet zu werden“.
Od.: „Jupiter“. Gr.: Día (Akk. von Zeus); lat.: Iọvem (Akk. von Iụppiter).
Od.: „Merkur“. Gr.: Hermḗn; lat.: Mercụrium.
Wtl.: „des Zeus, der“.
Wtl.: „ernannt habend (durch Handausstrecken) . . . [für sie]“.
Siehe Anh. 1D.
„Wort“, BD; אACVgSyp: „Wort des Herrn“; P74: „Wort Gottes“; J17,28: „Wort Jehovas“.
Od.: „des Glaubens“.
Od.: „[und den] Ältesten“. Gr.: presbytérous; J17,18,22(hebr.): wehasseqením, „und den älteren Männern“. Siehe 4Mo 11:25, Fn. („Männer“).
Wtl.: „Aufdrehung (Hinwendung)“. Gr.: epistrophḗn; lat.: conversiọnem.
Eine hebr. Form des Namens Simon (Petrus). Siehe Mat 10:2, Fn.
Od.: „das Zelt“.
Od.: „über denen mein Name ausgerufen (genannt) worden ist“.
Siehe Anh. 1D.
Siehe Anh. 1D.
Od.: „der diese Dinge seit alters bekanntmacht“.
Wtl.: „sich . . . beständig enthalten“. Gr.: apéchesthai; lat.: abstịneant.
„Hurerei“. Gr.: pornéias; lat.: fornicatiọne. Siehe Anh. 5A.
Od.: „von dem, was getötet wurde, ohne daß sein Blut abfloß“.
„Blut“. Gr.: háimatos; lat.: sạnguine; J17,18,22(hebr.): umin-haddám, „und von dem Blut“.
Wtl.: „aus ursprünglichen (anfänglichen) Generationen“.
Siehe V. 2, Fn.
Wtl.: „einmütig (gleichgesinnt) [geworden]“. Gr.: họmothymadón; lat.: in ụnum, „in (zur) Einheit“.
Od.: „[ihr] Leben“. Gr.: psychás (Pl.); lat.: ạnimas (Pl.); J17,18,22(hebr.): naphschám (Pl.), „ihre Seele“.
Siehe V. 20, Fn. („Erwürgtem“).
Siehe Anh. 5A.
Od.: „Lebt wohl!“ J22(hebr.): schā́lom lachém, „Frieden [sei] mit euch!“
In P74אAB fehlt V. 34; CDVgc fügen, mit Abweichungen, hinzu: „Es schien aber Silas gut, dort zu bleiben; Judas allein jedoch brach nach Jerusalem auf.“
„Jehovas“, J17,18,22,23; gr.: tou kyríou; Syp: „Gottes“. Siehe Anh. 1D.
„Jehovas“, J7,8,10,17,18,22,23; gr.: tou kyríou; Syp: „Gottes“. Siehe Anh. 1D.
„Jehovas“, J17,18,22; gr.: tou kyríou; Vgc,sSyp: „Gottes“. Siehe Anh. 1D.
Od.: „Ältesten“. Siehe 15:2, Fn.
Od.: „wobei“.
„Um . . . die gute Botschaft zu verkündigen“. Gr.: euaggelísasthai (sprich: euangelísasthai); lat.: evangelizạre.
Siehe Anh. 1D.
„Jehova“, J7,8,10; אAB(gr.): tōi kyríōi (sprich: tō kyríō); D: „Gott“. Siehe Anh. 1D.
Wtl.: „habend einen Python-Geist“; ein Ausdruck, der mit dem Orakel von Delphi zusammenhängt. Gr.: échousan pneuma pýthōna.
Od.: „[das] Forum“. Gr.: agorán; lat.: fọrum. Ein öffentlicher Versammlungsplatz.
„Jehovas“, J7,8,10,17,18,22,23,28; P45,74אcAC(gr.): tou kyríou; א*B: „Gottes“. Siehe Anh. 1D.
Wtl.: „Politarchen“. Gr.: politárchas, die Beherrscher der Stadt (der Bürger).
Od.: „[des] Kaisers“. Gr.: Káisaros.
