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Erwachet! 1998
g98 22. 6. S. 18-19

Ylang-Ylang — Duftende Essenz von der Parfüminsel

VON UNSEREM KORRESPONDENTEN AUF MAYOTTE

YLANG-YLANG — sagt uns das etwas? Wahrscheinlich haben wir es schon benutzt. Zumindest geschnuppert haben wir es schon. Worum es sich handelt? Nun, es ist ein Baum und ein Parfüm.

Der Ylang-Ylang-Baum liefert eine Essenz, die zur Herstellung luxuriöser Parfüme verwendet wird. Manche sagen, der Baum stamme von der Insel Madagaskar, andere behaupten, er komme aus Malaysia, wo er ebenfalls kultiviert wird. Doch auf den Komoren, die zwischen Afrika und Madagaskar liegen, und speziell auf der Insel Mayotte ist das Klima geradezu ideal, um eine Parfümessenz von überragender Qualität herzustellen — manche meinen, es sei die beste überhaupt.

Von der Insel Mayotte, manchmal die Parfüminsel genannt, stammt ein großer Prozentsatz der gesamten Weltproduktion der kostbaren Essenz. Die Plantagen der Ylang-Ylang-Bäume bedecken die Ebenen und die sanften Hänge dieser herrlichen Insel. Zuallererst fallen einem allerdings die bizarren Formen der Bäume auf. Die Äste sehen aus, als hätte eine Riesenhand sie hinuntergebogen und um die knorrigen, hellgrauen Stämme gewickelt. Das ist allerdings nicht ihr natürliches Aussehen. Man bringt sie bewußt in diese Form.

Wenn der Ylang-Ylang-Baum schulterhoch gewachsen ist und die Blüten noch gut erreichbar sind, werden die Äste hinuntergebogen. Geschieht das nicht, wächst der Baum gerade in die Höhe und trägt die kostbaren Blüten so hoch, daß sie sich nicht mehr mühelos pflücken lassen. Dann eignet er sich einzig und allein als Nutzholz.

Noch bevor man den Ylang-Ylang-Baum inmitten der tropischen Grünpflanzen entdeckt, hat einen schon sein berauschender Duft erreicht. Die Blüten an sich sind nichts Außergewöhnliches, ihr starker Duft hingegen ist unvergeßlich. Für das ungeübte Auge ist es schwierig, die Blüten überhaupt zu erkennen, weil sie sich von den Blättern kaum unterscheiden. Nur wenn die Blüten voll entwickelt sind, nehmen sie eine zartgelbe Färbung an. Und wenn es soweit ist, dann wird es Zeit, sie zu pflücken.

Der Ylang-Ylang-Baum blüht auf dieser Tropeninsel ab einem Alter von zwei bis drei Jahren. Seine Blütenfülle ist ein wunderbares Beispiel für die Großzügigkeit des Schöpfers. Von Mai bis Dezember wird jeder Baum alle fünfzehn Tage von Pflückern um ein bis zwei Kilogramm Blüten erleichtert. Der Baum blüht zwar auch von Januar bis April, doch werden dann die Blüten durch die tropischen Regengüsse ruiniert.

Bei der Blütenernte legt jeder in der Familie mit Hand an, besonders die Frauen und die Kinder. Da die Äste niedrig hängen, lassen sich die Blüten leicht pflücken. Sie kommen in einen kangas — die ortsübliche Bezeichnung für einen großen Korb aus geflochtenen Kokospalmblättern. Sehen wir das kleine Mädchen, wie es einen biegsamen kangas voller Blüten auf dem Kopf trägt? Der Kopf des Mädchens scheint in den 20 bis 30 Kilogramm Blüten völlig zu verschwinden, während sie und andere Kinder im Gänsemarsch die Straße entlanggehen, die zu dem Ort führt, wo die Essenz durch Destillation gewonnen wird.

Mit dem Destillieren beginnen 24 Stunden harte Arbeit. Unter einem riesigen alambic oder Destillationsapparat brennt ständig ein Feuer. Im alambic schwimmen 200 Kilogramm vollentwickelte Blüten in 70 Liter siedendem Wasser. Das gewundene Kondensationsrohr muß genau auf die richtige Temperatur abgekühlt werden, damit die beste Qualität gewährleistet ist. Aus dieser Blütenmenge kann man bis zu einem Liter hochkonzentrierte Essenz gewinnen; die genaue Menge hängt von der Gegend ab, aus der die Blüten stammen. Durch denselben Siedevorgang lassen sich weitere Essenzen von geringerer Konzentration gewinnen. Das ätherische Öl wird schließlich nach Europa exportiert, wo es für Mischungen luxuriöser Parfüme verwendet wird.

Vielleicht verstehen wir nun besser, warum Mayotte die Parfüminsel genannt wird. Durch den herrlichen Duft von Ylang-Ylang, der die Inselluft erfüllt, wird wirklich unsere Wertschätzung für die Werke unseres Schöpfers vertieft.

[Karten auf Seite 18]

(Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)

AFRIKA

MADAGASKAR

KOMOREN

Njazidja

Nzwani

Mwali

Mayotte

[Bild auf Seite 18]

Ylang-Ylang-Blüten

[Bilder auf Seite 19]

Plantage mit Ylang-Ylang-Bäumen

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