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  • Ist die Entwicklungslehre mit dem Christentum vereinbar?
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Erwachet! 1976
g76 8. 4. S. 27-29

Was sagt die Bibel?

Ist die Entwicklungslehre mit dem Christentum vereinbar?

GEMÄSS der Entwicklungslehre haben sich alle Lebewesen aus einzelligen Organismen entwickelt, die vor vielen hundert Millionen Jahren ins Dasein gekommen sein sollen. Angeblich ist die unendliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren, die es heute auf Erden gibt, allein durch biologische Veränderungen zustande gekommen.

Eine Anzahl Personen, die diese Theorie anerkennen, glauben an Gott. Sie sind der Ansicht, daß Gott den ganzen Entwicklungsprozeß in Gang gesetzt und überwacht habe. Bist du auch dieser Meinung?

Viele vertreten den Standpunkt, es bestehe kein wirklicher Widerspruch zwischen der Entwicklungslehre und den entscheidenden Grundsätzen des Christentums. Es gibt jedoch einige grundlegende Gesichtspunkte, die zeigen, daß sich diese beiden Lehren absolut nicht miteinander vereinbaren lassen.

Da wäre zunächst die Behauptung der Evolutionisten zu erwähnen, alle Lebensformen hätten sich aus einem gemeinsamen Ursprung entwickelt und seien daher — zumindest aus der fernen Vergangenheit her — miteinander verwandt. Die Bibel sagt jedoch eindeutig, Gott habe die verschiedenen Pflanzen, Fische, Vögel und Landtiere sowie den Menschen getrennt voneinander, „nach ihrer Art“, erschaffen (1. Mose 1:11, 12, 20-22, 24-28; 2:7, 21-23). Sollten Christen heute den Schöpfungsbericht zugunsten der Entwicklungslehre verwerfen? Ist es „unwissenschaftlich“ zu glauben, Gott habe die Pflanzen- und Tierformen getrennt voneinander, „nach ihrer Art“, erschaffen?

Das maßgeblichste Zeugnis für Christen ist das Zeugnis Jesu Christi. Beachte, was er gewissen religiösen Führern sagte: „Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, sie von Anfang an männlich und weiblich gemacht hat und sprach: ,Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden e i n Fleisch sein‘?“ (Matth. 19:4, 5). Daraus geht klar hervor, daß Jesus den Bericht der Bibel darüber, wie das Leben entstand, anerkannte.

Die gesamten Christlichen Griechischen Schriften stimmen darin überein. Zum Beispiel lesen wir: „Denn der Mann ist nicht aus der Frau, sondern die Frau aus dem Mann“ (1. Kor. 11:8; vergleiche 1. Mose 2:21-23). „Der Gott, der die Welt und alles, was darin ist, gemacht hat, ... hat aus e i n e m Menschen jede Nation der Menschen gemacht, damit sie auf der ganzen Erdoberfläche wohnen“ (Apg. 17:24-26; vergleiche 1. Mose 1:27, 28).

Können gebildete Menschen jedoch heute noch solchen Erklärungen Glauben schenken? Haben die Entdeckungen der Wissenschaftler nicht bewiesen, daß der Schöpfungsbericht der Bibel falsch ist? In einigen Kreisen vertritt man diese Ansicht. Doch wie viele Menschen haben sich wirklich selbst überzeugt? Hast du das getan? In dem ersten Kapitel der Genesis, des ersten Buches Mose, heißt es nicht, Gott habe jede Spezies der Pflanzen und Tiere getrennt voneinander erschaffen. Im Bibelbericht heißt es, alle Lebewesen seien „nach ihrer Art“ hervorgebracht worden. Was bedeutet dieser Ausdruck? Damit ist lediglich gemeint, daß sich jede Hauptgruppe von Lebewesen, wie zum Beispiel der Mensch, von anderen Hauptgruppen unterscheidet. Das läßt jedoch große Variationen innerhalb jeder Genesis„art“ zu.

Trifft das nicht genau auf die vielen Lebensformen zu, die es heute gibt? Wahrscheinlich kannst du die Variationen von Katzen und Hunden gar nicht zählen, die du schon in deinem Leben gesehen hast. Doch bleiben sie nicht Katzen und Hunde? Die Grenze zwischen Katze und Hund wird nie überschritten. Und wie verhält es sich mit den Menschen? Auch unter den Menschen ist eine große Vielfalt zu beobachten, zum Beispiel in bezug auf Haarfarbe, Augenfarbe, Größe, natürliche Fähigkeiten und Charakterzüge, doch sie bleiben immer Menschen. Diesbezüglich schrieb der bekannte Zoologieprofessor Theodosius Dobzansky:

