Kongresse zur Förderung eines siegreichen Glaubens
ÜBER 2 000 000 mutige Christen bewahren trotz der vielen Probleme, vor die sich die heutige Welt gestellt sieht, ihre Standhaftigkeit. Die Serie von mehr als 100 internationalen Kongressen, die vor kurzem stattfanden und von über 2 000 000 Personen besucht wurden, ließ diese Menschen sowohl für ganze Völker als auch für Einzelpersonen zu einem Schauspiel werden. Aufsehenerregend war schon das Motto, unter dem diese christlichen Kongresse standen: „Siegreicher Glaube“.
Im Schlüsselvortrag am Eröffnungstag des Kongresses wurde die Aufmerksamkeit auf die Worte gelenkt: „Das ist die Siegesmacht, die die Welt besiegt hat: unser Glaube“ (1. Joh. 5:4). „Was für ein Sieg ist dieser Glaubenssieg?“ fragte der Redner und sagte weiter: „Nun, Glauben zu haben bedeutet, so fest von unsichtbaren oder künftigen Dingen überzeugt zu sein, daß sie für den Gläubigen Wirklichkeit werden. Ganz im Gegensatz zur Leichtgläubigkeit, die auf Gefühlen oder Aberglauben beruht und somit eine sehr unsichere Grundlage hat, ist der wahre christliche Glaube auf einer sicheren Grundlage aufgebaut, auf Jesus Christus. Dieser Glaube ist unzerstörbar wie ,Gold, Silber und Edelsteine‘“ (1. Kor. 3:11-14). Aber worin zeigt sich dieser Glaube?
DER GLAUBE FINDET EINEN WEG
Für manche war schon der Besuch eines Kongresses an sich eine Glaubensprüfung. Hier einige Beispiele dafür: Die Worte einer Frau aus den Vereinigten Staaten, die den Kongreß in Montreal (Quebec, Kanada) besuchte, verrieten den Geist eines siegreichen Glaubens. Sie muß jeden zweiten Tag an eine künstliche Niere angeschlossen werden. Da sie kein transportables Gerät besitzt, mußte sie für jede Behandlung ein Krankenhaus in Montreal aufsuchen. War das für sie ein Hindernis? Nein, keineswegs! Sie sagte: „Ich werde mich doch nicht durch so etwas Geringfügiges abhalten lassen!“ Und sie ließ sich nicht abhalten.
Ein siegreicher Glaube zeigte sich auch bei einer großen Familie aus einem der Nordstaaten der USA, die ebenfalls den Kongreß in Montreal besuchte. Ihr Haus war einem Feuer zum Opfer gefallen. Die Familie wohnte in einem Schulbus, den man in einen Wohnwagen umgewandelt hatte. Die Mutter, eine kürzlich getaufte Christin, stellte sich auf den Standpunkt: „Jehova wird für alles sorgen.“ Ein Großteil der bescheidenen finanziellen Mittel der Familie hatte dazu gedient, den Wagen fahrtüchtig zu machen, aber in der Nähe von Montreal fiel der Motor aus und das Abschleppen bis zur Wohnwagenstadt des Kongresses kostete eine schöne Stange Geld. Mitzeugen bezahlten freiwillig die Hälfte der Rechnung, und als sie erfuhren, daß der Motor nicht mehr repariert werden konnte, sorgten sie dafür, daß die Familie mit Freunden in ihre Heimat zurückfahren konnte. Bewohner der Wohnwagenstadt spendeten außerdem genug Geld, damit die Familie bei ihrer Rückkehr ein gleichwertiges Fahrzeug erstehen konnte. Der Vater, der noch nicht getauft war, war von der spontanen Großzügigkeit so überwältigt, daß ihm die Tränen kamen. Er sagte, er habe die Liebe tatsächlich erlebt, von der er in den Veröffentlichungen der Zeugen Jehovas immer gelesen habe (Joh. 13:34, 35).
