Neue Versandanlagen der Zeugen Jehovas
DIESES riesige Gebäude, das gleich auf der anderen Seite des Hafens gegenüber der berühmten Wallstreet, dem Finanzzentrum der USA, steht, ist ein herausragendes Merkmal der Brooklyner Hafenfront. Seine Lage in der Furman Street — nur ein paar Blocks von den Druckereianlagen der Zeugen Jehovas entfernt — ist für den Versand der biblischen Literatur in alle Welt wie geschaffen.
Das 1928 errichtete Gebäude wurde am 15. März 1983 von Jehovas Zeugen erworben. Seither ist es umfassend renoviert worden. Im Januar dieses Jahres sind die letzten Mieter ausgezogen, so daß Jehovas Zeugen jetzt die gesamte Fläche nutzen können.
Das Gebäude hat eine Gesamtbodenfläche von 93 000 Quadratmetern oder über 9 Hektar. Fast ein Drittel davon wird für die neue Versandabteilung genutzt. Im ersten Stock — eine riesige Fläche von 114 mal 105 Metern (etwa die Größe von 1 bis 1 1⁄2 Fußballfeldern) — befinden sich die Büros und das moderne Fördersystem, das die zügige Bearbeitung von Literaturbestellungen gestattet.
Bevor die Versandabteilung im Herbst 1985 in die Furman Street umgezogen war, dauerte es in den engen Räumlichkeiten (Columbia Heights 30) meist sechs Wochen, bis eine Bestellung erledigt werden konnte. Aber jetzt, wo eine Computeranlage und ein neues Fördersystem vorhanden sind sowie genügend Raum, wird die Literatur bereits sieben Tage nach Eingang der Bestellung versandt. Werfen wir einmal einen Blick in die Abteilung und auf den Arbeitsablauf.
Hier lagern Bücher und Broschüren in über hundert verschiedenen Sprachen. Monat für Monat werden von Brooklyn aus ungefähr tausend Tonnen Literatur in alle Welt versandt — entweder von der Furman Street aus, oder zum Export geht die Literatur auch direkt von der nahe gelegenen Druckerei zu den Docks. Wöchentlich werden in der Furman Street etwa 2 000 Literaturbestellungen bearbeitet, und die bestellte Literatur wird an über 8 400 Versammlungen der Zeugen Jehovas in den Vereinigten Staaten versandt.
Das moderne Fördersystem wurde gekauft, um die Literatur besser zusammenstellen, verpacken und versenden zu können. Jehovas Zeugen haben es selbst installiert. Die Arbeiten nahmen fast vier Monate in Anspruch und wurden in der ersten Oktoberhälfte des Jahres 1985 abgeschlossen. Bei dem System handelt es sich um insgesamt über einen Kilometer Förderstrecke mit 54 Motoren für die verschiedenen Bänder, mit Seilzügen und 30 Photozellen, die den Literaturfluß überwachen.
Die Aufgaben der Versandabteilung gliedern sich in vier Abschnitte. Im ersten, dem Versandbüro, gehen die Bestellungen ein und werden bearbeitet. Mit Hilfe eines Computers wird eine Belastungsanzeige ausgeschrieben sowie eine Liste über die Literatur, die für jede Bestellung zusammengetragen werden muß. Den zweiten Abschnitt bildet das Zusammentragsystem, mit dessen Hilfe die Literatur entsprechend den Bestellungen zusammengestellt wird. Der dritte Abschnitt ist der Verpackungsbereich, wo die Bestellung überprüft und die bestellte Literatur ordentlich in Kartons verpackt wird. Abschnitt vier ist die Postversandstation. Hier werden die Kartons gewogen und entsprechend frankiert. Anschließend gelangen sie zum Versand auf die Lkw-Laderampen.
In dem Gebäude in der Furman Street 360 ist jedoch nicht nur die Versandabteilung untergebracht, sondern auch noch eine ganze Reihe anderer Abteilungen.
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Weitere Abteilungen im Furman-Street-Gebäude
In dieser Schreinerei, die eine Fläche von über 5 200 Quadratmetern einnimmt, entstehen die Möbel für die zahlreichen Büros und für die Wohnräume der Mitarbeiter.
Die Blindenschrift-Abteilung stellt 48 verschiedene Publikationen her und für über 600 Abonnenten auch jede „Wachtturm“-Ausgabe in ungekürzter Form. Publikationen in Blindenschrift werden in mehr als 35 Länder versandt.
Monatlich werden hier fast 16 000 Kilogramm Blech für Lüftungskanäle und ähnliche aus Blech gefertigte Gegenstände produziert, die in den Gebäuden der Watchtower Society in Brooklyn und auf der Wachtturm-Farm installiert werden.
Die Fensterrahmen aus Aluminium und die Isolierverglasung für die Gebäude der Watchtower Society werden hier gefertigt. Dadurch werden beträchtliche Kosten eingespart. Das Projekt macht sich in kurzer Zeit bezahlt, da durch den Einbau neuer Fenster die Heizkosten gesenkt werden.
In den vergangenen drei Jahren wurden in der Kassettenabteilung über 11 Millionen Tonbandkassetten bespielt, und zwar in Englisch, Spanisch, Französisch und Portugiesisch.