Königreichsverkündiger berichten
Die Rassen vereint — in Südafrika!
IMBALI ist eine Township der Schwarzen am Stadtrand von Pietermaritzburg (Natal, Südafrika). Als den beiden Versammlungen der Zeugen Jehovas in Imbali ein Grundstück zugesprochen wurde, machten die Ältesten der Versammlungen der Weißen und der Farbigen in Pietermaritzburg sofort Pläne, wie sie ihren schwarzen Brüdern helfen könnten, in möglichst kurzer Zeit einen Königreichssaal zu bauen. Die Bauzeit erstreckte sich zwar über 9 Monate, tatsächlich gearbeitet wurde an dem Gebäude aber nur an 48 Tagen, zumeist an Samstagen.
Durch den Bau dieses Königreichssaals wurde den Einwohnern von Imbali etwas gezeigt, was sie wahrscheinlich für unmöglich gehalten hatten. Man stelle sich die Scharen von weißen, farbigen und indischen Zeugen aus Pietermaritzburg und Durban vor, die in die Township strömten und Schulter an Schulter mit den Gliedern der schwarzen Versammlungen arbeiteten! (Vergleiche Zephanja 3:9.) Männer, Frauen und Kinder reichten fleißig Baumaterialien und Werkzeuge weiter, und alle aßen gemeinsam an einem Tisch. Eine solche Einheit unter den Rassen ist in einer afrikanischen Township beispiellos, besonders in dieser unruhigen Zeit. Es ist ganz bestimmt ein unumstößlicher Beweis dafür, daß Jehovas Zeugen ein geeintes Volk bilden, in dem man sich umeinander kümmert.
Ein Nachbar sagte über diese Einheit: „Es hat uns erstaunt, daß Weiße, Schwarze, Farbige und Inder so harmonisch zusammenarbeiten können. In unseren Kirchen gibt es so etwas nicht.“ Der Bürgermeister von Imbali, Herr Pakkies, wohnte der Bestimmungsübergabe am 10. November 1985 bei. Er drückte sein Erstaunen über die Einheit der Zeugen Jehovas aus sowie über ihre Entschlossenheit, ein so großes Projekt selbst in Angriff zu nehmen. Mit folgenden Worten faßte er zusammen, wie es ihnen möglich war: „Es konnte nur mit Liebe geschehen.“ Wie wahr! Und sagte Jesus nicht selbst: „Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr untereinander Liebe habt.“ (Johannes 13:35, Herder)?
Da sich das gegenwärtige System der Dinge schnell seinem Ende nähert, sind sich Jehovas Zeugen überall in Südafrika bewußt, daß in den Townships der Schwarzen und in Landgebieten so schnell wie möglich weitere Königreichssäle gebaut werden müssen. Im Februar 1985 wurde der erste Königreichssaal in Soweto der Bestimmung übergeben. Weitere Säle sind gegenwärtig im Bau. Von den 700 Versammlungen im schwarzen Gebiet verfügen nur etwa 70 über einen eigenen Saal, deshalb besteht in dieser Hinsicht noch ein gewaltiger Bedarf. Der Königreichssaal in Imbali trägt dazu bei, diesen Bedarf zu decken. Etwa 400 Personen haben in dem Saal, in dem lebenswichtige geistige Speise dargeboten wird, bequem Platz. Ja, in solchen Zentren biblischer Unterweisung lernen gerechtigkeitsliebende Menschen, wie sie das Ende des gegenwärtigen Systems der Dinge überleben und Leben in Gottes neuem System erlangen können, in dem alle Rassen der Menschheit für immer als eine geeinte Familie zusammenleben werden!