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Erwachet! 1998
g98 8. 3. S. 3-4

Inwieweit kann man der Wissenschaft vertrauen?

VON UNSEREM KORRESPONDENTEN IN AUSTRALIEN

DIE meisten Menschen bewundern die Wissenschaft wegen ihrer vielen Errungenschaften in der Medizin, der Technik, der Kommunikation und in anderen Disziplinen. Wissenschaftliche Entdeckungen haben das Leben nahezu aller Menschen von heute berührt. Viele Forscher haben ihr ganzes Leben in den Dienst der Wissenschaft gestellt, und ehrliche Bestrebungen der Wissenschaft, die Lebensqualität zu heben, sind nur anzuerkennen. Ja, der Autor Tony Morton sagt sogar: „Die Wissenschaft ist ohne Zweifel eine der wichtigsten Stützen der modernen Zivilisation.“

In allen Lebensbereichen benötigt man jedoch Ausgewogenheit, um den wahren Wert einer Sache zu beurteilen, und die Wissenschaft ist davon nicht ausgenommen. Um uns eine solche ausgeglichene Ansicht zu erhalten, wollen wir uns mit der Aussage eines anderen Autors befassen, der die Rolle der Wissenschaft in unserem Leben weniger schmeichelhaft bewertet. Lewis Wolpert schreibt in seinem Buch The Unnatural Nature of Science: „Umfragen bestätigen, daß der Wissenschaft großes Interesse und große Bewunderung entgegengebracht wird, gekoppelt mit der unrealistischen Vorstellung, sie könne alle Probleme lösen; bei einigen Menschen ist jedoch auch eine tiefsitzende Furcht und Feindseligkeit zu spüren ... Wissenschaftler werden als nüchterne, namenlose und kühle Techniker gesehen.“

Der Aufstieg der Wissenschaft

Mit dem Betreten von Neuland durch wissenschaftliche Experimente ist immer ein gewisses Risiko verbunden. Doch wenn neue Entdeckungen aufzeigen, daß sich das Risiko lohnt, steigt das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Wissenschaft. Die Wissenschaft, die sich bis zu einem gewissen Grad im Glanz vergangener Erfolge sonnen kann, wagt sich an immer kühnere Projekte, und in ihrer Euphorie und ihrer ehrfürchtigen Scheu betrachten viele Menschen die Wissenschaft schließlich als das Allheilmittel für die Probleme der Menschheit. Die Folge ist, daß viele die Begriffe „Wissenschaft“ und „wissenschaftlich“ mit absoluter Wahrheit verknüpfen.

In der Veröffentlichung American Studies kann man folgenden Kommentar lesen: „In den 20er Jahren und verstärkt in den 30er Jahren galt ein Wissenschaftler im weißen Laborkittel in den Augen der Kunden als jemand, der mit Sicherheit objektiv beurteilen konnte, ob ein Produkt anderen Produkten ‚wissenschaftlich‘ überlegen sei. In einem Leitartikel der Nation vom Jahr 1928 wurde lamentiert: ‚Beginnt ein Satz mit den Worten: „Die Wissenschaft sagt“, läßt sich damit jeder Artikel, von der Zahnpasta bis zum Kühlschrank, verkaufen oder auf einer Gesellschaft im allgemeinen jede Diskussion beenden.‘“

Ist Wissenschaft jedoch zwangsläufig immer gleichbedeutend mit absoluter Wahrheit? Im Verlauf der Geschichte hatten wissenschaftliche Entdeckungen auch ihre erbitterten Gegner. Etliche Einwände entbehrten jeder Grundlage; andere schienen wohlbegründet. Galileis Entdeckungen erregten beispielsweise den Zorn der katholischen Kirche. Und wissenschaftliche Theorien über den Ursprung des Menschen lösten von wissenschaftlicher ebenso wie von biblischer Seite her heftigen Widerspruch aus. Es ist also nicht verwunderlich, daß jede neue wissenschaftliche Entdeckung sowohl Anhänger als auch Gegner auf den Plan ruft.

Ein altes lateinisches Sprichwort lautet: „Nur der Unkundige ist der Feind der Wissenschaft [oder des Wissens].“ Das trifft allerdings nicht mehr zu, denn die Wissenschaft steht heute stärker unter Beschuß als je zuvor, und zwar nicht von seiten Unkundiger. Mittlerweile ist es wohl so, daß die vormals von vielen als unanfechtbar betrachtete Wissenschaft von etlichen ihrer einstigen Jünger angegriffen wird. Man könnte fast sagen, daß immer mehr Anhänger der Wissenschaft nun ihre Richter, Schöffen und Henker geworden sind. Die großen Tempel wissenschaftlicher Gelehrtheit sind heute oftmals Schauplatz von Zwistigkeiten. Ein Grund für die Misere der Wissenschaft liegt darin, daß inzwischen mancher Betrug und manche Korruption wissenschaftlicher Gelehrter ans Tageslicht gekommen ist.

Häufiger denn je tritt somit die Frage auf: Kann man der Wissenschaft wirklich uneingeschränkt vertrauen? Der folgende Artikel beschäftigt sich mit einigen Gründen, die immer mehr Menschen zu einer solchen Fragestellung veranlassen.

[Herausgestellter Text auf Seite 4]

Ist Wissenschaft immer gleichbedeutend mit absoluter Wahrheit?

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