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Erwachet! 1980
g80 22. 9. S. 25-27

Sie schätzten unsere Gastfreundschaft

Ein Bericht über einen Brand der Alarmstufe 5, wie er von einem Aufseher des Bethelheims der Watchtower Society in Brooklyn (New York) erzählt wurde

MIT Interesse verfolgten wir einige Monate lang eine allmähliche Veränderung. Am Hotel Margaret, das direkt gegenüber unserem Bethelheim liegt, wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt.

Das Bethelheim der Watchtower Bible and Tract Society befindet sich schon seit 1909 hier in Brooklyn Heights. Damals war das Hotel Margaret bereits 20 Jahre als Luxushotel erster Klasse in Betrieb. In der letzten Zeit war es jedoch unbewohnt, da es für 7 Millionen Dollar renoviert wurde.

Viele von den Bewohnern des Bethels wurden am Morgen des 1. Februar 1980 kurz vor 4 Uhr durch den Lärm von Feuerwehrfahrzeugen aufgeweckt. Mit Erstaunen sahen wir durch unsere Fenster, daß in den oberen Stockwerken des 12stöckigen Hotels Flammen loderten.

Eines unserer Gebäude, Columbia Heights 107, ist nur durch die Straße vom Hotel getrennt. Wegen der Hitzeentwicklung und weil ein starker Wind zu unserem Gebäude herüberwehte, hielt man es für vernünftig, es zu räumen.

Obwohl in diesem Gebäude etwa 500 Mitglieder unserer Bethelfamilie wohnen, war es binnen weniger Minuten geräumt. Die meisten verließen das Gebäude im Nachtgewand, und einige waren sogar barfuß, und das bei einer Temperatur von minus 11 °C. Viele begaben sich zur Hauptanmeldung unseres Bethelheims, um die weitere Entwicklung abzuwarten. Andere wurden von ihren Freunden, die in anderen Gebäuden wohnen, eingeladen. Kurz darauf kamen Feuerwehrleute, um uns zu bitten, das Gebäude zu räumen, doch sie waren überrascht zu erfahren, daß das bereits geschehen war.

Die Feuerwehr sah sich vor eine gewaltige Aufgabe gestellt. Die tragenden Teile des Gebäudes bestanden nämlich völlig aus Holz, nur die Wände waren gemauert. Als sich das Feuer ausbreitete, fielen die Holzböden und Stützbalken auf die darunterliegenden Stockwerke, so daß eine Brandbekämpfung vom Inneren des Gebäudes aus unmöglich war. Wir bewunderten die Teamarbeit und die Leistung der 150 Feuerwehrleute. Auf dem Höhepunkt des Brandes stürzte eine der oberen Wände auf die Straße und beschädigte zwei Feuerwehrfahrzeuge und mehrere parkende Autos.

Viele Nachbarn nahmen freundlicherweise Familien auf, die evakuiert worden waren.

Während sich das Feuer Stockwerk um Stockwerk nach unten „vorarbeitete“, kam die Befürchtung auf, daß die Außenmauern einstürzen könnten. Man zog Bauingenieure und Beamte der Stadtverwaltung zu Rate.

Am Freitag nachmittag wurde die Entscheidung getroffen, den nahe gelegenen Brooklyn-Queens Expressway vorübergehend zu sperren, da die vorbeifahrenden Autos gefährdet waren. Man ließ einen Kran herbeischaffen, der einen Teil der Außenmauern abnahm. Bevor diese Arbeit am Montag abgeschlossen wurde, konnte kein Bewohner des 107er Gebäudes in sein Zimmer zurückkehren. Daher trafen die meisten dieser 500 Bewohner Vorkehrungen, das Wochenende bei ihren Freunden in anderen Gebäuden des Hauptbüros zu verbringen.

Die aktive Phase des Feuers dauerte etwa drei Tage an, aber danach schwelte es etliche Tage weiter. Während dieser Zeit benutzten viele Polizisten, Feuerwehrleute, Vertreter der Stadtverwaltung und Abbrucharbeiter den Empfangsraum des Bethels als Treffpunkt. Dadurch konnten wir diese Männer und ihre Arbeit aus nächster Nähe kennenlernen.

Gastfreundschaft

Die Feuerwehrleute waren sehr beeindruckt von der Gastfreundschaft, die ihnen erwiesen wurde. Zum Beispiel wurden Hunderte von Männern, die in der Anmeldung des Bethels ein und aus gingen, ständig mit heißem Kaffee, mit belegten Broten und anderen Annehmlichkeiten versorgt. Ihnen wurde an mehreren Morgen ein vollständiges Frühstück serviert.

