Leckereien aus dem Innern der Bäume
Nordamerikanische Indianer waren die ersten, die dem weißen Mann zeigten, wie er den Bäumen süße Leckerbissen abgewinnen kann. Die Indianer brachten den europäischen Siedlern in Kanada die Kunst bei, aus dem Saft der Ahornbäume Sirup herzustellen. Doch erst ab 1706 gibt es authentische Aufzeichnungen über die Produktion von Ahornsirup und -zucker. Heute ist sie für Kanada eine Industrie mit einem Umsatz von vielen Millionen Dollar.
Hier sind zwei süße Leckerbissen zum Ausprobieren:
AHORNWÜRFEL
1⁄2 l Ahornsirup
225 g Erdnußbutter
1 Päckchen Vanillezucker
Sirup erhitzen. Zur Probe einen Tropfen in kaltes Wasser fallen lassen; bildet sich daraus ein Kügelchen, ist der Sirup heiß genug. Abkühlen lassen. Zu dem lauwarmen Sirup Erdnußbutter und Vanillezucker geben und die Masse schlagen, bis sie beginnt, fest zu werden. Dann schnell auf ein gefettetes Backblech geben. Nach dem Erkalten in Würfel schneiden.
AHORNAUFLAUF
150 g Reis
1 Prise Muskat
2 Eier
1 Messerspitze Salz
Gut 1 Tasse Ahornsirup
200 g Sultaninen
3⁄8 l Milch
Reis in kochendes Salzwasser geben und weich kochen. Gut abtropfen lassen. Verquirlte Eier und Ahornsirup sorgfältig vermischen. Milch, Muskat und Salz darunterrühren; dann Reis und Sultaninen hinzugeben und vermengen. Die Masse in eine gebutterte Auflaufform geben und bei mäßiger Hitze (E: 170—180 °C; Gas: 2) backen, bis sie fest wird (60—70 Minuten). Ergibt 6 bis 8 Portionen.
[Bild auf Seite 25]
Abgesehen davon, daß er gut schmeckt, ist Ahornsirup reich an Kohlenhydraten und wertvollen Mineralstoffen wie Kalzium, Phosphor, Eisen und Kalium.
[Bildnachweis]
Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten