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  • Eltern — entscheidet bei der Wahl von Spielzeug weise!
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Erwachet! 1994
g94 8. 9. S. 7-10

Eltern — entscheidet bei der Wahl von Spielzeug weise!

KINDER sind gemäß der Bibel „ein Erbe von Jehova“ (Psalm 127:3). Gottesfürchtige Eltern erkennen daher ihre Verantwortung, Kinder „in der Zucht und in der ernsten Ermahnung Jehovas“ zu erziehen (Epheser 6:4). Sie überlassen es nicht Spielzeugherstellern, die Persönlichkeit ihrer Kinder zu formen.

Spielzeug kann einen bedeutenden Beitrag zur emotionalen und geistigen Entwicklung eines Kindes leisten. Das heißt aber nicht, daß Eltern Unsummen für High-Tech-Spielereien ausgeben müssen. Einige der nützlichsten und anregendsten Spielsachen sind jedoch fast umsonst erhältlich.

Ein simpler Pappkarton läßt sich durch die lebhafte kindliche Phantasie in ein Haus, in ein Flugzeug oder in irgend etwas anderes verwandeln. Mit Hilfe von Eimer und Schaufel wird eine Sandburg gebaut. Schlichte Bauklötzchen, Puzzles, Knetmasse oder Buntstifte können ebenfalls für vergnügliche Stunden sorgen. Ältere Kinder erwerben durch Malutensilien oder Bastelsätze Geschicklichkeit und lassen dadurch ihrer Kreativität auf angebrachte Weise freien Lauf — was weitaus zufriedenstellender ist, als blinkende Lichter auf dem Bildschirm zu löschen.

Manche Spiele erfordern überhaupt kein großes Zubehör. Ein Waldspaziergang kann ein aufregendes Abenteuer sein, ganz besonders dann, wenn das Kind von einem liebevollen, aufmerksamen Elternteil begleitet wird. Man kann einem Kind auch beibringen, daß man selbst an grundlegenden häuslichen Tätigkeiten Spaß finden kann. Penelope Leach schreibt in ihrem Buch Your Growing Child: „Kuchen backen, kochen, einkaufen, den Garten umgraben, das Auto waschen, die Decke streichen oder das Baby baden bedeutet für die Eltern wahrscheinlich Arbeit, für das Kind hingegen können diese Tätigkeiten zu den schönsten Spielen gehören.“

Sieben hilfreiche Richtlinien

Selbstverständlich hat käufliches Spielzeug seinen Platz. Und wenn die Familienfinanzen es erlauben und die Eltern etwas kaufen möchten, werden sie sich zuvor vielleicht folgende Fragen stellen:

1. Weckt das Spielzeug wirklich die Neugier, und regt es die Phantasie unseres Kindes an? Wenn nicht, dann wird es sich schon nach kurzer Zeit langweilen. In der Fernsehwerbung sieht ein Spielzeug womöglich verlockend aus, aber bedenkt: Die kleinen Schauspieler und Schauspielerinnen werden für ihre Begeisterung bezahlt. Euer Kind reagiert womöglich ganz anders. Beobachtet es daher beim Spielen oder im Spielwarengeschäft. Zu welchem Spielzeug fühlt es sich hingezogen?

Eltern denken manchmal, Spielzeug sei erst dann wertvoll, wenn es von „erzieherischem Wert“ sei. Die Professorin Janice T. Gibson gibt jedoch zu bedenken: „Kinder lernen durch alle Spielsachen. Hauptsache, sie haben Spaß daran, so daß sie damit lange Zeit auf eine Weise spielen, die für sie förderlich ist.“

2. Entspricht es den körperlichen und geistigen Fähigkeiten unseres Kindes? Gelegentlich ist ein Kind für ein spezielles Spielzeug einfach nicht kräftig, geduldig oder behende genug. Die Eltern dagegen würden es gern kaufen, weil damit gewisse wehmütige Erinnerungen verbunden sind. Ist ein Dreijähriger aber tatsächlich in der Lage, eine komplette elektrische Eisenbahn handzuhaben oder einen Baseballschläger zu schwingen? Warum nicht warten, bis das Kind körperlich und geistig so weit entwickelt ist, daß es solche Spielsachen wertschätzt?