Ein Feuerwehrmann sagte: „In all meinen 15 Dienstjahren ist mir noch nie zuvor eine solche Gastfreundschaft erwiesen worden.“ Ein anderer sagte: „Wer ist hier der Verantwortliche, so daß wir ihm schreiben und uns bei ihm für die Gastfreundschaft bedanken können?“

Viele dieser Männer hatten nie zuvor eine echte Gelegenheit gehabt, Jehovas Zeugen kennenzulernen. Sie äußerten sich über die Freundlichkeit und Willigkeit der Bethelmitarbeiter und über die Sauberkeit in den Gebäuden. Es ergaben sich auch viele biblische Gespräche.

Ein Polizist sagte: „Ich bin in diesem Viertel schon seit sieben Jahren tätig und kann mich nicht erinnern, mit den Leuten, die hier wohnen, jemals Schwierigkeiten gehabt zu haben. Wenn jeder so wäre wie sie, müßten wir nicht hier sein.“ Sie genossen unsere Gastfreundschaft, und wir schätzten ihren wirkungsvollen und furchtlosen Einsatz bei dieser gefährlichen Aufgabe.

In den darauffolgenden Wochen gingen von mehreren Kompanien, die an der Brandbekämpfung beteiligt waren, Dankschreiben ein. Auf der gegenüberliegenden Seite sind drei dieser Briefe abgedruckt.

Es ist wirklich schade, daß jetzt dieses kürzlich renovierte historische Wahrzeichen zerstört ist. Wir sind jedoch dankbar dafür, daß aufgrund der Bemühungen der Feuerwehrleute und anderer städtischer Bediensteter niemand ums Leben kam oder schwer verletzt wurde.

Viele von uns machten sich Gedanken über die Vergänglichkeit materieller Dinge, denn wir sahen aus nächster Nähe, wie schnell sie in Rauch aufgehen können. Und es freute uns sehr, unsere „lebendige Hoffnung“ auf Gottes herannahendes neues System denjenigen nahezubringen, mit denen wir bei dieser Gelegenheit in Kontakt kamen.

[Kasten auf Seite 27]

The City of New York

FIRE DEPARTMENT

Engine Company 224

274 Hicks Street

Brooklyn, New York 11201

February 10, 1980

Mr. George Couch

World Wide Headquarters

Jehovahʹs Witnesses Administrative Offices

124 Columbia Heights

Brooklyn, New York 11201

Sehr geehrter Herr,

ich möchte die Gelegenheit wahrnehmen, um mich im Namen der Offiziere und der Mannschaft der 224. Kompanie bei Ihnen und den vielen Mitgliedern der Familie von Jehovas Zeugen für die aufrichtige Freundlichkeit und Großzügigkeit zu bedanken, die Sie uns in der Nacht des Brandes des Hotels Margaret und auch in der Zeit danach erwiesen haben.

Es ist ein wunderbares Gefühl, zu wissen, daß es gute, freundliche Leute gibt, die sich um die Feuerwehrleute in ihrer Nachbarschaft kümmern.

Mit freundlichem Gruß

Richard J. Sullivan

Hauptmann, 224. Kompanie

The City of New York

FIRE DEPARTMENT

HEADQUARTERS 10th DIVISION

February 18, 1980

George Couch

Director of Operations

Sehr geehrter Herr Couch,

ich schreibe Ihnen diese Zeilen, um meine aufrichtige Wertschätzung für Ihre Herzlichkeit und Fürsorge zum Ausdruck zu bringen, die Ihre Mitarbeiter beim Brand der Alarmstufe 5 im Hotel Margaret bekundeten.

Ich möchte Ihnen meinen persönlichen Dank und den aller Feuerwehrleute der Stadt New York aussprechen, die an dieser schwierigen Brandbekämpfung bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt mitwirkten.

Ihre Fürsorge, die sich darin zeigte, daß Sie uns eine Stätte der Herzlichkeit und der Nahrungsversorgung boten, wird unvergessen bleiben.

Gott segne Sie!

Joseph A. Ippolito

Stellvertretender Direktor, 10. Division

The City of New York

FIRE DEPARTMENT

Engine Company 205

74 Middagh Street

Brooklyn, N.Y. 11201

February 12,

Watchtower Bible and Tract Society

124 Columbia Heights

Brooklyn, N.Y. 11201

Liebe Freunde,

wie sollen wir nur Ihnen allen danken für die vielen Stunden der Gastfreundschaft, die Sie mir und meinen Kollegen erwiesen haben! In der heutigen Gesellschaft besteht die Tendenz wegzuschauen, wenn jemand in Not ist, aber Sie haben es vorgezogen, das Bedürfnis nach Unterschlupf, nach heißem Kaffee und Nahrung nicht zu übersehen.

Diese freundliche Geste wird den Hunderten von Feuerwehrleuten noch lange in Erinnerung bleiben, die am 1. Februar 1980 und auch in den sieben Tagen danach den Brand der Alarmstufe 5 im Hotel Margaret bekämpften. Ich bin davon überzeugt, daß die Männer sich auch geistig angeregt fühlten, denn Ihre Bemühungen waren nur aufgrund Ihrer Liebe zu Gott möglich.

Mein aufrichtigster Dank

Leutnant, 205. Komp.

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