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Erwachet! 1975
g75 22. 9. S. 27-29

Was sagt die Bibel?

Ist gegen Kartenspielen etwas einzuwenden?

ES GIBT Hunderte von Kartenspielen. Darunter sind solche, die eine Person allein spielt, wie Patience, und andere, z. B. Poker, mit bis zu zehn Spielern. Bei einigen Spielen kommt es auf Geschicklichkeit an, bei anderen auf Glück. Millionen Menschen bringen oft Stunden damit zu, Karten zu spielen. Sie haben nichts gegen das Kartenspielen einzuwenden.

Doch andere fragen sich, ob es angebracht ist, Karten zu spielen. Gibt es biblische Grundsätze, die dabei zu berücksichtigen sind?

Jemand mag besonders über den Ursprung der Spielkarten besorgt sein. Ihr Gebrauch ist seit dem Jahr 800 u. Z. in Hindustan nachweisbar. Die heutigen Spielkarten sind rechteckig und bestehen aus dünnem Pappkarton, der mit bestimmten Zahlen und Bildern bedruckt ist. Ein häufig verwandter Satz Spielkarten besteht aus 52 Karten, vier Farben zu je 13 Karten. Drei Karten von jeder Farbe zeigen einen König, eine Königin oder einen Buben (Jungen). Diese Darstellungen stammen wahrscheinlich aus dem Mittelalter.

Ist etwas gegen das Kartenspielen einzuwenden, weil auf den Karten ein König und eine Königin abgebildet sind? Nein, denn Könige und Königinnen werden in der Bibel erwähnt, und gottesfürchtige Menschen zeigen gegenüber denen, die eine solche Stellung innehaben, Respekt. Natürlich wäre es nicht im Einklang mit der Bibel, irgendein Bild zum Gegenstand der Anbetung zu machen. Der Apostel Johannes schrieb an Mitchristen: „Kindlein, hütet euch vor Götzen“ (1. Joh. 5:21). Es ist jedoch nicht üblich, Spielkartenbilder zu verehren. Jemand mit einem biblischgeschulten Gewissen würde natürlich keine Karten mit unsittlichen Bildern verwenden (Matth. 5:27, 28). Es ist jedoch nicht allgemein üblich, mit solchen Karten zu spielen.

Andere sind der Auffassung, jegliches Kartenspielen sei verkehrt, da es Rivalität hervorrufen könnte. Der Apostel Paulus schrieb: „Wenn wir durch den Geist leben, laßt uns auch weiterhin durch den Geist ordentlich wandeln. Laßt uns nicht ichsüchtig werden, indem wir miteinander wetteifern und einander beneiden“ (Gal. 5:25, 26). Jemand, der sich vom heiligen Geist, Gottes wirksamer Kraft, leiten läßt, bemüht sich, Konkurrenzgeist zu vermeiden, der durch Egoismus hervorgerufen wird und dazu führt, daß einer den anderen herausfordert, um zu zeigen, daß er besser ist. Allerdings hat nicht jeder, der Karten spielt, solch einen Konkurrenzgeist.

Wenn sich in dir bei irgendeinem Spiel ein Konkurrenzgeist entwickelt, solltest du natürlich versuchen, ihn zu bekämpfen. Vielleicht entschließt du dich sogar, daß es für dich wegen deiner gefühlsmäßigen Veranlagung besser sei, nicht an Ballspielen, Kartenspielen oder anderen Spielen teilzunehmen. Selbstverständlich bedeutet das nicht, daß jeder konkurrenzsüchtig ist, der an solchen Spielen teilnimmt. Viele spielen aus Freude daran mit und haben ein reines Gewissen vor Gott und den Menschen.

Manche Kartenspieler vertrauen auf das Glück und rufen „Fortuna“ an. Wäre das richtig? Die Bibel spricht sich dagegen aus. Gott warnte sein Volk der alten Zeit: „Ihr aber seid es, die Jehova verlassen, die meinen heiligen Berg vergessen, die für den Gott des ,Glücks‘ einen Tisch herrichten und die für den Gott des ,Schicksals‘ gemischten Wein einfüllen. Und ich will euch für das Schwert bestimmen“ (Jes. 65:11, 12). Damals war auch falsche Anbetung mit im Spiel, doch jemand, der die Gutheißung Gottes sucht, kommt nicht daran vorbei, daß es unangebracht ist, auf Glück zu vertrauen. Doch nicht alle Kartenspieler vertrauen auf Glück.