Unter den Tausenden von Anwesenden beim internationalen Kongreß „Siegreicher Glaube“ in New Orleans (USA) befand sich eine verheiratete Schwester, die mit ihrem vierjährigen Kind und einem sechs Monate alten Baby „allein“ gekommen war. „Niemand sonst in meiner Familie ist in der Wahrheit“, schrieb sie. „Dort im ,Superdome‘ fühlte ich mich wie in einer Oase. Ich wußte, daß es mir gefallen würde, und ich hatte Gutes erwartet. Doch hatte ich keine Ahnung, welche Freude es mir bereiten würde, mit all den Brüdern und Schwestern an einem Ort zusammen zu sein.“ Auch die besondere, von Band gespielte Musik war ergreifend. Die Schwester sagte: „Als das erste Lied gesungen wurde, konnte ich nicht bis zum Ende mitsingen, weil ich vor Freude weinte.“
SIE ERRANGEN EINEN GLAUBENSSIEG
Unter der großen Zahl von Anwesenden befanden sich viele, die erst kurz vorher einen Glaubenssieg errungen hatten. Wie? Indem sie weltliche Wege verließen, sich durch Jesus Christus Jehova Gott hingaben und sich dann taufen ließen. Von den 785 051 Personen, die auf den 20 internationalen Kongressen in den Vereinigten Staaten anwesend waren, wurden 5 539 getauft. Mit Hilfe des heiligen Geistes Gottes hatten einige von ihnen ihre Persönlichkeit grundlegend geändert (Kol. 3:8-10).
Als zum Beispiel eine Frau im Jahre 1974 die Bibel zu studieren begann, waren sie und ihr Mann drogenabhängig. Während ihr Mann seine Lebensweise weiter pflegte, entschloß sie sich für den Weg Jehovas. Im Jahre 1976 ließ sich der Mann auf gesetzlichem Wege von ihr scheiden, doch im Jahre 1977 verlor er seinen ganzen Besitz. Dann erinnerte er sich an das, was ihm seine Frau über die „letzten Tage“ erzählt hatte (2. Tim. 3:1-5). Nachdem er sich mit mehreren Glaubensgemeinschaften der Christenheit befaßt hatte, kam er zu der Überzeugung, daß sie nicht die biblische Wahrheit lehrten. Er betete daher, Gott möge ihm die wahre Religion zeigen und ihm helfen, Herzensfrieden zu erlangen. Eines Tages erfuhr er, wo der Königreichssaal am Ort war. Er berichtet:
„Ich ging an einem Abend dorthin und erhielt von einem Bruder kostenlos eine Bibel, obwohl ich dafür bezahlen wollte. Mein Aussehen hatte ihn wohl davon überzeugt, daß ich eine Bibel brauchte, da mein Haar bis zu den Hüften herabfiel. Ich begann noch in derselben Nacht, in der Bibel zu lesen, und merkte schon nach kurzer Zeit, daß ich sie nicht verstand. Daher ging ich wieder hin, um weitere Hilfe zu erhalten. Man gab mir ein Wahrheits-Buch [das Buch Die Wahrheit, die zu ewigem Leben führt] und sagte mir, ein Bruder werde mit mir studieren. Ich war sofort damit einverstanden.
Dann heiratete ich meine frühere Frau wieder (am 1. Juli 1978), und wir konnten zusammen mit unseren Söhnen im Alter von 16 und 14 Jahren den Kongreß ‚Siegreicher Glaube‘ besuchen, wo ich mich [am 22. Juli] taufen ließ.“
GLÜCKLICHE FAMILIEN MIT EINEM SIEGREICHEN GLAUBEN
Durch einen untätigen Glauben — lediglich durch Glauben an etwas Geistiges — werden getrennt lebende Ehepartner nicht wieder vereint. Dazu ist ein dynamischer Glaube erforderlich, ein wirklich siegreicher Glaube. In einer Zeit, in der Ehen scheitern und immer mehr Familien zerfallen, setzt sich ein solcher Glaube durch. Er führt zu einem glücklichen Familienleben.
