Leserbriefe
Saris
Gerade habe ich in der Erwachet!-Ausgabe vom 8. Juli 1988 den Artikel „Saris für Millionen“ gelesen, der mir sehr viel Freude bereitet hat. „Was für ein schönes Kleidungsstück!“ dachte ich mir, als ich den Sari sah, den die Frau auf dem Foto trägt. Der Artikel fördert bei dem Leser eine positive und respektvolle Einstellung gegenüber den indischen Frauen. Solche Artikel beseitigen jede Spur von Rassenvorurteilen, die noch in unserem Herzen sein mag. Es wurde erwähnt, daß die Inderin bei ihrer Hausarbeit einen älteren „Haussari“ trägt. Das gab mir, die ich hier im weit entfernten Japan die gleichen Arbeiten erledige, Selbstachtung. Ich wurde auch angeregt, über die „feminine Note“ von Kleidung nachzudenken, und ich habe mir vorgenommen, von jetzt an selbst dann darauf zu achten, daß meine Kleidung feminin und ordentlich ist, wenn ich nur in der Nachbarschaft einkaufen gehe.
N. I., „eine Frau, die es gern einmal mit einem Sari versuchen würde“, Japan
Zahnrettung
Mein 16jähriger Sohn hatte sich beim Radfahren einen Zahn ausgeschlagen. Ich erinnerte mich, in Awake! [8. Juni 1983] gelesen zu haben, daß man den Zahn entweder wieder in das Loch stecken, im Mund behalten oder ihn in Milch aufbewahren sollte, doch hatte ich vergessen, was das beste wäre. Daher rief ich die Notaufnahme eines Krankenhauses an. Völlig im Gegensatz zu dem Gelesenen wurde mir geraten, ihn in Eis zu packen. So rief ich noch eine andere Notaufnahme an und erzählte, woran ich mich erinnerte. Man riet uns, den Zahn wenn möglich wieder in das Loch zu stecken. Das taten wir und kamen so zur Notaufnahme, zum Kieferchirurgen und zur Wurzelbehandlung. Alle, die meinen Sohn behandelten, sagten, der Zahn wäre verloren gewesen, wenn wir ihn, wie zuerst empfohlen, in Eis gepackt hätten. Durch die Veröffentlichungen bekommt man wirklich eine gute Bildung. Ich mag gar nicht daran denken, was mir entgangen ist, da ich nicht jede Ausgabe sorgfältig gelesen habe.
P. L., Vereinigte Staaten
Künstliche Intelligenz
In dem Artikel über künstliche Intelligenz in der Erwachet!-Ausgabe vom 8. Juli 1988 fehlte einiges. Entweder wußte der Autor über verschiedene Entwicklungen auf diesem Gebiet nicht Bescheid, oder er ließ sie aus irgendwelchen Gründen unberücksichtigt ... In dem Artikel werden die neuronalen Netzwerke völlig ignoriert, durch die der Computer im wesentlichen genauso Muster erkennen kann wie das menschliche Auge oder Ohr. Momentan können diese Netzwerke nur mit den Ganglien einfacher Geschöpfe wetteifern ... Es ist ungewiß, ob sie je die Komplexität des menschlichen Gehirns erreichen, aber das ist vielleicht auch gar nicht notwendig ... Ich fürchte, der Artikel vertritt wie viele populärwissenschaftliche Artikel, die ich gelesen habe, den Gedanken: „Ist ja schon gut; ihr Menschen werdet immer allem anderen auf der Erde an Intelligenz überlegen sein.“ Ich denke, die Angst der Menschen, auf etwas Intelligenteres zu treffen, ist unbegründet und äußerst egozentrisch.
J. O., Vereinigte Staaten
„Erwachet!“ besprach, was sich auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz gegenwärtig tut und was heute in Gebrauch ist. Unser Leser J. O. beschäftigt sich eher mit hypothetischen Zukunftsvorstellungen, bei denen es, wie er zugibt, einige Unsicherheiten gibt. „Eine Studie des M.I.T. Lincoln Laboratory geht davon aus, daß es in den nächsten fünf Jahren möglich sein dürfte, ein neuronales Netzwerk zu erstellen, das so komplex ist wie das Gehirn einer Biene“, hieß es kürzlich in einem Leitartikel der „New York Times“ (7. September 1988). Ehre, wem Ehre gebührt: Jede Stufe künstlicher Intelligenz ist immer noch dem Werk des Schöpfers weit, weit unterlegen (Red.).