3. Ist es sicher? Kleine Kinder stecken gern alles in den Mund, und wie schnell können sie an einem kleinen Holzbauklotz oder an einem winzigen Plastikteil ersticken. Scharfe oder spitze Kanten können Kindern aller Altersklassen gefährlich werden. Vielleicht überlegt ihr auch, ob das Spielzeug herumgeworfen oder als Waffe gegen Geschwister eingesetzt wird.

In den Vereinigten Staaten ist auf einigen Spielsachen die Altersgruppe vermerkt, für die sie gedacht sind. Wer sich an diese Empfehlungen hält, kann sein Kind vor Verletzungen schützen. Seid ihr euch bei einem Spielzeug nicht ganz sicher, könntet ihr, falls möglich, den Verkäufer um eine Vorführung des Modells bitten.

4. Ist es strapazierfähig und gut verarbeitet? „Kleine Kinder, die Gegenstände gern fallen lassen, in den Mund stecken oder damit werfen, kriegen Spielzeug, das nicht strapazierfähig ist, leicht kaputt“, heißt es in der Zeitschrift Parents.

5. Ist es sein Geld wert? Die Fernsehwerbung spricht selten über Preise, aber Spielzeug will bezahlt werden. Ein Großteil des Geldes zahlt man für den Markennamen statt für das tatsächliche Konstruktionsmaterial. Außerdem weckt die Werbung in Kindern oft unrealistische Erwartungen, die teilweise zu großer Enttäuschung führen.

Bringt eurem Kind bei, ein kluger Käufer zu sein. In Sprüche 14:15 lesen wir: „Ein Unerfahrener glaubt jedem Wort, aber der Kluge achtet auf seine Schritte.“ In einem Artikel in der New York Times hieß es: „Manchmal läßt sich schon vor dem Kauf eines Spielzeugs sagen, warum es von schlechter Qualität ist und warum es nicht das hält, was es gemäß der Werbung verspricht.“ Und weiter: „Kinder sind viel klügere Käufer, wenn das Geld aus ihrem eigenen Portemonnaie stammt und nicht aus dem der Eltern.“

Natürlich läßt sich der wahre Wert von Spielzeug bei weitem nicht nur am Material oder an der Verarbeitungsgüte messen. Wichtig ist, wie oft damit gespielt wird und wieviel Spaß Kinder dabei haben. Eine Schaukel für den Garten kostet wahrscheinlich relativ viel, doch sie kann jahrelang für lustige Stunden sorgen. Billiges Spielzeug, das schon nach kurzer Zeit links liegengelassen wird, mag, auf lange Sicht gesehen, hinausgeworfenes Geld sein.

6. Welche Wertvorstellungen und Maßstäbe werden vermittelt? David Elkind, Professor für Kinderpsychologie, weist darauf hin, daß „Spielsachen die kindliche Phantasie auf eine konstruktive, nicht auf eine destruktive Weise anregen sollten“. Kauft kein martialisches Spielzeug, keines, das eindeutig Gewalt fördert oder Laster der Erwachsenen wiedergibt, zum Beispiel Glücksspiel.

Wie sieht es mit Spielsachen aus, die bekannte Märchengestalten oder Figuren aus Science-fiction-Romanen nachempfinden? In der Regel siegt in solchen Geschichten das Gute über das Böse. Deswegen halten einige Eltern die darin enthaltenen magischen Elemente nur für ein harmloses Produkt der kindlichen Phantasie, das ihrem Kind nicht schadet. Andere befürchten jedoch möglicherweise, daß solche Geschichten das Interesse am Okkulten wecken (5. Mose 18:10-13). Eltern müssen — ohne andere zu verurteilen — in dieser Hinsicht ihre eigene Entscheidung treffen, wobei sie berücksichtigen, welche möglichen Auswirkungen die Geschichten sowie alle Spielzeuge, die damit in Zusammenhang stehen, auf ihr Kind haben.

Denkt auch an den Grundsatz aus 1. Korinther 10:23, wo es heißt: „Alle Dinge sind erlaubt; aber nicht alle Dinge sind von Vorteil.“ Ihr persönlich mögt nichts gegen ein beliebtes Spielzeug einzuwenden haben, aber ist sein Kauf wirklich von Vorteil? Könnte es die Gefühle anderer verletzen, oder würden sie daran Anstoß nehmen?