Die bei den internationalen Kongressen „Siegreicher Glaube“ Anwesenden setzten sich in der Hauptsache aus christlichen Familien zusammen, die sich von Gottes Wort, der Bibel, leiten lassen. Der stellvertretende Bürgermeister einer kanadischen Kongreßstadt sagte interessanterweise: „Bemerkenswert ist Ihr offensichtliches Interesse am Familienleben und Ihr Lebensstil, der die Rechtschaffenheit fördert. Das ist etwas, woran auch ich interessiert bin, und ich freue mich zu sehen, daß Sie etwas dafür tun.“
Der vierte Tag der internationalen Kongresse stand daher passenderweise unter dem Motto „Habt Glauben zur Rettung eurer Hausgemeinschaft“ (Hebr. 11:7). In dem Vortrag „Die Bewältigung von Eheproblemen in unserer modernen Welt“ wurde treffend gezeigt, daß die Selbstsucht des einzelnen oft die Ursache der Eheprobleme ist. Doch die Pflege christlicher Eigenschaften ermöglicht es sowohl dem Ehemann als auch der Ehefrau, Gott wohlgefällig zu handeln. Die verschiedenen Programmpunkte ließen keinen Zweifel daran, daß es mit einem siegreichen Glauben möglich ist, das Familienleben glücklich zu gestalten.
Um eine glückliche Ehe zu führen, mag man sich jedoch in mancher Hinsicht ändern müssen. Auf dem internationalen Kongreß in Winnipeg (Manitoba, Kanada) gab zum Beispiel ein Mann zu: „Mir fiel es auch schwer, die Rolle des Hauptes zu übernehmen, da es viel einfacher war, wenn ... [meine Frau] die Führung übernahm. Aber schließlich schaffte ich es“ (Eph. 5:21-23, 33).
Es ist eine Freude, zu beobachten, daß in der heutigen Welt ganze Familien einen siegreichen Glauben bekunden. Wirklich bemerkenswert war die große Familie, die dem spanischen internationalen Kongreß in Los Angeles (Kalifornien) beiwohnte. Die biblische Wahrheit fand im Jahre 1917 Eingang in diese Familie, als der Großvater die Veröffentlichungen des Volkes Gottes zu lesen begann. Jahre danach zog die verwitwete Großmutter nach Mexiko und begann dort unter der Anleitung einiger Vollzeitverkündiger, die Bibel zu studieren. Ihre 12 Söhne und Töchter wurden angehalten, daran teilzunehmen, indem sie jeweils ein Bibelbuch lesen und dann einen Bericht darüber geben mußten. Heute bekunden mehr als 150 Glieder dieser Familie einen siegreichen Glauben, einige von ihnen sind Älteste, Dienstamtgehilfen oder Pioniere (Vollzeitverkündiger der „guten Botschaft“). Dem spanischen Kongreß in Los Angeles wohnten 106 Glieder dieser Familie bei.
SIEGREICHER GLAUBE UNTER JUGENDLICHEN
Wer ein glückliches Familienleben führen möchte, darf Kinder und Jugendliche nicht übersehen. Daher stand ein ganzer Kongreßtag passenderweise unter dem Motto „Jugendliche, seid Vorbilder im Glauben“ (1. Tim. 4:12). Ein Höhepunkt des Programms an diesem Tag war das glaubensstärkende Drama „Ihr Jugendlichen — Was ist euer Lebensziel?“ Es handelte von dem Glauben und dem selbstlosen, gottgefälligen Dienst des jungen Timotheus, eines Gefährten des christlichen Apostels Paulus.