Od.: „genügende Sicherheit“. Lat.: sạtis, „[anderen] genug“.
Wtl.: „Samenpicker“.
Wtl.: „[von] Dämonen“. Gr.: daimoníōn.
Od.: „Areshügel (Marshügel)“. Gr.: Árẹion Págon; lat.: Ariọpagum.
„Mehr . . . der Furcht vor Gottheiten hingegeben“. Wtl.: „dämonenfürchtiger . . .“ Gr.: dẹisidaimonestérous; lat.: sụperstitiosiọres, „abergläubischer . . .“ Dämonen wurden von den Griechen für Gottheiten gehalten, gleich ob gute od. böse. Vgl. 25:19, Fn.
Od.: „göttlichen Wohnungen“. Gr.: naóis; J17,22(hebr.): behēchalṓth, „in Palästen (Tempeln)“.
Od.: „in ihm“.
„Einige“, nämlich Aratos (Arat) u. Kleanthes. Das Zitat des Paulus findet sich in den Himmelserscheinungen (Phainómena) von Aratos (Arat) u. im Zeushymnus von Kleanthes.
„Göttliche Wesen“. Gr.: théion; ist sprachlich mit theós, „Gott“, verwandt; lat.: Divịnum.
„Bewohnte Erde“. Wtl.: „Bewohnte“. Gr.: oikouménēn, Fem. Sg., auf die Erde bezogen; lat.: ọrbem, „den Kreis“, d. h. Erdkreis. Siehe Jes 13:11, Fn. („Land“).
Od.: „[den] Glauben“.
Od.: „Dionysius, ein Areopagit“.
Wtl.: „Hellenen“. Gr.: Héllēnas.
Ein Provinzstatthalter für den römischen Senat.
Die römische Provinz des südlichen Teils von Griechenland mit Korinth als Hauptstadt.
Der Seehafen Korinths für östliche Ziele.
Siehe Anh. 1D.
Anscheinend nach Jerusalem.
Siehe Anh. 1D.
Wtl.: „die“.
DItHss. fügen hinzu: „von der fünften Stunde bis zur zehnten“, d. h. von etwa 11 Uhr bis etwa 16 Uhr.
Wtl.: „[über] beide“, „beider“.
„Jehovas“, J7,8,10,13,15-18,23; gr.: tou kyríou; VgSyp: „Gottes“. Siehe Anh. 1D.
„Des ‚Weges‘ “, אAB; Vgc: „des Weges des Herrn“; Syp: „des Weges Gottes“; J17,18: „des Weges Jehovas“.
Od.: „[silberne] göttliche Wohnungen“. Gr.: naoús; J17(hebr.): hēchelṓth, „[. . .] Paläste“, „[. . .] Tempel“.
Od.: „[der] Diana“. Gr.: Artémidos; lat.: Diạnae.
Wtl.: „einige der Asiarchen“.
„Vom Himmel gefallenen“. Wtl.: „von Zeus (Jupiter) herabgefallenen“.
Od.: „wird“.
Wtl.: „um Brot zu brechen“.
Od.: „sein Leben“. Siehe Anh. 4A.
Wtl.: „das Brot gebrochen habend“.
„Älteren Männer“. Od.: „Ältesten“. Gr.: presbytérous.
Od.: „und in Privathäusern“. Wtl.: „und je Häuser“. Gr.: kai kat‘ óikous. Hier wird katá mit Akk. Pl. in distributivem Sinn gebraucht. Vgl. 5:42, Fn. („Haus“).
Od.: „mein Leben“.
„Königreich“, אAB; VgSyp: „Königreich Gottes“; J17: „Königreich Jehovas“.
Od.: „als Herold verkündend“. Gr.: kērýssōn; lat.: praedicans. Vgl. Da 5:29, Fn. („aus“).
„Aufsehern“. Gr.: episkópous; J17(hebr.): liphqidhím, „zu Aufsehern“. Siehe Ne 11:9, Fn.
„Gottes“, אBVg; AD: „des Herrn“.
Zu dem Ausdruck „Blut seines eigenen [Sohnes]“ siehe Anh. 6C.