Einige mögen über die Frage der Zeit besorgt sein. Wenn man öfter als nur gelegentlich Karten spielt, kann dies so viel Zeit verschlingen, daß wichtigere Dinge vernachlässigt werden. Doch dasselbe kann auch geschehen, wenn man zuviel Zeit mit Ballspielen oder dem Besuch von Konzerten verbringt. Menschen, die Gott hingegeben sind, tun deshalb gut daran, das Studium der Bibel und andere geistige Dinge wegen dieser Tätigkeiten nicht zu vernachlässigen. Vielmehr ‘kaufen sie die gelegene Zeit für sich aus, weil die Tage böse sind’ (Eph. 5:15, 16). Es scheint aber offensichtlich zu sein, daß eine Familie, die hin und wieder Karten spielt und bei der dies nicht zum Wichtigsten in ihrem Leben wird, nicht notwendigerweise etwas tut, was sie in geistiger Hinsicht schädigt.

Damit ist aber nicht gesagt, daß alle Kartenspiele mit der Bibel im Einklang sind. Manche Kartenspieler spielen um Geld. Sie riskieren ihr Geld und hoffen, mehr zu gewinnen. Dabei wird allmählich die Selbstbeherrschung untergraben, egal ob jemand gewinnt oder verliert. Im Spieler entsteht ein Verlangen, öfter zu spielen, und zwar nicht zur Zerstreuung, sondern um zu gewinnen. In seinem Herzen entwickelt sich schnell ein Mangel an Mitgefühl für andere. Den Gewinner kümmert es wenig, daß seine Mitspieler hart gearbeitet haben für das Geld, das er ihnen abnimmt, ohne einen Finger dafür zu krümmen. Schon bald wird der Spieler von Habsucht gepackt, und er mag sogar unehrliche Methoden anwenden, um zu gewinnen.

Heißt die Bibel das gut? Ein Kartenspieler, der um Geld spielt, verliert seine Selbstbeherrschung, wogegen ein Diener Gottes diese Eigenschaft pflegen sollte. Sie ist eine Frucht des Geistes Jehovas, ebenso wie die Liebe, die nicht selbstsüchtig „nach ihren eigenen Interessen aus[blickt]“ (Gal. 5:22, 23; 1. Kor. 13:4, 5). Außerdem heißt die Bibel es nicht gut, sein Geld durch Glücksspiel zu verdienen. Die Bibel empfiehlt, mit den Händen ehrlich zu arbeiten, und der Apostel Paulus mahnte Unordentliche zur Arbeit, damit sie „ihr selbstverdientes Brot essen“ konnten (2. Thess. 3:8-12; Eph. 4:28).

Was wäre, wenn jemand durch das Kartenspielen habsüchtig würde? Oder nehmen wir an, jemand wird unehrlich, weil er spielt. Beides würde sich für einen Diener Jehovas nicht gehören. „Habgierige“ zählen zu den Ungerechten, die „das Königreich Gottes nicht ererben“ werden (1. Kor. 6:9, 10). Zudem sind gottesfürchtige Personen bemüht, sich „in allen Dingen ehrlich zu benehmen“ (Hebr. 13:18).

Nehmen wir aber an, du hättest gegen gewisse Kartenspiele nichts einzuwenden, wüßtest aber, daß das Gewissen eines anderen beunruhigt wäre, wenn du in seiner Gegenwart Karten spieltest. Es wäre sehr gut möglich, daß du dich entschließt, nicht zu spielen, wenn er dabei ist. Der Apostel Paulus, der das Gewissen anderer stets achtete, betete darum, daß seine Mitgläubigen umsichtig handelten, ‘damit sie sich der wichtigeren Dinge vergewissern mögen und nicht andere zum Straucheln bringen’ (Phil. 1:9, 10; vergleiche 1. Korinther 8:13).

So sind wichtige Dinge zu berücksichtigen, wenn es um die Frage geht, ob gegen Kartenspiele etwas einzuwenden ist. Kinder und Jugendliche sollten natürlich mit ihren Eltern darüber sprechen, die ihnen das Kartenspielen gestatten mögen oder auch nicht. Ein Erwachsener hingegen sollte erkennen, daß es der Entscheidung des einzelnen überlassen bleibt, wie er gegenüber dem Kartenspielen eingestellt ist.

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