Zu den Darstellern dieses Dramas gehörten auf dem internationalen Kongreß „Siegreicher Glaube“ in Milwaukee (Wisconsin, USA) drei leibliche Brüder. Sie erklärten übereinstimmend, daß der Tod ihres Vaters, der plötzlich krank geworden war, die größte Prüfung und gleichzeitig eine Stärkung ihres Glaubens mit sich gebracht hatte. Was half diesen Jugendlichen, einen siegreichen Glauben zu bekunden? Einer von ihnen, Lawrence, sagte: „Die Wahrheit hat unsere Familie zusammengehalten. Vater war, solange er lebte, streng mit uns. Er rief uns Jungen gewöhnlich zusammen und unterhielt sich mit uns über Dinge des Lebens.“ Lester (17) fügte hinzu: „Und er ermunterte uns immer, beständig vorwärtszugehen.“ Außerdem sagte er: „Mutter trat einfach in seine Fußstapfen und sorgte dafür, daß unsere Familie im Glauben blieb.“ Leon (20), der im Drama Timotheus darstellte, sagte: „Die Ältesten [in der Versammlung] pflegten Gemeinschaft mit uns, luden uns zum Predigtdienst ein und halfen uns, im Glauben stark zu bleiben.“ Ja, junge Christen haben wirklich einen Glauben, der sich in der heutigen Welt durchsetzt.
VORTEILE BEREITS OFFENKUNDIG
Durch diese internationalen Kongresse sollte ein siegreicher Glaube gefördert werden. Personen, die Gottes Wort beachten, zeigen jedoch bereits, daß sie aus seinem Rat Nutzen ziehen. Der Eigentümer eines Motels in San Francisco (Kalifornien, USA) sagte: „Ich habe mich gefreut, daß mein Haus voller Zeugen Jehovas war. Ich darf sagen, daß sich Ihre Kinder sehr anständig benommen haben. Sie machten sich nicht an den Eismaschinen zu schaffen, spielten nicht mit dem Aufzug herum und rannten nicht auf den Gängen hin und her, wie Kinder das sonst gewöhnlich tun.“
San Juan (Puerto Rico) ist ebenfalls eine Stadt, in der Jehovas Zeugen zu internationalen Kongressen zusammenkamen. Dort sagte ein Hoteldirektor: „Ich freue mich besonders über die Kinder. Wir haben absolut keine Probleme mit ihnen. Ihr Benehmen ist sehr gut. Obgleich über 200 Zeugen Jehovas als Gäste in unserem Hotel sind, ist es sehr ruhig. Ich wünschte, alle, die hier waren, wären Zeugen Jehovas gewesen. Ich habe noch nie so viele Kinder und Erwachsene friedlich und einträchtig beisammen gesehen.“
Ein Mann, der seit neun Jahren als Wächter in dem Stadion in San Juan arbeitet, das Jehovas Zeugen benutzten, sagte: „Ich finde die Organisation phantastisch ... Ich fühle mich persönlich sehr wohl. Ich habe mit Ihnen keine Probleme. Sehen Sie, ich trage nicht einmal einen Knüppel. Aber bei anderen religiösen Kongressen ist das nicht so. Sie behandeln mich sehr respektvoll ... Selbst die Kinder gehorchen mir. Das ist sonst nie der Fall.“
SIEGREICHER GLAUBE FÖRDERT BRÜDERLICHKEIT
Diese Zusammenkünfte der Zeugen Jehovas erregten großes Aufsehen. Der vorherrschende Geist der Brüderlichkeit und Einheit trug wesentlich dazu bei. Wesley Jackson, der für die Zeitung The Times—Picayune schreibt, bezeichnete die Zeugen als „gute Menschen, die nach außerordentlich hohen Sittenmaßstäben leben, was sie sehr familienbewußt macht“. Außerdem bemerkte er: „Die vielen Tausende von Zeugen, die diese Woche hier sind — groß und klein, aus verschiedenen Rassen und von unterschiedlicher Nationalität —, sind grundsätzlich sehr fromme Christen, deren Glaubensansichten sich etwas von denen der übrigen Christen unterscheiden. Daß sie fest zusammenhalten, sieht man an den großen Scharen, die zum ersten der zwei internationalen Treffen, die in New Orleans abgehalten werden, in diese Stadt strömen.“
Der unter Jehovas Zeugen herrschende Geist der Brüderlichkeit und Einheit wurde auch in einem Leitartikel hervorgehoben, der in der Zeitschrift Washington Afro-American vom 24. Juni 1978 erschien. Es hieß:
„Wenngleich im Verhältnis der Rassen untereinander große Fortschritte erzielt worden sind, haben einige Forscher kürzlich Beobachtungen gemacht, die zur Entmutigung Anlaß geben. Sie stellten fest: Wenige Schwarze und Weiße sitzen auf ein und derselben Kirchenbank.
