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  • Wirst du von Furcht beherrscht?
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Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1983
w83 15. 10. S. 3-4

Wirst du von Furcht beherrscht?

„IN DER heutigen Welt ereignen sich große Tragödien.“ So schrieb der Wissenschaftler und Philosoph René Dubos in seinem kürzlich erschienenen Buch Celebrations of Life (Feiern des Lebens). Er fuhr fort: „Paradoxerweise ist die heutige düstere Stimmung jedoch größtenteils nicht auf Schwierigkeiten zurückzuführen, denen wir tatsächlich gegenüberstehen, sondern auf Katastrophen, die sich noch nicht ereignet haben und sich vielleicht niemals ereignen werden.“ Mit anderen Worten: Der Mensch fürchtet die Zukunft, da er in Erwartung von Dingen lebt, die ungewiß und unkontrollierbar sind.

Was sind nach Dubos’ Ansicht einige der Katastrophen, die sich als drohende Aussichten abzeichnen? „Wir sind tief beunruhigt wegen der Möglichkeit nuklearer Kriegführung und wirklich schwerer Unfälle in Kernreaktoren ... Wir sind gemeinsam in Sorge, da wir erwarten, daß sich die Weltverhältnisse verschlechtern, wenn die Bevölkerung und die Technisierung weiter im gegenwärtigen Maß zunehmen. Die Erde wird bald übervölkert und ihre Bodenschätze werden erschöpft sein; es wird katastrophale Lebensmittelknappheit geben.“ Obwohl René Dubos selbst ein Optimist ist, erkennt er an, daß wir in einer „Atmosphäre düsterer Erwartung [leben], die sich heute über die ganze Erde erstreckt“.

Alvin Toffler, Soziologe und Journalist, verbrachte fünf Jahre damit, mit vielen Menschen aus den verschiedensten Lebensbereichen über die Auswirkungen des Umbruchs und der Zukunft auf ihr Leben zu sprechen. „Nobelpreisträger, Hippies, Psychiater, Ärzte, Geschäftsleute, professionelle Futurologen, Philosophen und Pädagogen haben mir berichtet, mit welchen Besorgnissen und Befürchtungen sie den Veränderungen und den Anpassungsschwierigkeiten der Zukunft entgegensehen“ (Der Zukunftsschock, S. 10; Kursivschrift von uns). Seine Nachforschungen bestätigten, daß Besorgnis und Furcht vor der Zukunft zu etwas Normalem geworden sind.

Passenderweise wurde dieses Gefühl schlimmer Vorahnungen, das während unseres Jahrhunderts die gesamte Menschheit plagt, von Jesus Christus vor nahezu 2 000 Jahren vorhergesagt. Als er prophezeite, daß der Tempel in Jerusalem zerstört werden würde, wollten seine Jünger gern folgendes wissen: „Wann werden diese Dinge tatsächlich sein, und was wird das Zeichen dafür sein, wann diese Dinge geschehen sollen?“ (Lukas 21:7).

Im ersten Teil seiner Antwort schilderte Jesus Ereignisse, die viele Glieder jener Generation selbst miterlebten. Aber er benutzte die Frage seiner Jünger auch dazu, weltumspannende Ereignisse zu erwähnen, die nicht von jener letzten jüdischen Generation, die im Tempel Anbetung darbrachte, bezeugt werden sollten, sondern — weit wichtiger — von denjenigen, die während des Abschlusses des gegenwärtigen Weltsystems leben würden. Er sagte warnend: „Auch wird es Zeichen an Sonne und Mond und Sternen geben und auf der Erde Angst und Bangen unter den Nationen, die wegen des Tosens des Meeres und seiner Brandung weder aus noch ein wissen, während die Menschen ohnmächtig werden vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über die bewohnte Erde kommen; denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden“ (Lukas 21:25, 26, 32).a

Menschen vergangener Generationen lebten offensichtlich auch in Furcht — in Furcht vor lokalen Kriegen, vor Seuchen, Katastrophen und sozialen Veränderungen. Hat aber die Generation von 1914 etwas anderes beobachtet? Bestimmt, denn seit jenem Wendepunkt wird die ganze „bewohnte Erde“, alle Nationen, von Furcht beherrscht (Lukas 21:25, 26). In den vergangenen 69 Jahren hat sich so vieles ereignet, daß ältere Personen, die es miterlebt haben, beunruhigt und voller Furcht sind. Und wegen der nuklearen Bedrohung machen sich heute Personen jeden Alters, sogar Kinder, über ihre Lebenserwartung Gedanken. Man hat richtigerweise gesagt, daß FURCHT das vorherrschende Gefühl oder die hauptsächliche Gemütsbewegung des 20. Jahrhunderts ist.

Aber vielleicht denkst du, wir würden übertreiben. Ist die Furcht vor gegenwärtigen und künftigen Ereignissen wirklich so weit verbreitet, daß wir glauben können, dadurch erfülle sich Jesu Prophezeiung? Ist sie tatsächlich ein Teil des Beweises dafür, daß wir in der „Zeit des Endes“ leben? Leben wir in dem Zeitabschnitt, wo „die Menschen ohnmächtig werden vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über die bewohnte Erde kommen“?

[Fußnote]

a Die spanische katholische Cantera-Iglesias-Bibel enthält eine Fußnote zu dem Parallelbericht in Matthäus, Kapitel 24. Sie lautet: „Die Herrlichkeit des Tempels gibt Jesus die Gelegenheit, seine Zerstörung vorherzusagen; die Jünger fragen, wann diese Zerstörung sein werde (Vers 3), und leiten mit dieser Frage das Thema der endgültigen Weltkatastrophe, ihres Datums und der vorausgehenden Zeichen ein.“

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