„Gott“, אADVgSypJ8,17,18,22; B: „dem Herrn“.
Od.: „Missionars“. Gr.: euaggelistoú (sprich: euangelistú); lat.: evangelịstae.
Siehe Anh. 1D.
Od.: „Ältesten“.
Od.: „kamen dorthin“.
Wtl.: „Myriaden“, „Zehntausende“.
„Abfall“. Gr.: apostasían (von dem Verb aphístēmi, „[von etwas] abstehen“). Das Substantiv bedeutet auch „Abtrünnigkeit“, „Abtreten“, „Aufstand (Rebellion)“. Siehe Jos 22:22; 2Ch 29:19; 2Th 2:3.
„Hingesandt“, BD; P74אAVg: „geschrieben“.
Od.: „dem, was getötet wurde, ohne daß sein Blut abfloß“.
Wtl.: „[zu] dem Chiliarchen“, zu einem Befehlshaber über 1 000 Soldaten.
Wtl.: „Zenturionen“, Befehlshaber über je 100 Soldaten.
Od.: „ ‚Töte ihn!‘ “
Wtl.: „Sikarier“, „Meuchelmörder“. Gr.: sikaríōn.
Od.: „Versammlung der Ältesten“, „[das . . .] Presbyterium“. Gr.: presbytérion.
Od.: „dessen, der zu mir redete, nicht auf verständliche Weise“ wie Paulus in V. 7.
Od.: „muß“.
Od.: „Bruder, schau auf!“
Od.: „und ruf seinen Namen an!“
„Geriet ich in einen Trancezustand“, אAB; J13,14,17,22: „war Jehovas Hand über mir“; J18: „kleidete mich Jehovas Geist“.
Wtl.: „Chiliarch“, ein Befehlshaber über 1 000 Soldaten.
Od.: „jedoch mit den Riemen“.
Wtl.: „dem Zenturio“, einem Befehlshaber über 100 Soldaten.
Od.: „ ‚Ich aber bin sogar [darin] geboren.‘ “
Wtl.: „die beiden (Dinge)“.
Od.: „Ältesten“. Gr.: presbytérois.
D. h. etwa 21 Uhr, vom Sonnenuntergang an gezählt.
„Brachte . . . hinab“, P74אAVgSyp; in B* fehlen die Worte.
Od.: „Ältesten“.
Od.: „Anführer (Rädelsführer)“.
„Sekte“. Gr.: hairéseōs; lat.: sẹctae.
In P74אABVg fehlen folgende Worte aus V. 6-8, die gemäß VgcSyh,pArm lauten: „und gemäß unserem Gesetz richten wollten. (7) Aber Lysias, der Militärbefehlshaber, kam herauf und entriß ihn mit großer Gewalt unseren Händen, (8) wobei er befahl, seine Ankläger sollten zu dir kommen.“
„Ich . . . heiligen Dienst darbringe“. Gr.: latreuō; J17,18(hebr.): ʼaní ʽovédh, „ich . . . diene ([den Gott . . .] verehre, anbete)“. Siehe 2Mo 3:12, Fn.
„Eine Auferstehung“. Gr.: anástasin, „Aufstellung“, „Aufstehen“ (von aná, „auf“, u. stásis, „Stehen“); lat.: resurrectiọnem.
Wtl.: „der Chiliarch“, ein Befehlshaber über 1 000 Soldaten.
Wtl.: „dem Zenturio“, einem Befehlshaber über 100 Soldaten.
D. h. Judäa, mit Cäsarea als Residenz des Statthalters.
Od.: „den Kaiser“.
D. h. Herodes Agrippa II.
Schwester von Herodes Agrippa II., die jedoch in Inzest mit ihm lebte.
Od.: „Ältesten“. Gr.: presbýteroi.
„Anbetung der Gottheit“. Wtl.: „Dämonenfurcht“. Gr.: dẹisidaimonías; lat.: sụperstitiọne; J17,18: „[ihres . . .] Dienstes für ihren Gott“. Siehe 17:22, Fn.