Eine derartige Trennung gibt es beim internationalen Kongreß ,Siegreicher Glaube‘ der Zeugen Jehovas offensichtlich nicht. Die bei der gegenwärtigen Versammlung im RFK-Stadion anwesenden 48 000 essen, beten und pflegen Gemeinschaft, ohne Rassenunterschiede zu machen.“
Da Jehovas Zeugen erkannt haben, daß Gott „aus e i n e m Menschen jede Nation der Menschen gemacht“ hat, sind sie weltweit geeint (Apg. 17:26). Wie der christliche Apostel Petrus wissen sie, „daß Gott nicht parteiisch ist, sondern daß ihm in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist“ (Apg. 10:34, 35). Während also die Menschheit durch rassische, nationale und andere Unterschiede gespalten ist, haben die internationalen Kongresse „Siegreicher Glaube“ vor der ganzen Welt Zeugnis davon abgelegt, daß es e i n geeintes Volk gibt, das einen unbesiegbaren Glauben offenbart.
„ERKLÄRUNG UNSERES GLAUBENS“
Auf diesen internationalen Kongressen wurde wirklich der siegreiche Glaube betont. Durch den öffentlichen Vortrag wurde zum Beispiel zu vermehrtem Glauben an Jehova und seinen messianischen König angeregt. In diesem Vortrag mit dem Thema „Jesus Christus — der siegreiche König, mit dem die Nationen rechnen müssen“ wurde der Sohn Gottes auf anschauliche Weise als ein königlicher Krieger beschrieben, der ‘in der Sache der Wahrheit, Demut und Gerechtigkeit einherfahren’ und kämpfen muß, um auf der ganzen Erde eine neue Ordnung einzuführen (Ps. 45:3-5; Jes. 26:9).
Die Zeit, in der auf der ganzen Erde internationale Kongresse durchgeführt wurden, eignete sich vorzüglich dafür, daß Jehovas Zeugen eine Erklärung ihres Glaubens abgaben. Das geschah auf jedem Kongreß. Diese Christen mit einem siegreichen Glauben verliehen ihrer Freude darüber Ausdruck, daß sie der einzigen wirklich internationalen Bruderschaft auf der Erde angehören. Sie drückten ihre feste Entschlossenheit aus, im Dienst Jehovas, des Höchsten, voranzudrängen und die Königreichsbotschaft bis zum Ende dieses Systems der Dinge öffentlich zu verkündigen. Außerdem sind sie entschlossen, sich niemals von dem Einen abzuwenden, der so viel für sie getan und ihrem Leben Sinn und Zweck verliehen hat.
SIEGREICHER GLAUBE ERFORDERT TÄTIGKEIT
Zu behaupten, Glauben zu haben, ist jedoch etwas anderes, als ihn in die Tat umzusetzen (Jak. 2:18-20). Am Vormittag des dritten Kongreßtages (in den meisten Fällen am Freitag) war Predigtdienst vorgesehen. Mit farbigen Plastiktaschen ausgerüstet, in denen sich Schriften befanden, gaben die Kongreßbesucher von Haus zu Haus, in Geschäften, auf der Straße und anderswo Zeugnis. Die Plastiktaschen trugen eine Aufschrift, die auf den internationalen Kongreß „Siegreicher Glaube“ aufmerksam machte. In Philadelphia (Pennsylvanien, USA) beteiligten sich fast 20 000 Zeugen an dieser Tätigkeit. In New Orleans (Louisiana, USA) waren es mehr als 30 000.