„Im Tier- und Pflanzenreich gibt es keine zwei Varianten, die durch eine ununterbrochene Reihe von Zwischenstufen miteinander verbunden sind, sondern es sind mehr oder weniger scharf voneinander getrennte Kreise vorhanden, und Zwischenglieder zwischen diesen fehlen oder sind mindestens selten.“

Und wie steht es mit den Funden von Fossilien aus ferner Vergangenheit? Finden wir darunter einen Beweis für eine stetige Entwicklung aller Lebewesen? Oder bilden die Fossilienfunde einen weiteren Beweis dafür, daß die Hauptgruppen der Lebewesen voneinander verschieden sind? Der Paläontologe George Gaylord Simpson schrieb diesbezüglich:

„Die Tatsachen zeigen, daß viele Arten und Gattungen, und zwar die Mehrheit, plötzlich in der Überlieferung erscheinen und sich scharf und nach vielen Richtungen hin von jeder früheren Gruppe unterscheiden. Dieses Auftreten von Diskontinuitäten wird um so allgemeiner, je höher die systematische Stufe ist, bis es hinsichtlich der Ordnungen und aller höheren Stufen der taxonomischen Hierarchie in der Tat universal ist“ (Zeitmaße und Ablaufformen der Evolution, 1951, S. 142).

Bestätigen diese Tatsachen aus der lebenden und der fossilen Tierwelt nicht vollständig den Schöpfungsbericht, der sagt, daß die Lebensformen „nach ihrer Art“ ins Dasein gekommen sind und sich „nach ihrer Art“ fortpflanzen?

Eine bedeutende Lehre des Christentums finden wir in Römer 5:12, wo es heißt, daß „durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt hineingekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten“. Deswegen war es notwendig, daß Jesus Christus auf die Erde kam und als „das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt“, einen Opfertod starb (Joh. 1:29). Diese christliche Wahrheit steht jedoch in völligem Gegensatz zur Entwicklungslehre. Wieso? Weil der Mensch gemäß dieser Lehre nicht zu Anfang der Sünde verfallen ist, sondern sich ständig höher entwickelt hat. Wenn das wahr wäre, bestände keine Notwendigkeit für den sündensühnenden Tod Jesu.

Und wie steht es mit dem wichtigsten Erkennungsmerkmal des Christentums? Jesus sagte: „Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt“ (Joh. 13:35). Jesus gab in seiner berühmten Bergpredigt seinen Zuhörern den Rat, sogar ihre „Feinde“ zu lieben (Matth. 5:44). Verträgt sich die Entwicklungslehre mit dem Gesetz der christlichen Liebe? Paul Raubiczak, ein Professor der Philosophie, erwähnt einige Auswirkungen des evolutionistischen Denkens auf die Menschheit:

„Die Entwicklungslehre ist die Grundlage einer vollständigen Philosophie geworden. ... Tatsächlich hat die Philosophie, die sich auf den Darwinismus stützt, einen außerordentlich starken Einfluß auf die gesamte Entwicklung der europäischen Gedankenwelt ausgeübt, weit über die Bereiche der Wissenschaft und der Philosophie hinaus. Der unbarmherzige Daseinskampf, bei dem es um Leben und Tod geht, ist in eine neue Moral übersetzt worden, als unbarmherziger Wettbewerb in einer kapitalistischen Welt, als unbarmherzige Kriegführung in der kommunistischen Welt und als unbarmherziger Nationalismus überall.“

Die Entwicklungslehre anzuerkennen kann weitreichende Folgen nach sich ziehen. Würdest du zu der Überzeugung kommen, daß die biblische Ansicht über den Ursprung des Lebens nicht korrekt sei, wie würde das dann deine Ansicht über andere Aussagen der Bibel, zum Beispiel über ihre hohen sittlichen Grundsätze, beeinflussen? Könnte es sein, daß diese Theorie deinen Glauben an Gott völlig zerstören würde, wie es bei Millionen anderen der Fall war?

Zusammenfassend gesagt, leugnet die Entwicklungslehre, daß sich die Hauptgruppen der Lebewesen voneinander unterscheiden und in der ganzen Geschichte des Lebens auf Erden verschieden gewesen sind. Sie leugnet die Wahrheit, daß der Mensch der Sünde verfallen ist, und damit auch die daraus folgende Notwendigkeit des Loskaufsopfers Jesu (Matth. 20:28; 1. Tim. 2:5, 6). Sie hat dazu beigetragen, daß ein großer Teil der Menschheit den Glauben an Gott verloren hat, und hat den Daseinskampf und das „Überleben des Tüchtigsten“ in den Vordergrund gestellt und dadurch einen Geist gefördert, der zu unermeßlichem Blutvergießen geführt hat. Die Entwicklungslehre ist daher eindeutig nicht mit dem Christentum vereinbar.

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