Od.: „Kaisers“. Wtl.: „Erhabenen“. Gr.: Sebastoú; lat.: Augụsti. Titel Kaiser Neros, des vierten in der Nachfolge Oktavians, der diesen Titel als erster trug.
Wtl.: „mit Chiliarchen“.
Od.: „dem“.
Od.: „Sekte unserer Religion“. Lat.: sẹctam nọstrae religiọnis.
Wtl.: „[inbrünstig Nacht und Tag] beständig heiligen Dienst darbringend“. J13-17: „[indem sie inbrünstig Nacht und Tag] Jehova dienen (verehren, anbeten)“.
Wtl.: „[meinen] [Stimm]-Stein“. Gr.: psḗphon. Siehe Off 2:17, Fn. („Kieselstein“).
Wtl.: „Sinnesänderung“. Gr.: metanóias.
Wtl.: „erste aus [der] Auferstehung [der] Toten“.
„Ein Christ“. Gr.: Chrịstianón; lat.: Chrịstiạnum.
Od.: „auf den Kaiser“.
Od.: „dem Zenturio“, einem Befehlshaber über 100 Soldaten.
Wtl.: „[mit] Zuneigung zu Menschen“. Gr.: philanthrṓpōs.
Ein Getreideschiff.
Od.: „das [Herbst]-Fasten“. J22(hebr.): jōm hakkippurím, „der Sühnetag“.
Od.: „unser Leben [im Gr. Pl.]“.
Od.: „der entlang dem Südwestwind und entlang dem Nordwestwind schaut“.
„Euroaquilo“. Gr.: Eurakýlōn; lat.: euroạquilo; ein Nordostwind.
Zwei große, seichte Buchten voll treibender Sandbänke an der Küste Libyens, Nordafrika.
Od.: „kein Leben“.
„Ich heiligen Dienst darbringe“. Gr.: latreuō; J17(hebr.): ʼaní ʽovédh, „ich diene ([den] ich verehre, anbete)“. Siehe 2Mo 3:12, Fn.
„Adria“ schloß damals ein, was heute Adriatisches u. Ionisches Meer genannt wird, sowie den Teil des Mittelmeers zwischen Sizilien u. Kreta.
„Faden“. Gr.: orgyiás. Ein Faden wird im allgemeinen mit 4 Ellen (ca. 1,8 m) angegeben.
„Zweihundertsechsundsiebzig“, אItHss.VgSyh,p; A: „zweihundertfünfundsiebzig“; B: „etwa sechsundsiebzig“. Im Text von WH steht das gr. Wort ὡς (hōs, „etwa“) zwischen oberen Halbklammern, u. am Rand erscheint das gr. Wort diakósiai, „zweihundert“. Offensichtlich unterlief dem Abschreiber des Kodex B der Fehler, das auslautende Omega, ῳ (ōi), des vorhergehenden Wortes, πλοίῳ (plóiōi [sprich: plóiō], „Schiff“), mit dem darauffolgenden Buchstaben Sigma, ς (s), der für die Zahl 200 steht, zum gr. Wort ὡς (hōs, „etwa“) zu verbinden. Daher beträgt die tatsächliche Anzahl 276 statt 76.
Od.: „Personen“.
„Melite (Melita)“, אABc.
Od.: „die Barbaren“.
Wtl.: „Zuneigung zu Menschen“. Gr.: philanthrōpían. Vgl. Tit 3:4, Fn.
Od.: „Dioskuren“, die Zwillingsbrüder Kastor u. Polydeukes (Pollux).
Jetzt Pozzuoli.
Od.: „Forum Appii (Appii-Forum)“. Lat.: Ạppii Fọrum.
Od.: „und Tres Tabernae“. Vgc(lat.): ac tres Tabẹrnas.
Od.: „den Kaiser“.
Wtl.: „ist dick (fett) geworden“.
Od.: „daß diese Rettung von Gott“.
In אAB fehlt V. 29; ItHss.Vgc: „Und als er dies gesagt hatte, gingen die Juden weg, wobei sie einen großen Disput untereinander hatten.“
Od.: „verkündete [ihnen] als Herold“. Gr.: kērýssōn; lat.: praedicans. Vgl. Da 5:29, Fn. („aus“).