In mehreren Fällen haben Fernsehreporter und Reporter anderer Medien die Zeugen an jenem Vormittag im Predigtdienst begleitet. Cheryl Ernst vom Redaktionsstab des Everett Herald schrieb in diesem im Staate Washington erscheinenden Blatt: „Sie zogen vom Kingdome [in Seattle] aus hinaus, 40 000 Mann stark, wie das Heer Josuas ... Der Glaube war ihre Rüstung, die Bibel ihre Waffe, und Worte waren ihre Munition.“
Welchen Eindruck hinterließ diese besondere Tätigkeit? In St. Louis (Missouri, USA) wandte sich ein Mann mit folgenden Worten an einen Zeugen, der Straßendienst verrichtete: „Eines muß ich von den Zeugen Jehovas sagen: Ihre Frauen kleiden sich wie Damen.“ Donna Balkan vom Redaktionsstab der in Ottawa (Ontario, Kanada) erscheinenden Zeitung Citizen schrieb: „Die freundliche und höfliche Art der Kongreßbesucher beeindruckte selbst die hartnäckigsten Ungläubigen. Versuchen, ihnen zu widersprechen, wurde mit freundlichen Worten begegnet — jedenfalls ist es nicht einfach, mit Leuten zu streiten, die ständig von Liebe und Frieden sowie von den ,idealen Lebensbedingungen‘ reden, die Gottes Königreich für die Menschen schaffen wird.“
SIE BAUEN STÄNDIG AN EINEM SIEGREICHEN GLAUBEN
Jehovas Zeugen warten zuversichtlich auf die „idealen Lebensbedingungen“ und die anderen Segnungen, die Gottes Königreich für die Menschheit mit sich bringen wird. Doch durch die Anbetung Jehovas und durch den ergebenen Dienst, den sie ihm darbringen, wurde ihnen bereits ein sinnvolles Lebensziel verliehen. Da diese Christen biblische Grundsätze anwenden, führen sie jetzt schon ein glückliches Familienleben. Sie sind zufrieden, weil sie in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes ihre Persönlichkeit geändert haben. Und sie freuen sich, in unserer geteilten Welt in wahrer Brüderlichkeit und Einheit miteinander verbunden zu sein.
Ja, Jehovas christliche Zeugen liefern den Beweis dafür, daß sich der Glaube in der heutigen Welt noch durchsetzen kann. Sie wissen allerdings, daß der Glaube laufend gestärkt werden muß, und ihre kürzlich veranstalteten Kongresse dienten diesem Zweck. Eine Familie, die einen Kongreß besuchte, hatte recht, als sie schrieb: „Liebe Brüder, jeder verließ diesen Kongreß besser ausgerüstet, um mit den vielen Problemen fertig zu werden, die im täglichen Leben an uns alle herantreten. Wir danken Euch für all die Arbeit, die zu diesem Zweck geleistet worden ist. Möge alles zum Lobpreis Jehovas gereichen!“ Ja, diese internationalen Kongresse haben einen siegreichen Glauben gefördert.
[Bilder auf Seite 8, 9]
„Siegreicher Glaube“
DIESER GLAUBE IST AKTIV UND BRINGT FREUDE, was man dieser glücklichen Gruppe von Königreichsverkündigern und dieser harmonischen Familie ansieht, die sich an der im Rahmen des Kongresses durchgeführten Predigttätigkeit beteiligten.
Auf allen Kongressen wurden lehrreiche biblische Dramen aufgeführt. Hier ermuntert der Apostel Paulus den jungen Timotheus.
Argentinier treffen sich mit Afrikanern. In unserer uneinigen Welt bilden Zeugen Jehovas aus allen Nationen eine internationale Bruderschaft.
Durch seine Taufe hat dieses Ehepaar soeben gezeigt, daß es ebenfalls die Welt durch Glauben besiegen möchte.