Prüft auch Spielzeug, das von erzieherischem Wert sein soll, genauestens — besonders dann, wenn Kinder dadurch angeblich etwas über Sexualität oder über Schwangerschaft lernen. Ist schon der richtige Zeitpunkt für Aufschluß dieser Art gekommen? Sollten solche Informationen nicht lieber in Gesprächen zwischen euch und eurem Kind übermittelt werden?a Gewisse Spielsachen mögen nützlich sein, um die körperlichen Aspekte aufzuzeigen, aber vermitteln sie die richtige Einstellung zu Moral?

7. Möchten wir es unserem Kind wirklich kaufen? Vielleicht seid ihr der Meinung, euer Kind habe bereits zu viele Spielsachen, das Spielzeug eigne sich für eure Wohnverhältnisse einfach nicht oder es mache zuviel Lärm. Wenn sich nichts dagegen unternehmen läßt, bleibt euch wahrscheinlich nichts anderes übrig, als nein zu sagen. Das fällt schwer. Aber man hilft einem Kind nicht, ein ausgeglichener Erwachsener zu werden, wenn man seinen Bitten und Launen jedesmal nachgibt. Beachtet, welcher Grundsatz in Sprüche 29:21 erwähnt wird: „Wenn einer seinen Knecht [oder sein Kind] von Jugend an verzärtelt, wird er in seinem späteren Leben sogar ein Undankbarer werden.“

Das heißt nicht, daß ihr dogmatische oder unvernünftige Eltern sein sollt. Denn dann würde euer Kind nur wütend und gereizt reagieren. ‘Die Weisheit von oben ist vernünftig’ (Jakobus 3:17). Eine Fachfrau auf dem Gebiet der Kinderbetreuung drückt es so aus: „Sie müssen sich die Zeit nehmen, Ihrem Kind ausführlich zu erklären, warum Sie ihm bestimmte Spielsachen nicht kaufen.“

Etwas Wichtigeres als Spielzeug

Spielsachen können zwar erzieherisch wertvoll und unterhaltsam sein, aber es sind nur Gegenstände. Ein Kind kann ein Spielzeug liebhaben, aber umgekehrt funktioniert das nicht. Kinder brauchen liebevolle Zuwendung, etwas, was ihnen nur die Eltern geben können. „Eigentlich sind die Eltern das beste Spielzeug aller Zeiten“, meint Dr. Magdalena Grey. Wenn Eltern mit ihren Kindern spielen, tragen sie zu einer engen emotionalen Bindung bei und zur Entwicklung von vernünftigen Anschauungen und gesunden Emotionen.

Ja, vernünftiges Spielen ist für Kinder wichtig. Viel wichtiger ist jedoch Anleitung auf moralischem und geistigem Gebiet. „Dies bedeutet ewiges Leben“, sagt die Bibel, „daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus“ (Johannes 17:3). Eltern können eine wichtige Rolle dabei spielen, ihren Kindern diese lebensrettende Erkenntnis zu vermitteln. Die Familien unter Jehovas Zeugen bemühen sich, regelmäßig die Bibel zu studieren. Häufig tun sie das mit Hilfe von Veröffentlichungen wie den Büchern Mein Buch mit biblischen Geschichten, Auf den Großen Lehrer hören und Fragen junger Leute — Praktische Antworten, die speziell für Kinder und Jugendliche geschrieben worden sind.b Diese Bücher sind mehr als lediglich eine unterhaltsame Lektüre — sie haben Tausenden von Kindern geholfen, einen festen Glauben an Gott zu entwickeln. Die Kinder hören sich auch gern biblische Dramen auf Kassette an.c

Wahre Christen spielen daher nicht nur mit ihren Kindern — sie beten, studieren und unterhalten sich auch mit ihnen. Eine solche liebevolle Zuwendung erfordert Zeit und viel Mühe. Auf lange Sicht gesehen, bringt sie einem Kind jedoch größere und anhaltendere Freude als jedes noch so schöne Spielzeug.

[Fußnoten]

a Siehe die Artikelserie über Aufklärung im Erwachet! vom 22. Februar 1992.

b Herausgegeben von der Wachtturm-Gesellschaft.

c Herausgegeben von der Wachtturm-Gesellschaft.

[Bilder auf Seite 8, 9]

Kinder finden an selbstausgedachtem Spielzeug Freude — aus einem Wäschekorb wird ein Auto, Schuhkartons werden zu einer Eisenbahn umfunktioniert

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